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Full text of "Hunbaut, altfranzösischer Artusroman des XIII. jahrhunderts nach Wendelin Foerster's abschrift der einzigen Chantilly-handschrift;"

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GESELLSCHAFT  FÜR  ROMANISCHE  LITERATUR 


ZWÖLFTER  JAHRGANG  1913 
DRITTER  BAND 

DER  GANZEN  REIHE  BAND  35 

HUNBAÜT 

ALTFRANZÖSISCHER  ARTUSROMAN 
DES  XTII.  JAHRHUNDERTS 


GESELLSCHAFT  FÜR  ROMANISCHE  LITERATUR 

BAND  35 


HUNBAUT 

ALTFRANZÖSISCHER  ARTUSROMAN 
DES  XIIL  JAHRHUNDERTS 


NACH  WENDELIN  FOERSTER'S 
ABSCHRIFT  DER  EINZIGEN  CHANTILLY- HANDSCHRIFT 

ZUM  ERSTEN  MALE  KRITISCH  BEARBEITET 

VON 

JAKOB  STÜEZINGER 

AUS  DESSEN  NACHLASS  ERGÄNZT  HERAUSGEGEBEN 

VON 

Dr.  HERMANN  BREUER 


DRESDEN  1914 

GEDRUCKT  FÜR  DIE  GESELLSCHAFT  FÜR  ROMANISCHE  LITERATUR 

VERTRETER  FÜR  DEN  BUCHHANDEL: 
MAX  ?fI£MET£B,  HALLE  a.  S. 


•    247  03 


Vorwort. 


Die  vorliegende  Ausgabe  beruht  auf  W.  Foersters  im 
Herbst  1874  (s.  gr.  Yvain  S.  IX)  nach  der  derzeitigen  Aumale- 
Handschrift  genommenen  Abschrift.  Diese  letztere  benutzten 
G.  Paris  für  seinen  Artikel  in  Hist.  litt.  XXX  und  K.  Bartsch 
für  seinen  Abdruck  von  Vers  1  —  249  in  La  Langue  et  la 
Litterature  franpaises,  Paris  1887. 

Sie  wurde  dann  von  Foerster  seinem  Freunde  Jakob 
Stürzinger(-j- 12.  VI.  1903  als  Professor  Ordinarius  in  Würzburg) 
zur  Herausgabe  in  der  „Romanischen  Bibliothek",  wo  sie  auf 
dem  Umschlage  jahrelang  angezeigt  war,  übergeben  und  im 
Mai  vorigen  Jahres  mit  dem  gesammelten  Material  Stürzingers 
von  Foerster  dem  Schreiber  dieser  Zeilen  zur  Veröffentlichung 
anvertraut.  Ich  versäume  nicht,  meinem  hochverehrten  Lehrer 
für  das  willkommene  Angebot  an  dieser  Stelle  verbindlichst  zu 
danken,  zugleich  auch  für  die  gütige  Beantwortung  einer  An- 
zahl schwieriger  Fragen,  die  den  Text  oder  die  Sprache  des 
Hirnhaut  betrafen. 

In  Stürzingers  Nachlaß  fanden  sich  nur  der  Text,  das 
Verzeichnis  der  Namen  und  die  Anmerkungen  zu  Vers  1  bis 
2475  druckfertig  vor.  Alles  übrige  Material  war  nur  im  (oft 
flüchtigen)  Entwurf  vorhanden,  und  zwar  betrafen  diese  Auf- 
zeichnungen fast  den  ganzen  Rest  der  Anmerkungen  und  die 
Einleitung.  Für  die  letztere  waren  in  Angriff  genommen:  Be- 
schreibung der  Handschrift  (1),  Schreiber  und  dessen  Mundart 
und  Grammatik  (2),  Verfasserfrage  (3),  Inhaltsangabe  (4)  und 
Stoffvergleichung  (5),  Metrik  (6)  und  Textgestaltung  (7).  Ich 
glaubte  nun  (2)  stark  kürzen  zur  dürfen  (s.  S.  VII),  zu  (3)  lieferte 
ich   eine    gänzlich    neue   Untersuchung    der   pik.  Sprache   des 


VI 

Dichters  nach  Sübenzählung  und  Reimen,  auch  (4)  habe  ich 
vollständig  neu  gemacht,  während  (6)  wegbleiben  konnte.  Von 
(1),    (3),    (5)   und   (7)    wurde    alles   Wesentliche    aufgenommen. 

Das  Glossar  ist  auch  ganz  von  mir  zusammengestellt.  Es 
ist  sehr  ausführlich  besonders  hinsichtlich  der  Rektion  der 
Wörter,  die  im  jeweiligen  Satzzusammenhange  betrachtet  werden, 
und  sucht  ein  getreues  Bild  der  Sprache  des  Himbaut -Dichters 
zu  geben,  was  zur  vergleichenden  Feststellung  der  Verfasser- 
schaft willkommen  sein  dürfte. 

Am  Schlüsse  gebe  ich  eine  Zusammenstellung  der  Sprich- 
wörter und  dergl.,  wie  ich  sie  jedem  altfr.  Texte  beigegeben 
wünschte. 

Ich  spreche  meine  Genugtuung  aus,  das  unterbrochene 
Werk  eines  wackeren,  rührigen  Romanisten  seiner  Wissenschaft 
nutzbar  gemacht  zu  haben.  Möge  es  in  angemessener  Form 
geschehen  sein. 

Meppen,  im  Oktober  1913. 

H.  Breuer. 


P.S.  —  Herr  Geheimrat  Foerster  hatte  auch  gegen  den 
verstorbenen  Stürzinger  und  mich  die  große  Gewogenheit,  sich 
zur  Durchsicht  der  gesamten  Korrektur  zu  erbieten,  und  hat 
diese  Aufgabe  in  Bonn  und  San  Remo  trotz  starker  Arbeits- 
last und  leidenden  Zustandes  so  weit  durchgeführt,  als  es  seine 
Kräfte  und  das  Fernsein  von  Büchern  und  Aufzeichnungen 
nur  gestatteten.  Daß  dies  der  Ausgabe  sehr  zustatten  kam, 
hebe  ich  unter  verbindlichstem  Danke  gern  hervor. 

Meppen,  im  März  1914. 

Br. 


Einleitung:. 


I.  Handschrift  und  Schreiber.  ^ 

Der  vorliegende  Roman,  von  G.  Paris  in  Hist.  HU.  XXX 
69  —  71  unter  dem  Titel  Gauvain  et  Hiimbaut  besprochen,  ist 
uns  nur  in  einer  seit  1855  bekannten  und  seitdem  öfters  be- 
nutzten und  beschriebenen  Handschrift  in  Chantilly  erhalten. 
Es  ist  ein  dicker  Sammelkodex  von  Artusromanen  in  Folio  aus 
der  zweiten  Hälfte  des  13.  Jahrhunderts.  Er  zählt  260  Blätter 
in  Pergament  mit  drei  Spalten  per  Seite  (mit  Ausnahme  von 
fol.  214 — 243,  die  den  Prosagral  enthalten  und  nur  zwei  Spalten 
per  Seite  haben).  Die  Spalten  haben  durchschnittlich  52  Zeilen. 
Die  großen  Initialen  sind  abwechselnd  hellblau  und  rot.  Der 
alte  Einband  trägt  auf  dem  Rücken  den  Titel  La  conoiss.  de 
toutes  choses  1250. 

Der  Kodex  enthält  folgende  Werke:  Bigomer^  Atre  pe- 
rillous,  Erec,  Fergus,  Hunbaut,  GuinglaiJi  (=  Bei  InconnuJ, 
Vengeance  Baguidel  {=  Des  Äniaus),  Yvain,  Karrenritter,  Gral 
(in  Prosa),  Renart. 

Beschrieben  ist  die  Hs.  u.  a.  in  Hippeau's  Bei  Incon7iu 
S.  XXV— XXXI,  Martinas  Fergus  S.  V  und  Renart  S.  XIV, 
Romania  XII  S.  463,  Foerster's  Yvain  (gr.  Ausg.)  S.  VIH — IX 
und  dess.  gr.  Erec  S.  III. 

Als  Schreiber  des  Fergus  nennt  sich  am  Ende  desselben 
Colins  li  fruitiers  (s.  Fergus  ed.  Martin  S.  235),  und  von  seiner 
Hand  ist  auch  der  Hirnhaut. 

Stürzinger  glaubt  nun,  gestützt  auf  seine  umfassende  Zu- 
sammenstellung der  mundartlichen  Formen  und  einen  Vergleich 
derselben  mit  denen  des  Aucassin,   annehmen  zu  können,   der 


1)  Alles  nach.  Stürzinger. 


vin 

Schreiber  sei  aus  Artois  gewesen.  Ich  will  aber  dieser  Frage 
hier  nicht  nähertreten,  da  sie  im  Zusammenhang  mit  den 
andern  Werken  des  Kodex  zu  behandeln  wäre,  und  verweise, 
einer  Anregung  W. Foersters  folgend,  auf  den  noch  ausstehenden 
zweiten  Band  von  dessen  Bigomer^  („Gesellschaft  für  roma- 
nische Literatur"). 

II.  Mundart  des  Dichters. 

Da  wir  den  Dichter  nicht  kennen,  so  muß  uns  sein  Werk 
über  ihn  Aufschluß  geben.     Seine  (pik.)  Mundart  verrät  uns: 

A.    Die   Silbenzählung. 

1.  Es  findet  sich  noch  dreisilbiges  miedi  'Mittag'  898, 
905,  2701. 

2.  Neben  jeuner  'fasten'  1053  steht  june  'gefastet'  961 
und  das  Subst.  june  'Fasten'  2799. 

3.  Neben  neis  3227  treten  7iis  2207  und  nes  459. 

4.  Neben  noient  718,  2497  begegnet  einsilbiges  nient  1126. 

5.  Neben  encore  867  tritt  encor  220,  864. 

6.  Als  Akkus,  findet  sich  nies  'Neffe'  611. 

7.  Statt  li  (Art.  m.  Nom.)  auch  V  (vor  Vokal):  Vuns  1556, 
1778,  2306,  2611,  2754,  3003;  Vautres  1946,  2106,  3003; 
Vostes  484;  Vanuis  1821;  Vahatus  1333. 

8.  el  statt  ele  'sie'  könnte  vielleicht  in  Vers  319  vorliegen 
(s.  Anm.). 

9.  Als  Nom.  m.  abs.  findet  sich  cestui  764. 

10.  Oft  findet  sich  die  pik.  Kurzform  für  nostre  und  vostre: 
no  mesage  3284,  no  departie  3326;  vos  nies  3361,  vo  neveu 
3410,  vo  c{h)eval  2515,  3473,  vo  coiimandement  3538,  3600, 
vo  seror  296,  3513,  vo  francisse  3547. 

11.  In  der  5.  Imperf.  findet  sich  ein-  und  zweisilbiges 
-ies:  alies  'ginget' 275,  aber  av'ies  'hattet'  1924,  fer'ies  'schlüget' 
2089,  mostr'ies  'zeigtet'  565,  vol'ies  'wolltet'  2582. 


1)  Vgl.  schon  jetzt  in  der  Vorbemerkung  zum  ersten  Band  des 
Rigomer  (S.  VI*)  eine  kurze  Mitteilung  über  den  Dialekt  des  Dichters 
und  der  Schreiber  dos  Bigomcr. 


IX 

Ähnlich  im  Imp.  des  Futurs:  feries  'würdet  tun'  276,  aber 
fernes  2090,  dever'ies  Svürdet  müssen'  562,  prisertes  ^würdet 
schätzen^  1926,  savr'ies  3602,  ser{r)ws  ^würdet  sein'  564,  2096. 
—  Für  die  4.  Form:  seriens  'würden  sein^  301,  aber  seriens  786. 

NB.  Die  Formen  mit  einsilbigem  ie  sind  als  pikardisch- 
wallonisch  aufzufassen. 

12.  Im  Konj.  Präs.  von  doner  lautet  die  3.  Form  (statt  doin(s)t) 
doiyisse  1553  (vgl.  aber  pardonst  3255),  und  dieselbe  Form  von 
pooir  heißt  (statt  puisse)  puist  524,  1352,  2825,  2872. 

13.  Im  Fut.  finden  sich  die  weitverbreiteten  nördl.  Dehn- 
formen averai  'werde  haben'  2725,  averes  444,  1360,  1394, 
averoit  3334,  dever'ies  562,  conhate7xs  3474.  —  Auf  der  andern 
Seite  begegnet  donrai  statt  doiierai  1678. 

B.  Die  Reimuntersuchung. 

Vorbemerkung.  Bloße  Assonanz  zeigen  gaste  :  hap)e  303, 
confesse  :  estre  549,  ostel  :  estahler  3143  und  wohl  auch  forest  : 
apert  3419.  Mehr  Übereinstimmung  liegt  vor  in  mainre 
{minor) :  sema7ine  'Woche'  593. 

Vokale. 

14.  Für  aqua  finden  sich  die  beiden  Formen  iaue  :  {i)aue 
'Großvater'  586,  2930  und  eue  :  lieue  'Meile'  2885. 

15.  ain  :  en  in  Yvens  :  ens  (intus)  3383  und  premerains  : 
laiens  (illac  intus)  3153  (vgl.  Fergus  1303  Lodien  :  piain; 
Stürzinger).  Auch  vor  r  reimt  ai  (aus  a  +  ^-Element)  mit  e, 
z.  B.  pere  (pareat)  :  iJere  (patre)  1795,  u.  a. 

16.  Mit  passe  (passat)  reimt  eslaisse  (exlaxat)  2468,  also 
wohl  ai  =  a  (pik.).  (Aber  auch  im  WaUon.,  Lothr.  und  Burg, 
ist  das  a- Element  von  ai  erhalten.) 

17.  illos  begegnet  als   aus  im  Reim   mit  desloiaus  2070. 
Der  Reim  coi  {qu(i)etu)  :  Koi  2275  hat  wenig  auf  sich,  da 

das    vokalische    Element   im  Namen    des   Seneschalls    vielfach 
schwankt  (s.  zu  3055). 

Wegfall  des  i  in  gi  <  e  (pik.)  wird  nahegelegt  durch  torse 
(tÖrsa)  :  entoise  i^intensat)  1437;  vgl.  unter  16  und  30. 


18.  Lat.  in,  en  erscheint  häufig  als  ain  (pik.  u.  champ.). 
Beispiele:  maiiit  {mmei)  :  remaint  (remanet)  329,  :  maint 
(manet)  526,  demainne  (deminat)  :  semanne  560,  main  {manu) 
:  amain  {admmö)  609;  mainre  (mmor)  :  semanne  (septimand) 
593,  mains  [minus]  :  mains  {manus)  1480,  1496,  2403;  avainne 
(avena)  :  vainne  {vana)  386,  3253  usf.  Und  doch  findet  sich 
eine  östliche  Form  mit  oi  nach  Labial,  nämlich  pointe  ijtincta) : 
cointe  (cognita)  3155. 

19.  melius  reimt  als  mius  mit  juex  =  i(e)us2  (Öculos;  s. 
unter  26!)  375  und  mit  lius  [locus)  1087,  also  Wechsel  zwischen 
ieu  und  iu  (pik.).  —  * adco?isequere  tritt  als  aco7isiurre  :  C07isirre 
[considerat]  1703  auf,  was  auf  Schwächung  des  zweiten  Ele- 
ments des  Diphthongs  iu  hinweist. 

20.  en  reimt  mit  an  (wohl  zu  en  geworden;  pik.)  in  den 
beiden  Fällen  saiiblant :  rainnableiyient  565  und  avent  (=  avant) : 
ensemaint  *so'  3273;  sonst  sind  en  und  an  streng  geschieden 
(wall.,  pik.,  norm.). 

21.  Der  verbreitete  Übergang  von  ie  zu  i  findet  sich  in 
engorgie  [^ i7igu7^gata)  :  desdie  [^disdicam)  1939,  mannte  [*man- 
sionata)  :  cortoisie  3610. 

22.  Neben  paor  (pavore)  im  Versinnern  findet  sich  im 
Reim  zweimal  echt  pik.  peür  1748,  3400. 

23.  Der  Reim  demeure  (*demörat)  :  meure  [möra  st.  mörum 
Maulbeere')  333  zwingt  uns  nicht,  meure,   das  im  Süden  bis 

in  die  Normandie  hinein  gebräuchlich  ist,  für  den  Dichter  an- 
zusetzen, eu  fällt  zunächst  dem  Schreiber  zu  (für  den  sich 
übrigens  viele  Beispiele  mit  eu  finden  lassen),  und  der  Dichter 
kann  (wie  Kristian   von  Troyes)  demore  :  more  gesetzt  haben. 

24.  ö  nicht  diphth.  —  was  im  Norden  und  Osten  ver- 
breitet ist  —  in  dol  'Schmerz'  :  flacol  i^flaheolu)  2465;  vgl. 
dels  'Schmerz' :  c?et^5  'zwei'  367,  1821,  2942. 

25.  0  +  ^- Element  gibt  gi  in  anoie  (i?iodiat)  :  voie  (videat) 
2396,  doch  ist  oi  in  anoie  nur  (?)  Einfluß  der  endbetonten 
Formen. 

26.  öculos  findet  sich  als  iauls  :  Clervaus  2066;  vgl.  i[e)us 
unter  19. 


XI 

27.  Der  Reim  peu  (paucu)  :  peu  (potui)  380  ist  nicht 
zwingend  (da  auch  pik.  pgi  :  pgi  vorliegen  kann);  wohl  aber  der 
Reim  paut  (potuit)  :  faut  (fallit)  465. 

28.  locus  erscheint  als  lius  :  mius  (melius)  1087,  ähnlich 
aliue  (adlöcat)  :  liue  (leuca)  286  (vgl.  lleue  unter  Nr.  14).  Dieses 
iü  reimt  mit  ü  in  quiut  (cölligit)  :  acrut  ^ wuchs'  1737   (pik.). 

Konsonanten. 

29.  ronchi  st.  ronchin  'Klepper'  (:  chi  ^hier'  2359)  ist 
nördlich. 

30.  Schwache  Aussprache  des  r  mit  sogen.  Ersatzdehnung 
wird  nahegelegt  durch  torse  :  e7itoise  (vgl.  unter  17)  und  fiert 
(ferit)  :  trenciet  {truncatu)  3490.  Ob  auch  in  mainre  (minor) 
:  semanne  (septimana)  593  ? 

31.  Intervok.  s  ist  als  stimmlos  erwiesen  (wie  pik. -lothr.) 
durch  loisse  (liceat)  :  faloise  1265  und  torse  :  entoise  1437.  — 
Ausfall  des  s  liegt  vor  in  o'ites  'hörtet',  das  mit  dites  'saget' 
(Imper.)  reimt  3329. 

32.  Wegbleiben  des  d  zwischen  n  und  r  ist  zu  beachten 
in  mainre  (minor)  :  semanne  (septimana)  593  (pik.  u.  sonst 
nachzuweisen). 

33.  Festhalten  des  -t  (pik.  noch  spät)  zeigen  fiert  (ferit)  : 
trenciet  (truncatu)  3490,  7Jtut  'bewegte'  :  veüt  'gesehen'  3165 
und  doit(st  doi)  'Finger' :  doit  (dehet)  2160.  —  Beachte  noch  Abfall 
des  -^  in  lai  (=  lait)  :  delai  848  und  s.  die  Anmerkung  zu  848. 

34.  Ein  gequälter  pik.  Zwitterreim  (und  Augenreim)  ist 
rice  *  reich'  :  Jiice  'einfältig'  3159;  auch  in  Fergus  6, 17  (Stür- 
zinger).  Es  ist  nur  dann  Gleichlaut  vorhanden,  wenn  riche 
(franzisch)  und  niche  (pikardisch)  gesprochen  wird. 

35.  Daß  -z  ganz  allgemein  zu  -s  geworden  war,  zeigen 
viele  Beispiele,  u.  a.  cers  (cervos)  :  cers  (certus)  430,  estans 
(stantes)  :  tans  (tempus)  583,  sains  (sajictos)  :  sains  (sanus) 
2745  usf. 

Formenlehre. 

36.  Nomin.  honme  (nicht  hon)  1163:  1311:;  Akkus,  zu  be- 
tont, ele  reimt  als  lui  (nur  Augenreim ,  also  lautl.  li  ?)  mit  celui 
2469;  betont.  Nomin.  m.  celui  938: 


xn 

37.  Wichtig  ist  besonders  das  pik.  Imperf.  (3.  Pers.)  demorot : 
ot  {hahuit)  58;  auch  viermal  aus  Fergus  zu  belegen  (Stürzinger): 
oit  {audit)  :  parloit  22,26,  :  vantoit  68,37,  sot  (sapuit)  :  alot 
106,21,  Lanseloii  :  cevaucoit  146,12.  —  Vgl.  W.  Foerster  in 
Chev.  as  deus  esp.  S.  XXXIX. 

38.  Zu  beachten  der  Konj.  von  hatr  3.  Pers.  hace(=  hace) 
:  hacke  (hapja)  1468;  vgl.  haces  (2.  Pers.)  :  faces  ^machest' 
Gral  8489. 

39.  Erwähnt  sei  das  Futurum  vaudrois  'werdet  wollen' : 
drois  'Eecht'  2909. 

40.  Als  Inf.  auf  ir  (besonders  im  Norden  gefunden)  sei 
genannt  ve'ir  :  avenir  3347,  :  ovm  3375,  ferner  das  weit  ver- 
breitete remanir  :  maiiitenir  2796. 

41.  Wegen  Formen  von  pooir  s.  unter  12  und  27. 


Daß  der  Dichter  des  „Hunbaut"  dem  pikardischen 
Sprachgebiet  zufällt,  ist  nach  den  vorgenannten  mundartlichen 
Zügen,  in  denen  er,  den  Lautstand  der  Schriftsprache  ver- 
fehlend oder  außer  acht  lassend,  seine  heimische  Mundart  ver- 
rät, als  zweifellos  zu  bezeichnen.  Insbesondere  zeigen  dies 
diejenigen  Lautentwicklungen,  die  als  so  ausgesprochen  und  fast 
ausschließlich  pikardisch  zu  gelten  haben  wie  7io,  ro;  oi>  o\ 
lius  (locus)]  Wechsel  zwischen  zu  und  ieu;  an  >  en\  peür; 
auslautendes  t  nach  Vokal  noch  erhalten.  Gegen  das  Pikar- 
dische spricht  nichts.  Anstoßende  Mundarten  spielen  fast  nicht 
hinein,  beachte  indes  das  für  östlich  zu  erklärende  pointe 
(jnncta)  sowie  diejenigen  Lautstände,  die  außer  pikardisch 
auch  wallonisch,  champagnisch  und  lothringisch  sind.  Nor- 
mannischer Einfluß  ist  nirgends  nachzuweisen. 

Ob  nun  die  sämtlichen  Pikardismen  einem  bestimmten 
Teil  der  Pikardie  dialektisch  eignen,  oder  ob  sie  mehr  ein 
literarisches  Gemisch  darstellen,  muß  dahingestellt  bleiben.  Im 
übrigen  könnte  bei  der  großen  Zahl  der  mundartlichen  Züge 
des  nur  kleinen  Textes  eine  genauere  Festlegung  desselben  auf 
einen  bestimmten  Teil  der  Pikardie  versucht  werden,  wobei 
insbesondere  der  „Sprachatlas"  zu  benutzen  wäre. 


XIII 


III.  Inhaltsangabe  des  Hunbaut. 

Vorwort:  Es  ist  nicht  leicht,  gut  zu  dichten,  meint  der 
Dichter.  Er  wendet  sich  an  die  Geizigen  (5  ff.).  Sie  können 
die  Spielleute  nicht  entbehren  (30).  Er  weist  auf  seine  be- 
sondere, schwierige  Reimart  (den  reichen  Reim)  hin  (34).  Ein 
Pfuscher  würde  hier  versagen.     Es  geht  ihm  um  Ruhm  (44). 

Einleitung:   Preisung  des  Artus  (46 ff.). 

Hauptstück:  Artus  weilt  in  Carlion,  erfreut  über  die 
Rückkehr  des  Tafelritters  Hunbaut  (52).  Er  ergötzt  sich  an 
dessen  Erzählungen  (72).  Sie  schlafen  daher  Bett  an  Bett  (75). 
Der  König  fragt  den  Vielgewanderten,  ob  es  einen  Fürsten 
gebe,  der  nicht  von  ihm  belehnt  sei.  Ja,  es  gebe  einen  freien 
König  auf  den  „Inseln",  sagt  Hunbaut  (98).  Da  verlangt 
Artus  nach  Gauvain  (106),  den  er  an  diesen  König  senden 
will,  um  ihn  zur  Unterwerfung  aufzufordern.  Hunbaut  weist 
auf  die  Schwierigkeiten  und  Gefahren  hin  (126).  Doch  Artus 
heißt  Gauvain  rufen  (134).  Dieser  nimmt  seinen  Hermelin- 
mantel und  tritt  vor  den  König  (142).  Er  übernimmt  die  Bot- 
schaft (155),  würde  aber  gern  Begleitung  haben  (156).  Ver- 
wundert und  ärgerlich  gibt  ihm  Artus  die  Schwester  mit  (168). 
Gauvain  läßt  sie  sich  schlicht  kleiden  (185),  im  Anschluß  woran 
der  Dichter  sich  gegen  den  Vorwurf  wendet,  er  plündere  den 
Kristian  von  Troyes  (vgl.  Enide!).  Der  Dichter  rügt  den  Artus 
(198)  wegen  seines  Verhaltens  gegenüber  Gauvain.  Dieser 
läßt  sich  wappnen  (202).  Er  nimmt  seine  Schwester  vor  sich 
aufs  Pferd  (238)  und  verläßt  möglichst  geheim  (es  ist  noch 
früh)  das  Schloß  (240). 

Der  König  war  noch  nicht  aufgestanden,  und  von  Hunbaut 
bearbeitet,  ärgert  er  sich  über  sein  Benehmen  (246).  Er  freut 
sich,  daß  Hunbaut  sich  erbietet,  Gauvain  nachzureiten  (260). 
Dieser  ist  eine  Meile  (285)  geritten,  als  er  von  Hunbaut  ein- 
geholt wird.  Letzterer  weist  auf  die  unmögliche  Mitnahme  der 
Schwester  hin  (294).  Sie  wird  daher  kurzerhand  an  einer 
Wegekreuzung  abgesetzt,  in  der  Erwartung,  daß  bald  ein  Ritter 
komme,  der  sie  auf  ihre  Bitten  und  das  Geheiß  Gauvains  hin 
nach  Carlion  zurückbringe  (309). 


XIV 

Es  naht  auch  ein  Eitter,  den  die  Schwester  Gauvains  an- 
ruft (334),  und  der  sie  entzückt  sofort  zu  seiner  „Freundin" 
erklärt.  Sie  weist  dies  zurück  und  befiehlt  ihm  in  Gauvains 
Namen,  sie  zurückzubringen  (352).  Doch  der  Ritter  ist  ein 
Feind  Gauvains,  und  indem  er  sich  nochmals  glücklich  preist, 
eine  solche  Erwerbung  gemacht  zuhaben,  reitet  er  mit  ihr  davon. 

Gegen  Abend  treffen  Gauvain  und  Hunbaut  einen  Ritter, 
der  von  der  Jagd  kommt  (418).  Er  bittet  sie,  bei  ihm  zu  über- 
nachten (436).  Sie  sind  es  zufrieden  (448)  und  finden  die 
freundlichste  Aufnahme. 

Am  zweiten  Tage  warnt  Hunbaut  beizeiten  Gauvain  vor 
dem  mächtigen  Ritter,  bei  dem  sie  die  nächste  Nacht  zubringen 
müssen  (490).  Er  dulde  keine  Unbotmäßigkeit  und  strafe  sie 
aufs  grausamste  ohne  alle  Furcht  und  Rücksicht,  sei  aber 
sonst  sehr  nobel.  Es  sei  gut,  wenn  er  tüchtig  bei  ihm  esse, 
zumal  ihnen  von  morgen  ab  mehrere  lange  Tagereisen  ohne 
einen  Bissen  bevorständen  (512).  Der  Gastherr  werde  Gau- 
vain sehr  ehren  und  ihn  neben  seiner  einzig  schönen  Tochter 
sitzen  lassen  (536).  Diese  sei  übrigens,  wie  er  von  ihr  selbst 
vertraulich  wisse,  sterblich  in  Gauvain  verliebt,  ohne  daß  ihr 
Vater  es  wissen  dürfe  (544).  Daher  Vorsicht  und  nochmals 
Vorsicht  (555),  da  die  Liebe  betöre.  Sie  langen  vor  dem 
Schlosse  an,  das  beschrieben  wird  (584).  Sie  treffen  den 
Schloßherrn  am  Spieltisch,  und  Hunbaut  stellt  vor  (606).  Sie 
finden  freundliche  Aufnahme.  Man  begibt  sich  zu  Tisch  (635). 
Gauvain  ist  geblendet  von  der  blonden  Schönen  (654).  Er 
sitzt  neben  ihr  am  oberen  Tischende,  von  vielen  beobachtet 
(659).  Immerhin,  während  Hunbaut  und  der  Gastherr  lustig 
tafeln,  macht  Gauvain  ein  Liebesgeständnis  und  findet  volle 
Erwiderung  (670).  Mit  dem  Hunger  ist  es  allerdings  bei  beiden 
aus  (712),  was  Hunbaut  schreckensbleich  gewahrt  (721).  Doch 
die  Speisen  werden  abgetragen,  Wasser  und  Handtücher  ge- 
reicht und  Wein  aufgesetzt  (734).  Als  sich  später  die  Tochter 
zurückzieht,  sagt  ihr  Vater,  so  nehme  man  vom  besten  aller 
Ritter  nicht  Abschied;  ein  Kuß  gebühre  ihm  (744).  Da  küßt 
Gauvain  sie  arglos  und  stürmisch,  aber  unberufen  viermal,  und 
das  Verhängnis  ist  da  (758).     Dreimal  habe   er  zuviel  geküßt, 


XV 

ruft  der  Hausherr,  und  man  solle  ihn  blenden  und  in  den 
Kerker  werfen;  Artus  und  sein  ganzes  Heer  schere  ihn  nicht. 
Doch  alle  anwesenden  Ritter  legen  sich  ins  Mittel  und  der 
Schloßherr  wird  beschwichtigt  (782).  Bei  aller  Angst  vor 
ihrem  Vater  findet  sich  die  Schwerverliebte  während  der 
Nacht  doch  am  Lager  Gauvains  ein,  der  bis  zum  Morgen- 
grauen für  den  ausgestandenen  Schrecken  reich  entschädigt 
wird  (815). 

Am  dritten  Tage  brechen  die  beiden  Ritter  in  der  Frühe 
auf  (838).  Kritik  des  gestrigen  Tages  (854).  Gauvain  wird 
bald  vom  Hunger  geplagt  (866).  Weitere  Betrachtungen  über 
gestern  (878).  Gauvain  sieht  in  der  Ferne  einen  Rauch  und 
vermutet  jemand  beim  Wildbraten  (905).  Er  reitet  voraus, 
findet  zwei  Knappen,  die  je  einen  Braten  am  Spieße  drehen, 
und  ihren  Herrn,  der  in  einer  Laube  von  Zweigen  sitzt,  wo 
sechs  Diener  ihm  auftischen  (922).  Gauvain  lädt  sich  freund- 
lich selbst  zum  Essen  ein  (946).  Doch  der  Gestörte  wird  un- 
gemütlich und  wirft  mit  einem  Messer  nach  ihm  (952).  Da 
dringt  Gauvain  zu  Pferde  in  die  Laube  ein,  reißt  den  Freß- 
hals  von  seinem  Sitze  und  schleppt  ihn  bis  zum  Feuer,  wo 
er,  abgestiegen,  ihn  mit  einer  gebratenen  Keule  durchprügelt 
(976).  Dann  läßt  er  ihn  fahren  und  alle  fliehen  auf  und  da- 
von, während  Gauvain  seinen  Hunger  stillt.  Jetzt  kommt 
Hunbaut,  der  alles  mit  angesehen,  im  Galopp  heran  (1014). 
Er  ist  wütend,  daß  Gauvain  ein  solches  Unheil  angerichtet 
und  den  Gebieter  dieser  Gegend,  den  Hunbaut  wohl  kennt, 
sich  so  verfeindet  hat  (1026).  Eins  seiner  Schlösser  liegt  in 
der  Nähe,  und  von  einem  Hafen,  der  ihm  gehört,  müssen  sie 
zu  den  Inseln  hinüber  (1048).  Nachdem  auch  Hunbaut  von 
dem  Braten  gegessen,  ziehen  sie  weiter,  bis  sie  den  Gekränkten 
mit  einer  großen  Schar  von  Rittern  hinter  sich  erblicken  (1066). 
Hunbaut  will  mit  seiner  Beredsamkeit  versuchen,  den  Streit 
gütlich  beizulegen  (1134),  und  es  gelingt  ihm,  indem  er  den 
Zornigen,  dem  er  wohlbekannt  ist,  dessen  Verhalten  im  häß- 
lichsten Lichte  zeigt  (1181)  und  ihm  die  Schuld  zuschiebt 
(1203),  worin  ihm  die  anwesenden  Ritter  beipflichten.  Hierauf 
beherbergt  sie  der  Versöhnte  eine  Nacht  in  einer  Burg,  die 


XVI 


gerade  den  Hafen  besitzt,  von  dem  sie  zu  dem  Inselkönig 
auslaufen  müssen  (1258). 

Man  bringt  sie  in  bequemer  Fahrt  zu  der  Stadt  dieses 
Königs  (1274).  Sie  wappnen  sich  am  Gestade  und  sitzen  auf 
(1292).  Einen  Ritter,  der  mit  jedem  ankommenden  Ritter 
tjostiert,  wobei  der  Unterlegene  sein  Pferd  verliert,  vertröstet 
Hunbaut,  der  ihm  befreundet  ist,  bis  zu  ihrer  Rückkehr  (1294). 

Sie  langen  beim  Tore  an,  und  hier  besteht  ein  zweites 
Abenteuer  darin,  daß  man  einen  anderthalb  Fuß  breiten,  langen 
Steg  passiere,  auf  dessen  Mitte  ein  Stelzfuß  sitzt,  mit  dem 
es  sich  messen  heißt  (1370).  Dieser  läßt  sich  nicht  vertrösten, 
doch  Gauvain  stößt  ihn  mit  einem  guten  Tritt  in  den  schlam- 
migen Graben  (1386). 

Sie  reiten  jetzt  durch  die  Stadt,  während  ein  Landstreicher 
ihnen  Schmähungen  nachruft  und  mit  einer  Schleuder  ihnen 
nachschießt,  ohne  indes  zu  treffen  (1450). 

Vor  dem  Tore  des  Schlosses  gilt  es  für  Gauvain,  den 
Strauß  mit  einem  häßlichen  langen  Kerl  zu  bestehen,  der  eine 
große  Axt  mit  sich  führt  und  sich  ebenfalls  nicht  vertrösten 
läßt  (1460).  Gauvain  darf  ruhig  zuerst  mit  der  Axt  nach  dem 
Besitzer  schlagen  und  ihm  den  Kopf  abschlagen,  muß  aber 
dann  diesem  seinen  Hals  hinhalten  und  ihm  einen  Schlag  zu- 
gestehn,  oder  —  Gauvain  darf  den  Gegner  zuerst  schlagen 
lassen  (1484).  Er  wählt  das  erstere,  und  zu  seinem  großen 
Erstaunen  läßt  sich  der  starke  Bengel  den  Kopf  abschlagen, 
der  weit  hinfliegt  (1502).  Als  nun  der  Kopflose  mit  beiden 
Händen  nach  der  Axt  hascht,  hält  ihn  Gauvain  an  den  Kleidern 
fest:  dadurch  verfehlt  er  sein  Ziel,  der  Zauber  ist  gebrochen 
und  der  Kopflose  sinkt  tot  nieder  (1530). 

Sie  reiten  nun  durch  das  Tor  und  geben  ihre  Pferde  und 
Schilde  ab  (1540).  Ein  häßlicher  Zwerg  ruft  sie  an  und  fordert 
als  sein  Recht,  daß  Gauvain  viermal  mit  ihm  um  die  Wette 
schimpfe  (1558).  Als  der  Zwerg  seine  erste  Auflage  beendet, 
spaltet  ihm  Gauvain  ritterlich  mit  seinem  Schwert  den  Kopf  (1586). 

Allsogleich  dringen  nun  die  beiden  in  das  Zimmer  des 
Königs  ein,  wo  Gauvain  keck  und  frei  die  Botschaft  des  Artus 
vorträgt  (1608).     Der  König  —   so  will  es  die  Technik  des 


xvti 

Gedichts  —  verfällt  aus, seiner  Wut  in  tiefes  Sinnen  ob  der 
ungeheuerlichen  Worte,  ohne  etwas  zu  sagen  noch  zu  tun 
(1630).  Als  er  Worte  findet,  sieht  und  hört  er,  daß  die  Boten, 
ohne  auf  Antwort  zu  warten,  auf  und  davon  sind  (1666). 
Wütend  befiehlt  er,  sie  zu  ergreifen  (1676). 

Doch  die  beiden  sind  schon  weit  und  Gauvain  wirft  im 
Vorbeikommen  den  Hafenritter  aus  dem  Sattel,  so  daß  ihm 
dessen  Pferd  zufällt  (1704). 

Gauvain  und  Hunbaut  sind  schon  an  Bord  und  der  Wind 
schwellt  das  Segel,  als  ihre  Verfolger  das  Gestade  erreichen 
(1734).  Vor  Wut  außer  sich  geben  sie  die  Verfolgung  auf, 
während  Gauvain  dem  Schiffsführer,  um  ihn  zu  schneller  Fahrt 
anzuhalten,  das  gewonnene  Roß  schenkt.  Und  in  der  Tat 
bringt  dieser  sie  vor  Mitternacht  in  den  richtigen  Hafen  (1762). 

Die  beiden  Ritter  verweilen  nur  einen  Tag  und  beeilen 
sich,  zu  Artus  zurückzukehren.  Da  finden  sie  am  Eingange 
eines  Waldes  ein  holdes  Fräulein  sitzen,  das  sich  lautem 
Schmerze  hingibt  (1779).  Teilnahmsvoll  gefragt,  erzählt  sie, 
daß  sowohl  ihr  Geliebter  wie  ihr  Vater  von  Räubern  weg- 
geführt würden,  aber  jeder  in  einer  anderen  Richtung,  so  daß 
sie  nicht  wisse,  wohin  sie  sich  wenden  müsse  (1790).  Gauvain 
will  Hunbaut  wählen  lassen,  welchen  Räubern  er  folgen  wolle, 
doch  Hunbaut,  immer  der  weise  Mentor,  sagt,  das  müsse  das 
Fräulein  entscheiden,  deren  Ritter  sie  seien  (1816).  So  ge- 
schieht es,  und  Hunbaut  befreit  bald  den  Vater  und  Gauvain 
den  Geliebten  (1830);  doch  die  beiden  Ritter  sind  nun  von- 
einander getrennt. 

Auf  seinem  weiteren  Wege  zu  Artus'  Hof  wird  Gauvain 
im  Walde  von  der  Nacht  überrascht  und  sucht  unter  einem 
überdeckten  Kreuz,  das  am  Wege  steht,  Schutz  (1864).  So 
findet  ihn  am  andern  Morgen  ein  Ritter,  der  sich  vor  Freude 
nicht  lassen  kann,  und  dem  es  ein  Bedürfnis  ist,  Gauvain  zu 
erzählen,  wie  nach  jahrelangem  Bemühen  seine  spröde  Geliebte 
ihn  erhört  und  in  der  vergangenen  Nacht  sich  ihm  hingegeben 
habe;  allerdings  habe  er  ihr  versprechen  müssen,  ihr  Gauvain 
vor  der  nächstfolgenden  Nacht  als  Pfand  einzuliefern  und  sie 
in  einem  Monat  zu  heiraten  (1890).     Er  denke  aber  nicht  daran, 

Stürzinger,  Hunbaut.  b 


xviil 

sein  Versprechen  zu  halten,  und  Gauvain  kümmere  ihn  nicht 
(2042).  Doch  dieser  rügt  sein  Verhalten,  es  folgt  ein  scharfer 
Wortwechsel,  bei  dem  Gauvain  sich  zu  erkennen  gibt,  und  um 
den  jungen  Mann  zu  zwingen,  seine  Geliebte,  wie  versprochen, 
zu  heiraten,  sitzt  Gauvain  auf,  um  den  Treulosen  erst  im 
Lanzenkampf  und  dann  (zu  Fuß)  im  Schwertkampf  zu  be- 
siegen, worauf  dieser  sich  zur  Heirat  versteht  (2060).  Sie 
kommen  nun  bald  zu  einem  Schlosse,  just  dem,  wo  die  Ge- 
liebte wohnt  (einfache  Technik!),  und  die  Heirat  geht  vor  sich 
(denn  die  Dame  mag  den  Kerl  noch!)  (2152). 

Von  den  Rittern  des  Schlosses  eine  Strecke  geleitet,  zieht 
Gauvain  weiter  (2165).  Er  holt  bald  einen  Ritter  ein,  der 
ebenfalls  zu  Artus'  Hof  reitet,  ihm  aber  seinen  Namen  nicht 
nennen  will  und  überhaupt  mehr  als  hochfahrend  sich  benimmt 
(2176).  Er  fragt  Gauvain,  ob  er  zu  einer  bestimmten  Ritter- 
schaft gehöre,  und  als  Gauvain  sich  als  Artusritter  bezeichnet, 
wer  der  gefeiertste  von  diesen  sei  (2214).  Gauvain  gibt  eine 
ausweichende  Antwort  und  bezeichnet  zunächst  den  Sohn  des 
Urien  als  erprobten  Ritter  (2224).  Der  Ritter  wird  ärgerlich, 
dies  sei  der  beste  nicht,  nach  dem  er  übrigens  auch  nicht  viel 
frage,  wiewohl  er  sein  Bruder  sei  (2232).  Auch  Lanzelot  und 
Ke,  die  Gauvain  jetzt  nennt,  nötigen  dem  Stolzen  nur  Ver- 
achtung ab  (2266).  Als  dann  fünf  Ritter  sie  angreifen,  will 
er  allein  vier  auf  sich  nehmen  (2304).  Die  fünf  Ritter  werden 
besiegt,  doch  als  Gauvain  das  beste  von  den  freigewordenen 
Pferden  mitnehmen  will,  verwehrt  es  ihm  der  andere  mit  Ent- 
schiedenheit und  sagt,  er  müsse  in  dem  Falle  auf  seine  Be- 
gleitung verzichten  (2324).  Gauvain  hat  nur  zuviel  Begier, 
doch  noch  den  Namen  des  stolzen  Begleiters  zu  erfahren,  und 
ist  in  allem  nachgiebig  (vgl.  2249,  2294).  Aufs  neue  gefragt, 
wer  der  beste  Ritter  des  Artus  sei,  nennt  Gauvain  Perceval 
und  Carahet  (2365).  Der  Fremde  wird  wieder  ärgerlich  und 
trennt  sich  jetzt  wirklich  von  Gauvain,  der  ihn  nochmals  ver- 
geblich nach  seinem  Namen  fragt  (2372). 

Der  Fremde  reitet  querfeldein  davon,  immer  noch  von 
Gauvain  gefolgt  (2398).  Bald  findet  er  ein  Zelt  mit  sechs 
Fräulein,  die  mit  ihrer  Herrin  Ydone  hier  draußen  die  Sommer- 


XIX 


luft  genießen  (2414).  Nun  ist  jeder  Ritter,  der  vorbeizieht, 
gehalten,  zu  dem  Zelte  zu  gehn  und  eins  der  Fräulein,  die 
selbst  sehr  redegewandt  sind,  anzureden  (2432).  Er  kann  aber 
auch,  wenn  er  nicht  mit  den  Jungfrauen  scherzen  will,  dafür 
die  Herrin  selber  küssen  (2444).  Der  Stolze  unterläßt  beides 
natürlich  und  schmäht  die  Herrin  obendrein  (2448).  Laut 
weinend  beklagen  sich  die  Mädchen  bei  Gauvain,  der,  dem 
Brauche  folgend,  zum  Zelte  kommt  (2464).  Dieser,  der  sich 
genug  über  den  Fremden  geärgert  hat,  ist  froh,  daß  er  jetzt 
einen  guten  Anlaß  hat,  sich  mit  ihm  in  den  Waffen  zu  messen 
(2496).  Er  holt  ihn  ein  und  besiegt  ihn  in  hartem  Kampfe 
(2514).  Und  doch  will  der  Besiegte  seinen  Namen  nicht 
nennen,  während  Gauvain  ihm  den  seinen  gar  ungefragt  nennt 
(2575).  Darob  große  Freude,  denn  der  Fremde  gibt  sich  jetzt 
als  Gauvains  Bruder  Gaheriet  zu  erkennen  (2590).  Sie  begeben 
sich  dann  beide  zum  Zelte  Ydones,  der  Gaheriet  Genugtuung 
gibt  (2613). 

Ohne  der  Einladung  Ydones,  eine  Nacht  zu  bleiben,  statt- 
zugeben, reiten  die  Brüder  gemeinsam  gen  Carlion  (2642).  Sie 
treffen  bald  einen  Ritter,  der  von  dort  kommt  (den  Bruder 
des  Semirami),  und  erfahren  von  ihm,  daß  Artus  sehr  in  Sorge 
ist  über  Gauvain  und  seine  Schwester  und  wegen  der  vielen 
Ritter,  die  er  aussenden  mußte  (2656).  Die  beiden  Brüder 
können  nun  jeder  nichts  Besseres  tun,  als  die  Suche  der 
Schwester  unverzüglich  aufnehmen,  doch  vorher  wird  der  Gau- 
vain befreundete  Ritter  mit  dessen  Nachrichten  an  Artus  ab- 
geschickt (2698). 

Große  Erregung  entsteht  bei  den  Artusrittern,  als  Gau- 
vains Kunde  eintrifft  (2758).  Ke,  Erec,  Lanzelot,  de  Biel- 
manoir,  Caradoc  Kurzarm,  Gales  der  Hitzige  (oder  Kahle?), 
Saigremor  und  Tallas  von  Rougemont  wollen  mit  größtem  Eifer 
nach  des  Königs  Nichte  suchen  (2766).  Ja,  Artus  selbst  will 
die  Verfolgung  des  Entführers  aufnehmen  (2797),  duldet  auch, 
daß  Ke  vor  seinen  Augen  über  seinen  Neffen  Gauvain  schimpft 
(2804).  Er  nimmt  zehn  Ritter  mit  sich  (nämlich  Ke,  Yvain, 
Lanzelot,  Erec,  Giflet,  Tallas,  Yder,  Caradoc,  Saigremor  und 
Gales),  während  andere  in  kleineren  Gruppen  ausziehn  (2816). 


XX 


Am  ersten  Tage  stoßen  Artus  und  seine  Begleiter  nicht 
auf  Abenteuer  und  übernachten  im  Schlosse  eines  seiner  Grafen 
(2842). 

Am  zweiten  Tage  sehen  sie  ein  breites  Gewässer  vor  sich, 
an  dem  sie  entlang  reiten,  bis  sie  ein  Fährschiff  erblicken 
(2863).  Ke  eilt  voraus  und  sieht,  daß  gerade  ein  Ritter  mit 
seinem  Pferd  auf  das  Schiff  will  (2890).  Da  fährt  er  die 
beiden  Fährleute  an,  was  es  heißen  solle,  diesen  Ritter  vor 
dem  Könige  Artus  übersetzen  zu  wollen  (2900).  Der  Ritter, 
schon  an  Bord,  will  Ke  gern  willfahren,  als  dieser  sieht,  daß 
es  Gauvain  ist,  worauf  er  verbindlicher  wird  (2906). 

Die  beiden  Fergen  weisen  nun  Ke  darauf  hin,  daß  ihr 
Schiff  allen  gefährlich  werde,  die  in  gerader  Zahl  übersetzen 
wollten,  und  sowohl  der  Vater  als  der  Großvater  des  einen 
sei  dieserhalb  umgekommen,  denn  inmitten  des  Stromes  schlage 
das  Fahrzeug  um  (2926).  Ke  geht  nun  zurück  und  berichtet 
dem  Könige,  was  er  gehört  und  gesehen.  Doch  da  sie  gerade 
elf  sind,  hat  es  mit  dem  Schiff  nichts  auf  sich,  und  als  Artus 
von  Gauvain  hört,  schwört  er,  daß  weder  er  noch  einer  seiner 
Begleiter  diesen  heute  oder  morgen  sehen  solle  (2964).  Hierauf 
werden  erst  Gauvain  und  dann  Artus  mit  seinen  Rittern  über- 
gesetzt (2975). 

Gegen  Abend  sendet  Artus  Ke  und  Saigremor  zu  einem 
nahen  Schlosse,  um  seine  Ankunft  anzumelden  (2997).  Im 
Schloßhofe  treffen  sie  einen  würdigen  Ritter,  der  sie  gern  zu 
seiner  liebenswürdigen  Herrin  führen  will,  wobei  er  bemerkt, 
daJß  es  gut  sei,  wenn  ein  Tafelritter  sie  heirate,  damit  ihr 
Land  einen  starken  Herrscher  erhalte  (3008).  Das  werde  Artus 
gerne  in  die  Wege  leiten,  sagt  Ke  (3036).  Sie  begeben  sich 
nun  in  den  Saal,  wo  die  Schloßherrin  mit  ihren  Fräulein  und 
Rittern  sich  an  einem  Roman  ergötzt,  der  (von  der  Herrin 
selbst  ?)  vorgelesen  wird  (3046).  Sie  sieht  dem  Besuch  des 
Königs  mit  großer  Freude  entgegen  und  fragt  Ke,  ob  Gauvain 
mitkommen  werde  (3062).  Leider  nicht.  Es  wird  dann  der 
herrliche  Empfang  geschildert,  der  den  Rittern  allen  zuteil 
wird  (3071).  Darauf  führt  uns  der  Dichter  in  das  Schlaf- 
gemach   der   Schloßherrin,    wo    es    ein    äußerst   lebenswahres 


XXI 


Standbild  Gauvains,  ihres  Herzeriskönigs,  gibt,  den  sie  übrigens 
nie  gesehen  hat  (8102).  Als  man  zu  Tische  geht,  haben  Ke 
und  Girflet  Gelegenheit,  einen  Blick  in  das  Gemach  zu  werfen 
(3151).  Sie  glauben  den  wirklichen  Gauvain  zu  erblicken, 
über  den  sich  sogleich  Kes  Schmähungen  ergießen  (3165). 
Schon  gesellt  sich  Yder  zu  ihnen,  als  ein  Diener,  der  heraus- 
tritt, die  Türe  schließt  (3198).  Sie  erzählen  nun  das  Gesehene 
ihren  Kameraden,  die  es  aber  zum  Ärger  Kes  nicht  glauben 
können  (3205). 

Nach  dem  Essen  trifft  eilig  ein  Ritter  ein  (3270).  Es  ist 
Hunbaut,  der  Artus  fragt,  ob  Gauvain  zurückgekehrt  sei,  und 
dann  diesem  erzählen  muß,  wie  er  Gauvain  verlassen  habe. 
Der  König  sagt,  was  er  über  Gauvain  weiß,  auch  daß  Ke  ihn 
am  Morgen  gesehen  habe  (3329).  Jetzt  kann  Ke,  was  er  bis- 
her aus  Rücksicht  gegen  den  König  und  die  Gastgeberin  ver- 
schwiegen hat,  nicht  länger  für  sich  behalten  und  sagt,  daß 
Gauvain  hier  im  Hause  sei  (3342).  Doch  der  König  kann  es 
nicht  glauben,  daß  Gauvain  sich  vor  ihm  verborgen  halte,  und 
die  herbeigerufene  Gastgeberin  klärt  die  Sache  auf  (3346). 
Nachdem  man  noch  das  Standbild  besichtigt,  geht  man  zu 
Bett  (3374).  Am  andern  Morgen  fragt  der  König  seine  holde 
Wirtin  beim  Abschied  nach  ihrem  Namen  (3401).  Sie  nennt 
sich  als  die  von  Engwald  {Cele  del  Gaut  Bestroit),  und  dann 
zieht  der  König  weiter  nach  Carduel  (340 7). ^ 

Gauvain,  der  inzwischen  stets  nach  der  Schwester  gesucht, 
holt  sie  eines  Tages  mit  ihrem  Entführer  ein  (3415).  Nach 
einem  schweren  Kampfe  ergibt  sich  ihm  dieser,  der  den  Namen 
Gorvain  Cadru  trägt  (3441).  Er  muß  in  Gauvains  Auftrag 
Artus  seine  Nichte  zurückbringen;  Gauvain  selbst  werde  in 
spätestens  acht  Tagen  auch  beim  Könige  eintreffen  (3567). 
Gorvain  findet  den  König  in  Carlion,  liefert  das  Mädchen  ab, 
das  er  (wie  wir  hier  erfahren)  nach  seinem  Schlosse  Pantelion 
gebracht  hatte,  und  wird  von  Artus  zum  Tafelritter  ernannt 
(3580). 


1)  Er  muß  also  die  Suche   nach  der  Nichte  aufstecken,  deren  Auf- 
findung der  Dichter  Gauvain  vorbehält. 


XXII 


Hierauf  setzt  sich  der  König  mit  seinen  Rittern  zu  Tisch. 
Die  Aufzählung  der  Speisen  mll  uns  der  Dichter  erlassen,  doch 
bevor  sie  vom  Tisch  aufstehn i 


IV.  Verfasserfrage  und  StofPvergleichung.^ 

Die  Aufzeichnungen  Stürzingers  zu  seiner  literarischen  Ein- 
leitung^ betreffen  fast  ausschließlich  entweder  die  Verfasser- 
frage oder  die  stoffliche  Vergleichung  unseres  mit  andern 
Texten,  was  sich  übrigens  beides  berührt.  Er  geht  dabei  aus 
von  G.  Paris'  Behandlung  des  Hirnhaut  in  Hist.  litt.  XXX, 
oder  er  faßt  die  andern  Romane  ins  Auge,  die  in  dem  Huiihaut- 
Kodex  stehn. 

In  Hist.  litt,  wird  für  die  Episode  das  'Hole  inco^nmode' 
(vgl.  Hunhaut  V.  490 ff.)  auf  den  Chevalier  ä  Vepee  {Meon  F.  <&  C. 
I  127)  verwiesen  —  ferner  für  die  Episode  des  Pförtners,  der 
sich  den  Kopf  abschlagen  läßt  (V.  1464 ff.),  auf  den  Vert  Che- 
valier. Für  ein  anderes  Abenteuer  (V.  17 79 ff.)  wird  auf  den 
Cimetiere  perilleux  (Ätre  perilloiis)  und  auf  die  dritte  Episode 
der  Ve?igeance  Raguidel  verwiesen,  also  auf  zwei  Texte,  die 
im  Hirnhaut 'J^odex  stehn. 

Im  Anschluß  hieran  steht  dann  ein  Blatt  mit  Auszügen 
aus  der  Literatur  über  Vengeance  Raguidel  und  Raoul  von 
Houdenc. 

Im  gleichen  Kodex  folgt  auf  Hunhaut  der  'Schöne  Un- 
bekannte' oder  Ouinglain,  dem  zwei  Notizen  Stürzingers  ge- 
widmet sind.  Er  findet,  daß  die  Beschreibung  des  Schlosses 
Bei  Leu  in  Guinglaiu  1488  ff.  Stellen  unseres  Hunhaut  sehr 
gleicht  (vgl.  V.  585 ff.  und  1262  ff.)  und  unterzieht  die  Schluß- 
verse des   Guinglain  einer  Betrachtung. 


1)  Hier  bricht  das  Gedicht  in  der  Handschrift  ab.  Es  ist  nur  inso- 
"weit  nicht  zu  Ende  geführt  (in  sich  abgeschlossen),  als  Gauvain  noch  nicht 
zurückgekehrt  ist. 

2)  Alles  nach  Stürzinger.  —  Br. 

3)  Sie  auszubauen  mußte  ich  mir  um  so  mehr  versagen,  als  mir,  fem 
von  einer  Universitätsbücherei,  gerade  zu  einer  solchen,  weite  Kreise 
ziehenden  Arbeit  die  Bücher  fehlen.  —  Br. 


XXIII 

Dem  Hirnhaut  vorauf  geht  im  Kodex  der  Fergus.  Mit 
ihm  und  seinem  Verfasser  Quillaume  le  Clerc  beschäftigte  sich 
Stürzinger  nach  Mussafias  Kritik  von  Martins  Ausgabe  des 
Besmit  de  Bieu  (Lit.  Centr.  1869,  Nr.  29),  ferner  nach  Martins 
Ausgabe  des  Fergus  und  Schmidts  Aufsatz  in  den  Roman. 
Studien  (1880  IV  S.  49 3 ff.),  während  andere  Literatur  nur  dem 
Titel  nach  verzeichnet  ist.  Insbesondere  werden  die  auffälligen 
Reime  aus  Fergus  verzeichnet,  die  dann  wohl  mit  denen  des 
Hu7ihaut  verglichen  werden  sollten.  Doch  da  glaubt  Stür- 
zinger aus  drei  Stellen  des  Hunhaut  (V.  1430,  1640,  1773 1) 
entnehmen  zu  können,  daß  der  Dichter  desselben  jedenfalls 
kein  Kleriker  gewesen  sei. 

Die  Ähnlichkeiten,  die  die  Reime  der  beiden  Gedichte 
zeigen,  sind:  Beide  haben  iee  =  ie,  ai  =  e,  -z  =  -s,  Miß- 
achtung des  r  und  .s  vor  Konsonant,  rice  :  niche,  -ain:  -en^ 
'paür  und  -ot  in  der  3.  Imperfecti. 

Schließlich  zieht  Stürzinger  noch  eine  Stelle  aus  Perceval 
(20  691  ff.)  wegen  dort  kurz   aufgeführter  Episoden  heran.^ 


V.  Textgestaltung.  ^ 

Was  zunächst  die  Auflösung  der  Abkürzungen  angeht, 
so  sei  darauf  hingewiesen,  daß  Gauvain(s)  in  der  Hs.  stets  als 
'G'  vorkommt;  die  Unterscheidung  des  Nominativs  vom  Ob- 
liquus  rührt  also  von  den  Herausgebern  her. 

Der  Name  Hunhaut  ist  oft  ausgeschrieben,  meist  aber  in 
verschiedener  Weise  abgekürzt  (s.  Namenverzeichnis). 

conme  ist  in  der  Hs.  stets  =  ()me.  Stürzinger  hat  hier 
wie  überall  9  durch  con  aufgelöst,  weil  der  Schreiber  auch  sonst 
vor  Labial  stets  7i  gebraucht  und  9  auch  statt  e'on  (qu'on)  setzt. 

Statt  mout  hat  die  Hs.  stets  mlH,  eine  schon  latein.  Ab- 
kürzung, die  also  nicht  für  molt  spricht. 


1)  V.  27  ff.  sind  da  noch  beizufügen.  —  Br. 

2)  Wegen  weiterer  stofflicher  Beziehungen  des  Hunhaut  zu  andern 
Romanen  s.  Gröbers  Grundriß^  U,  S.  519.  —  Br. 

3)  Alles  nach  Stürziugers  Notizen.  —  Br. 


XXIV 


jpor  =  p,  ebenso  signor  =  sign  usf.;  anderseits  auch  droi- 
ture  =  droite  usf.  —  hon,  in  Hs.  ==  hö,  :  raisson  1310;  vgl.  das 
über  con-  Gesagte  und  lionme  (so  im  Kodex!)  506,  ferner 
renon  :  non   699.      Daher   auch  preudon  433    und   fain  866. 

Worttrennung.  Je  nach  der  Bedeutung  schreibt  Stür- 
zinger  enmi,  ^armi  (Präp.)  und  en  miy  par  mi  (Adv.)  Ferner 
amont,  aval;  aber  or  endroit,  weil  beide  Teile  noch  selb- 
ständig sind,  wie  ci  endroit  bezeugt. 

Hilfszeichen.  Die  eckigen  Klammern  ergänzen,  die 
runden  tilgen.  Änderungen  am  Text  der  Hs.  sind  durch 
Sperrung  kenntlich  gemacht.  Die  Besserungen,  die  Foerster 
seiner  Abschrift  als  Randbemerkungen  beigesetzt  hatte,  sind 
in  der  Varia  lectio  mit  (F.)  bezeichnet.  Diese  Bemerkungen, 
die  in  der  Eile  des  Abschreibens  und  je  nach  der  Laune  des 
Augenblicks  gemacht  wurden,  betreffen  neben  Einfällen,  die 
es  festzuhalten  galt,  auch  ebensooft  selbstverständliche  Bes- 
serungen. Andere  Besserungen,  die  Foerster  während  der 
Drucklegung   beisteuerte,    sind  gleichfalls   mit  [F.)   bezeichnet. 

Das  Trema  setzte  Stürzinger  weder  mit  Tobler  konsequent 
auf  den  ersten,  noch  mit  Suchier  konsequent  auf  den  zweiten 
Vokal,  sondern  mit  Rücksicht  auf  den  neufranzösischen  Leser 
gegebenenfalls  auf  den  Vokal,  der  vom  neufr.  Standpunkte 
aus  als  Vokal  mit  ursprünglicher  Aussprache  auszuzeichnen  ist, 
also  eust,  av'ies  aber  o'ist. 

Die  Cedille  stammt  in  allen  Fällen  von  mir,  denn  Stür- 
zinger hatte  sie  nirgends  verwendet.  Auch  die  meisten  Akute 
sind  (nach  Foersters  Verfahren)  von  mir  gesetzt. 

Bei  der  Interpunktion  bin  ich  durch  mehr  Reichlichkeit 
von  Stürzingers  Bahnen  abgewichen,  ihm  auch  im  Ansetzen 
von  Lücken  nicht  immer  gefolgt. 

Die  mundartlichen  Züge  der  Handschrift  sind  fast 
durchweg  beibehalten  worden;  der  Text  wurde  also  nicht 
uniformiert. 

Meppen,  im  März  1914. 

H.  Breuer. 


Anhang. 


1.  Jakob  Stürzingers  Leben. 

Nach  Drucklegung  der  Hunbautausgabe  folge  ich  gern  der 
Aufforderung  Wendelin  Foersters  zur  Beifügung  eines  kurzen 
Lebenslaufes  Stürzingers,  den  ich  persönlich  nicht  gekannt 
habe.  Ich  benutze  dazu  Auszüge  aus  dem  „Romanischen 
Jahresbericht^^  (VI,  IV,  9,  11,  26,  28  u.  XI,  IV,  39),  die  Karl 
Vollmöller  dankenswerterweise  für  mich  zusammenstellen  und 
der  Witwe  und  den  Söhnen  Stürzingers  zur  Durchsicht  zu- 
gehen ließ.  Wie  Foerster  ein  persönlicher  Freund  Stürzingers, 
hat  der  so  verdiente  Gründer  und  Vorsitzende  der  „Gesellschaft 
für  Romanische  Literatur"  dieser  Veröffentlichung  überhaupt 
sein  besonderes  Interesse  zugewandt.  Des  weitern  wurden  von 
den  Herren  Dr.  Ekkehard  Stürzinger  und  Dr.  Gustav  Stürzinger 
einige  Angaben  gemacht,  während  Wendelin  Foerster  meine 
Darstellung  durchsah  und  ergänzte. 

Jakob  Stürzinger  wurde  zu  Wylen  im  Kanton  Zürich 
am  6.  Dezember  1853  geboren.  Er  studierte  in  Marburg 
und  Leipzig  germanische  und  in  Paris  zwei  Jahre  romanische 
Philologie.  In  Zürich  wurde  er  1879  promoviert.  Er  habilitierte 
sich  auf  Foersters  Veranlassung,  der  ihn  gelegentlich  eines 
Besuchs,  den  ihm  S.  abstattete,  kennen  gelernt  hatte,  als  Privat- 
dozent zum  ersten  Male  in  Bonn  (1882),  um  1885  einem  Rufe 
nach  Bryn  Mawr  College  in  Pennsylvanien,  wohin  ihn  Foerster 
auf  sein  Verlangen  empfohlen,  zu  folgen.  Nach  Europa  zurück- 
gekehrt, habilitierte  er  sich  1891  in  München  aufs  neue.  Er 
wurde  1892  in  Tübingen  Ordinarius  und  machte  hier  einen 
guten  Anfang  damit,  das  Studium  der  romanischen  Philologie 
wieder  zu  Ehren  zu  bringen,  doch  schon  nach  einem  Semester 


XXVI 


nahm  er  einen  Ruf  als  Ordinarius  der  Romanischen  und  Eng- 
lischen Philologie  nach  Würzburg  an,  wo  er  Mails  Nachfolger 
wurde.  Bei  der  Schnelligkeit,  mit  der  sich  der  Ausbau  der 
beiden  Wissenschaften  vollzog,  und  der  Arbeitsmenge,  die 
Stürzinger  den  Übungen  im  Neufranzösischen  und  Neuenglischen 
widmete,  konnte  seine  Kraft  auf  die  Dauer  nicht  ausreichen, 
wenn  auch  zu  seiner  Entlastung  1896  der  Belgier  Dr.  Jules 
Pirson  mit  den  Übungen  im  Neufranzösischen  und  mit  neu- 
französischer Literatur  beauftragt  wurde.  Schon  im  Oktober 
1897  mußte  Stürzinger  unter  der  furchtbaren  Arbeitslast  zu- 
sammenbrechen und  seine  Tätigkeit  einstellen.  Es  hatte  ihn 
eine  Geisteskrankheit  befallen,  die  ihn  mit  längeren  Unter- 
brechungen jahrelang  hinhielt  und  einmal  gar  eine  völlige  Ge- 
nesung hoffen  ließ,  wie  Foerster  bei  einer  Zusammenkunft  in 
Koblenz  1898  feststellen  konnte.  Aber  die  Krankheit  ließ  ihr 
Opfer  nicht  los  und  nach  qualvollem  Leiden  ist  er  am 
12.  Juni  1903  der  Wissenschaft  und  den  heißgeliebten  Seinigen 
entrissen  worden.  Die  Trennung  des  Romanischen  und  Eng- 
lischen, die  Stürzinger  mit  großer  Energie  betrieben  hatte 
und  die  in  Würzburg  1898/99  vollzogen  ^vurde,  kam  also  leider 
zu  spät. 

Die  Vorlesungen  Stürzingers  zeugen  von  umfassendem 
Forschen,  Wissen  und  Können.  So  las  er  schon  in  Bonn 
Enzyklopädie  der  romanischen  Philologie,  Vulgärlatein,  Alt- 
und  Neufranzösisch,  Provenzalisch,  Spanisch,  Portugiesisch 
und  Rätoromanisch.  In  München  betonte  er  besonders  das 
Spanische,  woneben  eine  Vorlesung  über  die  Divina  Com- 
media  und  eine  über  das  französische  Drama  im  17.  Jahr- 
hundert erwähnt  seien.  Wie  in  München  las  er  auch  in 
Tübingen  über  Calderons  Mägico  prodigioso,  während  er  in 
erstaunlicher  Rastlosigkeit  in  Würzburg  stets  neue  Vorlesungen 
ausarbeitete  und  höchstens  die  geschichtliche  Darstellung  des 
Französischen  wiederholte.  Neu-  und  Altfranzösisch  rückte  er 
in  den  Vordergrund,  Provenzalisch  las  er  nur  einmal.  Neben 
die  französische  Grammatik,  Metrik,  Phonetik  traten  zahlreiche 
Vorlesungen  über  Literatur  bis  zum  19.  Jahrhundert  einschließ- 
lich.    Stürzinger  ist   auch  der  Gründer   des  Romanisch -Eng- 


XXVII 


lischen  Seminars  in  Würzburg,  das  erst  1902  in  ein  Roma- 
nisches und  Englisches  geteilt  wurde.  Von  vier  Dissertationen, 
die  unter  seiner  Leitung  entstanden,  betrifft  eine  die  altfran- 
zösische Literatur,  die  andern,  deren  Erscheinen  bereits  in 
Stürzingers  Krankheitszeit  fällt,  die  Sprache  eines  altfranzö- 
sischen Denkmals. 


II.  Jakob  Stürzingers  Schriften. 

Zusammengestellt  von  Dr.  E.  Dietz. 

Über  die  Konjugation  im  Rätoromanischen,  Diss.  Zürich.  Winter- 
thur  1879. 

Orthographia  Gallica.  Ältester  Traktat  über  französische  Aus- 
sprache und  Orthographie.  Nach  vier  Hss.  zum  ersten- 
mal herausgegeben  von  J.  Stürzinger.  Heilbronn  1884.  In 
W.  Foersters  Altfranz.  Bibl.  VIII. 

Le  Pelerinage  de  vie  humaine  de  Guillaume  de  Deguilleville, 
edited  by  J.  J.  Stürzinger.  Printed  for  the  Roxburghe  Club. 
London  1893. 

Le  Pelerinage  de  Fame  de  Guillaume  de  Deguilleville,  edited  by 
J.  J.  Stürzinger.  Printed  for  the  Roxburghe  Club.  London  1895. 

Le  Pelerinage  Jhesucrist  de  Guillaume  de  Deguilleville,  edited  by 
J.  J.  Stürzinger.  Printed  for  the  Roxburghe  Club.  London  1897. 

Sur  Le  Sacrifice  d^Abraham,  ^dit.  Ulrich,  Rom.  VIII  374.    In 

Rom.  X  246  — 257. 
The  oaths  of  Strasburg.     In  MLN.  I  140. 

Remarks  on  the  Conjugation  of  the  Wallonian  Dialect.  In 
TMLA.  1204— 15. 

Die  wallon.-loth.  Präsens-Endg.  -ä.    In  ZRPh.  XVI  511—513. 

Sursum  von  surgere.  In  Archiv  für  lateinische  Lexikographie 
und  Grammatik  VII  597  — 598. 


DE  GVNBAVT. 

De  bien  dire  nus  ne  se  painne,  f.  122  c 

Car  en  bien  dire  gist  grans  paine. 

A  bien  dire  des  or  m'asai 

Et  de  ce  peu  que  je  en  sai 
5    Mec  a  unes  gens  ma  raison, 

Quant  il  n^entenden[t]  a  raisson. 

Saci^s  as  quels  on  doit  entendre: 

A  cels  qui  perdent  a  entendre 

La  u  nus  hon  tendre  ne  doit, 
10    Ne  celer  a  mon  euer  ne  doit. 

Cil  sont  mout  [nice],  par  saint  Piere, 

Mais  les  cuers  ont  plus  durs  que  piere 

Cil  qui  dous  les  doivent  avoir: 

Por  ricece  ne  por  avoir 
15    Ne  puet  nus  eskiver  sa  mort. 

Que  vaut  dont  quant  cascuns  s'amort 

A  estre  mauvais  et  eschars? 

Leur  gas  tienent  et  leur  escars 

De  cels  qu'il  voient  despendans, 
20    Et  si  n'ont  pas  letres  pendans 

De  vivre  plus  por  leur  avoir, 

Ne  il  ne  porroient  avoir 

Garandisse  par  nule  cort, 

Car  lor  richoisse  s'en  decort. 
25    Maintenant  qu'il  sont  enfoi, 

Lu^s  est  d'els  leur  avoirs  fui. 

De  coi  sont  donques  en  ab^ 

Chevalier'  clerc,  monne  et  ab^? 


a 


Überschrift  rot  und  in  ünxialen.  —  6  ^t  —  netend*e.  —   13  doi- 
ment.  —  28  möne. 

Stürzinger,  Hunbaut.  1 


Qu'il  sevent  mais  tant  de  mestiers 
30    Que  menestrels  n'i  a  mestiers. 

Por  moi  le  di  qui  faic  •!•  livre; 

Ma  grande  ovre  me  don[e]  et  livre 

Sens  de  trover  par  mos  divers. 

Ja  mais  ne  vos  erent  dit  vers  f.  122 d 

35    De  nule  rime  qui  cels  sanblent. 

Or  entend^s  con  il  asanblent 

Et  con  il  sont  a  dire  fort! 

Mais  por  itant  me  reconfort, 

Car  je  &ai  bien  eil  qui  ensaigne 
40    Set  tres  bien  90  que  il  ensainne. 

Qui  ne  puet  pas  grant  cose  faire, 

Ne  doit  baer  a  livre  faire. 

Qui  aucune  chose  a  enpris, 

Ne  mais  qull  en  deserve  pris, 
45    Ne  doit  caseuns  tendre  a  avoir. 

Li  rois  Artus  ot  mout  avoir 

Et  grant  tresor  d'or  et  d'argent, 

Et  si  ot  plus  de  bonne  gent 

Qu'en  tot  le  monde  reraanant, 
50    Car  il  estoit  •!•  rois  manant 

De  toutes  richoises  ensanble. 

A  Carlion,  si  con  moi  sanble, 

Fu  li  bons  rois  a  biau  sejor 

Par  pluissors  tens;  mais  a  •!•  jor 
55    I  vint  joians  et  lids  et  baus, 

Qu'a  la  cort  ert  venus  Honbaus 

Vers  cui  li  rois  mout  d'amor  ot. 

Chevaliers  ert,  si  demorot 

Fors  de  la  cort  •!•  an  u  -II-, 


32  dö.  —  33  Dieser  Vers  mn  Anfang  der  näcksteti  Spalte  (122d) 
wiederholt.  —  34  u^.  —  41  große  Initiale.  Diese  sind  so  willkürlich  ge- 
setzt, fast  immer  mitten  in  einer  Periode  {x.  B.  171.  195.  217.  287.  309) 
oder  einem  Satxe  (381  423.  469),  daß  sie  im  Text  nicht  weiter  berück- 
sichtigt., sondern  nur  hier  in  den  Fußnoten  verzeichnet  worden  sind.  — 
49  mon  de.  —  54  fenf.  —  56  Höbaus. 


60    Ja  a  cort  ne  fust  vens  d'els, 

Ains  erroit  por  croistre  son  pris 

Conme  cortois  et  bien  apris 

Et  de  bonnes  teches  estable; 

Si  ert  de  la  Reonde  Table 
65    Dont  nus  mauvais  ne  pooit  estre. 

Li  rois  li  enquist  de  son  estre, 

Conment  il  s'est  puis  contenu. 

A  parole  se  sont  venu 

Des  Teure  de  lor  relevee 
70    Tant  con  la  lune  fu  levee. 

Et  quant  fu  nuis  noire  et  oscure, 

Li  rois  qui  mout  met  de  sa  eure 

En  Dir  cho  que  Hunbaus  conte: 

Et  conmande,  ce  dist  le  conte, 
75    C^on  reface  en  sa  canbre  •!•  lit 

Devant  le  suen,  car  grant  delit 

Li  est  dVir  Hunbaut  parier. 

Et  sei  vaura  mout  aparler 

La  nuit  quant  il  ert  esvilli^. 
80    Auques  ont  en  la  nuit  villi^, 

Si  s'alerent  coucier  par  tans, 

Car  il  en  ert  et  eure  et  tans 

Si  conme  a  l'essue  de  mai. 

De  nule  chose  n'ont  esmai, 
85    Ains  dorment  dusqu'a  Fendemain.  f.  122  e 

Li  oisse[le]t  cantent  au  main, 

Qui  del  jor  sont  haiti^  et  baut. 

Dont  apiele  li  rois  Hunbaut 

Et  il  tantost  li  respondi. 
90    „Hunbaut,"  fait  li  rois,  „or  me  di, 

Qui  tant  as  err^  par  le  mont. 

Est  il  dont  nus  n'a  val  n'a  mont 

Qui  ne  tiengne  de  moi  sa  terre? 

II  n^a  si  coiate  en  Engleterre, 


71  nui^.  —  77  Hübaut.  —  81  coiic*.  —  86  (F.). 


1* 


95    En  France  n'en  Constantinoble, 
N^en  soit  iri^s,  ja  tant  n'iert  noble, 
Se  mon  conmandement  depieche." 
Hunbaiis  respont  au  cief  de  pieche 
Qu'entre  les  illes  a  •!•  roi 

100    Qui  mout  par  est  de  grant  desroi, 
Car  de  nului  ne  tient  son  regne; 
En  grant  ricece  vit  et  regne, 
Car  ses  roiaumes  est  allu^s. 
Li  rois  Artus  respondi  lu^s, 

105    Sans  prendre  consel  a  nului, 
C'on  li  face  venir  celui  .... 
Ses  ni^s  Gauvains  qui  mout  ert  preus 
„Honbaut/'  fait  il,  „con  estes  preus  . 
Que  j'ai  si  fait  afaire  enpris. 

110    Gauvains  mes  ni^s  est  de  grant  pris 
Et  conneus  de  mainte  gent, 
Et  si  est  preus  et  biaus  et  gent, 
Bien  parlans  et  cortois  et  sage: 
De  lui  vel  faire  mon  mesage, 

115    Outre  les  illes  a  cel  roi 

Mandrai  que  c'est  trop  grant  desroi 
Qu'il  ne  fait  de  moi  avou^, 
Et  dira  li  que  j'ai  vo^ 

—  Cil  qui  bien  li  savra  aprendre  — 
120    Se  il  ne  vient  de  moi  reprendre 

Sa  terre  et  service  me  face, 
Si  voie  je  Diu  en  la  face, 
Bien  li  porra  dire  por  voir 
Que  je  vaurai  sor  lui  mouvoir 
125    Tot  le  premerain  jor  d'est^/^ 

—  „Sire,"  j^ai  el  pais  est^/' 
Ce  li  a  respondu  Hunbaut. 
„Sire,  ne  cuic  que  nus  en  baut 
Nul  des  castials  par  (nul)  asalir, 

106  {F.),  —  108  {F.).  —  115  gr.  Init.  —  129  {F.). 


130    Ne  que  porroit  la  nes  saillir 

Par  outre  la  mer  a  •!•  saut; 

Et  aveu  90,  se  Dius  me  saut, 

I  a  mout  de  felons  trespas." 

—  Et  dist  li  rois:  „Nel  dites  pas, 
135    Se  vo  vol^s  m'amor  avoir, 

Car  por  plainne  une  tor  d'avoir 

Ne  remanroit  mie  m'enprise."  f.  122  f 

Et  eil  qui  tot  le  monde  prisse 

Est  mand^s  qu'il  viegne  a  la  cort. 
140    Uns  canberlens  le  roi  i  cort, 

Qui  11  dist  que  li  rois  le  mande. 

Et  mesire  Gauvains  demande 

Sa  roube  —  et  on  li  aparelle  — 

D'ermine,  qui  n'a  sa  parelle. 
145    Roumans  a  faire  m'aparel 

De  celui  qui  ainc  n'ot  parel 

De  pris  ne  de  valor  el  mont. 

Quant  il  fu  en  la  canbre  amont 

A  son  oncle  qui  Tot  mand^, 
150    Se  li  a  tantost  demande : 

„Que  volds  vos,  sire,  por  De?" 

Li  rois  li  a  lu^s  conmand^ 

Qu'il  li  voist  faire  cest  mesage. 

Et  il  li  respont  conme  sage: 
155    „Sire,  jel  ferai,  se  je  puis." 

Tot  bielement  li  redist  puis 

Que,  se  il  ne  li  despleust, 

Conpaignie  mout  li  pleust 

Qui  li  fesist  aucun  confort. 
160    Et  li  rois  s'esmervelle  fort 

De  Gauvain  qui  tant  ert  prisids 

Qu'a  pain[e]  ert  ses  pers  esprisi^s 

Et  de  conpaignon  li  souvient. 

Le  roi  a  grant  mervelle  vient, 


155  pui9.  —  162  päi. 


165    Si  Yen  anuie  d^autre  pars, 

Si  respondi:  „Trop  sui  escars 

De  Chevaliers,  dont  mout  me  poisse. 

A  ma  nice  gaires  ne  poisse, 

Qui  laiens  est,  si  Pen  port^s, 
170    Ensanble  o  lui  vos  deport^s, 

Si  ne  vos  anuiera  mie: 

Vostre  suer  est,  c'est  bonne  amie 

Por  vos  aidier,  s'on  vos  asaut." 

Et  dist  Gauvains:  „Se  Dius  me  saut, 
175    De  cest  offre  sui  apai^ 

Et  de  coupaignie  pai^/^ 

Quant  Hunbaus  Tot,  si  s'esmervelle 

Que  li  rois  a  dit  tel  mervelle, 

Et  por  coi  l'en  souvient  si  main. 
180    Gauvains  prist  sa  suer  par  le  main, 

Si  s'en  vont  ensanble  a  Fostel 

Et  cele  et  eil  qui  a  los  tel 

Que  nus  ne  s'en  puet  a  lui  prendre. 

Onques  a  celui  ne  puet  prendre  .... 
185    Fors  •!•  sorcot  sans  plus  de  roube. 

Ne  dira  nus  hon  que  je  robe 

Les  bons  dis  Crestien  de  Troies 

Qui  jeta  anbesas  et  troies 

Por  le  maistr[i]e  avoir  deu  jeu,  f.  123  a 

190    Et  juames  por  ce  maint  jeu. 

Sifaitement,  si  con  moi  sanble, 

A  Tostel  en  vinnrent  ensanble 

Cil  dui  si  con  je  vos  devis. 

Biele  er(e)t  de  cors  et  plus  de  vis 
195    La  suer  Gauvain,  qui  o  lui  vient, 

Et  quant  qu'ele  fait,  li  avient; 

Qu'en  li  n'oblia  riens  nature. 

Li  rois  povrement  se  nature 


171  gr.Init.  —   182  alostel.  —  189  maistrie]  Es.  maistre;  [F.].  — 
192  uiuret.  —  194  {F.).  —  195  gr.  Init. 


Vers  Gauvain,  qu'isi  Ten  envoie 

200    En  tel  contree  ne  en  voie 
U  il  ait  tant  peril  ne  doute. 
Si  conme  eil  qui  riens  ne  doute 
Se  fait  armer  san  plus  atendre. 
Des  or  mais  li  piaist  a  entendre 

205    A  faire  ce  qu'il  a  enpris, 

Et  por  cest  fais  est  il  enpris 
Que  nus  autres  n'ose  porter. 
Si  vallet  11  voot  aporter 
Tel  apareil  qui  bien  li  siet. 

210    Et  mesire  Gauvains  s'asiet 
Desor  •!•  lit  et  on  li  cauche 
Les  esperons  desus  la  cauche 
•Por  ce  que  mius  siecent  a  droit. 
Tot  erranment  ci  or  en  droit 

215    Li  vestent  un  hauberc  errant, 
Fort  et  faiti9  et  bien  tenant, 
Tot  clos  de  maille  bien  reonde. 
En  tot  le  mont  a  la  reonde 
N'ot  de  millor  ouvraingne  point. 

220    II  n'erent  encor  nul  porpoint. 

Ne  vel  que  menchonniers  en  soie: 
Sa  cote  a  armer  ert  de  soie 
D'un  rice  drap,  bien  m^en  ramenbre. 
D'or  ert  la  boucle  et  tot  li  menbre 

225    Dont  sa  9ainture  estoit  menbree. 

Et  sa  suer  (fu)  sage  et  bien  menbree 
Desuer  le  coife  li  asiet 
Le  hiame  qui  mout  [bien]  li  siet; 
Desuere  •!•  vous  de  cinne  porte. 

230    Et  •!•  vall^s  s'espee  aporte; 

Et  quant  il  Tot  gainte  au  cost^, 
Lors  a  son  ceval  acost^. 


199  qui  si.  —  200  En  tel]  Q  en.   —  217  große  Tiradeninitiale.  — 
221  menchioniers.  —  222  Sace  a  larmer  (F.).  —  226  {F.). 


8 


Si  monte  par  Testrier  senestre, 

Mais  mout  cele  [a  trestous]  sen  estre, 
235    Que  nelui  riens  n'en  [a]  apris. 

Son  escu  et  sa  lance  a  pris 

Et  sa  serour  n'oblia  pas. 

Sor  le  col  del  ceval  le  pas 

Bielement  et  souef  Ten  porte. 
240    Del  castiel  issi  par  la  porte 

Et  tint  sans  demorer  sa  voie.  f.  123  b 

Cascuns  se  dort,  nus  nel  convoie; 

Qu^il  ne  savoient  pas  son  oire. 

Entru^s  que  li  Chevaliers  oire 
245    Sifaitement  et  a  tel  gre, 

Encor  n'iert  pas  li  rois  leve. 

Artus  villoit,  si  se  retorne 

Et  souvent  a  folie  atorne 

De  cele  oire  qu'il  a  enpris. 
250    Hunbaus  Yen  a  souvent  repris 

Et  a  biaus  mos  Pen  aparole 

Et  en  tel  guisse  a  lui  parole, 

Que  li  rois  en  connoist  sa  coupe. 

Et  eil  Hunbaus  mout  Ten  encoupe, 
255    Que  voirement  li  dist  li  roi: 

„Par  foi,  Hunbaut,  mal  sai  mon  roi, 

Quant  je  sui  •!•  poi  carcids  d^ire." 

Hunbaus  li  conmencha  a  dire: 

„Par  foi,  biaus  sire,  bien  le  sai. 
260    Mout  volentiers  metroie  asai 

De  mon  pooir  et  de  ma  force, 

Et  mes  talens  mout  m'en  enforce, 

Par  le  foi  que  je  doi  a  Deu, 

D'aler  aveuc  vostre  neveu, 
265    Car  il  n'a  pas  la  terre  acointe. 

II  est  cortois  et  sage  et  cointe 


234  (F.).  —  235  (F.).  —  238  cof  (F.).  —  244  Entruelf.  -  245  tef.  — 
247  gr.  Init.  —  262  m  (F.). 


9 


Et  preus  d'armes  et  talentis, 

Mais  je  [le]  sai  bien  arestis 

En  liii  u  force  n^a  mestier, 
270    Et  je  sai  bien  que  teus  mestier 

Li  vanra  ains  qu^il  soit  venu." 

—  „Hunbaut,  puis  qu'est  si  avenu 

Qu^el  mesaje  Tai  envoi^, 

Je  m'en  tieng  a  bien  apai^; 
275    Et  se  vos  aveuc  lui  ali^s, 

Je  croi  que  vos  mout  bien  feri^s." 

Dist  Hunbaus:  „C'est  bien,  ce  me  sanble." 

„Dius  vos  conduie  andex  ensanble, 

Car  je  sui  bien  servis  a  gre." 
280    Hunbaus  devale  le  degr^, 

Quant  il  fu  vestus  et  caueid. 

Tant  a  err^  et  cevauchiö 

Anblant  sor  son  ceval  la  voie, 

Gauvain  ataint,  s'en  fait  grant  joie, 
285    Qui  ja  ot  err^  •!•  liue. 

„Qui  a  folie,  sen(t)  aliue/' 

Fait  Hunbaus;  ,,tel  tient  on  a  saje 

Qui  tos  est  plains  de  forsenaje. 

Mesire  m'a  dit  son  coraje, 
290    O  vos  m'envoie  ens  el  mesaje, 

Car  je  Pen  a  forment  repris 

Que  par  lui  est  eis  oires  pris 

Sifaitement  en  tel  maniere.  f.  123  o 

Ne  tieg  mie  a  bonne  maniere 
295    Ce  qu^ensi  vos  en  fait  aler 

Armes  et  vo  seror  porter. 

Felon  fais  av^s  a  porter. 

D'autre  ju  l'estuet  deporter, 

Car  aveuc  nos  ne  venra  pas 
300    En  la  voie  au  felon  trespas, 

Si  en  seriens  trop  enblae. 


287  gr.  Init.  —  288  forfenaje,   f  aus  c  abgeändert.  —  290  muoie. 


10 


Ja  n^i  troverons  camp  bla^, 
Mais  for^s  seule  et  terre  gaste; 
Car  cascuns  taut  et  reube  et  hape 

305    Si  con  en  terre  sans  justice 

Que  nus  ne  destrai[D]t  ne  justice 
Ne  ne  fait  raisson  ne  droiture." 
Gauvains  respont  sans  couverture: 
„Li  mius  en  serroit  buens  a  faire, 

310    Se  vos  ensi  lo^s  l'afaire 

Et  ma  suer  le  veut  d^autre  part. 
Ves  chi  •!•  crois  qui  depart 
Cest  grant  cemin  en  •IUI-  sens. 
Itels  en  est  or  mes  asens: 

315    Que  ma  suer  s'en  voist  la  se'ir. 
Ce  ne  11  doit  pas  deseir, 
Qu'ele  i  fera  mout  cort  sejor. 
Anc^ois  que  past  tierce  de  jor 
Verra  un  chevalier  errant 

320    Par  ci  passer,  si  die  tant 
C'aricr  a  Carlion  le  port 

—  Et  si  nel  laist  por  nul  deport  — 
Tot  droit  en  la  canbre  le  roi. 

Et  si  nel  laist  por  nul  desroi 
325    Qu^il  ost  mon  conmant  trespasser. 
Quant  vos  en  verr^s   •!•  passer, 
Se  li  dites  que  je  li  manc. 
Je  m'en  vois,  a  Diu  vos  conman[c]." 

—  „Sire,"  fait  ele,  „Dius  vos  maint!" 
330    Cil  s^en  va  et  cele  remaint; 

Se  li  anuie  par  tans  Festre, 


306  deftit  (F.).  —  309  gr.  Inü.  —  buef  afaire.  —  316  def  afir  (F.). 
—  319  Das  erste  r  von  verra  aus  n  korrigiert  —  ele.  —  326  enüref, 
kann  also  en  verres  oder  en  venres  gelesen  werden.  —  328  Letzter  Buch- 
stabe weggeschnitten.,  kann  also  c  oder  t  gelesen  werden.  —  329  Von  f 
in  vof  nur  der  Haken  oben  xu  sehen.  —  331  —  41  Vom  Ende  der  Zeile 
331  bis  Anfang  von  341  geht  ein  Riß  schief  durch  den  Text,  daher  ein- 
zelne Wörter  beschädigt  sind. 


11 

Qu'ele  ne  set  que  ce  puet  estre 

Por  qui  atendre  enki  demeure. 

Sor  •!•   cheval  noir  conme  meure 
335    Venoit  •!•  Chevaliers  le  pas 

Tot  le  chemin,  mais  ne  cuie  pas 

C'onqiies  s[i]  orguillous  veisse. 

An9ois  que  fors  de  la  ville  isse 

Ne  [qu'il]  s'en  prenge  entor  lui  garde 
340    Li  [di]st  cele,  si  le  regarde: 

„Sire  Chevaliers,  Dius  vos  saut!" 

Quant  eil  Foi,  si  fist  •!•   saut 

De  son  ceval  enmi  la  voie, 

Puis  dist:  „Dame,  se  Dius  me  voie, 
345    Vos  do  je  servir  et  amer.  f.  123  d 

En  tos  lius,  en  terre  et  en  mer 

Me  po^s  vos  mestier  avoir. 

Je  cuic  que  de  si  biel  avoir 

Ne  fust  nus  onques  mais  lo^. 
350    Bien  sont  hui  mi  pas  oubli^." 

Adonqnes  l'apiela  s^amie. 

Cele  respont:  „Ce  n'i  a  mie, 

Vos  aves  dit  raout  grant  desroi; 

Men^me  en  la  canbre  le  roi 
355    Si  con  mes  f[r]ere  le  vos  mande, 

Mesire  Gauvains,  et  conmande, 

Qui  de  ci  se  part  or  endroit." 

Et  eil  respont:  „II  a  grant  droit, 

Car  •!•  masse  tieg  de  lui. 
360    Par  le  foi  que  je  doi  celui 

Qui  set  le  penser  de  la  gent, 

Por  -M-  et  -VII^-  mars  d^argent, 


332  ce  sehr  undeutlich.  —  337  i  von  fi  ist  nicht  mehr  xu  sehen  {F.). 
—  339  Zivischen  Ne  und  fen  haben  xwei  hohe  Buchstaben  gestanden,  wie 
die  undeutlichen  Spuren  über  der  Zeile  ahnen  lassen,  ich  vermutete  daher 
ql.  —  340  dift  {F.)\  ft  ist  sicher,  di  davor  ist  nicht  xu  lesen,  entspricht 
aber  dem  Raum.  —  341  gr.  Init.  —  344  Pu^  —  fire.  —  345  doie.  — 
355  {F.). 


12 


Biele,  ne  besoignast  il  pas 
Que  chi  seusse  son  trespas; 

365    Qu'i  li  convenist  avenir, 

Quant  nos  fuissons  au  coveoir, 
En  venist  damages  et  dels." 
„Sire  Chevaliers,  il  sont  -II- 
Qui  de  ci  se  partent  ensanble/^ 

370    Fait  la  pucele;  „si  me  sanble 
Que  durement  (l)i  meskerroit 
La  u  point  de  lor  pris  charoit 
Tant  seulement  por  vostre  esfort, 
Car  il  sont  biel  et  grant  et  fort 

375    Et  bon  Chevalier."  —  ,;Par  mes  ieus, 
Ja  nes  en  priseroie  mius. 
Par  Saint  Jake  que  j'a  requis, 
Se  jes  avoie  ans- II-  (requis)  ochis, 
Et  mout  m'en  serroit  or  a  peu. 

380    Mout  m'en  poisse,  quant  je  ne  peu 
Venir,  ains  qu'il  fuissent  pass^: 
Bien  sai  qu'il  n'en  fuissent  al^ 
Que  je  n^eusse  Gauvain  mort." 
Et  que  vaut  90  que  nus  s'amort 

385    A  recorder  parole  vainne, 
Vaillant  -I-  paiUe  d'avainne? 
Et  fait  ele:  „Se  Dius  me  saut, 
Ne  doutaissent  il  vostre  asaut 
Ne  vostre  ricement  parier. 

390    Ja  nes  osisiäs  aparler 

De  quanques  je  vos  oi  ci  dire." 

—  „Biele,"  fait  il,  „je  n'ai  point  d'ire 

De  rien  que  je  dire  vos  oi(e), 

Car  tos  les  biens  que  onques  oi(e) 

395    Ne  pns  je  pas  -I-  oef  d'aloe 


369  Zwische7i  de  und  ci  steht  c^  utiterpunktiert  im  Codex.  —  375 
juex.  —  376  rai^.  —  378  requis  iw  Codex  nicht  getilgt.  —  381  gr.  Init.  — 
392  nai  je  {F.)  —  394  i  von  oie  utideutlich. 


13 


Envers  cestui  dont  m[e]s  cuers  loe 

Dame(s)  Diu(s)  qui  m'a  envoi^;  f.  123  e 

C'as^s  m'a  hui  bien  avoi^, 

Quand  j'ai  vostre  biau  cors  le  gent 
400    Qui  tant  estes  de  haute  gent 

Que  m'amors  i  est  bien  asise. 

Or  en  plait  Gauvains  a  Fasise 

La,  si  Pen  tenra  on  raison!" 

Sans  li  metre  plus  a  raison 
405    Le  prent  devant  lui,  si  Ten  porte. 

Cele,  qui  pas  ne  se  deporte, 

Le  manace  mout  de  recief 

Et  dist  qu'il  en  perdra  le  cief 

Por  ce,  si  ne  fait  pas  savoir. 
410    „Tantost  con  le  porra  savoir 

Mesire  Gauvains  o  le  roi, 

Bien  en  savront  prendre  conroi; 

Ja  ne  torner^s  cele  pari" 

Adonc  li  che  valier  s'en  part, 
415    Si  Ten  porte  tot  a  delivre. 

Une  pieche  s'en  taist  li  livre 

De  cele  et  de  celui  ensanble. 

Mesire  Gauvains,  ce  me  sanble, 

Cevauce  tant  que  il  avient 
420    Qu'entre  lui  et  Honbaut  couvient 

Ostel  a  prendre  par  raisson. 

Ses  en  prie  et  met  a  raison 

Uns  Chevaliers  qui  del  bois  vient, 

Ensi  par  aventure  avient 
425    Qu'as  «II-  Chevaliers  s'aconpaingne. 

II  sist  sor  •!•  ceval  d'Espaingne, 

Qui  n'iert  pas  anuiels  ne  lens. 

De  droite  voie  sans  asens 

Eut  pris  par  force  -II-  grans  cers. 


396  Von  mef  ist  nur  n  und  T  zu  sehen.  —  397  (F.).  —  402  ala  fife 
(F.).  —  403  gr.  Init.  —  414  ch'r.  —  423  gr.  Init. 


14 


430    Aveuc  lui  ot,  tos  en  sui  cers, 

•V-   Chevaliers  et  serjans  dis. 

Sages  de  raisons  et  de  dis 

Estoit  li  preudon,  ce  me  sanble. 

Geis  qui  orent  err^  ensanble 
435    Salue  et  si  lor  dist  apr^s: 

„Signor,  mes  osteis  est  ci  pres 

Tot  le  chemin  que  vos  ireis  .... 

Mais  fous  qui  seur  le  col  [est]  reis 

Fait  plus  d'une  folie  ensanble: 
440    Si  feres  vos,  si  con  moi  sanble, 

Se  vos  l'ostel  hui  mas  passes; 

Mais  aveuc  moi  vos  apass^s! 

Se  o  moi  herbergi^s  anuit, 

Vos  aver^s,  cui  qu'il  anuit, 
445    Dou  tot  Fostel  saint  Julien, 

N^en  faura  vaillant  •!•  lien 

De  mon  bracet  qui  mout  est  biaus." 

„Grans  merchis,  sire,"  dist  Hunbaus, 

„Nos  i  irons  andui  ensanble,  f.  123 f 

450    Puis  [que]  vol^s  e  bon  vos  sanble  .  .  .  ^ 

Trestout  droitement  au  manoir 

U  il  fist  auques  biel  manoir, 

Gar  aaisi^s  ert  li  reparre. 

Por  ce  est  drois  que  il  i  paire 
455    Que  li  cerf  sont  pris  qu'il  aporte. 

La  menee  rent  a  la  porte, 

U  sages  est,  de  tel  deduit, 

Que  cascuns  s'en  jue  et  deduit, 

!Nes  se  il  estoient   •!•   G. 
460    Li  sires  de  Fostel  descent, 

Qui  mout  fait  renvoisie  eiere 

Et  mout  a  la  venue  eiere 


434  ereut  arme  {F.).  —  441  gr.  Init.  —  444  cui]  que  {F.).  —  445 
D  otetot.  —  449  iront  {F.).  —  450  Pui^  —  {F.).  —  453  aiaisies ,  vielleicht 
xuerst  aulisies,  ans  ul  ist  ei?i  a  gemacht,  icohei  aber  der  erste  Strich 
von  u  stehen  blieb. 


15 


Des   -II-  Chevaliers  qu'il  amainne. 
Tote  sa  mainnie  en  demainne 

465    Grant  joie  si  con  cascuns  paut. 
Herbergi^  sont  que  riens  n'i  faut 
De  quanque  a  bon  ostel  apent, 
Car  li  sires  si  biel  despent 
Qu'il  en  doit  avoir  los  et  pris. 

470    Au  matin  ont  le  congi^  pris, 
Qu'il  ni  vaurent  plus  remanoir; 
Et  li  sire  fors  del  manoir 
Une  grant  pieche  les  convoie 
Et  el  droit  cemin  les  avoie 

475    Qu'il  doivent  aler  et  tenir. 
II  les  vausist  mout  retenir 
ün  mois  entier  a  biel  sejor 
Plu  volentiers,  ce  dist,  c'un  jor, 
Et  il  en  fait  mout  bien  a  croire 

480    Qu'il  ne  li  couvient  pas  acroire 
A  autrui  rien  de  son  despens. 
Li  dui  qui  sont  de  grant  porpens, 
L^en  set  gre  cascuns  en  sa  part. 
A  tant  Fostes  d'els  se  depart, 

485    Et  cevaucent  al  lonc  del  jor, 
Qu'il  n'i  fisent  pas  lonc  sejor 
Ne  demoree,  ce  me  sanble. 
Jüent  et  parolent  ensanble, 
Et  por  ce  que  mains  lor  anuit, 

490    „Biaus  sire,  nos  girons  anuit," 
Ce  dist  Hunbaus,  „a  tel  ostel 
Dont  li  Ostes  n'est  mie  tel 
Qu'il  soit  au  gre  de  tote  gent. 
Mout  est  rices  d'or  et  d'argent 

495    Et  si  est  de  grant  terre  sire. 
A  celui  mostre  forment  s'ire 


469  gr.  Init.  —  482  porpens,  s  aus  t  korrigiert.  —  486  Q*  lui  (F.). 
493  gr.  Init. 


16 


Qui  son  conmandement  trespasse; 

Se  droitement  ne  le  conpasse, 

Si  con  il  li  avra  enjont, 
500    Lors  ert  ses  cols  a[s]  forces  jont 

Sans  recovrier  et  sans  confort;  f.  124  a 

Car  si  castiel  par  sont  si  fort 

Qu'il  ne  doute  conte  ne  roi. 

Tant  est  fiers  et  de  gra[n]t  desroi, 
505    Se  li  piaist  tant  outrage  a  faire 

Si  conme  franc  honme  a  desfaire, 

U  por  mout  poi  d'oquison  pendre. 

Mais  mout  set  biel  le  suen  despendre 

En  quel  liu  que  il  onques  viengne. 
510    Gard^s  que  senpres  vos  souviengne 

De  ce  que  je  vos  faic  savoir! 

Se  vos  vol^s  faire  savoir, 

Au  mangier  durement  tendds; 

Car  se  vos  mout  n'i  entend^s, 
515    Vos  en  repentir^s  demain, 

Car  tote  jor  serr^s  plus  vain. 

Ferons  demain  •!•  jeune 

—  Car  eil  par  est  voir  a  jeune 

Qui  ne  puet  a  mangier  avoir 
520    Nul  point  por  terrien  avoir  — 

Que  on  n'i  trove  rien  que  vendre. 

Del  mardi  dusques  au  devenres 

N'i  troverons,  si  con  je  cuit, 

Con  puist  mangier  ne  cru  ne  quit, 
525    Car  par  for^s  u  nus  ne  mai[n]t, 

En  cele  terre  (u  nus  ne  mant)  u  Dius  nos  maint, 

Nos  couvient  faire    II-  jomees 

Mout  grandes  et  desmesure[e]s; 

Et  por  ce  le  vos  di  avant, 
530    Que  vel  que  en  soi^s  sacent, 


504  grat  (F.).  —   506  frant.  —  517  gr.  Init.  —  518  a  uoir.  —  525 
mait.  —  526  unuf  ne  mant  nicht  getilgt  (F.).  —  528  {F.). 


17 


Et  por  ce  le  vos  veul  aprendre: 

Gard^s  vos  anuit  de  mesprendre 

Plus  qu'en  trestoute  vostre  voie, 

Que  ja  nostre  oste  en  vos  ne  voie 
535    Nule  cose  qui  li  dessiece. 

An9ois  que  au  mangier  s'asiece, 

Vos  fera  premiers  aseoir 

Les  le  table  sor  •!•   seoir 

El  cief  des  autres  tot  amont. 
540    Et  li  plus  biele  riens  deu  mont, 

—  C'est  sa  fille,  si  con  moi  sanble  — 

Vos  et  li  manger^s  ensanble. 

Saci^s  qu'ele  s'i  aserra, 

Vos[tre]  venue  li  serra 
545    Plus  que  de  chevalier  que  sace. 

Li  biens  qui  est  en  vos  li  sace 

Deu  cors  le  euer,  ce  dist,  et  trait. 

Aucune  fois  le  m'a  retrait 

Et  dit  coiement  en  confesse 
550    Que  volentiers  seust  vostre  estre 

Et  fust  coiement  a  celee 

O  vos  en  sa  canbre  a  enblee, 

Car  mout  se  doute  de  son  pere,  f.  124  b 

Si  ne  vauroie  qu^il  i  pere. 
555    Dou  sanblant  qu'ele  vos  fera, 

Vos  pri,  ne  vos  en(s)  caille  ja, 

Por  Diu  et  por  le  vrai  saint  Pere! 

J'ai  sejorn^  aveuc  le  pere 

Plus  de  -XXX-  et  •!•  semanne: 
560    Bien  sai  conmen[t]  il  se  demainne 

Et  bien  connois  lui  et  son  estre. 

Or  en  deveri^s  bien  estre 

Endotrin^s  et  ensigni^s. 

Trop  vos  serrids  mal  signi^s, 
565    Se  celi  mostri^s  sanblant, 


539  gr.  Init.  —  544  V^  {F.).  —  556  enfcaille.  —  565  meftries  {F.). 

Stürzin ger,  Hunbaut.  2 


18 


Se  n'estoit  mout  rainnablement 
Que  nus  ne  le  peust  savoir. 
Ele  feroit  as^s  savoir, 
Mais  amors  les  pluissors  afole. 

570    De  vos  am  er  est  ele  fole; 
Mais  ses  corages  en  est  tels 
Et  ses  sanblans  et  li  osteis." 
Fait  mesire  Gauvains:  „Mout  pris 
Cho  que  vos  m'av^s  ci  apris, 

575    Je  n'i  cuic  nule  rien  mesprendre 
Et  [se]  li  sires  me  fait  prendre, 
N'en  fera  a  nului  raisson." 
Ne  tienent  plus  cele  raison, 
Ain(c)s  cevaucent  plus  que  le  pas, 

580    Si  ne  trovent  nul  mal  trespas 
Ne  nule  cose  ne  lor  grieve, 
Ne  lor  jornee  n'est  pas  grive; 
Qu'il  n'ont  pas  lor  cevals  estans, 
Ains  vindrent  a  l'ostel  par  tans 

585    A  •!•  castiel  deseure  •!•  iaue. 
Onques  mon  pere  ne  mon  (i)aue 
Ne  virent  nul  qui  si  bien  siece, 
Que  ja  por  ost  qui  entor  siece 
Ne  perdront  dedens  lor  deport. 

590    D'une  part  a  mont  rice  port, 
Car  l'iaue  porte  grant  navie. 
De  Monpellier  ne  de  Pavie 
Ne  cuic  je  pas  la  rente  mainre, 
Car  cascun  jor  de  la  semanne 

595    -D-  et  -X-  mars  en  respont. 
Li  Chevalier  passent  le  pont 
Et  le  grant  [bore]  et  le  marci€. 
Ainc  n'i  pammoierent  marchiö 
Li  baron  qui  ne  sont  pas  teus, 


568  foit.   —  570  amr.  —   573  gr.  hiit.  —  585  defeuer  {F.),  —  590 
möt.  —  593  mäire.  —  595  .Dlx.  —  mf.  —  597  {F.). 


19 


600    S'en  vont  por  prendre  lor  osteis 

Sus  el  castiel  desus  la  tor. 

Et  si  i  ot  mout  biel  ator: 

Chevalier,  ce  cuit,  plus  de  -XX-, 

CascuDS  a  Pencontre  lor  vint 
605    Et  senescal  et  connestables;  f.  124  c 

Et  [li]  sires  jnoit  as  tables 

Au  point  qu'il  vinrent,  ce  me  sanble. 

Dusqu'a  son  ju  vinrent  ensanble 

Li  doi  Chevalier  main  a  main, 
610    Et  dist  Hunbaus:  „Je  vos  amain 

Gauvain,  le  ni^s  le  roi  a  oste." 

Et  il  tantost  de  son  ju  s'oste 

Et  encontre  eis  maintenant  saut, 

Si  dist  a  Gauvain:  „Dius  vos  saut 
615    Et  bien  viengni^s  en  mon  ostel, 

Quant  Dames  Dius  vos  a  fait  tel 

Que  vos  av^s  del  mont  le  pris." 

Adonques  Ta  par  le  main  pris. 

Sei  fist  desarmer  sans  atendre. 
620    Asds  fu  qui  a  90  sot  tendre, 

Ne  m'est  mestiers  c'on  m'en  mescroie. 

On  fait  escoure  fors  la  croie 

D'une  robe  qui  bien  li  siet. 

Et  mesire  Gauvains  s^asiet 
625    Dal^s  le  signor  a  senestre, 

Se  li  enquiert  mout  de  son  estre, 

Conment  il  va  et  dont  il  vient; 

Et  eil  ki  bien  menbre  et  souvient 

De  dire  raison  tote  voie, 
630    Li  dist  conment  li  rois  Fenvoie 

Qsi  outre  loinns  en  son  mesage. 

Li  sires  fu  cortois  et  saje, 

Si  ne  Ten  a  plus  aparl^, 

Ains  a  d'autre  cose  parl^, 


600  pö.  —  606  (F.).  —  609  gr.  Init.  —  619  gr.  Init. 


20 


635    Et  a  ses  sergans  a  enquis, 

Se  li  mangiers  e[sjt  pre[s],  et  quis 

Que  noviele  Ten  fust  aprise. 

Erranment  fu  li  table  mise, 

Quant  il  vient  au  signor  a  gre. 
640    Doi  Chevalier  par  le  degr^ 

S'en  montent  en  la  canbre  amont. 

Cele  qui  n'ot  son  per  el  mont 

De  biaut^  et  d^afaitement, 

Amainnent  fors  sifaitement, 
645    Con  je  vos  cont  ichi  l'afaire. 

Nature  ne  le  sot  mius  faire 

Ne  bras  ne  cors  ne  pi^s  ne  mains. 

Totes  les  autres  orent  mains 

De  biaut^,  par  saint  Heribert. 
650    Le  cief  ot  blont  c'ot  descovert, 

Le  cors  ot  bien  seant  et  gent, 

Mout  sont  ententive  la  gent 

De  li  esgarder  a  mervelle. 

Mesire  Gauvains  s^en  mervelle, 
655    Que  li  biaut^s  (de)  celi  l'esbloie 

Que  n'est  pas  ne  tainte  ne  bloie, 

Ains  est  blanche  et  vermelle  ensanble,  f.  124d 

L'une  colors  a  Fautre  asanble. 

Mais  longement,  por  mius  seir, 
660    Ses  pere  le  fist  aseir 

El  cief  des  autres  tot  amont. 

Et  tos  li  plus  vaillans  del  mont 

Et  eil  dont  plus  dire  vos  doi, 

Li  sires  Fa  pris  par  le  doi, 
665    Si  Ta  dal^s  sa  fille(s)  asis. 

Par  tos  ses  drois  cuide  avoir  sis 

Mesire  Gauvains  en  cel  leu. 

Et  plus  fu  esgard^s  d'un  leu. 


636  7  P  (F.).  —  q  verwischt.  —  64G  mi^f.  —  649  HVb'et  {F.).  —  650 
cief.  —  655  {F.).  —  657  gr.  Init.  —  062  uaillains.  —  063  donnt.  —  666 
deif  oder  delf  oder  deff. 


21 


S'a  la  damoissele  conselle. 

070    Et  ses  cuers  li  prie  et  conselle 
Que  li  prie  et  que  li  requiere, 
Ne  ja  plus  bie[l]  loissier  ne  quiere 
De  li  dire  90  que  li  siet, 
Quant  nus  de  cels  pres  ne  li  siet 

675    Qui  lor  paroles  puist  entendre. 
Je  ne  sai  pas  qu^il  doie  atendre, 
Se  riens  vers  la  pucele  pense; 
Car  li  sires  n^iert  point  en  pense, 
Ains  iert  haiti^s  et  li^s  et  baus; 

680    Aveuc  lui  fait  mangier  Hunbaus 
Qui  piech'a  est  de  lui  acoi[n]te. 
Conme  sages  et  conme  cointe 
Araine  le  fiUe  son  oste 
Mesire  Gauvains  et  s'i  oste 

685    De  honte  et  de  courou§  et  d'ire, 
Car  ne  voloit  plus  avant  dire 
Nule  cose  de  son  pens^. 
A  respondre  a  mout  peu  pens^, 
Quar  il  premerai[n]s  Faparla, 

690    D^amors  par  mout  biaus  mos  parla 
Et  sa  druerie  requist. 
Onques  cele  terme  n^i  quist 
De  lui  respondre  sans  respit 
Et  ne  mie  par  mal  despit, 

695    Mais  sinplement  a  biele  eiere 

Et  dist:  „Je  m'en  tenrai  plus  chiere 
A  trestous  les  jors  de  ma  vie. 
Onques  encore  n^euc  envie 
D'amer  nul  autre  se  vos  non. 

700    Tant  en  ai  01  bon  renon, 

Car  onques  mais  ne  vos  connui; 

Certes,  mout  eureuse  sui 

Qui  dal^s  vos  serrai  sans  presse. 


673  qui.  —  677  gr.  Init.  —  689  {F.).  —   697  gr.  IniL  —  699  amr. 


22 


Ma  volent^s  plus  m'en  apresse 
705    C^onques  mais  ne  fist  nule  fois." 

Lors  s'entreplievissent  lor  fois 

Et  fait  li  uns  l'autre  seur. 

Lors  consellent  tot  a  seur 

La  u  cascuns  mout  les  esgarde,  f.  124 e 

710    N'il  ne  s'en  prendent  nule  garde 

Ca  nului  de  l'ostel  dessiece, 

Ne  ja  por  mes  c'on  lor  asiece 

Par  devant  eis  deseur  la  table, 

Ja  tant  n'iert  biaus  ne  delitable 
715    Qu^il  entendissent  au  mangier. 

Longement  sisent  au  mangier 

Et  si  en  ont  mout  petit  pris. 

Por  noieut  a  Gauvains  apris 

De  l'ostel  l'estre  ne  le  sens, 
720    Envers  li  n'a  il  (na  il)  point  de  sens. 

Hunbaus  qui  Tot  mis  a  escole 

Uamast  as^s  mius  a  Nicole, 

Lui  et  la  damoisele  ensanble, 

Car  lor  contenemens  faus  sanble; 
725    Si  regarde  mout  cele  part, 

De  paor  esprent  et  espart 

Que  tot  Yen  fremissent  li  menbre. 

A  monsignor  Gauvain  n^en  menbre 

Ne  a  cell  qui  les  lui  siet 
730    Por  •!•  pense  qui  mout  lor  siet; 

De  nul  autre  ne  lor  sovient, 

Si  pensent  tant  qu'i  lor  avient 

Qu^il  n'en  porent  lor  cuers  retraire. 

Li  sergant  fönt  les  napes  traire, 
735    Quant  lius  et  termes  et  eure  (fu)  vient 

L'eue  a  bacins  d'argent  lor  vient 

Et  li  toaille  est  tote  preste. 

Cascuns  de  son  mestier  s'apreste 


719  gr.  Ina.  —  720  na  il  nicht  getilgt.  —  728  mbre. 


23 


Si  que  por  messervir  n'ont  coupes. 
740    Cler  et  f[l]airant  en  rices  coupes 

Resont  li  vin  apr^s  port^, 

En  pluissors  lius  sont  deport^ 

Li  Chevalier  grant  piece  apr^s, 

Et  quant  tans  de  coucier  fu  pres, 
745    La  damoisele  s'en  depart. 

Li  sire  s^en  vint  cele  part, 

A{a)ins  que  soit  en  sa  canbre  entree, 

Si  le  detient  devant  Fentree, 

Puis  Fa  par  sa  blance  main  prise: 
750    „Trop  estes,"  fait  il,  „mal  aprise 

Qui  si  cort  congi^  aves  pris 

Au  plus  sage  et  au  mius  apris 

C'on  puist  trouver  nule  partie: 

C'est  eil  dont  vos  estes  pai-tie. 
755    Vos  et  lui  manjastes  ensenble, 

Sei  baisser^s,  car  bon  me  sanble, 

Une  foie  au  congi^  prendre." 

Gauvains  n'i  cuide  riens  mesprendre, 

Mais  -IIII-  fois  et  sans  dangier 
760    L^est  ales  volentiers  baissier^ 

Qu'il  n^i  quide  ga  estre  a  eure.  f.  124f 

—  „Par  tos  (les)  les  sains  que  on  aeure," 

Fait  (li  de)  li  riche[s]  hon  qui  mout  s'ire, 

„Or  est  cestui  trop  plus  que  sire 
765    Qui  de  mon  dit  ne  tient  nul  conte. 

•III-  fois  l'a  baissie  par  conte 

Ma  fille  plus  que  je  ne  dis. 

Or  valut  trop  petit  mes  dis, 

Mais  il  savra  que  je  sai  faire. 
770    Faites  le  tost  des  ielx  desfaire, 

Puis  soit  lancies  en  ma  prison! 


739  mef  feruir.  —  746  firef  en.  —  747  gr.  Init.  —  (F.).  —  753  pui^t. 
—  755  mäjätef.  —  762  euere  (F.).  —  769  gr.  Init.  —  771  läGieUcann  viel- 
leicht auch  [sicie^  gelesen  tverdcn.^  doch  ist  heitn  l  der  Haken  oben  mit  dem  senk- 
rechten Balken  verbunden  und  ettoas  kleiner  als  beim  1  und  der  Abbreviatur. 


24 


Trop  par  a  fait  grant  mesproison, 
Si  Fen  doit  bien  mesavenir. 
Quant  Artus  vaura  ci  venir 

775    Por  moi  mal  faire,  sei  me  face! 
Je  ne  cuit  ja,  armer  m'en  face 
Por  paor  de  tot  son  esfort; 
Viengne  sor  moi,  se  s'en  esfort! 
Car  son  pooi(o)r  gaires  ne  pris." 

780    Lors  fu  mesire  Gauvains  pris 
Et  malmen^s,  si  con  moi  sanble, 
Quant  tot  li  chevalier  ensanble 
Dient  au  signor:  „Mar  le  fais! 
Vos  av^s  mai[n]s  outrages  fais 

785    Dont  nus  a  cestui  ne  s'ataint. 
Ja  mais  ne  seriens  ataint 
Nul  de  nus  en  nule  partie 
Que  lues  n'en  soit  l'ame  partie 
Del  cors  por  ardoir  u  por  pendre. 

790    Hunbaus  ne  vient  mie  despendre 
^aiens  les  ielx  au  ni^s  le  roi. 
On  le  tenroit  a  grant  desroi, 
S'il  i  paioit  si  cier  escot. 
N'a  Cornevallois  ne  Escot 

795    En  cest  pais  que  tel  afaire 

Ne  vausist  mius  penser  que  faire, 
Car  ce  n'est  raissons  ne  droiture." 
Tost  en  fu  li  sire  a  mesure, 
Lu^s  qu'il  entendi  le  raisson 

800    Dont  eil  le  misent  a  raisson 
Qui  li  donnent  loial  consel. 
Et  oiant  tos  et  a  consel 
Parloient  tant  en  cel  enclroit 
Que  mesire  Gauvains  fist  droit 

805    Au  rice  honme  par  lor  esgart. 
„Une  autre  foie  se  gart, 

795  gr,  Init. 


25 


S^il  fait  que  sages,  de  mal  faire/' 

Li  vallet  corent  les  lis  faire, 

Quant  cele  cose  est  pardonnee. 
810    Cele  qui  s'amor  ot  donnee 

A  monsignor  Gauvain  sans  part 

Est  mout  irie  qu'il  s'en  part 

Si  par  tans  de  l'ostel  son  pere,  f.  125  a 

Mais  mout  se  garde  qu'il  n'i  pere; 
815    Et  nequedenc,  cui  qu'il  anuit, 

Tot  a  celee  i  vint  la  nuit 

Les  monsignor  Gauvain  chocier, 

Mais  nen  ot  pas  a  son  coucier 

Meschines  ne  dames  grant  masse. 
820    „Certes,  se  mont  ne  vos  amaisse," 

Fait  cele  qui  les  lui  se  couce, 

„Ja  ne  geusse  en  ceste  coche; 

Car  as^s  grant  fais  en  enbras/' 

Et  eil  le  prent  entre  ses  bras, 
825    Si  jurent  tote  nuit  ensanble, 

—  Mal  garder  fait  avoir  qui  s'anble  — 

Et  quant  ce  vint  a  l'ajorner, 

Que  n'i  ose  plus  demorer, 

Ains  prent  congi^  quant  Taube  crieve, 
830    Durement  a  plorer  s'escrieve 

A  dols  baissieirs  dou  congi^  prendre. 

Li  uns  ne  sait  vers  Fautre  aprendre 

Le  terme  de  lor  asanblee. 

Tot  coiement  et  a  enblee 
835    S'en  est  la  pucele  venue: 

Ensi  est  la  cose  avenue 

Dont  li  cuers  li  bat  et  souslieve. 

Et  mesire  Gauvains  se  lieve, 

Lui  et  Hunbaut  quant  il  fu  jors, 
840    K'il  n'o[n]t  eure  de  lonc  sejors: 


811  monfi'g.   —   813  Se  (F.).   —  820  möt.   —  826  fanbleP.   —  827 
alauefp^r  jorner.  —  833  gr.  Init. 


26 


II  ont  mout  autre  afaire  enpris. 

Des  le  soir  oreiit  congi^  pris; 

Por  Fesfroi  dou  matia  lever 

N'ont  pas  pens^  de  demourer, 
845    Ains  sont  vistement  atorne 

Et  puis  de  leu(e)r  ostel  torn^(e). 

Et  cevaucent  sans  nul  delai, 

Ne  troverent  pas  mal  ne  lai, 

Ne  on  ne  lor  fist  pas  destrece, 
850    Ne  lor  cemins  ne  lor  adrece. 

Onques  cel  jor  ne  trovent  voie, 

Ains  cevaacent,  nus  nes  avoie, 

Par  for^s  et  par  terre  gaste. 

„Certes,"  ce  dist  Hunbaus,  „bien  gaste 
855    Paroles  cius  qui  as  ciens  cort: 

Mius  me  venist  estre  (al)  a  la  cort 

Que  j'eusse  ceste  oire  enpris. 

Se  vos  fuissi^s  ore  ersoir  pris 

Et  rüds  en   •!•   prison, 
860    Poi  valust  ore  Taprison 

Que  je  fis  ersoir  au  venir." 

—  „Tot  §0  nos  ert  a  avenir," 

Ce  dist  Gauvains,  „ne  vos  tames! 
Encor  ne  sonmes  entam^s, 
865    La  merchi  Diu,  n^en  cors  n'en  menbre,  f.  125b 

Mais  j'ai  grant  fain,  de  90  me  menbre, 
Et  si  n'est  pas  encore  tierce." 

—  „-II-  jornees  et  puis  la  tierce," 
Ce  dist  Hunbaus,  „nos  covient  faire, 

870    Ains  c'on  paraut  de  tel  afaire. 


844  pere  de  mo  n  uer,  das  r  in  pere  sieht  c  oder  t  sehr  ähnlich; 
xtvischen  mo  n  und  xwischen  n  uer  ist  je  Platx  für  einen  senkrechte7i 
Balken.  —  845  iuftement.  —  846  pui^.  —  847  Et  vielleicht  OR;  am  An- 
fang der  Zeile  wird  für  Et  die  unxiale  Ligatur.,  aus  welcher  unser  &  ent- 
standen ist,  gehraucht,  und  ebenso  wird  für  OR  die  unxiale  Ligatur  an- 
geicendct^  die  der  ersten  sehr  ähnelt.  —  848  tai.  —  849  for.  —  857  gr. 
Init.  —  863  Cremes.  —  870  9. 


27 


Kar  parlers  est  painne  gastee. 
Ves  con[me]  la  terre  est  gastee, 
Ves  qu'il  n'i  a  maison  ne  bourde. 
De  mout  [grant]  folie  s'enborde, 

875    Sans  ce  que  je  de  rien  n'en  mente, 
Qui  de  tel  cose  se  demente 
De  coi  nus  ne  li  puet  aidier. 
Bien  vos  devroit  ramenbrer  d^ier 
Que  je  vos  dissoie  au  venir: 

880    Ains  ne  vos  en  pot  souvenir 

Ersoir,  quant  li  besoins  en  fust." 
—  „Hunbaut,  je  ne  sui  pas  de  fust/^ 
Ce  li  dist  Gauvains,  „ne  de  fer. 
Mout  eust  [eu]  euer  d'enfer 

885    Qui  les  la  pucele  seist, 

Qui  nel  proiast  et  requessist, 

S'il  n^entendist  a  sa  raisson." 

Ce  dist  Hunbaus:  „Mout  grant  raisson 

Vos  fist  et  si'n  ot  grant  merchi, 

890    Et  je  de  bon  euer  Pen  merchi 
De  CO  que  vos  ses  amis  estes." 
„Honbaut,  je  sai  bien  u  vos  estes(t)," 
Dist  Gauvains,  „et  que  vos  pens^s. 
D'autre  cose  (vos)  vos  apens^s, 

895    Car  n'(i)  estes  pas  bien  asen^s, 
Vos  en  serr^  por  fol  mends." 
Hunbaus  li  dist:  „Itant  vos  di.*^ 
Atant  fu  pres  de  miedi, 
Et  cevaucent  andoi  ensanble. 

900    Mais  a  monsignor  Gauvain  sanble 
Li  jornee  anüeuse  et  grieve. 
Li  jeuner  forment  li  grieve, 
Qu'il  n'avoit  preu  mangie  la  nuit, 
Ne  quidies  pas  que  lui  n'anuit! 


872  9.   —  884  {F.).   —  887  gr.  Inü.   —  896  "^^nes,  d.  h.  me  vom 
Schreiber  über  der  Zeile  nachgetragen  —   v^.  —  897  oi. 


28 


905    Et  vit  enpr^s  miedi  bas 

En  bois  •!•  furniere  [en]  bas 

Puis  si  recrut  tant  que  haut  lieve. 

De  joie  li  cuers  li  souslieve 

Tot  maintenant  qu'il  Fa  veue, 
910    Et  si  ert  long  •!•  vene, 

Mais  grant  talent  a  qu'il  i  viengne. 

„Hunbaut,"  fait  il,  „que  que  aviegne, 

Vers  cele  fum[i]ere  vel  traire. 

Aueuns  a  ocis  bieste  a  traire, 
915    Si  fait  hastes  el  carbonnier 

U  boskillon  u  carbonnier 

[Et]  si  fait  feu  dejoste  s'euvre.  f.  125  c 

Se  cortoisie  point  i  ovre, 

De  mangier  i  avrai  consel." 
920    Et  dist  Hunbaus:  „L'aler  consel, 

Mais  n'i  faites  d'outrage  point!" 

A  tant  mesire  Gauvains  point 

Sor  son  ceval  qui  tost  le  porte, 

N^i  trove  pont,  mal  pas  ne  porte, 
925    Ains  vint  au  feu,  esgarde  et  voit 

Que  -II-  vall^s  entor  avoit 

Et  si  cuisoit  cascuns  sa  hast[e]. 

Gauvains  de  tost  aler  se  haste, 

Qu'il  n^a  eure  de  retorner; 
930    La  haste  vit  au  feu  torner, 

Ce  ne  li  doit  pas  desseir. 

Et  vit  •!•  Chevalier  seir 

En   •!•  löge  de  biaus  rains. 

Ne  vint  pas  trop  a  daherains 
935    Por  estre  au  biel  disner  asis. 

Vallet  servoient  dusqu^a  -VI-, 

Si  trencent  li  doi  devant  lui, 

Par  degouste  lui  est  celui 


906  (F.).  —  907  PLi^  lire  cuut.  —  912  gr.  Init.  —  922  Joint.  — 
925  gr.  Init.  —  933  Et,  d.  h.  die  halbunxiale  Ligatur  wie  847,  icährend 
in  der  Zeile  darüber  (932)   die  Abbreviatur  y  gerade  wie  in  846  steht. 


29 

Qui  servoit  d'une  rice  cope. 
940    Gauvains  de  rien  ne  Ten  encope 

De  ce  qu'a  biel  mangier  se  siet, 

Ains  li  agree  mout  et  siet, 

Car  bien  en  cuide  avoir  se  part. 

Tot  erraoment  vint  cele  par[t] 
945    L'anbleure,  non  pas  le  saut 

Et  dist  au  signor:  „Dius  vos  saut 

Qui  del  ciel  a  la  terre  ataint! 

Vos  av^s  vostre  cierf  ataint 

Oveuc  mon  eus  en  bon  endroit, 
950    Car  j'en  mangerai  or  endroit 

Mout  volentiers,  se  il  vos  siet." 

Et  eil  qui  en  la  löge  siet 

Ne  dist  rien,  ains  baisse  le  cief. 

Et  Gauvains  est  en  grant  mescief, 
955    Car  li  fains  mout  forment  li  grieve 

Et  plus  au  double  li  engrieve 

Dou  mangier  que  il  voit  tot  prest. 

„Certes,"  fait  il,  „n'a  don  n'a  prest, 

Ne  por  argent  ne  por  or  fin 
960    Ne  truis  que  mangier  cest  matin, 

S'ai  jun^  a  malaisse  au  caut." 

—  „Mal  debait  ait  qui  il  [en]  caut," 
Fait  eil  qui  ert  dedens  la  löge. 
„Al^s  vos  ent!  190  vos  lo  ge, 

965    Car  n'enterr^s  pas  9a  dedens, 

Ne  n'en  metr^s  rien  en  vos  dens, 
Par  Diu,  qui  de  9aens  vos  viengn[e]!" 

—  „D'onnor  avoir  vos  resouviene,'' 

Fait  mesire  Gauvains,  „biaus  sire!"  f.  125 d 

970    Au  Chevalier.     Et  eil  s'aire, 
Si  Tapiele  mesiel  dejet. 
D'un  conti el  li  a  fait  -I-  get, 


949  0  neue  (F.).  —  958  Ceftes  (F.).  —  961  aucant.  —  967  —  68  Das 
Blatt  ist  von  hier  bis  an  den  unteren  Rand  schief  abgeschnitten ,  diesem 
Schnitt  ist  das  -e  von  viengne  %um,  Opfer  gefallen.  —  968  Auoj  donnor. 


30 


Mais  il  failli,  a  mon  avis: 

Le  ceval  fiert  enmi  le  vis 
975    Qu'il  le  iist  reuser  ariere. 

„Certes,"  ce  dist  Gauvains,  „je  iere 

Plus  pres  de  vos,  se  onques  puis." 

Lors  jete  jus  ariere,  puis 

Enmi  la  foillie  s'avance 
980    Et  li  chevaus  sous  lui  s^elance 

Dus[c']  au  cief  de  la  löge  amont; 

Puis  jure  tos  les  sains  dou  mont 

Qu'il  l'ocirra  a  ses   -ii-  mains. 

Par  le  tenple  le  prist  as  mains, 
985    [Traist  V]  -xi-  pas  u  plus,  je  cuic, 

Et  trove  au  feu  •!•  haste  cuit: 

Au  premier  tor  que  il  descent, 

Grans  cos  li  donne  plus  de  cent 

Et  par  le  col  et  par  le  vis 
990    Qu^en  pluissours  lius,  ce  m'est  avis, 

Est  des  kenes  li  cuirs  partis. 

Li  escuier  sont  departi, 

Fuiant  s^en  vont  parmi  la  lande. 

N'ot  mius  batu  dusqu^en  lUande 
995    Qu'est  eil,  quant  Gauvains  l'a  laisi^. 

Fuiant  s'en  vait  tos(t)  eslaissi^ 

Parmi  la  lande  a  esperon. 

Ensi  conme  nos  esperon, 

Bien  puet  Gauvains  mangier  sans  presse, 
1000    Cil  ne  li  fera  hui  mais  presse. 

Cascuns  a  esperons  en  pont. 

De  lor  harnas  n'en  portent  point 

Ne  grant  ne  peu,  n^auques  ne  mains. 

Quant  Gauvains  ot  lav^  ses  mains, 
1005    A  le  touaille  les  essuie 

Qui  n'avoit  pas  color  de  suie, 


976  jere.  —  991  licuers.  —  995  Q  —  lafaifie  (F.)  —   997  gr.  Init. 
1005  elTuee.  —  1006  dilTuie. 


31 

Ains  ert  blance  con  flors  de  lis 


Blanc  et  biel  et  bien  fait  et  tendre. 
1010    Ne  li  estuet  gaires  estendre 

Ses  mains  por  avenir  au  vin. 

Ne  parol  pas  conme  devin, 

Car  li  baril  sont  les  lui  piain. 

Honbaus  vient  les  galos  a  piain 
1015    Qui  de  lonc  ot  d^une  veue 

Tote  la  bataille  veue, 

Et  por  cele  okison  se  haste. 

Gauvains  avoit  trovä  •!•  haste 

De  cerf  bien  cuit  endroit  la  longne, 
1020    Ne  sai  que  vos  en  face  alonge, 

S'en  trence  la  u  mius  li  siet. 

Honbaus  voit  bien  con  il  se  siet  f.  125  e 

Et  conment  ciel  sont  departi 

Et  tos  les  cols  qu^il  departi. 
1025    Bien  connoist  celui  quis  en  port[e]. 

Saci^s  que  pas  ne  s^en  deporte 

Et  por  •!•  poi  d^ire  n^esrage. 

„Derverie  av^s  fait  et  rage," 

Fait  eil,  quant  il  i  est  venu; 
1030    „Sav^s  que  vos  est  avenu? 

Nenil,  certes,  nel  sav^s  pas." 

Gauvains  s'en  rist  en  es  les  pas, 

Se  li  a  dit:  „Jel  cuit  savoir. 

Et  si  cuit  avoir  fait  savoir, 
1035    C'al  biel  mangier  sui  enbatu, 

Si  a  •!•  enfrum  bien  batu 

Qui  vers  moi  avoit  entrepris." 

—  „A  mal  eur  en  fust  drois  pris," 

Ce  dist  Hunbaus,  „ici  endroit. 
1040    II  s'en  i  venrrai  or  endroit, 


1021  auf  nächster  Seite  oben  wiederholt.'—  1023  Tont*.  —  1025  gr.  Init. 
—  1040  u'rrai ,  was  vielleicht  auch  verrai  gelesen  werden  darf  d.  h.  die 
Ahkürxung  ist  mit  er  aufzulösen.     Das  -i  ist  nachträglieh  eingeflickt. 


32 


Ja  s^en  est  al^s  porchacier. 

II  vient  ci  bien  souvent  chacier 

Et  por  berser  et  por  esbatre. 

Ainc  mais  nus  hon  ne  Fosa  batre, 
1045    Car  tote  est  soie  la  contree. 

Nos  avons  mes  hui  encontree 

Une  aventure  sans  confort. 

Ves  ci  un  sien  castiel  mout  for[t] 

Par  dalds  vos  ci  a  senestre! 
1050    Se  vos  connuissi^s  bien  son  estre, 

Ausi  bien  conme  je  cuit  faire, 

Ne  vos  tenist  de  lui  maufaire 

Por  jeuner  dusqu'a  demain; 

Qu'encor  avons,  jel  preng(ent)  en  main, 
1055    De  nostre  oire  a  faire   •!•  fort  poi[n]t, 

Car  ja  n^avrons  de  vaissiel  point 

Qui  outre  ces  illes  nos  port, 

Se  nos  nel  prendons  a  •!•  port 

D^un  castiel  qui  siens  est  tot  cuite. 
1060    Et  quant  sa  venisons  fu  cuite, 

Se  d^els  vos  fuissi^s  esbatu, 

Que  vos  ne  Feussi^s  batu 

Ce  ne  fust  mie  grans  mervelle." 

Quant  Gauvains  Tot,  mout  s^esmervel[l]e 
1065    Que  eil  ert  de  si  grant  esfort, 

Et  dist  Hunbaut:  „Je  vos  esfort 

De  mangier  o  moi,  s'il  vos  siet." 

Et  il  tantost  les  lui  s'asiet 

Si  manjuent  andoi  ensanble 
1070    Et  boivent  tant  con  bon  lor  sanble. 

Quant  dou  mangier  ont  as^s  pris, 

Gauvains  a  [a]  Hunbaut  apris 

Uoutrage  qu'il  li  avoit  fait.  f.  125  f 

Dist  Hunbaus:  „Gauvains,  c'est  forfais 


1053  gr.  Init.  —   1054  pnget.   —   1064  {F.).   —   1066  HunbauT.   — 
1068  fafifift  (F.).  —  1069  maijuent  {F.).  —  1072  {F.). 


33 


1075    Quant  chevalier  aventure  .... 
Bien  aues  widie  lame 
Ce  po^s  vos  Sans  faille  croire: 
N'en  seuissi^s  a  honme  acroire 
Que  si  tost  le  vos  ait  rendu. 

1080    Miaus  vauroit  estre  blans  rendu 
U  metre  a  Tespaulle  le  crois, 
Qu'il  ne(l)  face  de  lance  escrois. 
Ja  le  venr^s  venir  poingnant, 
Si  Faportera  mout  poignanf 

1085    Dist  Gauvains:  „Bien  [me]  reconfort, 
Car  mes  haubers  est  as^s  fort." 
Et  dist  Hunbaus:  „Tant  vaut  11  mius. 
II  en  ert  bien  et  tans  et  lius 
Dusqu^a  cort  terme  sans  prolonge 

1090    De  fer  de  lance  (san)  de  Gascoingne. 
Vint  ans  avant  ne  le  connui." 
Ensi  s^en  vont  parlant  andui 
A  a[us]  seus  parmi  la  contree, 
Que  aventure  n'ont  trovee 

1095    Ne  hon[rae]  veu  Ions  ne  pres, 

Ai[n]s  fu  bien  nonne  •!•  poi  apr^s. 
Senpres  Hunbaus  ariere  garde 
De  cele  part  dont  il  se  garde, 
Tant  que  Ions  a  une  veu[e] 

1100    A   •!•  grant  route  veue, 

Qui  a  grant  esploit  les  apresse. 
De  Chevaliers  i  ot  grant  presse, 
Et  venoient  tot  a  desroi, 
Si  ne  tinrent  mie  conroi, 

1105    Et  sont  -C-,  les  hyames  laissi^s, 
Qui  ont  trestot  les  frains  laissi^s, 
Si  vinrent  der  par  la  canpaingne. 
Devant  sor  •!•  ceval  d'Espaingne 
Vient  eil  ki  fu  batus  dou  haste, 


1085  {F.).  —  1086  fori.  —  1093  A  a  feus.  —  1109  gr.  Init. 
Stürzinger,  Hunbaut.  3 


34 


1110    Devant  les  autres  vint  en  haste, 

Si  ne  tient  ne  cemin  ne  voie. 

„Ciertes,"  dist  Honbaus,  „tote  voie 

Revint  l'afaire,  a  mon  avis." 

Et  Gauvains  a  torne  son  vis, 
1115    Ariere  voit  de  soi  venir. 

„Ja  seron  mis  au  cou venir," 

Fait  il,  „par  saint  Piere,  Fapostele; 

Ja  n^en  porteront  rien  del  nostre, 

Ains  avrai  feri  de  ma  lance 
1120    Au  mains  celui  qui  si  s'avance 

Devant  les  autres  9a  endroi[t]." 

Ce  respont  Honbaus:  „II  vauroit 

Qu^il  vos  eust  pie9'a  ataint. 

Vos  li  av^s  parti  et  taint 
1125    Le  cuir  desus  d^une  ardant  haste.  f.  126a 

II  n^en  puet  nient,  se  il  se  haste; 

Car  vos  Fav^s  mout  bien  servi 

A  son  mangier  et  deservi 

Le  gerredon  qu'il  nos  aporte." 
1130    —  „Entre  nos  -II-  n'a  pont  ne  porte," 

Ce  dist  Gauvains,  „ne  nul  mal  pas, 

Ne  je  n^i  fuirai  ja  piain  pas." 

—  „Ci  couvient  faire  u  un  u  el; 

Cis  jus  n^est  pas  partis  uel," 
1135    Ce  dist  Hunbaus  qui  set  entendre; 

„Chevauci^s  seuls,  jel  vel  atendre. 

S^il  sofre  que  je  Faraisson, 

Je  li  dirai  tant  de  raisson 

Que  j'abatra  tot  cest  desroi. 
1140    Se  je  n'en  puis  prendre  eonroi, 

A  vos  m'en  revenrai  les  saus, 

Et  souferrai  tos  lor  asaus, 

Et  je  et  vos,  ce  vos  recort." 


1116  lo.  —  1124  V9.  _  1129  gredö.  —  1134  nee  —  v  el.  —  1135 
gr.  Init.   —  1141  m.  —  1143  jenof. 


35 


—  Et  dist  Gauvains:  „Bien  m'i  acort." 
1145    Adont  Gauvains  de  lui  se  pari 

Honbaus  oire  de  Fautre  part, 

Que  nus  a  lui  ne  s^aconpaigne. 

Et  li  sires  de  la  conpaigne 

Guide,  quant  eil  li  vient  encontre, 
1150    Qu'il  doie  faire  beF  encontre 

A  lui  et  a  tote  sa  route. 

Bon  li  est,  adonc  se  deroute, 

Tres  devant  les  autres  se  lance. 

Hunbaus  ne  baisse  pas  sa  lance 
1155    Ne  s'aleure  point  n^esforce, 

K^il  vit  venir  mout  pres  la  force 

Dou  conroi  qu'il  avoit  laissid. 

Et  eil  venoit  tos  eslaissi^ 

Qui  avoit  bonne  arieregarde. 
1160    Et  dist  Hunbaus  qui  le  regarde: 

„Est  por  moi  faite  ceste  cache? 

Sui  je  donc  eil  cui  on  decace?" 

Adont  li  respont  li  rice  honme: 

„De  tos  les  apostres  de  Ronme, 
1165    Hunbaut,  soi^s  vos  bien  venu, 

Se  vos  mon  anemi  veu 

Ai^s  ensi  en  conduit  pris." 

—  „Vos  perd^s  hui  honnor  et  pris," 
Fait  Hunbaus  qui  ne  se  fai[n]t  point. 

1170    Tant  eil  [ont]  galop^  et  point 

Qui  aprds  vienent,  ce  me  sanble, 

Qu'il  sont  venu  trestout  ensanble, 

Si  ot  Chevaliers  •!•  masse. 

„Certes,  se  tant  ne  vos  amaisse," 
1175    Fait  Hunbaus,  „vos  et  vostre  gent, 

Por  nul  avoir  d'or  ne  d'argent 

Ne  vos  venisse  je  loer,  f.  126b 

Que  (a)  vos  a  cel  c'on  doit  loer 


1156  xweimal.  —   1159  gr.  Init.  —  1164  Roume  {?).  —  1169  {F.). 

3* 


36 


Sor  tos  les  Chevaliers  a  droit, 

1180    Or  faites  et  raison  et  droit 
De  vostre  entrepresure  fole. 
L'amors  que  j'ai  vers  vos  m'afole, 
Qui  or  s'i  aper[t]  et  aeuvre. 
Ahi!  Ahi!  fu  ce  biele  ouvre 

1185    Que  •!•  dingner  escondesistes 
Monsignor  Gauvain  et  desistes 
Tels  mos  qui  n'ont  mie  recort? 
Nul  point  a  vos  ne  m'en  acort, 
Ne  si  n'en  faic  pas  biele  eiere. 

1190    Trop  a  eil  sa  viande  chiere 
Qui  a  tel  vasal  Fescondit. 
Certes  non  a,  jo  ai  mal  dit, 
Puis  qu'il  en  fait  honte  et  laidure. 
Dolors  trespasse  et  honte  dure 

1195    A  honme  qui  n'entent  raisson. 
Et  quant  il  n^est  mis  a  raisson 
Et  il  fu  sor  vos  enbatu, 
Si  Feussi^s  vos  lu^s  batu, 
Se  vos  peussi^s  plus  de  lui; 

1200    Et  le  ceval  qui  ert  sous  lui 
Fesistes  vos  tot  cancheler 
D^m  de  vos  caus;  nel  quier  celer 
Que  vostre  en  est  la  mesproisson. 
Issi  me  gart  Dius  de  prison  .  .  .  ." 

1205    —  „Tuit  le  devons  mouteplier. 
Bien  doit  eil  son  gage  ploier 
Au  bon  Chevalier  sans  atendre," 
Font  tuit  li  Chevalier,  „car  tendre 
Doit  son  gage  qui  a  mespris. 

1210    Tant  est  cortois  et  bien  apris 

Mesire  Gauvains,  ce  nos  sanble," 
Font  tuit  li  chevalier  ensanble, 
„Qu'a  monsignor  fera  acorde." 


1188  ra.  —  1193  gr.  Init.  —  1205  mrtepUer.  —  1206  b'. 


37 

—  „Ja  Dius  ne  sa  mesericorde 
1215    En  paradis  ne  me  consente, 

Quant  ja  tenrai  cemin  ne  sente," 

Fait  Hunbaus,  „en  ce  porchacie[r]. 

On  ne  deust  mie  chacier 

Le  mius  vaillant  qui  or  soit  vis, 
1220    C'est  bien  a  tot  le  mont  avis, 

Por  ce,  s'en  a  vers  lui  mespris. 

Se  il  fust  ore  mors  u  pris, 

Encor  en  fust  tenu  grans  conte." 

Tant  a  Hunbaus  cont^  son  conte 
1225    De  sa  parole  tote  voie 

Qu'a  monsignor  Gauvain  envoie 

•II-  suens  Chevalier  el  mesage, 

Qui  mout  furent  cortois  et  sage 

Et  bien  parlant  en  pluissors  cors;  f.  126  c 

1230    Et  vont  de  lor  cevaus  le  cors, 

Tant  qu'il  viennent  en  es  le  pas 

A  Gauvain  qui  ne  s'en  fuit  pas; 

Se  li  ont  le  cose  contee, 

Con  11  sire  de  la  contree 
1235    Li  offre  droit,  s'il  le  veut  prendre. 

Et  dist  Gauvains:  „Bien  doit  mesprendre 

Qui  si  tost  cuide  pais  avoir. 

Por  plainne  une  maison  d'avoir 

N^en  prendroie  je  droit  ne  paie. 
1240    Or  sui  enfes  cui  on  apaie: 

Prenge  -I-  oisiel,  si  le  me  baut. 

Or  me  po^s  dire  Hunbaut, 

C^on  le  doit  prisier  et  amer, 

Quant  si  m^ose  le  pais  loer. 
1245    Je  le  ferai,  se  bon  li  sanble." 

Cil  s'en  tornent  ariere  ensanble, 

Se  li  recontent  sans  prolonge. 

„Gauvains,  por  mius  saillir  s'eslongne," 


1217  {F.).  —  1218  V.  —  1241  P  enge.  —  1248  faill*. 


38 


Pensa  Hunbaus,  mais  nel  dist  pas. 
1250    Apr^s  lui  vait  plus  que  le  pas 

Por  le  proiere  del  rice  honme. 

Que  diroie?  c'en  est  la  sonme: 

Hunbaus  les  a  fait  acorder 

Tot  erranment  sans  demorer. 
1255    Quant  Gauvaius  vint,  tant  Ten  aborde 

Que  pais  a  fait  por  ce  recorde 

Et  ami  mantenant  devienent. 

A  •!•  castiel  ensenble  vienent^ 

U  li  sires  les  herberga, 
1260    Joie  et  deduit  por  eis  mena. 

Et  90  lor  fu  joie  et  deport 

Que  li  castials  fu  sor  le  port 

U  il  doivent  la  mer  passer. 

Ne  vos  i  vel  riens  trespasser 
1265    Ne  querre  qu^i  mentir  me  loisse. 

Li  castials  siet  sor  la  faloise, 

Si  que  la  mers  bat  tot  entor 

As  murs  de  piere  et  a  la  tor. 

Ne  sai  que  deu  los  m^entremeche : 
1270    De  Damas  et  de  Damiete, 

De  ßarlet,  de  Constantinoble 

I  vient  la  marcandisse  noble 

Et  vient  et  par  nuit  et  par  jor. 

Cil  n'ont  eure  de  lonc  sejor 
1275    Qui  veulent  faire  lor  mesage, 

Ains  fönt  atorner  lor  passage 

Ki  mout  est  bien  a  lor  talent. 

Por  ce  que  mius  lor  atalent 

Et  que  plus  en  aient  deport, 
1280    Ses  ont  men^s  a  si   droit  port 

Con  s^il  l'eussent  souhaidi^.  f.  126  d 

I  pert  que  Dius  lor  a  aidi^ 

U  qu'aventure  les  amainne; 


1251  gr.  Init  —   1255  Que  {F).  —  1257  demenent.  —  1267  murs. 


39 


Car  il  ont  vent  qui  les  en  mainne 
1285    L^endemain,  lu^s  que  il  ajorne, 

En  la  vile  u  li  rois  sejorne, 

A  cui  il  furent  envoi^. 

II  sont  as^s  bien  avoi^ 

De  faire  par  tans  lor  mesage. 
1290    Et  eil  qui  sont  de  la  mer  sage 

Les  metent  fors;  qu'il  le  conmandent, 

Et  apr^s  lor  armes  demandent. 

Et  quant  [sont]  arm^  de  lor  armes, 

Uns  Chevalier  prent  as  enarmes 
1295    Son  escu  et  sa  lance  drece, 

Vers  monsignor  Gauvain  s'adrece 

Et  de  joster  a  lui  s^atorne. 

Trestout  erranment  Hunbaus  torne 

Son  escu  devers  cele  part 
1300    Et  mesire  Gauvains  s'en  part 

De  Hunbaut,  por  joster  a  lui. 

Endementres  si  vit  celui 

L'escu  Hunbaut,  si  se  tint  coi. 

Et  dist  Gauvains:  „Hun[baut],  por  coi 
1305    Ne  vient  mais  eil  si  con  il  vint?^' 

—  „Sire,"  ce  dist  Hunbaus,  „qu'il  vint 

Mon  escu  de  lonc  aviser. 

11  le  devroit  bien  deviser 

Et  moi  connostre  par  raisson. 
1310    Certes,  il  est  mout  gentius  hom, 

Par  foi,  et  durement  riebe  honme. 

Ve^s  vos  la  devant  cel  honme 

Devers  nostre  chemin  senestre? 

Son  ceval  tint  illuec  en  destre 
1315    Tres  le  matin  dusqu'al  midi, 

Et  il,  tos  arm^s  autresi, 

Est  dal^s  sor  •!•  palefroi. 


1285  gr.  Init.  —  1293  {F.).  —  1302  fiiiieiit.  —  1304  Hun.  G.  {F.)  ~ 
1305  lüut.  —  1306  fint. 


40 


En  grant  entente  et  en  esfroi 

Atent  illueques  por  joster, 
1320    Qu'il  li  estuet  cel  port  garder. 

S'il  a  ensoigne  tote  voie, 

Chevalier  po  lui  i  envoie. 

Ensifaitement  se  contint, 

Car  rente  bone  et  rice  en  tint, 
1325    Qu^il  en  tel  maniere  desert, 

Ne  le  roi  autrement  ne  sert. 

Et  se  Chevalier  a  cest  port 

Arive,  qui  ses  armes  port, 

Si  con  nos  faisons  or  endroit, 
1330    II  jostera,  car  c^est  son  droit, 

A  cel  Chevalier  qui  la  vient. 

Li  ques  qui  chaie,  si  couvient 

Que  Fabatus  son  ceval  perde.  f.  126 e 

Ne  s^esbahisse  pas  ne  perde, 
1335    Qui  ceste  terre  vint  savoir. 

De  mainte  aventure  savoir 

Li  couvient,  ains  qu'il  Fait  acointe; 

Et  puis  n'i  ara  ja  si  cointe 

Qui  une  fois  i  ait  est^, 
1340    Soit  en  iver  soit  en  est^, 

Qui  li  face  anui  ne  asaut, 

Ne  die  pis  que:  „Dius  vos  saut!" 

En  ceste  terre  s^il  i  vient. 

Mais  a  premiers,  se  li  couvient 
1345    Soufrir  maiote  dure  aventure. 

Qui'n  escape,  c'est  aventure, 

Bien  le  savr^s  ens  el  jor  d^ui." 

Ensi  s^en  vont  parlant  andui, 

Tant  qu^il  ont  celui  aproci6 
1350    Qui  sels  vient,  le  hiame  laci^, 

Si  se  fist  mout  de  parier  baut: 


1322  polui.  —  1324  tente  oder  terre?  {F.).  —  1332  qf  —  chaje.  — 
1345  gr.  Mit.  —  1346  Qui  en. 


41 


„Bien  puist  estre  venus  Hunbaut," 
Fait  il,  „conme  li  miens  amis! 
Et  eil  Chevaliers  qui  s'est  mis 
1355    En  cest  pais,  puet  bien  savoir 
Que  je  doi  son  ceval  avoir, 
Se  le  puis  de  ma  lance  abatre." 

—  „Trop  po^s  vostre  cief  abatre," 
Ce  dist  Hunbaus,  „ici  endroit. 

1360    Bien  i  aver^s  vostre  droit 

Par  aventure  encore  anuit. 

Mais  soufr^s  tant,  ne  vos  anuit, 

Que  nos  soions  ci  retorn^, 

Et  vos  avrons  si  atorn^ 
1365    Que  nos  fer^s  nostre  creant." 

Et  eil  respont:  „Je  le  creant." 

II  s'en  vont  outre  et  eil  remaint, 

Tant  que  Hunbaut  le  li  ramaint, 

Celui  qui  sa  droiture  en  porte, 
1370    Et  chevaucent  dusqu'a  la  porte 

De  la  citd  qui  fu  ouverte. 

Une  grant  fosse  descouverte 

Trovent  a  destre  de  la  voie. 

Uns  escaciers  que  Dius  ne  voie 
1375    Siet  sor  •!•  ais  tot  droit  en  mi 

Qui  ot  de  le  pi^  et  demi, 

—  Car  je  sai  tote  la  mesure  — 
Mais  mout  fu  longe  a  desmesure; 
Si  voit  en  mi  liu  Fescacier 

1380    Que  on  devroit  as  eins  kacier 

U  mout  plus  haut  qu'  •!•  autre  pendre. 

Car  se  il  pooit  bien  despendre 

Par  felenie  et  metre  a  eus, 

II  destanroit  tot  le  mont  lu^s; 
1385    Tant  par  est  fei  qu^il  ne  se  croit.  f.  126  f 

„Hunbaut,"  fait  il,  „se  eil  acroit 


1365  gr.  Init  —  1375  Seit.  —  1376  Mon  enfient.  —  1381  9,  also  con. 


42 


A  moi  ce  que  me  doit  paier, 
Dont  me  doit  il  mout  anuier. 
Mon  droit  li  vel  amentevoir, 
1390    Encant  li  vel  faire  savoir." 

—  „Ha!'^  fait  Hunbaut,  „dols  debonaire, 
Car  DOS  soufrds  dusqu'al  repaire, 

Car  DOS  revenrons  or  endroit, 
Puis  si  aver^s  vostre  droit. 
1395    Si  soufr^s  tant,  vostre  merchi!" 

—  „Ja  Dius  puis  n'ait  de  moi  merci," 
Fait  eil,  „quant  9a  serr^s  creu(s)! 

Je  Tai  jadis  a  tel  creu(s) 

Par  tel  los  et  par  tel  consel. 
1400    Je  nel  te  di  mie  a  consel, 

Car  on  me  menti  de  couvent; 

Et  j^en  a  fait  mon  sairement 

Que  nel  croirai  sifaitement. 

S'or  m'en  prioient  li  couvent 
1405    De  Cleresvaus,  neis  Fab^, 

N'en  ferai  apr^s  lui  ab^ 

Por  nule  rien  que  je  te  croie: 

De  90  vel  je  bien  c'on  me  croie." 

Et  Gauvains  respont  a  droiture: 
1410    „Hunbaus,  quels  est  cele  droiture 

Que  j'oi  a  cel  vilain  clamer? 

Je  ne  vel  qu'il  se  voist  clamer 

A  autrui  n'il  ne  li  couvient." 

„Quant  Chevaliers  estranges  vient," 
1415    Fait  Hunbaus,  „parmi  cel  trespas, 

II  n'ira  ja  avant  •!•  pas, 

Se  a  cest  eschacier  ne  ribe. 

Et  por  atendre  ceste  ribe 

Siet  sor  cele  ais  au  lonc  del  jor 
1420    Tot  a  riot  et  a  sejor, 

Car  mout  i  a  peril  et  doute, 


1394  fa.  —  1395  gr.  Init.  —  1396  mrci.  —  1397  fa  (F.).]—  1410  qff. 


43 


Et  cascuns  Chevaliers  se  doute 

Que  del  riber  ne  li  meschee; 

Car  il  couvien  que  li  uns  cee 
1425    En  cele  grant  fosse  parfonde." 

„Et  Dius  icest  vilain  confonde," 

Fait  Gauvains,  „quant  il  ici  maint, 

Et  tel  ribeor  li  amaint 

Qui  ens  le  jece  tot  envers. 
1430    Mius  vauroie  estre  blans  convers 

Que  il  m'abatist  a  sa  borde." 

„Or  ne  le  ten^s  mie  a  borde," 

Fait  Hunbaus,  „car  riber  couvient." 

Adont  mesire  Gauvains  vient 
1435    Sor  le  plance  le  petit  pas, 

Mais  Teschaciers  nel  doute  p[a]s, 

Qui  cele  hart  a  souvent  torse.  t  127  a 

Et  Gauvains  grant  cop  li  entoise, 

Del  pi^  mout  tres  grant  cop  i  fiert 
1440    Si  con  a  tel  ouvraingne  afiert, 

Car  mervelles  li  plot  et  sist 

Que  eil  qui  sor  le  plance  sist 

Cai  la  teste  avant  el  tai. 

„Certes,"  ce  dist  Gauvains,  „je  t^ai 
1445    Fait  le  droiture  et  la  raisson 

Dont  tu  me  mesis  a  raisson." 

—  „Voirs  est,"  fait  Hunbaus,  „remont^s! 

Li  eschaciers  est  remont^s 

De  son  seoir,  si  con  moi  sanble.'^ 
1450    Puis  s'en  vont  en  la  vile  ensanble, 

U  point  de  ricece  ne  faut. 

Joie,  envoisseure  ne  baut 

Trovent  a  plent^  par  la  rue. 

D^autresi  lonc  conme  Pon  rue 
1455    De  mangonniel  et  de  periere, 

Leur  crie  •!•  pautonniers  deriere 


1425  gr.  Init.  —  1432  porde  {K).  —  1436  (F.). 


44 


Que  Dius  le[s]  destruie  et  confonde, 

Et  si  les  signe  d^une  fonde 

Si  pres  d'els,  mais  ne  toce  pas. 
1460    Et  il  s'en  vont  plus  que  le  pas 

Tot  droit  vers  le  castiel  amont. 

II  n'ot  mius  atorn^  el  mont 

Ne  plus  rice  ne  mius  seaat, 

Et  trovent  •!•   vilain  seant 
1465    A  senestre  dev^ers  le  porte, 

Et  •!•  gar9ons  la  li(a)  aporte 

Entre  ses  -II-  mains  •!•  hace. 

„Hunbaus,"  fait  il,  „qui  qui  me  hace, 

De  cestui  vel  avoir  mes  drois." 
1470    Deseur  (mes)  ses  pi^s  se  drece  drois, 

Si  ne  vit  point  de  l'autre  part. 

ßien  sanble  honme  de  male  part, 

Grans  ert  et  noirs,  lais  et  hideus. 

Les  Chevaliers  esgarde  ansdeus, 
1475    Si  lor  devie[e]  mout  la  voie. 

Hunbaut  li  prie  tote  voie 

Que  dusqu'al  (al)  revennir  atende. 

Cil  ne  fait  sanblant  qu'il  l'entende. 

II  tint  se  hace  entre  ses  mains. 
1480    Et  dist  Gauvains:  „U  plus  u  mains 

En  ferons  ici  orendroit, 

—  Cil  demande  ne  sai  quel  droit  — 

Ains  que  de  ci  soiens  parti." 

Et  dist  Hunbaus:  „-I-  ju  parti 
1485    Vos  part,  que  bien  vos  sai  aprendre, 

Mais  il  est  mout  sauvage  au  prendre. 

En  Tun  et  en  l'autre  a  mescief: 

Vos  li  po^s  trencier  le  cief 

De  cele  hace  tot  avant,  f.  127  b 

1490    Ja  nus  ne  vos  serra  garant. 

Son  col  vos  abandonne  et  livre 


1458  (Br.).  —  14n9  gr,  Init.  —  1473  hidelX.  —  1474  efgrardeanf  delt 
1475  {F.).  —  1485  parc  [Br.);  vgl.  1501. 


45 


Par  covent  que  tot  a  delivre 
Le  vostre  li  tend^s  apr^s. 
Et  il  de  vos  se  tenra  pres, 

1495    Et  si  tenra  le  hace  as  mains, 
Ne  vos  fera  ne  plus  ne  mains 
Que  seulement  •!•  cop  sans  plus. 
Li  gius  est  partis,  n'i  a  plus. 
Le  quel  que  vos  plaira,  prendds, 

1500    De  nule  rien  n'i  mesprendös 
Vers  le  vilan  qui  le  ju  pa[r]t/' 
Et  Gauvains  respont:  „D'autre  part 
Je  m'en  irai  ja  a  consel, 
A  moi  meisme  me  consel. 

1505    Conment  qu^il  voist,  je  vos  creanc. 
Bailli^s  moi  cele  hace  avant, 
Ja  n'en  ferai  nule  aramie, 

Quant  a  Fasise  met  ma  vie " 

Dist  Gauvains:  „Je  ferrai  premier, 

1510    Car  je  ne  veui  mie  trencier 
Si  con  li  doi  Tont  devis^ 
Et  je  devant  Tai  record^." 
Adont  le  hace  li  tendi 
Li  vilains,  et  si  f'estendi 

1515    Le  col  avant  tot  a  seur, 
Et  cuide  bien  estre  seur, 
Ne  n'i  cuide  avoir  nule  garde. 
Mesire  Gauvains  le  regarde, 
Qui  a  veu  mainte  mervelle, 

1520    Que  eil  forment  ne  s'en  mervelle, 
Et  c'il  est  de  si  biel  confort; 
Car  il  cuide  estre  grant  et  fort 
Et  tient  une  hace  trencant. 
Bien  se  avisse  dou  trencant 

1525    Et  de  grant  [cop]  ferir  s'esforce 
Gauvains  qui  tot  [i]  met  sa  force. 


1501  vilä.  —  1503  gr.  Init.  —  1512  ar.  —  1514  fentendi.  —  1521  Que  {Br.), 


46 


Bien  vos  di  qu'il  ne  se  faint  pas, 

Ains  fait  voler  plus  de  dis  pas 

La  teste  au  pautonir  en  loins. 
1530    Et  eil  ouvri  ans  -ll-   ses  puins, 

Si  cuide  aler  tantost  apres. 

Mesire  Gauvains  se  tint  pres, 

Qui  d^encantement  ert  apris. 

Le  vilai[n]  a  par  les  dras  pris, 
1535    Et  por  90  a  son  esme  faut 

Et  li  encantemens  defaut; 

Car  il  cai  mors  en  la  place 

Et  li  encantemens  s'esface, 

C^onques  puis  n^i  ot  ju  parti. 
1540    Maintenant  sont  d'iluec  parti 

Mesire  Gauvains  et  Hunbaut,  f.  127  c 

Maintenant  sont  et  li^  et  baut, 

Que  l'aventure  ont  si  passee. 

Puis  ont  la  porte  delivree, 
1545    Puis  vinrent  au  castiel  apr^s, 

Si  descendirent  ass^s  pres 

Del  cief  dou  point,  si  con  moi  sanble. 

Plus  de  -X-   escuier  ensanble 

Corurent  leur  cevals  tenir. 
1550    Por  eis  a  aisse  contenir, 

Ostent  leu(e)r  escus  de  lor  cols, 

Et  por  aventure  des  cols 

Con  ne  lor  doinsse  ne  departe, 

N'i  a  nul  d^els    II-   qui  departe 
1555    S^espee  loing  de  son  cost^. 

Main  a  main,  Fun  l'autre  a  cost^ 

S'en  entrent  el  castiel  a  pi^. 

Si  tost  con  il  ont  (o)mis  [le  pi^], 

Ont  trov^  •!•  nain  en  seant 
1560    Par  delä  Fuis;  mais  bien  seant 


1529  gr.  Init.  —  eft.  —  1530  pui^s  (F.).  —  1534  (F.).  —  1538  de  face. 
—  1539  gr.  Init.  —  1557  cafiient.  —  1558  9  il  ont  omif,  0  von  ont  auf 
Rasur.  —  1559  näin. 


47 

N'avoit  il  pas  ne  cors  ne  vis. 

Monsignor  Gauvain  fu  avis 

Maintenant  que  il  veu  Fa, 

C'onques  mais  si  lait  n'esgarda, 
1565    Ne  ja  de  rien  ne  s'en  gardast 

Que  de  rien  nule  Tesgardast 

Ne  ne  desist  rien  se  bien  non, 

Quant  il  crie :  „H[unbaut],  raisson 

Me  faites  faire  sans  prolongne! 
1570    Se  eil  sires  damoisiaus  longne, 

Tant  con  il  tenra  ma  droiture, 

II  ne  me  fera  pas  droiture; 

Se  li  faites  tantost  savoir!" 

—  „Que  velt  eis  diables  avoir?" 
1575    Ce  li  respont  Gauvains  adonques. 

Et  dist  Hunbaus:  „II  nWint  onques 
Qu^estranges  Chevaliers  venist 
^aiens,  c'an9ois  nel  couvenist 
A  cest  nain    IUI-  fois  tencier. 
1580    Ja  ne  vos  en  ara  plus  cier 

C'un  des  autres,  si  con  je  cuit. 
De  ce  ne  sa  ge  faire  acuit." 

—  „Se  Dius  ait  a  m^ame  mestier," 
Ce  dist  Gauvains,  „ains  de  tencier 

1585    Ne  fui  je  onques  jor  apris." 

A  tencier  a  li  nains  enpris, 

Qui  esmolus  ert  a  maldire. 

Au  premier  mo  li  pris[t]  a  dire: 

„Mauvais  Chevaliers  recreans! 
1590    Hunbaus  n^est  mie  en  Diu  creans, 

Qui  vos  amaine  en  sa  conpaine. 

Car  eil  qui  a  vos  s^aconpaigne, 

Ne  cevaucier  laist  en  sa  route,  f.  127  d 

Devroit  faire  (maint)  malvais[e]  rote; 


1565  gardest.  -  1569  gr.  Init.  —  Se.  —   1573  tantaft.  —  1587  gr. 
Init.  —  1590  creant. 


48 


1595    Car  plus  pü^s  d'une  longaingne. 

Grant  mal  me  fait  es  ius  Fengainne 
Que  j^ai,  quant  vos  armes  regart. 
Ja  Dius  le  cors  de  vos  ne  gart! 
Qu'ainc  plus  mauvais  hoome  ne  vi." 

1600    —  „Certes,"  fait  Gauvains,  „je  Fenvi 
De  tel  ten9on  qu'a  lui  afiert," 
Lors  met  main  a  Tespee  et  fiert, 
Sei  porfent  dusques  el  palais, 
Que  totes  les  gens  del  palais 

1605    S'en  esbahireut  a  mervelle, 
Qu^il  osa  faire  tel  mervelle. 
Mout  le  tinrent  a  grant  desroi. 
Dusques  a  la  canbre  le  roi 
Ne  vaurent  por  nului  atendre. 

1610    Ja  le  feront  a  el  entendre, 

Qui  s'enbatent  sor  son  consel; 
Et  ne  dient  mie  a  consel 
Le  mesage  que  on  li  mande. 
Et  li  rois  a  ses  gens  conmande 

1615    K^il  se  tiengnent  en  pais  et  coi. 
„Dans  rois,  or  entend^s  a  moi!" 
Fait  Gauvains  qui  bien  set  parier: 
„Nos  vos  venons  ei  aparler, 
Moi  et  H[unbaus],  dou  treuage, 

1620    Si  en  somes  andoi  mesage 
Le  roi  Artu,  bien  le  saci^s, 
Qui  tos  cels  a  a  lui  saci^s 
Qui  roiames  ont  a  bailli(e)r. 
Erra[n]ment  les  fait  mesbailir, 

1625    S^il  ne  vienent  de  lui  reprendre. 

De  par  lui  vos  vennons  aprendre, 
Qu'a  desmesure  mesprend^s, 
Quant  vos  le  vostre  ne  prend^s; 


1596  faitef  nif  legne.  —  1607  gr.  Init.  —  1619  dautreuvage  {F.). 
1626  v^nennonf  {F.).  —  1627  mefbiender  {F.). 


49 


Car  trop  i  av^s  (e)  atendu." 
1630    Quant  90  a  li  rois  entendu, 

Por  •!•  petit  qu^il  n^ist  del  sens, 

Mais  n^en  mostra  onques  assens 

Entor  liii  n'a  baron  n'a  conte. 

Et  Gauvains  [dift]  tos  jors  son  conte 
1635    Autresi  con  s'il  n'eust  garde. 

Et  li  rois  sans  clingnier  Fesgarde, 

Qui  del  mesage  a  grant  escars. 

„Ne  ven^s  mie  trop  escars," 

Fait  Gauvains,  „de  biel  treu  rendre! 
1640    Mius  vos  venroit  croissier  u  rendre 

Que  li  termes  en  soit  passes. 

Ains  que  li  Nouels  soit  passes, 

Soi^s  venus  atot  a  cort, 

Li  termes  n^est  mie  tro  cort. 
1645    Bien  vos  en  dev^s  porveoir,  f.  127  e 

Car  mout  d^anuis  i  sai  veoir, 

Qui  to  vos  sont  a  avenir, 

S'on  ne  vos  voit  a  cort  venir, 

Bien  garni  de  maint  rice  avoir. 
1650    Li  rois  velt  son  treu  avoir, 

Qu'il  ne  Ten  piaist  plus  a  atendre. 

Bien  vos  couvient  ces  mos  entendre; 

De  90  soi^s  vos  a  fiance, 

U  vos  av^s  la  desfiance, 
1655    Se  vos  a  cort  veus  nen  estes. 

Des  er  savr^s  vos  qui  vos  estes: 

II  [vos]  couvient  signor  avoir; 

Por  grant  terre  ne  por  avoir 

N'en  po^s  estre  desfendu." 
1660    Adont  n'i  o[n]t  plus  atendu, 

Ains  se  remetent  a  la  voie. 

Et  li  rois  pense  tote  voie 


1629  (F.).  —  1634  ft\  —  1635  gr.  Init.  —  1644  trogt  (F.).  —  1646 
dann'^L  —  1649  gr.  Init 

Stürzinger,  Hunbaut.  4 


50 


As  mos  que  Gauvains  ot  retrait. 

Et  eil  ne  s^en  vont  mie  a  trait, 
1665    Qu'il  cuident  estre  retenu. 

Et  quant  li  rois  est  revenu 

Del  lonc  pensö  que  il  a  fait 

De  90  qu^i  ot  si  grant  forfait, 

(Qu^)a  toute  painne  en  puet  respondre: 
1670    „U  se  sont  eil  al^  reponre, 

Qui  m^ont  aport^  cest  mesage? 

II  ne  sont  pas  cortois  ne  sage, 

Quant  mon  respons  n'ont  atendu. 

Neporuec  bien  Tai  entendu 
1675    Que  treu  quiereut,  ce  me  sanble. 

Lor  eus  et  lor  langues  ensanble 

A  lor  signor  envoierap], 

Autre  treu  ne  li  donrai. 

Del  treu  que  il  m^ont  requis 
1680    Ja  autre  avoirs  n^iert  tramis, 

11  Fa  demand^  en  decors." 

—  „En  non  Diu,  il  s'en  vont  le  cors," 

Font  eil  qui  sont  devant  le  roi, 

„Et  si  a  eil  fait  grant  desroi 
1685    Qui  aveuc  H[unbaut]  est  venu. 

Savds  que  11  est  avenu? 

II  3  le  ribeor  noie, 

De  coi  vos  serr^  gramoi^, 

Et  si  a  vostre  portier  mort. 
1690    A  outraje  faire  s'amort, 

Bien  le  nos  a  monstr^  9aens. 

Et  a  fendu  dusques  es  dens 

Vostre  nain,  qui  a  lui  ten9a." 

Ce  dist  li  rois:  „11  ne  vint  9a, 
1695    Ce  sanble,  fors  por  moi  grever. 

Ja  me  verr^s  le  cuer(s)  crever, 

S'on  ne  le  me  ramainne  pris."  f.  127  f 


1673  gr.  IniL  —  1676  exl.  —  1692  feni. 


51 


Lors  salent  as  chevals  de  pris 
Tote  la  mainnie  a  grant  force. 

1700    Cascuns  del  tost  aler  s'esforce 

Apr^s  cels  qui  vont  vers  le  port. 
II  lor  fönt  mout  vila[i]n  aport, 
Se  il  les  püent  acoDsiurre. 
Gauvains  qui  pas  ne  se  consirre 

1705    De  faire  con  preus  tote  voie, 
A  tant  esploidie  sa  voie, 
Lui  et  Hun[baus],  qui  vient  dejoste, 
Que  eil  redemande  sa  joste, 
Qu'il  orent  sor  le  port  laisi^. 

1710    Cil  vient  contre  als  tos  eslaissi^, 
La  lance  droite  et  l'escu  pris. 
Gauvains  qui  bien  en  ert  apris 
Ra  mis  sa  lance  sous  s'asiele. 
Quant  afrem^s  fu  sor  la  siele, 

1715    Sor  les  estriers  s'estent  et  drece. 

Au  mius  qu'il  puet  vers  lui  s'adrece 
Si  conme  a  tel  besoigue  afiert. 
L'uns  Fautre  parmi  Fescu  fiert 
Tels  cols  c'on  ne  doit  pas  celer, 

1720    Que  les  iolls  fönt  estinceler, 
Et  ronpent  regnes  et  enarmes 
A  celui  d'els  qui  plus  sot  d'armes, 
Qui  ne  sont  pas  couart  failli. 
Des  lances  n'orent  pas  failli, 

1725    Mais  li  Gauvain  pas  ne  depiece, 
Ains  a  abatu  en  la  pieche 
Le  Chevalier,  si  con  moi  sanble, 
Et  lui  et  son  ceval  ensanble. 
Mais  li  chevals  tost  redrecha 

1730    Et  Gauvains  vers  lui  s'adre9a, 
Si  Ten  a  men^  par  le  regne. 


1699  gr.  Init.  —  1702  vilä.  —  1704  confiure  {F.).  —  1713  fa  fiele, 
gr.  Init. 

4* 


52 


De  rien  le  chevalier  n'aregne, 

Qui  el  sablon  remest  a  pi^. 

Si  tost  con  il  ont  mis  le  pi^ 
1735    En  lor  nef,  quis  ot  atendu, 

Lu^s  fu  li  sigles  destendu 

Sor  le  mast  et  li  veDS  i  quiut. 

Et  li  cris  del  palais  acrut, 

Qui  viene[u]t  dusques  sor  le  port. 
1740    Cil  n'en  ont  fors  joie  et  deport, 

Qui  ens  en  la  nef  s'en  aloient; 

Car  eil  qui  prendre  les  voloient 

Ne  s'osent  pas  en  la  mer  metre. 

^o  les  fait  ardoir  et  remetre 
1745    Que  eil  sont  enmi  lor  regart, 

Et  si  n'en  ont  fors  le  regart. 

Et  eil  s'en  vont  tot  aseur, 

Qu'il  n'ont  de  cels  point  de  peur 

Plus  qu'il  fuissent  en  Engleterre,  f.  128a 

1750    Car  li  vens  ert  droit  de  la  tere, 

Si  ont  le  millor  tans  del  mont. 

Ses  sigles  ert  bien  trai(a)s  amont 

Et  tos  au  vent  abandon^. 

Mesire  Gauvains  (est)  a  donn^ 
1755    Au  maistre  qui  le  nef  conduit 

Le  ceval  qui 

Dont  abati  le  chevalier; 

Se  li  a  dit  sans  plus  targier 

Que  de  tost  sigler  s'entremete 
1760    Et  que  tost  a  terre  les  mete, 

Si  que  li  mers  ne  lor  anuit. 

Et  il  si  fist,  ains  mienuit 

Les  ariva  a  lor  droit  port 

A  grant  joie  et  a  grant  deport, 
1765    Et  mout  les  herberga  a  aisse 


1735  nef  ql  ot  entendu.  —  1736  folaul  {F.).  —  1739  gr.  Init.  — 
Qui.  Der  Vers  ist  auf  der  nächsten  Seite  uiederholt  und  beginnt  dort 
mit  Qu'il.  —  1750  {F.).  —  1754  f.  —  1760  t^erre.  —  1761  limf  {F.). 


53 


En  mout  rice  ostel  sans  malaisse, 

Si  les  enforce  et  entalente 

De  quanques  il  lor  atalente. 

Mais  n'i  fönt  mie  lonc  sejor, 
1770    N'i  demorent  c'un  tot  seul  jor; 

Qa'il  veulent  mout  a  el  entendre 

Et  a  lor  jornees  entendre. 

II  n'oirent  pas  conme  rendu, 

Qu^il  vauroient  avoir  rendu 
1775    Leur  mesage  ariere  a  la  cort. 

Li  termes  ne  lor  fu  pas  cort 

As  destorbiers,  —  qu^il  lor  avint  — , 

Si  con  Tuns  et  li  autres  vint. 

Vers  une  forest  a  Fentree 
1780    Troverent,  si  n'er  pas  entree, 

Une  damoisele  seant^ 

Mout  tres  biele  et  mout  bien  seant, 

Se  ele  en  point  de  joie  fust. 

Et  seoit  seule  sor  •!•  fust, 
1785    Si  pleure  et  fiert  les  puins  ensanble 

Et  trait  ses  cevels  si  qu'il  sanble 

Qu'el  cief  n'en  laist  nul  remanoir. 

Cil  n'ont  talent  d'iluec  manoir 

Plus  que  son  estre  aient  apris; 
1790    Puis  li  ont  a  biaus  mos  enquis 

K'ele  lor  die  en  es  les  pas, 

Por  qu'est  si  seu(e)le  en  cel  trespas, 

Quels  est  li  dels  qu'ele  demainne. 

Cele  respont  que  „on  en  mainne 
1795    Ci  pris  mon  ami  et  mon  pere; 

Si  est  bien  drois  que  en  moi  pere 

L'ire  que  j'ai  de  lor  prison. 

Mais  ain9ois  qu'il  fuissent  prison, 

On  grant  estor  rendu  au  prendre, 
1800    Si  ne  me  set  mes  cuers  aprendre  f.  128b 


1780  riner.  —  1791  gr.  Inü.  —  1796  a. 


54 


Le  quel  d'els    II-  je  doi  mius  siure, 

Ne  je  ne  li  lo  mie  a  siu(e)re 

Nule  cose,  se  n^est  raison. 

Por  ce  vos  en  mec  a  raisson, 
1805    Ains  que  de  ci  soi^s  parti. 

Maintenant  sont  de  chi  parti 

•VII-  roubeor  qui  les  ont  pris, 

Qui  de  tel  mestier  sont  apris. 

Li  'IIII-  en  mainnent  mon  ami 
1810    Tote  ceste  voie  de  mi, 

Et  li  -III-  vont  9a  a  senestre, 

Si  en  mainnent  mon  pere  en  destre, 

Dont  grant  pesance  et  grant  dol  ai, 

Si  ne  sai  pas  au  quel  g^irai, 
1815    Quant  il  ne  vont  tot  d'une  part." 

—  „H[unbaus],"  dist  Gauvains,  „je  vos  part: 

Le  quel  que  vos  voles,  prend^s!" 

Et  dist  Hunbaus:  „Vos  mesprend^s, 

Qui  le  cois  av^s  sor  moi  mis. 
1820    La  pucele  i  a  ses  amis, 

Dont  siens  est  l'anuis  et  li  dels. 

Se  Chevalier  soumes  ans-ir«, 

Si  nos  departe  a  son  talent. 

J'ai  bien  en  euer  et  en  talent 
1825    Que  je  frai  a  Fun  d'els  secors 

Et  trairap]  del  ceval  le  cors 

Sans  nul  demorer  or  endroit." 

Et  dist  Gauvains:  „Vos  av^s  droit, 

Mais  je  ne  m'en  donoie  garde." 
1830    Et  la  pucele  les  esgarde, 

Ses  merchie  conme  ensignie. 

L'ouvraigne  lor  a  ensignie, 

Si  con  li  piaist  a  sa  devise. 

A  monsignor  Gauvain  devise 
1835    Qu^il  ira  son  ami  rescorre. 


1803  cole  (F.).  —  1823  gr.  Init.  —  1825  irai  {F.)  —  defl 


55 


Et  dist  H[unbaus]:  „Dont  doi  je  corre 

A  le  rescosse  vostre  pere." 

Cele  respont:  „Or  i  apere, 

Ensi  Sans  faille  bien  l'otroi." 
1840    Adont  s'en  partirent  tot  -III- 

ün  peu  apr^s  eure  de  prime. 

La  lune  ert  ains  par  -II-  fois  prime, 

Qu'il  resoient  veu  ensanble. 

H[unbaus]  vint  an9ois,  ce  me  sanble, 
1845    As  robeors  que  il  porsiut. 

Les  buens  a  la  puce[le]  siut, 

Car  son  pere  tost  li  delivre; 

•II-  en  oeist  tot  a  delivre, 

Qui  Pavoient  loie  et  pris, 
1850    Et  del  tier9  est  il  ensi  pris 

Qu'en  fuiant  de  lui  se  depart,  f.  128  c 

Puis  mande  salus  de  sa  part 

A  la  pucele  par  son  pere. 

Drois  est  c'uevre  de  vasal  pere, 
1855    Quant  il  i  met  entente  et  painne. 

Mesire  Gauvains  tant  se  painne 

Et  tint  de  son  ceval  le  cors 

Qu'il  furni  si  le  siens  secors 

Que  il  n^i  ot  que  entreprendre, 
1860    Car  onques  puis  ne  lut  a  prendre 

As  robeors  nul  jor  apr^s 

Nul  Chevalier  ne  long  ne  pres: 

Tel  conroi  en  a  Gauvains  pris. 

Puis  si  ra  son  cemin  repris 
1865    Et  cevauce  droit  vers  le  cort. 

Et  11  solaus,  qui  tos  jors  cort, 

Ert  ja  si  bas  que  il  li  sanble 

Que  devant  lui  a  tere  asanble; 

S'est  bien  raissons  qu'il  li  anuit, 
1870    Quant  el  bos  Pa  souspris  la  nuit, 


1846  puce  {F.).  —  1853  gr.  Init.  —  1864  fira.  —  1870  lafouT  prift. 


56 


U  il  n'a  maison  ne  Herberge. 

El  for  d'un  cemin  se  herberge, 

Quant  il  n'i  vit  voie  tenir; 

Et  90  li  fist  illuec  tenir 
1875    C^une  grant  crois  couverte  i  ot; 

Onques  de  rien  paor  n'i  ot. 

Lors  descendi  et  son  frain  oste, 

De  tant  ot  ses  cevals  bon  oste, 

D^erbe  se  fist  et  gros  et  piain. 
1880    Li  crois  couverte  ert  en  •!•   piain 

Les  le  cemin,  bien  le  [sajci^s, 

Illuec  s'est  Gauvains  herbergi^s. 

Iluec  encoste  si  se  cline 

Qu'il  n'ot  mie  ciu(e)te  sanguine. 
1885    En  petit  d'eure  a  grant  esploit 

Mesire  Gauvains  se  gisoit 

Et  dormi  dusqu^a  l'endemain, 

Ensi  c'onques  ne  pi^  ne  main 

Ne  traist  a  lui  ne  ne  se  mut. 
1890    Uns  autres  Chevaliers,  qui  mut 

De  son  ostel  ains,  ce  me  sanble  .... 

Chevaliers  ert  et  bien  le  sanble, 

Et  venoit  le  cemin  ferr^. 

Ainc  puis  que  Farce  fist  Noe, 
1895    Qui(l)  le  deifendi  de  noier, 

Ne  fu  pas,  ne  vos  quier  noier, 

D'un  seul  honme  tels  joie  fait[e]. 

Et  eil  qui  trestous  cels  afaite, 

Qui  a  ses  ovres  prendent  garde  .  .  . 
1900    Et  eil  si  voit  et  si  esgarde 

Con  eil  venoit  grant  oire  avant. 

Et  dist  a  Gauvain:  „Je  me  vant, 

Dans  Chevaliers,  cui  qu'il  anuit,  f.  128d 

Je  euc  millor  [ostel]  anuit 
1905    Que  vos  n'euste[s],  ce  cuit  je." 


1881  {F.).  —  1891  gr.  Init.  —  ciuf.  —  1900  fmoit.  —  1904  eut  (F.). 


57 


—  „Ne  place  onques  a  Diu  que  je," 
Respont  Gauvains  qui  pas  ne  s'ire, 
„Aie  ja  mais  nul  jor,  biaus  sire, 
Pior  ostel  u  que  je  soie!" 

1910    —  „S'i  Bleustes  [vos]  pas  de  soie 
Kiute  pointe  qui  vostre  tust 
Ne  orillier  fors  de  cel  fust, 
Trop  fustes  anuit  mal  logi^. 
Mais  totes  voie  vos  lo  je 

1915    Que  ja  mais  tel  ostel  n'am^s. 
Cil  fu  autres,  u  ersoir  mes, 
Que  une  canbre  mirolee. 
Et  je  voi  que  cele  rosee 
Vos  a  mollig  et  enpleu. 

1920    Mout  vos  a  ore  mains  pleu 

Li  vostre  osteis  que  n^ait  li  miens. 
Je  ne  vaussise  por  Amiens 
Que  je  le  mien  n'eusse  eu, 
Et  se  vos  avi^s  seu 

1925    Con  il  fu  plaisans  a  mon  eus, 
Vos  [ne]  priseri^s  -II-  euls 
Le  vostre  qui['st]  povres  et  las." 
Et  mesire  Gauvains  les  las 
De  ses  armeures  estraint 

1930    Si  que  pas  trop  ne  s'en  estraint; 
Ains  furent  devant  elasi^s 
Et,  por  mius  dormir,  deslaci^s, 
Son  hiame  osta  fors  de  son  cief; 
Se  li  respondi  de  recief 

1935    Con  eil  qui  n'ert  pas  beubenciers: 
„Certes,"  fait  il,  „biaus  amis  ciers, 
De  vostre  bien  pas  ne  me  poisse. 
Voirs  est  que  m'armeure  poise, 
Que  moillie  est  et  engorgie: 


1917  gr.  Init   —   1918  iofee  {F.).   —   1926  {F.).  —  1927  (F.). 
1935  quil  (F.). 


58 


1940    N^est  pas  raisons  que  je  desdie 
Verite,  quant  a  dire  loe. 
L'ostel,  tel  con  il  fu,  je  loe, 
C^a  millor  ne  poi  faire  escange." 

—  „Sire  Chevaliers,  por  cel  cange 
1945    En  faic  joie  quanques  je  puis," 

Fait  Fautres  chevalier,  „car  puis 
C'oic  entendement  ne  savoir, 

—  Bien  le  vos  vel  faire  savoir  — 
Ai  entendu  a  •!•  afaire 

1950    Dont  j'oi  mout  grant  talent  de  faire. 
Ersoir  Feceva  tot  ensanble." 

—  ,,Par  ma  foi,"  fait  il,  „il  me  sanble," 
Ce  li  respont  Gauvains,  li  preus, 
„Que  vostre  en  fu  trestous  li  preus, 

1955    Car  vos  n'eustes  par  corci^."  f.  128  e 

—  „Onques  n^oistes  encor  chi^," 
Fait  eil,  „n^a  conte  ne  a  roi. 
Et  s^on  nel  tenist  a  desroi, 

Je  vos  reconteroie  l'uevre. 
1960    Si  n'est  pas  sajes  eil  qui  ouvre 

Sa  bouche  por  dire  fol  mot; 

Et  neporquant  nus  hom  ne  m'ot, 

Sei  vos  conterai  tote  voie, 

Mais  tant  i  a  que  de  ma  voie 
1965    Me  cuideroie  delaier." 

—  „Vos  le  po^s  mout  bien  laier 
U  dire  le,  se  il  vos  siet," 

Dist  mesire  Gauvains  qui  siet 
Encorre  en  pais  desous  le  crois: 
1970    —  „Entent,  chevalier,  tu  qui  crois 
Tes  dens  ensanble  de  mesaisse, 
Je  fui  anuit  as^s  plus  aisse 
Que  ne  puet  estre  roi  ne  conte." 

—  „Ja  n'en  fust  pires  vostre  conte," 


1941  ie.  —  1943  gr.  Init.  —  1950  ai.  —  1969  crues. 


59 


1975    Dist  Gauvains,  „ce  vos  vuel  je  dire, 

Se  vos  gardissids  de  mesdire, 

Ce  fust  cortoisie  et  savoir." 

Et  eil  dist:  „Je  te  faic  savoir 

Que  je  ne  pris  gaires  tes  dis. 
1980    II  a  pass^  ans  plus  de  -VI- 

C'une  damoissele  ai  amee 

—  N'a  si  biele  en  ceste  contree 

Nan,  voir  dusqu^en  Constantinoble   — 

Bien  enparlee  et  cointe  et  noble, 
1985    Saje,  debonaire  et  cortoisse. 

Desi  a  Biaumont  u  Cetoisse 

N'a  Chevalier  si  entrepris 

Con  j^a  est^  por  li  grant  pris. 

Hardement,  por  li  decevoir, 
1990    Ainc  ne  m^i  pot  mestier  avoir, 

Ne  cortoisie  ne  savoirs 

Ne  proumetres  ne  nus  avoirs 

Ne  aide  de  nule  gent 

Ne  biaus  cors  ne  seant  ne  jent, 
1995    Qu'en  li  nWoit  point  de  raisson. 

Mes  je  le  mis  ier  a  raisson, 

Si  me  torna  a  grant  savoir. 

Ele  dist:  „„Vos  voles  avoir 

M^amor,  car  mout  Fav^s  requisse. 
2000    Legierement  Pav^s  conquisse. 

Ja  ne  vos  menrai  mais  desroi, 

Se  Gauvain,  le  neveu  le  roi, 

Me  plevissi^s  a  rendre  en  main. 

Apr^s,  la  foi  de  vostre  main, 
2005    Quant  j(e)Wrai  fait  vostre  requeste, 

Que  Sans  delai  et  sans  areste 

En  mois  a  ferne  me  prend^s,  f.  128  f 

Autres  pleges  ne  m^en  donrds. 


1976  Seuf  (F.).  —  1978  fait  (F.).  —  1983  Näuoir.  —  1985  v.  — 
1986  De  si.  —  1988  gt.  —  2004  deure.  —  2005  reqCte.  —  2007  gr.  Litt. 


60 


Autrui  enfin  ne  vel  avoir 
2010    Fors  Gauvain,  qui  ne  puet  savoir 

Home  qui  li  face  contraire, 

Que  mout  bien  n'en  sace  a  cief  trai(e)re 

De  tous  cels  qui  11  fönt  anuis. 

De  ce  tenir,  ains  qu'il  soit  nuis, 
2015    En  pleges  le  me  liverrd[s] 

Ensi  que  ja  mar  li  verr^s. 

Se  vos  por  el  ne  Falds  querre, 

Tote  m^amor  por^s  conquerre, 

Se  vostres  cuers  ensi  Totroie."" 
2020    Qui  me  donnast  Pierone  et  Troie, 

N^eusse  je  tant,  ce  me  sanble. 

De  la  bouche  et  del  euer  ensanble 

L'en  merchiai  -LX-  fois, 

Et  puis  se  li  plevis  ma  fois 
2025    Que  je  cest  couvent  li  tenroie, 

Ne  ja  plus  d'un  jor  n'atendroie 

A  esposer  la  en  la  glisse. 

Mius  vauroie  que  fust  de  glisse 

Par  Diu  qui  fait  plovoir  la  nue, 
2030    Si  la  tinc  ersor  tote  nue 

Et  jeumes  a  grant  delit. 

Ce  fu  en  •!•  mout  rice  lit. 

Ne  cuidi^s  pas  que  je  vos  mente: 

En  violete  ne  en  mente 
2035    Ne  fait  pas  millor  sejorner." 

—  „Cius  devroit  bien  devant  ouvrer," 
Respont  Gauvains,  „par  saint  Ricier, 
Qui  m'amie  i  feroit  coucier, 

Bien  vos  i  po^s  aficier. 
2040    Or  saci^s  que  mout  vos  a  cier, 
Quant  ensi  Fav^s  atorn^." 

—  „A  cest  matin  m'en  sui  torn^, 


2012  (F.).  —  2013  anui^  (F.).  —  2014  nui^  (F.).  —  2015  liuerre.  — 
2033  gr.  Init. 


61 

Car  bien  ai  fait  90  que  je  quis. 

Par  Saint  Jake  c'ainc  ne  reqiiis 
2045    Ne  par  la  foi  que  je  vos  doi, 

Ja  n'avra  mais  aiiiel  el  doi 

Por  moi,  tant  con  je  soie  vis. 

Car  ne  me  serroit  mie  avis 

Que  je  fesisse  point  que  sage. 
2050    Por  ce  li  mant  par  mon  mesage 

Que  s^en  voist  au  plege  tenir. 

Ne  sai  s'il  s'i  vaurra  tenir, 

Car  je  ne  Fai  gaires  acointe. 

La  damoissele  est  biele  et  cointe, 
2055    Mais  ne  m'en  caut,  de  90  me  croie! 

Je  n'en  donroie  •!•  trait  de  croie 

De  Gauvain,  le  fil  au  ro[i]  Lot, 

Ne  ne  m'en  cailie,  se  il  m'ot; 

Car  ne  pris  gaires  ses  esfors."  f.  129  a 

2060    —  „Non,"  fait  mesire  Gauvains,  „fors 

Por  vostre  loiaut^  garder. 

Preudon  se  doit  mout  regarder, 

Ains  qu'il  trespasse  son  couvent." 

Cil  li  dist:  „Se  li  doi  couvent 
2065    De  Saint  Aubain  et  de  Clervaus 

L'eussent  tot  veu  as  iauls, 

Et  Ten  vausisent  bien  aidier, 

Ja  n'en  savroient  tant  plaidier 

Ne  tenir  moi  a  desioiaus 
2070    Que  j'en  fesise  rien  por  aus; 

Ses  feroie  tos  remanoir. 

Car  je  vauroie  mius  manoir 

•VII-  ans  en  prison  a  Damas 

Que  je  Fespousaisse."  —  „Dont  m'as," 
2075    Dist  Gauvains,  „tel  cose  acont^ 

Dont  nos  nWons  encor  cont^ 

Encor  ensanble  entre  nos  -II-. 


2057  {F.)  —  gr.  Init.  —  2075  gr.  Init.  —  as  conte  {F.). 


62 


Ne  te  soit  ore  anuis  ne  dels, 
Mais  va,  si  tien  ton  convenant! 
2080    Ce  ne  serroit  mie  avenant 

Que  tes  pleges  soit  encorus." 

—  „Mius  vauroie  estre  a  pi^  corus," 
Fait  eil,  „dusques  au  nuef  marchi^ 
Que  je  fesise  cest  marchi^; 

2085    Si  t'en  tais  or,  se  tu  m'en  crois! 

Car  se  mon  mautalent  acrois, 

Jo  te  batrai  conme  anne  a  pont." 

Et  mesire  Gauvains  respont: 

„Certes,  se  vos  me  feries, 
2090    Je  cuic  qu'adont  plus  feries 

Que  vostre  baillie  n'ataint." 

—  „Par  Diu,  qui  les  ardans  estaint, 
Je  te  cuit  les  bordes  abatre," 

Fait  eil,  „que  je  t'irai  ja  batre, 
2095    Si  serra  tes  anuis  creus." 

—  ;,Vos  n^en  series  ja  creus," 
Fait  mesire  Gauvains,  „a  cort." 

—  „Li  termes  en  ert  ja  mout  cort," 
Fait  eil,  „s'esoignes  ne  me  vi[e]nt." 

2100    —  „Sire  Chevaliers,  il  couvient," 

Dist  mesire  Gauvains,  „par  foi, 

Que  vos  acuites  vostre  foi 

Et  le  plege  u  vos  m'av^s  mis, 

U  nos  ne  soumes  plus  amis, 
2105    Ains  vos  (fe)ferai  mal,  se  je  puis." 

Et  l'autres  chevalier  dist  puis: 

„Por  monsignor  Gauvain  despire 

Mout  en  est  peu  la  vie  pire." 

„Certes,"  fait  ci[l],  „se  tu  me  hes, 
2110    Je  ne  te  sai  tant  dire  „hes" 

Conme  tu  dis  eneontre  „doise"  f.  129  b 

Et  se  je  por  ferir  t^adoise, 


2097  gr.  Init.  —  2099  fe  foiegnef.  —  2112  Hinter  p  ein  Loch. 


63 


Je  crien  faire  honte  a  mon  hu^s." 
Mesire  Gauvains  monte  lu^s 

2115    Et  prent  son  escu  et  sa  lance 
Et  li  cevaus  sous  lui  s'elance, 
Qui  tels  ert  conme  lui  covient. 
Et  li  autres  Chevaliers  vient, 
Si  le  desfie  et  desseure 

2120    Et  caseuns  en  soi  s^aseure, 

Si  s'entrevont  ferir  grans  cols 

Parmi  l'espaulle  en  va  li  cols. 
Gauvains  sa  lance  li  enbat 
Si  durement  que  il  Fabat, 

2125    Lui  et  son  ceval,  en  un  mont. 
Li  miudres  Chevaliers  del  mont 
Descent  a  pi^,  se  li  ceur  seure 
Si  que  eil  n^atent  mais  fors  Teure 
De  morir  sans  autre  confort. 

2130    Gauvains  qui  ert  et  grant  et  fort 
L'a  d^armes  outr^  et  conquis, 
Vers  cui  eil  avoit  tant  mespris 
Que  bien  Ten  doit  mesavenir. 
Et  puis  le  vit  sor  lui  venir, 

2135    Aparilli^  de  lui  grever, 

Se  son  euer  en  devoit  crever. 
Adont  drecha  les  mains  amont; 
„Por  le  plus  haut  singnor  dou  mont, 
Ai^s,  sire,  de  moi  merchi! 

2140    Vos  m'av^s  ja,"  fait  il,  „meri; 
Que  vos  m'av^s   [un]  cop  don^ 

Tel  que  je  ne  me  puis  mouvoir. 
11  vos  couvient  a  esmouvoir." 
2145    Et  dist  Gauvains:  „Ce  n'i  a  mie. 
Ven^s  espouser  vostre  amie, 
Vers  cui  je  sui  en  pleges  mis, 


2132  ü.  —  2137  drecia  oder  atecla  {F.).  —  2141  {F.).  -   2143  Tef. 


64 


Si  serrons  moi  et  vos  amis, 

Car  si  couvient  aler  l'afaire." 
2150    Cil  ki  nul  daogier  n'i  puet  faire 

Li  otroie,  si  con  moi  sanble. 

A   •!•  castiel  vinrent  ensanble, 

Qui  estoit  iluec  a  meisme. 

Et  mesire  Gauvains  meisme 
2155    Conta  au  castiel  s'aventure: 

Si  conme  eil  par  aventure 

Li  ot  cele  cose  retraite. 

La  pucele  s'est  avant  traite, 

Sei  merchie  si  conme  doit. 
2160    Et  eil  li  met  l'aniel  el  doit 

Si  conme  la  raisons  Faporte, 

Et  apr^s  grant  honor  li  porte, 

Car  par  Gauvain  tint  sa  proumesse. 

Quant  dign^s  fu  aprds  la  messe,  f.  129  c 

2165    Gauvains  si  se  met  a  la  voie. 

De  maint  chevalier  ot  convoie, 

Car  el  castiel  en  ot  grant  masse; 

Se  li  prient  trestout  a  masse 

Que  desormais  soit  d'els  acointe. 
2170    Et  il  conme  cortois  et  cointe 

Lor  respont  li^s  et  doucement 

Qu'il  ont  tot  son  acointement. 

Ja  nes  trovera  cele  part. 

Dont  prent  congi^  et  d'els  se  part; 
2175    Cil  s'en  sont  ariere  torn^. 

As^s  bielement  atorn^ 

Atant  Gauvains  en  es  les  pas 

Un  Chevalier  qui  tout  son  pas 

Cevaucoit;  quant  il  Tot  ataint, 
2180    Escu  ot  de  sinople  paint, 

Si  ot  d'or  en  mi  •!•  lupart. 


2149  aPer.  —  2163  Dieser  Vers  auf  der  nächsten  Seite  oben  wieder- 
holt, für  proumesse  ist  pnnesse  geschrieben  und  große  Initiale  ain  Anfang, 


65 


Et  qiiant  Gauvains  vint  cele  part, 
Con  plu  Faproce  et  mius  li  sanble, 
Quant  tot  l'aparel  vit  ensanble: 
2185    Coverture,  cote  et  couronne. 

—  „Dius  vos  saut,  qui  les  boos  corone," 
Fait  Gauvains,  quant  il  li  vint  pres. 

Li  Chevaliers  respont  apr^s: 

—  „Sire  Chevaliers,  Dius  vos  saut!" 
2190    Gauvains  lu^s  en  parole  saut 

De  demander  lui  de  son  estre. 

Et  eil  respont  qull  n'avroit  estre 

Dusqu^a  la  cort  Artu  le  ro[i]. 

Outrajeussement  par  desroi 
2195    Li  dist  que  plus  ne  Yen  requiere 

Ne  son  non  a  savoir  ne  quiere, 

Car  il  ne  se  nonmeroit  pas. 

Gauvains  respont  en  es  les  pas: 

„Je  m'en  tairai,  quant  bon  vos  sanble. 
2200    Mais,  s'il  vous  piaist,  alons  ensanble, 

Qu^ensement  vois  je  vostre  v^oie. 

S'irons  plus  biel,  qui  que  nos  voie, 

Et  si  en  arons  mains  de  garde." 

Et  eil  fierement  le  regarde, 
2205    Se  li  a  dit:  „Saci^s  Sans  doute. 

Je  n'oc  onques  (ne)  peu(e)r  ne  dote, 

Nis  d'asanbler  a  grant  conpaigne; 

Si  fait  que  faus  qui  s'aconpaigne 

A  moi,  s'il  ne  vieut  d'armes  faire, 
2210    Car  je  ne  pens  a  autre  afaire. 

En  §ou  despent  tote  ma  eure. 

Et  saci^s  bien  c^onques  n^oc  eure 

Que  mellee  fust  a  maisnie. 

Estes  vos  de  nule  mainnie 
2215    En.  cest  pais  n^a  roi  ne  conte?"  f.  129d 

Et  mesire  Gauvains  li  conte 


2187  gr.  Init  —  2193  {F.).  —  2209  vient.  —  2215  gr.  Init. 
Stürzinger,  Hunbaut.  5 


66 


Qu'il  est  au  roi  Artu  en  cief. 

—  „Dont  vel  je,"  fait  eil,  „par  mon  cief 
Que  des  chevalier  m'apreod^s 

2220    Les  nons,  que  riens  n^i  mesprend^s; 
Qui  plus  est  proisi^s  a  la  cort 
Et  dont  graindre  parole  sort 
Et  de  ses  fais  et  de  son  pris." 

—  „A  painne  vos  serroit  apris," 

2225    Ce  dist  Gauvains,  „si  cou  moi  sanble; 

Qu^il  sont  tuit  si  prisie  ensanble 

Que  je  [ne]  sai  qui  plus  en  porte. 

Li  fius  le  roi  Urien  porte 

L'escu  de  gueules  as  faisaus, 
2230    Ki  d'armes  est  preus  et  faissans 

Et  par  tot  en  est  renoum^s." 

Cil  respont:  „Ne  m'est  pas  nonm^s 

Au  plus  prest  eil  que  je  queroie, 

Por  cui  le  millor  enqueroie, 
2235    Se  n'irai  mais   •!•  pas  avant. 

Car  je  cuidoie  au  plus  avant 

Que  nesun  de  cels  de  Fostel. 

Et  bien  saci^s,  quant  n'en  est  el, 

N'irai  por  lui  pi^  ne  demi. 
2240    Si  devroit  estre  mon  ami, 

Car  il  est  mes  frere  jermain, 

Et  neporuec,  par  saint  Jermain, 

S'est  il  de  la  Table  Reonde. 

Mais  quant  trestot  a  la  reonde 
2245    Nes  a  d'armes  vencus  laiens, 

Nel  querrai  mais,  c'est  mes  talens." 

Lors  s'estut  a  cele  parole. 

Mesire  Gauvains  Faparole 

Par  mout  biaus  mos  que  il  set  dire: 
2250    „Sire/'  fait  il,  „n^ai^s  point  d^ire, 


2220  rien  nil.   —  2227  (F.).   —  2228  gr.  Init.  —  fix  —  Elien, 
2229  gneudef.  —  2233  preu.  —  2245  N  elfa. 


67 


S'au  premier  mot  ne  le  vos  nom, 

Car  par  celui  qui  Dius  a  nom 

Et  sor  tote  riens  est  estable, 

Tant  sont  en  la  Reonde  Table 
2255    Prea  et  prisid  si  tot  ensanble 

Ca  painnes  puis,  si  con  moi  sanble, 

Au  non  del  millor  avenir. 

Ne  laissi^s  por  che  a  venir 

A  vostre  frere  tote  voie." 
2260    Lors  se  remist  eil  a  la  voie 

Et  Gauvains  le  conmence  a  siure. 

—  „Se  vos  vol^s  mes  bue[n]s  asiu(e)re/' 
Fait  chil,  quant  Gauvains  li  vint  pres, 
„Si  me  nonm^s  •!•  autre  apr^s, 

2265    Qui  plus  est  a  la  cort  de  pris." 

—  „De  90  ai  je  mon  consel  pris," 

Respont  Gauvains,  lu^s  que  il  l'ot.  f.  129e 

„Mout  par  est  prisi^s  Lanselot 
Dou  Lac,  qui  porte  Fescu  ver, 
2270    Car  en  est^  et  en  iver 

N'entendra  fors  qu^a  faire  d'armes." 

—  „Par  Diu  qui  es  cors  met  les  armes," 
Fait  eil,  „a  grant  folie  muse, 

Des  or  mais  querrai  je  la  muse." 
2275    Lors  s^arestut  en  pais  et  coi. 
Et  Gauvains  li  renonme  Koi, 
Le  senescal,  qui  mout  ert  pros. 

—  „Or  n'est  mais  chi  nus  estre  prous," 
Fait  li  Chevaliers,  „c'est  la  soume. 

2280    Je  ne  cuit,  ja  mais  prenge  soume 

Por  le  couart  mauvais  failli; 

A  tote  m^amor  a  failli, 

Ki  deh^  ait  Teure  qu'il  vit 

Ne  c'onques  nus  preudom  le  vit, 
2285    Car  sa  vie  a  honte  me  torne." 


2255  ri  9  tot.  —  2259  gr.  Init.  —  2262  {F.).  —  2283  gr.  Init. 

5* 


68 


Arie[re]  son  cheval  retorne, 
Qui  por  les  esperons  tressaut. 

—  „Chevalier,"  fait  il,  „Dius  vos  saut! 
Que  avant  plus  ne  vos  convoi, 

2290    Et  se  ja  mais  celui  ne  voi, 

Por  cui  je  vinc,  —  u  que  je  viengne, 

Ja  mais  fortres  dels  ne  m'aviegne,  — 

N'i  aroie  gaires  perdu." 

Gauvains  ne  fu  mie  esperdu, 
2295    Qui  bien  li  sot  oster  le  plume. 

De  bieles  paroles  l'enplume, 

Que  il  avoit  as^s  u  prendre, 

Tant  que  il  li  refait  enprendre 

L'aler  a  la  cort  de  recief; 
2300    Car  volentiers  venroit  a  cief 

De  lui  mener  dusques  au  roi, 

Nonmeement  por  le  desroi 

Que  il  avoit,  ce  li  est  vis. 

Lors  lor  sont  sors  enmi  le  vis 
2305    -V-  Chevalier  en   •!•  route. 

Et  Tuns  apr^s  l'autre  s^aroute, 

Si  vinrent  la  lande  en  travers. 

„Or  nos  est  cangi^s  mout  li  vers," 

Fait  Gauvains,  „ce  me  puet  sanbler. 
2310    Cist  vienent  a  nos  asanbler 

Tos(t)  les  galos,  les  escus  pris." 

—  Dist  li  Chevaliers:  „Petit  pris 
Et  lor  outraje  et  lor  desroi. 

Des  -IIII-   prendrai  je  conroi, 
2315    Que  des  cevaus  les  abatrai. 

Et  le  quint  apr^s  tant  batrai, 

Se  il  vient  de  toi  au  desus." 

Adont  lievent  les  lances  sus, 

Si  s'en  vont  trestout  eslaissi^s.  f.  129  f 

2320    „Bien  preng  cel  que  vos  me  laissi^s," 


2286  (F.).  —  2304  sont]  Es.:  ^.  —  2311  gr.  Init.  —  2320  pg. 


69 


Fait  Gauvains,  qui  bien  parier  seut, 
„Et  Dius  des  autres  vos  conseut! 
Car  vos  n'av^s  pas  droit  parti." 
Lors  s'est  de  Gauvain  departi 

2325    Cil  qui  as  -V-  vint  a  Pencontre, 
Si  fist  as^s  seant  encontre, 
Car  -II-   en  abati  d^un  poindre. 
Gauvains  ne  voloit  mie  poiudre, 
Ains  se  tint  coi  et  si  Fesgarde. 

2330    Tot  ausi  con  s^il  n'eust  garde 
Vint  as  autres  tos  eslaissi^, 
Si  lor  en  a  •!•   mort  laissi^, 
Que  jus  de  la  siele  le  lance. 
Apr^s  cel  cop  baisse  la  lance 

2335    Gauvains,  sei  mist  desous  l'aissiele, 
Si  fait  au  quart  widier  la  siele 
Con  eil  qui  bien  en  ert  apris. 
Ains  que  eil  eust  son  tor  pris, 
Qui  porte  Fescu  au  lupart, 

2340    Li  quin(te)s  Chevalier  [tost]  s'en  part 
Et  vient  vers  le  forest  le  cors, 
Qu^il  ne  quide  avoir  nul  secors 
A  demourer  en  la  canpaigne. 
„Onques  n'en  France  n^en  Canpaingne 

2345    Ne  en  ceste  terre  meisme," 

Faisoit  Gauvains  a  soi  meissme, 
„Ne  vi  Chevalier  en  ma  vie, 
Dont  j^eusse  si  grant  envie 
D'estre  mout  bien  de  ceft  acointe 

2350    Con  de  cest,  s^il  ne  fust  si  cointe 
A  desmesure  et  a  sorfait." 
Iluec  n^ont  nul  demorer  fait. 
Gauvains  qui  n'ert  mie  a  aprendre, 
Tot  le  plus  biel  ceval  vait  prendre, 

2355    Si  le  tire  parmi  la  regne. 


2329  gr.  Init.  —  2338_Ancois.  —  2340  {F.), 


70 


Adonc  li  Chevaliers  l'aregne, 

Qui  ja  se  fu  mis  a  la  voie: 

„Dans  Chevaliers,  se  Dius  me  voie, 

Que  feras  tu  de  cel  ronci? 
2360    Nostre  conpaignie  ront  chi, 

Se  avant  le  men^s  •!•  pas." 

Et  Gauvains  luds  en  es  les  pas 

Del  frain  del  ceval  la  main  oste, 

Et  li  Chevaliers  le  racoste, 
2365    Se  li  redemande  le  non 

De  cel  qui  a  plus  grant  renon 

De  proece  a  la  cort  le  roi. 

Et  Gauvains  qui  fu  sans  desroi 

Et  Sans  outrage  et  sans  sorfait, 
2370    Li  dist  que  mout  ont  d^armes  fait 

Et  Percevals  et  Carahet.  f.  130a 

„De  grant  folie  m'entremet," 

Fait  li  Chevaliers,  „qui  9a  vois; 

Et  si  m'ait  la  vrai[e]  crois 
2375    De  Diu,  avant  n'irai  je  mie. 

Plus  de    II-  liues  et  demie 

Vos  ai  convoi^  por  la  muse." 

Gauvains  respont,  qui  pas  ne  muse: 

„Preudon  qui  trove  90  qu'il  quiert 
2380    Et  eil  qui  pris  et  los  conquiert 

La  u  il  va,  ne  fait  pas  faute; 

Mais  ce  n'est  mie  grant  de  faute, 

Se  nos  n^alons  encor  ensanble. 

Et  quant  il  ensi  bon  vos  sanble, 
2385    Si  nos  couvient  a  departir; 

Et  quant  de  vos  sui  au  partir, 

Vostre  non  vauroie  savoir." 

—  „II  a  en  vos  mout  poi  savoir," 

Fait  li  Chevaliers,  „ce  me  sanble. 


2359  feraftu.  —  2371  Percevels  (F.).  —  2374  laurai  (F.).  —  2381  gr. 
Init.  —  falte.  —  2382  defante.  —  2385  uof.  —  2388  e  auof. 


71 


2390    Des  que  nos  venimes  ensanble, 

Vos  en  garni  je  bien  avant, 

Et  bien  saci^s  qu'a  vos  m'en  vant: 

S'il  m'est  hui  mais  par  vos  enquis, 

Vos  avr^s  vostre  mal  porquis, 
2395    Vostre  honte,  se  Dius  me  voie. 

Li  cevauciers  o  vos  m^anoie, 

Car  en  vos  n'a  valor  ne  sens." 

Parmi  les  landes  a  asens 

S'en  vait  le  pas  et  lait  le  voie. 
2400    Mesire  Gauvains  tote  voie 

Lait  le  cemin  et  vait  apres, 

Se  li  cevaucoit  issi  pres 

Bien  a    II-  traities  u  mains. 

Mout  prissera  petit  ses  mains 
2405    Et  son  cors  et  tote  sa  force, 

Se  il  par  amors  u  par  force 

Ne  set  le  non  tot  en  apert 

Celui  qui  tote  s^amor  pert 

Por  90  que  dire  ne  li  daigne. 
2410    Mout  est  fols  qui  nului  desdaigne, 

Se  il  ne  l'a  de  lonc  acoi[n]te. 

Li  Chevaliers  qui  ert  si  cointe, 

N'a  pas  [a  90]  bien  entendu. 

II  trove  •!•  pavillon  tendu, 
2415    Qui  mout  ert  biaus  et  bien  asis, 

S'avoit  dedens  puceles    VI-, 

A  cui  on  devroit  bien  entendre. 

La  dame  d'eles  le  fist  tendre 

En  cel  liu  par  caseun  est^, 
2420    Tant  qu'ele  i  a  grant  piece  est^ 

A  grant  aisse  et  a  grant  sejor, 

Et  si(e)  envoie  caseun  jor 

Es  for^s  berser  et  cacier,  f.  130  b 

Et  fait  as  castials  envoier 


2391  garmüe.  —  2393  por.  —  2396  ceuaucf.  —  2421  gr.  Init. 


72 


2425    Por  querre  90  que  velt  avoir. 
Ice  po^s  vos  bien  savoir 
Que  mout  mainne  joiouse  vie, 
Et  tels  en  pue[t]  avoir  envie, 
Que  n'en  donroit  se  petit  non. 

2430    Ydone  ot  la  pucele  a  non, 
Qui  a  valor  ne  falli  pas. 
En  la  lande  (de  Fautre)  ne  el  trespas 
Ne  puet  nus  hom  aler  nul  jor, 
Tant  con  ele  i  est  a  sejor, 

2435    Qui  Chevalier  soit,  donc  qu^il  viegne, 
Qui  dusqu^al  pavillon  n^en  viengne. 
S'i  le  pu[c]ele  fait  raisson^ 
II  le  couvient  metre  a  raison 
Uune  de  cele[s]  qu'il  i  trove. 

2440    Je  vos  di  bien  tot  sans  controve 
Que  mout  li  sevent  biel  respondre. 
II  n'en  couvient  nule  reponre 
Por  soufraite  de  bien  parier. 
Et  qui  ne  les  vient  aparler 

2445    Ne  soulasier  point  aveuc  eles, 

Si  doit  baissier  le(s)  dame(s)  d'eles, 
Puis  puet  aler  en  son  afaire. 
Mais  li  Chevaliers  n'a  que  faire 
De  soulasier  ne  de  descendre. 

2450    Ne(s)  prisse  [pas]  piain  pot  de  cendre 
Tot  lor  couvine  par  sanblant. 
Par  devant  eles  passe  avant, 
Si  ne(s)  fait  sanblant  qu^il  les  voie. 
Celes  le  voient  tote(s)  voie, 

2455    5^  dont  lor  dame  est  a  malaisse, 

Car  mout  mesprent  qu^il  ne  le  baisse, 
Car  ele  sa  droiture  i  clainme. 
„Si  m'ait  Diu,  que  on  reclainme," 
Fait  il,  „de  folie  parl^s, 


2437  pue  le.  —  2443  be.  —  2446  {F.).  —  2449  gr.  Init,  —  2453  (F.). 


73 


2460    Quant  vos  de  baissier  m'aparl^s, 
Car  je  n'en  puis  baisier  que  une 
Qui  n'est  pas  garce  ne  kemune. 
Legiere  en  est  a  escondire." 
Cius  mos  les  a  dervees  dlre, 

2465    Si  pluerent  et  fönt  mout  grant  dol. 
Plus  que  del  son  a  •!•  flacol 
N'en  est  celui  qui  outre  passe. 
Et  cele  de  plorer  s^eslaisse 
Et  ses  puceles  aveuc  lui. 

2470    Et  Gauvains  vint  apr^s  celui 

Qui  mout  prisse  poi  son  afaire. 
Gauvains  qui  riens  ne  veut  mesfaire 
A[s]  costumes  ne  as  passages, 
Qui  ert  cortois  et  pre[u]s  et  sages 


2475 


Au  pavillon  vint  en  tel  point  f.  130  c 

Que  mout  ainment  sa  souvenue. 

„Qui  fist  ceste  descovenue," 

Dist  Gauvains,  „dont  eis  dex  est  fait?" 
2480    —  ,,Uns  Chevaliers  par  son  sourfait, 

Qui  de  ci  or  endroit  se  par[t.] 

Un  escu  porte  a  •!•  lupart 

Et  sor  •!•  rice  ceval  siet, 

Si  dist  as^s  90  qui  li  siet, 
2485    Por  90  je  fai  si  laide  eiere. 

„„Cil  n'a  mie  sa  bouce  chiere,^^" 

Ce  dist,  „„qui  a  le  moie  atouce;"" 

Et  si  ne  por  je  mie  entoce 

Ne  n^ai  mie  mauvaisse  alaine. 
2490    Certes  il  parole  et  alainne 

D'un  euer  u  a  trop  de  desroi. 

S'il  estoit  ore  fius  le  roi, 

N'avrai  je  mais  en  mon  euer  joie 


2471  son  afaire  poi  {F.).  —  2473  es.  —  2475  (F.).  —  2476  gr.  Init. 
—  2478  Que  (?)  {F.).  —  2485  coj  efai  {F.). 


74 


Dusques  a  reure(s)  que  je  voie 

2495    Que  j^en  aie  eu  ma  droiture/^ 
Et  Gauvains  respont  par  mesure: 
„Noient  ne  vos  en  okison, 
Ains  m'est  biel  que  j^aie  okison, 
Par  coi  a  lui  d^armes  m'asai, 

2500    Qu'en  tot  le  mont  son  per  ne  sai 
D'orguillouses  paroles  dire. 
II  m'en  a  fait  hui  derver  d'ire, 
Mais  ainc  n^en  fis  sanblant  ne  chiere. 
Je  sai  bien  qu^il  avra  mout  eiere 

2505    Ma  mellee,  car  poi  me  prisse. 
Tant  estes  saje  et  bien  aprise 
Qu'estre  dev^s  de  bon  confort. 
De  nos  -II-  venr^s  le  plus  fort 
Encor  anuit,  je  vos  creant, 

2510    U  il  fera  vostre  conmant." 

—  „Biaus  sire,"  fait  cele,  „or  i  pere 

Si  COR  a  celes  estes  pere, 

Qui  n'o[n]t  aide  ne  secors." 

Des  or  s^en  part  Gauvains  le  cors. 

2515    „Quant  vos  mont^s  sor  vo  cheval, 
Quant  vos  avr^s  pass^  •!•  val," 
Font  les  puceles,  „la  devant, 
Se  li  venr^  ja  au  devant. 
II  ala  cele  voie  a  destre." 

2520    Et  eil  qui  a  grant  talent  d^estre 
Lui  et  le  chevalier  ensanble, 
Se  haste  tant  qu*a  lui  asanble. 
Et  de  ce  fait  bien  a  savoir, 
Que  d^asds  lonc  li  fist  savoir 

2525    Qu'il  le  ferra,  s^il  ne  se  gar[de.] 
Et  eil  fierement  le  ragarde, 
Si  fait  sanblant  que  poi  le  prist. 


2495  je  en.  —  2500  Que.  —  2502  m  (F.).  —  2509  gr.  Init.  — 
2513  {F.).  —  2525  {F.).  —  2527  oben  auf  der  nächsten  Seite  unverändert 
wiederholt. 


75 


Uescu  par  les  enarmes  prist  f.  IBOd 

Et  le  cief  del  ceval  retorne. 
2530    Mesire  Gauvains  se  ratorne 

Si  conme  a  tel  mestier  couvient. 

Li  u[n]s  encontre  Tautre  vient 

Le  grinnor  cors  de  son  ceval, 

Les  lances  baissent  contreval, 
2535    Dont  li  fer  trencent  par  devant, 

Et  tienent  les  escus  avant. 

Au  ferir  point  les  eus  ne  cloent, 

Et  lor  hauberc  qui  les  acloent, 

Sont  tel  qu^il  n'oiit  garde  de  lance. 
2540    Li  uns  Fautre  a  terre  balance. 

Tels  cols  se  sont  don^  es  pis, 

Ne  sai  qui  de  la  lance  ait  pis 

Ne  cui  plus  en  soit  mescheu, 

Mais  a  la  terre  sont  ceu. 
2545    Puis  sont  tuit  [-H-]  en  pi^s  sailli. 

Le  Chevalier  a  asailli 

Gauvain  a  s'espee  d'acier. 

Cil  qui  ne  Fainme  ne  tient  cier, 

As  cols  ferir  bien  se  descuevre. 
2550    Gauvains  de  son  escu(e)  se  cu[e]vre. 

Et  eil  li  depece  et  detrence 

A  Fespee  qui  mout  bien  trence, 

A  terre  en  abat  mainte  piece. 

Si  se  conbat  Gauvains  grant  piece^ 
2555    Qui  mains  fiert  cols  quHl  ne  repoit. 

Por  •!•  petit  qu'il  nel  de9oit 

Son  conpaignon  as  cols  partir; 

Gar  quant  de  lui  quide  partir 

Por  lui  reposer  de  l'asaut, 
2560    Gauvains  enmi  le  vis  li  saut, 

Sei  fiert  et  travaille  et  tormente 

Si  que  eil  est  en  grant  tormente, 


2532  (F.).  —  2537  ex.  —  2550  (F.). 


76 


Quant  l'alainne  li  est  rescouse, 

N'il  n^atent  mais  nule  re[s]cosse 
2565    Se  de  lui  non  et  de  sa  [for]ce. 

Gauvains  de  lui  ferir  s'esforce, 

S'espee  en  l'elme  li  e[u]bat, 

Por  •!•  petit  qu'il  ne  Tabat, 

Quant  il  le  vit  a  lui  retraire. 
2570    Ne  vos  puis  tos  les  cols  retraire, 

Dout  il  sont  mout  entrelaidi, 

Mais  en(s)  la  fin,  [con]  je  vos  di, 

En  venist  Gauvains  au  desus, 

Quant  il  se  traist  •!•  poi  ensus. 
2575    Si  fist  cortoisie  et  raisson, 

Qui  celui  a  mis  a  raisson: 

De  son  non  [Fenquiert]  de  recief. 

Cil  dist:  „J^en  perdroie  le  cief, 

Que  il  par  force  vos  fust  dit,  f.  130  e 

2580    Quant  par  amors  Tai  escondit." 

Gauvains  dist:  „Ce  n'est  pas  savoir, 

Car  se  vos  volles  savoir 

Le  mien  non,  par  Saint  Ydevert, 

II  vos  serroit  tost  descouvert 
2585    Et  Sans  nule  men9oiQgne  apris." 

—  „Por  ce,"  fait  [eil],  „que  poi  te  pris 

Le  te  demanc,  si  le  me  di!" 

Et  Gauvains  lu^s  li  respondi: 

„Certes,  Gauvains  sui  apiel^s." 
2590    —  „Quant  de  bataille  m'apiel^s," 

Fait  li  Chevaliers,  „a  droiture, 

N'est  mie  raisons  ne  droiture, 

(Car)  je  sui  Gaheri[^]s  sans  faille. 

Drois  est  que  la  mellee  faille; 
2595    Si  alons  aillors  querre  asaut!" 

Adont  li  uns  vers  Tautre  saut, 

Si  s'entrebaissent  et  joissent 


2564  (F.).  —  2565  de  farce  {F.).  —  2567  (F.).  —  2572  (F.).  —  2593  (F.). 


77 

Et  en  lor  cu[e]rs  mout  s'esjoissent 

Que  trovä  s'ont  par  tel  asai. 
2600    Ce  dist  Gauvains:  „Sans  faille  sai 

Que  mout  estes  preus  et  seur, 

Mais  devant  soi^s  aseur 

Que  proeche,  si  con  moi  sanble, 

Vaut  mains,  quant  orguels  s^i  asanble." 
2605    Dist  Gaheri[^]s  qui  (pas)  ne  s'ire: 

„Mesires  estes  vos,  mesire, 

Si  ert  li  cans  si  mesur^s 

Que  mais  en  ere  amesur^s; 

Et  s^il  vos  piaist,  dWe  en  avant 
2610    Cevaucons  ariere  et  avant." 

Si  cont[e]  l'uns  (a)  Tautre  son  estre.  .  .  . 

„Ci  ne  fait  pas  longes  bon  estre." 

Apr^s  cest  mot  sont  retorn^ 

Et  sont  au  pavillon  torn^, 
2615    U  la  damoissele  atendoit 

Gauvain  qui  tos  jors  atendoit 

A  totes  les  dames  servir, 

Et  por  lor  amor  deservir 

S'est  al^s  maintes  fois  conbatre. 
2620    „Gauvains  sot  bien  orguel  abatre," 

Fait  la  pucele  a  ses  mescines. 

—  „Madame,  il  en  fait  les  mechines 

A  sa  trenchant  espee  nue. 

N'a  tel  Chevalier  sous  la  nue 
2625    N'en  la  terre,  si  con  moi  sanble(e)." 

Trestoutes  le  loent  ensanble 

Et  dient  qu'il  vaut  autres  -C-. 

Et  mesires  Gauvains  descent, 

Si  prent  son  frere  par  le  main. 
2630    „Cest  Chevalier,"  fait  il,  „amain 

Faire  droit  a  vostre  merchi."  f.  130  f 

Et  cele  dist:  „Vostre  merchi." 


2598  felilfent.  —  2605  (F.).  —  2612  fogef.  —  2613  gr.  IniU 


78 


Fait  cele  qui  bien  ert  aprise: 
„Legiere  en  ert  Vamende  prise, 

2635    Quant  il  me  vient  offrir  droiture." 
Mesire  Gauvains  a  droiture 
Son  frere  a  la  pucele  acointe, 
Et  si  conme  orguillous  et  cointe 
Le  trova  premiers,  tot  li  conte, 

2640    Si  con  o'i  av^s  le  conte. 
Cele  en  aoure  Diu  et  loe, 
Et  en  apr^s  lor  prie  et  loe 
QuWeuc  eles  soient  la  nuit. 
Ja  n'avront  rien  qui  lor  anuit 

2645    „5^iens,"  fait  ele,  „se  je  puis." 
Et  mesire  Gauvains  dist  puis 
Que  il  ne  puet,  90  est  la  fin, 
Car  volentiers  trairoit  a  fin 
D'un  afaire  qu'il  ot  enpris. 

2650    Apr^s  cest  mot  a  congie  pris. 
Quant  la  pucele  o  sa  querele, 
De  rien  puis  nule  nes  querele, 
Car  bien  li  ont  rendu  son  droit. 
Ens  el  cemin  qui  plus  va  droit, 

2655    A  Carlion  sont  avoi^s. 

Lors  dist  Gahairi^:  „Voi^s! 
Connisi^s  celui  qui  la  vient? 
Chevaliers  est,  mout  li  a vient 
Trestous  ses  aparals  ensanble. 

2660    Ses  escus  d^ermine  resanble, 
S'a  en  mi  •!•   vermel  lion. 
II  vient  droit  devers  Carlion. 
Mout  par  li  feroit  bon  enquerre 
Des  novieles,  et  qu^il  va  querre, 

2665    Car  seus  san  conpaignon  chemine." 

—  „Je  connois  bien  Tescu  d'ermine," 
Fait  Gauvains,  „au  lion  par  mi: 


2648  volentr.  —  2651  ofa.  —  2652  ne  les.  —  2655  gr.  Init. 


79 

II  est  freres  Samira(ra)mi, 

Et  s'est  bon  Chevaliers  et  biel  .... 
2670    En  Tescu  au  Hon  labiel, 

Par  coi  jo  ai  le  voir  apris. 

Ses  ainn^s  frere  est  de  grant  pris, 

Qui  tels  [armes]  san(le)  labiel  porte. 

Se  eil  nule  noviele  porte, 
2675    11  le  dira,  ja  n'iert  si  cointe. 

II  est  piech^a  de  moi  acoi[n]te." 

Que  qu^ensi  parloient  ensanble, 

Li  Chevaliers  a  eis  asanble, 

Qui  chevaucoit  plus  que  le  pas. 
2680    Gauvain  connut  en  es  les  pas, 

Se  li  dist:  „Sire,  bien  vingni^s! 

Hast^s  vos  que  bien  tost  viegnids! 

De  vos  mais  de  Honbaut  —  m^esfroi  —        f.  131a 

Est  li  rois  mout  en  grant  esfroi 
2685    Et  de  vostre  serour  ensanble. 

Je  nes  vi  puis,  si  con  moi  sanble. 

Dites  moi,  v(u)ont  il  autre  voie?" 

—  „Grant  talent,"  dist  Gauvains,  „avoie 
De  vos  novieles  demander.'^ 

2690    —  „Li  rois  ne  fine  de  mander 

Chevaliers  en  pluissors  parties, 

Car  trop  sont  ses  gens  departies, 

Se  li  anuie  mout  et  coste. 

Puis  Fissue  de  Pentecoste 
2695    Qu^il  vos  conmanda  cest  affaire, 

A  lui  ne  vi  bei  sanblant  faire, 

Mais  a  poi  qu'il  n^esrage  d'ire." 

—  „De  ma  seror  oistes  dire," 
Fait  Gauvains,  „se  ele  revi(e)nt?" 

2700    —  „Sire,"  fait  eil,  „se  ce  nWi(e)nt 
Puis  or  ains  endroit  miedi, 
Por  voir,  sans  faille  le  yos  di 


2673  fanle  labiel  leporte.  —  2676  {F.).  —  2684  gr.  Init  —  2686  nel. 


80 


Qu^ele  n'est  mie  retornee." 

—  „Dont  tien  ge  m'oirre  aconperee," 
2705    Fait  Gauvains,  „se(s)  eis  mos  est  voir. 

Conment  le  cuidi^s  vos  savoir 
Qu^ele  n'est  mie  revenue?" 

—  „Ce  serroit  grans  desconvenue, 
Sire,  se  jel  dissoie  a  certes 

2710    Por  nul  sanblant  n^a  gas  n'a  certes, 
Se  nel  savoie  bien  sans  faille." 

—  ,,Je  ne  cuic  que  painne  me  faille," 
Fait  mesire  Gauvains,  „nul  jor. 

Cil  n'ainme  mie  mon  sejor, 
2715    Qui  sans  mon  gr^  Ven  a  portee; 

Mal  a  enploi^  sa  pensee. 

De  90  que  il  ensi  Ten  porte, 

En  grant  folie  se  deporte, 

Se  jel  puis  trover  nule  part." 
2720    „Certes,  a  la  vengance  part," 

Dist  Gaheri[^]s,  „se  jel(e)  truis. 

A  Teure  soit  mes  cors  destruis 

Qu^en  nul  liu  face  mais  sejor, 

Des  que  j^apercevrai  le  jor, 
2725    Ains  en  averai  vraie  ensaingne." 

Gauvains  au  chevalier  ensaingne, 

Tos  sans  outrage  et  sans  desroi^ 

Les  mos  qull  veut  mander  le  roi. 

Et  eil  qui  fu  cortois  et  sage, 
2730    Li  dist  qu'il  fera  le  mesage 

Mout  volentiers,  et  puis  apr^s 

Cevaucera  et  lonc  et  pres 

En  meisme  ceste  besoigne. 

Et  dist  Gauvains:  „II  m'est  besoingne 
2735    Et  si(s)  m'est  biel  et  bon  me  sanble  f.  131b 

Que  vos  di^s  a  tos  ensanble, 

La  bonne  mainnie  de  pris, 


2704  tienge.  —  2713  gr.  Init.  —  2721  (F.). 


81 


Que  de  Paventure  ai  mespris, 
Por  90  c'au  mains  en  pesera. 

2740    Maint  grant  fais  en  soupesera 

Que  por  m^amor  que  por  son  pris, 
Taut  que  li  drois  en  serra  pris, 
Car  en  eis  ai  mout  grant  fiance. 
Si  faic  tel  veu  et  tel  fiance 

2745    A  Damediu  et  a  ses  sains, 

Que,  tant  con  mes  cors  serra  sains, 
Ne  sejornerai  fors  la  nuit, 
Cui  qu^il  desplaisse  ne  anuit, 
Ains  orai  de  celi  noviele^ 

2750    Dont  ire  au  euer  me  reno viele 
Par  mon  folement  contenir, 
Et  Sans  conpaignie  tenir 
A  nul  Chevalier  nule  part." 
Adont  Tuns  de  Fautre  se  part 

2755    Tos  desconsilli^s  et  plourans, 
Si  brocent  les  cevaus  corans, 
Et  cascuns  d^els  sa  voie  atorne. 
Et  eil  qui  a  la  cort  retorne 
Chevauca  tant  que  il  i  vint. 

2760    Plus  tost  que  pot  au  roi  en  vint, 
Se  li  dist  son  mesage  et  conte, 
Si  con  Ol  av^s  el  conte, 
Conment  Gauvain  est  avenu; 
Puis  est  as  Chevaliers  venu, 

2765    Si  lor  conte  tot  en  apert. 

Kes,  li  senescaus,  dist  qu'il  pert 
D^armes  onneur  et  pris  et  los, 
Cil  ki  kerra  consel  ne  los 
A  remanoir  de  ceste  queste. 

2770    „J^en  cuic  en  main  liu  faire  queste," 
Ce  li  dist  E[rec],  li  fils  Lac. 
—  „Par  foi,"  dist  Lanselos  dou  Lac, 


2745  gr.  Init  —  faint.  —  2762  en  {Br.).  —  2771  -E- 
Stürzinger,  Uonbaat. 


82 


„Je  n^i  be  mie  a  remanoir." 

Et  li  sires  de  Bielmanoir 
2775    S'en  vante  et  Caradu^  Bri^sbras 

Mout  prisseroit  petit  ses  bras. 

„Certes,"  ce  dist  Gales  li  Gaus, 

„Se  de  bataille  ne  sui  caus, 

Se  j'en  puis  venir  en  asai." 
2780    Et  dist  Saigremors:  „Je  ne  sai, 

U  DOS  le  devons  aler  querre, 

Mais  on  en  doit  par  tot  enquerre, 

Si  que  caseuns  en  soit  tos  las." 

—  „Vos  dites  voir/'  ce  dist  Tallas, 
2785    Li  biaus,  li  prous,  de  Rougemont, 

„Je  le  querrai  par  tot  le  mont, 

Tant  que  li  voirs  m'en  serra  dis."  f.  131c 

Nus  n'est  de  Faler  escondis, 

Caseuns  s'en  fait  mout  talentis. 
2790    Lors  se  departent  sans  estris 

Tot  ensanble,  ce  vos  con  gi^, 

Et  li  rois  lor  donne  congi4 

Et  volentiers  l'aler  otroie. 

Ki  lor  donnast  Fonor  de  Troie 
2795    En  son  demainne  a  maintenir, 

Nes  fesist  il  pas  remanir 

Et  dist  que  il  nel  fera  pas. 

Ja  nel  tenra  mors  ne  trespas 

Ne  grans  june  ne  (grans)  castiaus  fors, 
2800    Consaus  ne  los  ne  desconfors 

Que  nus  el  mont  li  sace  aprendre, 

Que  il  n'en  voist  vengance  prendre 

De  cel  qui  sa  niece  a  enblee. 

„Par  grant  otrage  nos  enblee," 
2805    Dist  Kes,  „Gauvains,  vostre  neveu. 

Ce  poisse  moi  qu'il  ne  fait  weu 


2774  biel  manoir.  —  2775  caraduc  brief  braf.  —  2776  lorf.  —  2781 
Leu.  —  2783  gr.  Init. 


83 

De  guerpir  outrage  et  desroi." 

Tels  parole[s]  devant  le  roi 

Dist  li  senescals  par  ranprone, 
2810    Et  de  ses  conpaignons  ranprone, 

Quant  il  trove  okisson  por  coi; 

Si  ert  as  armes  [preus  et]  quoi 

Et  chevaleros  et  hardis, 

Mais  tant  estoit  de  felons  dis 
2815    Et  mout  estoit  hais  a  cort. 

Mout  estoit  pris  lor  termes  cort 

D^erer,  c^au  matin  sont  meu. 

Mout  volentiers  sont  esmeu 

Tot  eil  de  la  Table  Reonde. 
2820    En  tot  le  mont  a  la  reonde 

Dient  qu^il  ne  savront  asa[i] 

Ne  fort  trespas  divers  ne  lai, 

Que  cascuns  volentiers  nl  aille, 

Quar  bien  cuident,  nus  tant  ne  vaille, 
2825    Qui  contredire  puist  lor  buen; 

Car  il  sont  tuit  Chevalier  buen, 

Proisi^  d'armes  de  grant  re(g)non. 

Y[v]ain  et  Lanselot  vos  non, 

Erec  et  Giflet,  li  fius  Du^, 
2830    Tal  las,  Yder  et  Caradu^, 

Saigremor  et  Gales  li  Gaus, 

Li  dis[mes]  Kes  li  seneskaus: 

Gels  prist  li  rois  en  sa  conpaigne. 

Nus  plus  a  iui  ne  s'aconpaigne 
2835    Fors  cels   -X-   que  il  mainne  o  Iui. 

Mout  des  autres  s^en  vont  par  Iui 

Et  -Uli.  ensanble  et    IlL  et  -II-. 

S'a  9aus  avient  anuis  ne  deus 

Et  de  son  cors  travauls  et  painne,  f.  131  d 

2840    —  Por  ce  cascuns  de  cels  se  painne  — 


2811  gr.  Init  —  2812  qvoj.   —  2822  fai.    -   2830  Carlef.  —  2831 
Sargremor  {F.).  —  2832  Lidif.  -  2835  .11-. 


84 


Ja  nel  tenra  on  a  mervelle. 
Li  rois  Artus  mout  s^esmervelle 
Au  vespre,  vers  la  fin  dou  jor, 
Que  Sans  faire  nului  sejor 

2845    Ont  taut  pass^  de  la  contree, 
Qu^il  n'ont  aventure  trovee, 
Ne  veue,  dont  il  soit  conte, 
A  •!•  castiel  d^un  rice  conte 
—  Ses  hom  ert  et  de  lui  le  tint  — 

2850    Vint  cele  nuit,  si  se  contint 

A  grant  deduit  et  a  grant  aisse, 
Car  il  mout  volentiers  Faaisse, 
Qui  del  castiel  ert  maistre  et  sire. 
De  sa  venue  pas  ne  s'ire, 

2855    Mais  a  lui  venir  tos  s^otroie. 

Qui  li  donast  -II-   mars  de  Troie, 
•II-  soumiers,  tos  carci^s  d'avoir, 
Ne  li  fesist  tel  joie  avoir 
Con  de  la  venue  le  roi. 

2860    Del  herbergier  prist  tel  conroi 
Con  il  estuet  a  tel  afaire. 
Ne  vos  vel  demourer  l'afaire, 
Mais  lu^s  que  Dius  dona  le  jor, 
Li  rois  n^i  vaut  faire  sejor 

2865    Por  proiere  ne  por  prou messe, 
Ains  s'en  parti  apr^s  la  messe 
H  et  si  conpaignon  ensanble 
Et  vount  parlant,  si  con  moi  sanble, 
De  gas  et  de  biele  parole. 

2870    Que  que  l'uns  d^ex  l'autre  aparole 
Por  soulassier  et  por  deduire, 
Mout  s'esmaient  qui[s]  puist  conduire 
Outre   •!•   grant  eue  qu'il  voient. 
Le  cemin  cele  part  sWoient 

2875    Trestout  droit  vers  l'eue  parfonde, 

2844  gr.  Init. 


85 

Qui  si  lee  ert  que  d\ine  fonde 

De  mangonniel  ne  de  perriere 

Ne  jetast  outre  la  rieviere, 

Mien  ensient,  a  -IlII-  fois. 
2880    „Cius  passages  nos  est  defois," 

Fait  li  rois  Artus,  „ce  me  sanble." 

Tos  lor  frains  guencissent  ensanble 

Droit  a  senestre  contre  mont. 

Entre  le  riviere  et  le  mont 
2885    Ont  bien  cevauci^  ♦!•   leue, 

Tant  qu'en  la  rive  de  cele  eue 

Ont  •!•  uef  veu  ester. 

Lors  n^ont  plus  talent  d'arester, 

Ains  cevaucent  droit  cele  part. 
2890    Kels,  li  senescals,  d^els  se(n)  part 

Et  vait  devant  plus  d'une  arcie  f.  131  e 

La  u  vit  la  nef  ataeie; 

Et  voit  •!•  Chevalier  soventre, 

Qui  tot  a  pi^  en  la  nef  entre 
2895    Et  son  ceval  fait  apr^s  traire. 

Mout  en  sorent  bien  a  cief  traire 

Doi  vilain  qui  sont  environ, 

Et  tint  cascuns   •!•  aviron 

Dont  la  nef  mainnent  au  passage. 
2900    „Par  Saint  Denis!  n^estes  pas  sage," 

Fait  li  senescals  as  vilains, 

„Ki  cel  vassal  la  passes  ains 

Que  le  roi  Artu  qui  ci  vient. 

Iceste  cose  pas  n'avient, 
2905    Car  li  rois  passera  avant 

Seurement/^  —  „Yen^s  avant, 

Por  l'amor  Diu,  mesire  Ke," 

Fait  eil  qui  ert  dedens  la  ne, 

„On  fera  quanques  vos  vaudrois, 
2910    Car  ce  est  bien  raissons  et  drois 

2881  gr.  Init 


86 


Que  on  face  vostre  talent." 

Li  senescals  ne  fu  pas  lent, 

Quant  il  entent  qui(l)  Faparole: 

As  armes  et  a  la  parole 
2915    Le  connut,  qiiant  il  le  regarde. 

„Certes  ne  m^en  donoie  garde, 

Gauvains,  que  vos  fuissi^s  ici. 

De  par  mon  signor  vos  merchi, 

Et  bien  i  a  raison  por  quoi, 
2920    Quant  oqnison  trov^s,  por  quoi 

I  piaist  mesire  a  cevaucier. 

Mout  par  vos  en  doi  avoir  cier, 

N'i  a  cose  qui  mout  n^aviegne." 

An9ois  que  li  rois  Artus  viengne, 
2925    Parolent  issi  eil  vassaus. 

„Une  costume  a  eis  vaissiaus," 

Font  eil  qui  le  doivent  mener, 

„Dont  mout  se  doivent  regarder 

Tot  eil  qui  passent  a  ceste  iaue." 
2930    „Mors  i  fu  mes  pere  et  mon  aue," 

Fait  li  uns  d'els,  „dont  mout  me  poisse. 

Cis  vaissiaus  mout  durement  poisse, 

Quant  eil  sont  per,  qui  sont  dedens, 

Que  tos  envers,  non  mie  a  dens 
2935    En  mi  lieu  de  cele  eue  afondre. 

Tant  en  i  avons  veu  fondre, 

Bien  nos  en  doit  menbrer  todis. 

Or  n^i  poroient  paser  dis 

]SI[e]    XIIII.  ne  .X-VlII.. 
2940    Mout  serroit  or  cis  vaissiaus  wit, 

Se  il  n'i  passoient  fors   -II-, 

Sor  eis  avertiroit  li  dels, 

Car  il  les  couvenrroit  noier.  f.  131f 

Por  ce  si  ne  vos  quier  noier, 
2945    A  tos  cels  qui  veulent  passer: 


2915  gr.  Init.  —  2934  enevf  oder  ene'vf.  —  2935  gr.  Init.  —  2939  (F.). 


87 


Au  fil  de  Feue  trespasser 

Est  tos  tans  li  vaissiaas  asis. 

Cr  n'i  poroient  passer  -VI- 

Ne    Xll.  ne  -XYI-  ne  vint." 
2950    —  „Ainc  mais  tels  mervelle  n'avint," 

Fait  li  senescals,  „ce  me  sanble." 

—   „Et  quant  il  sont  non  per  ensanble 

Si  conme  .XIIL  et    X-VIIII., 

Adont  ne  doutons  nos  •!•  ouef/' 
2955    Fait  eil,   „quant  non  per  sont  par  conte." 

Kels,  li  senescals,  au  roi  conte 

Tot  90  qu'il  a  illuec  apris. 

,,Dont  nos  en  est  il  mout  [bien]  pris," 

Fait  se  li  rois,  „se  Dius  me  gart, 
2960    -XI-  soumes,  au  mien  esgart 

Tot  Sans  cels  qui  nos  passeront. 

A  aisse  et  aseur  serront, 

Car  nos  soumes  non  per  par  conte." 

Kels,  li  senescals,  au  roi  conte 
2965    Tantost  de  Gauvain,  son  neveu, 

Et  li  rois  dist:  „Je  faic  •!•  veu. 

Sei  tenrai,  par  ma  destre  main, 

Que  nel  verra  hui  ne  demain 

Nul  de  nos   -X-   que  onques  puisse 
2970    En  la  nef(e)  n'en  liu  u  je  puisse 

Que  bien  i  puet  tos  seus  passer 

Et  tos  ses  avoirs  amasser. 

Et  il  et  ses  cevals  ensanble 

I  passera  bien,  ce  me  sanble." 
2975    Cil  ont  Gauvain  outre  pass^, 

Puis  sont  ariere  rapass^ 

U  li  rois  Artus  les  atent 

Et  si  conpaignon  ensement. 

De  la  nef  li  content  Fusage 


2954  toutons  {F.).  —  2959  gr.  Init.  —  2966  fait.  ~  2971  gr.  Init. 


88 


2980    Et  si  Ten  ont  mout  [par]  fait  sage 

De  quantques  au  senescal  dit  orent. 

Li  Chevalier  plus  ne  demourent, 

En  la  nef  entrent  erranment 

Tot  ensanble  conmunaument. 
2985     -XIII-   furent  as  notonniers 

Qui  les  passerent  volentiers 

Sans  euconbrier  et  sans  anui. 

Aseur  sont;  n'i  a  celui, 

N'en  soit  li^s,  quant  sont  ariev^. 
2990    De  Fautre  part  ens  en  •!•  pre 

S'en  issent  de  la  nef  au  port. 

A  grant  joie  et  a  grant  deport 

En  monterent  sor  les  cevals, 

Si  trespassent  et  mons  et  vaus 
2995    Et  quant  avant  furent,  si  voient  f.  132  a 

ün  chemin,  cele  part  s^avoient. 

Dont  fu  bien  de  herbergier  eure. 

Un  castiel  voient  sans  demeure, 

U  il  se  vauront  herbergier. 
3000    Au  castiel  tramet  sans  targier, 

[Qu'Jostel  prendent,  -IL  che  valier, 

Preu  et  hardi  et  fort  et  fier: 

Saigremors  fu  Tuns,  l'autres  Kels. 

A  esperons  s'en  vont  ans -11  • 
3005    Et  trespassent  parmi  la  porte. 

Un  Chevalier  qui  se  deporte 

Esgarde  Ke  et  Sagremor. 

Desous  l'onbre  d^un  sicamor 

Juoit  eis  Chevaliers  as  tables. 
3010    Bien  pert  baillius  et  connestable[s] 

Et  auques  ert  de  biel  aaje, 

Par  sanblant  ert  cortois  et  sage. 

Quant  eil  s'ont  de  lui  aproci^s, 

Tantost  est  sor  ses  pi^s  dreci^s, 


2993  gr.  Init.  —  3013  lies  sont  (?);  vgl.  aber  s'ont  2599  [Br.). 


89 

3015    Si  les  salue  en  es  les  pas. 

Encontre  vait  plus  de  -X-  pas, 

Descendre  les  fait  sans  plus  dire 

De  biel  sanblant,  n'est  mie  a  dire, 

Que  il  volentiers  ne  Vi  face. 
3020    Et  Kels,  li  senescals,  le  sace 

D'une  part  par  le  petit  doi: 

„Sire,"  fait  il,  „dire  vos  doi 

Que  li  rois  Artus  vient  ici 

Herbergjier."  —  „La  soie  merchi," 
3025    Fait  eil  qui  cortois  ert  et  sage, 

„Nos  en  serrons  tot  -III-  message 

A  ma  dame  la  sus  amont, 

Par  couvent  que  en  tot  le  mont 

N^a  si  cortoisse  remanant; 
3030    Si  est  as^s  rice  et  manant 

Et  biele  et  je[n]te  et  acesmee. 

Mout  vauroit  qu'ele  fust  amee 

D'aucun  de  la  Eeonde  Table, 

Qui  fust  baillius  et  connestable 
3035    De  cest  pais  ici  alu^s." 

*     Et  Kels,  li  senescals,  dist  lu^s: 

„S^ele  est  de  mon  signor  acointe, 

A  biel  Chevalier  et  a  cointe 

L'avra  erranment  consillie." 
3040    —  „Ne  serra  pas  desconsillie," 

Fait  eil,  „se  li  rois  le  marie, 

Ne  n'en  serra  point  esmarie 

La  jent  qui  maint  en  ceste  honnor. 

Encor  Fen  fait  mout  grant  honnor, 
3045    Quant  il  vient  ci,  si  con  moi  sanble." 

Puis  s^en  tornent  trestout  ensanble 

Tot  droit  en  [la]  sale  pavee.  1132  b 

La  pucele  est  contre  eis  levee, 

Si  tost  conme  venir  le  voit. 


3019  gr,  Init  —  3031  {F.). 


90 


3050    O  li  -VI-  puceles  avoit 
Et  Chevaliers  desi  a  -X-. 
D^un  roumant  oent  •!•  biaus  dis, 
La  pucele  le  faissoit  lire. 
Legierement  le  puet  eslire 

3055    Mesire  K[es]  qui  laiens  vient^ 
Car  nule  a  sa  biaut^  n'avient, 
Totes  ont  failli  a  cest  saut. 
K[es]  li  dist:  „Biele,  Dius  vos  saut 
Et  vostre  conpaignie  ensanble! 

3060    Li  rois  Artus,  si  con  moi  sanble, 
Vient  anuit  herbregier  ici." 
—  „Sire,  la  soie  grant  merchi," 
Fait  cele  qui  grant  joie  en  ot, 
Et  puis  demande  a  Tautre  mot, 

3065    Se  mesire  Gauvains  i  vient. 

Et  K[es]  qui  a  voir  dire  avient 
Li  dist:  „Nenil,  ma  dame  eiere!" 
Ca  Ten  poise,  mais  a  sa  eiere 
Ne'  s'en  puet  nus  apercevoir. 

3070    Se  vos  en  vel  dire  [le]  voir: 
Enperere  ne  rois  ne  conte 
N'ot  tel  ostel,  ce  dist  li  conte, 
Qu'ot  li  rois  Artus  cele  nuit. 
II  n'orent  rien  qui  lor  anuit 

3075    Ne  qui  lor  doie  desse'ir. 

De  vers  Jons  ont  fait  lor  se'ir, 
Covers  de  bon  vers  dras  de  soie. 
Et  cre^s  bien,  u  que  je  soie, 
Se  il  est  nus  qui  vos  en  mente, 

3080    Encens  ne  muglias  ne  mente 
N'eut  plus  souef  que  li  osteis, 
Et  [si]  ert  bien  seurs  et  tels 
Au  roi  Artu  et  a  sa  gent. 


3061  gr.  Init.  —  3068  Cele  enpoise.  —  3070  {F.).  —  3073  qd  {¥), 
3076  Deuerf.  —  J083  gr.  Init 


91 


La  preus,  la  cortoisse  au  cors  gent, 
3085    Ki  de  riens  n'estoit  a  apren dre, 

En  fist  a  tel  la  eure  prendre, 

Qui  bien  savoit  qu'i  li  couvient. 

Outre  gre  contre  le  roi  vint 

Et  fu  Sans  guimple  desl[i]ie  (1) 

3090    Et  n'ot  pas  le  langue  liie,  (3) 

Mais  a  bien  parier  esmolne.  (4) 

Cortoissement  le  roi  salue  (2) 

Et  ses  conpaignons  aveuc  lui. 

Puis  baille  a  cascun  a  par  lui 
3095    •IUI-  vai^s  a  lui  servir, 

Qui  por  lor  armes  deservir 

Sont  tot  a  la  pucele  ensanble, 

Jentil  ome,  si  con  moi  sanble, 

Si  met  cascuns  en  servir  painne,  f.  132  c 

3100    Et  li  uns  por  l'autre  se  painne 

Si  que  li  rois  mout  s^esmervelle. 

Or  vos  dirai  une  mervelle, 

Que  ja  n^en  mentirai  de  mot. 

En  la  canbre  la  pucele  ot 
3105    Une  imagene  si  entaillie 

—  C'uns  engingnieres  ot  taillie 

Si  adroit  que  n^i  ot  que  dire  — 

Que  de  sanblant  n'i  ot  a  dire, 

Con  mesires  Gauvains  avoit, 
3110    A  tesmong  celui  qui  le  voit, 

Que  rimage(s)  itels  ne  fust. 

Si  ert  entaillie  de  fust 

Si  adroit  et  en  tel  sanblant 

Que  ja  nus  hon  por  nul  sanblant, 
3115    Tant  fust  ne  percevans  ne  cointe 

Qui  tant  fust  [de]  Gauvain  aeointe, 

Se  l'imagene  esgardast  el  vis 


3088  Autre.  —  3089  deflie.  —  3092  steht  in  Es.  zwischen  3089  ujtd 
3090,  wie  die  Ziffern  in  ()  andeuten.  —  3105  gr.  Init.  —  3115  fift  {Br.)  — 
neperceuaus  {F.), 


92 


Qu'il  ne  [li]  fust  mout  [bien]  avis 

Qu'il  vei'st  Gauvain  en  apert. 
3120    Et  se  cele  s'entente  i  piert, 

Qui  por  la  soie  amor  Tesgarde, 

—  Amors  ne  Fainme  ne  n^esgarde  — 

Si  Fainme  plus  que  nule  rien. 

Onques  nel  vit,  saci^s  le  bien, 
3125    Onques  n'ot  de  lui  veir  aisse. 

Saci^s  qu'ele  n^estoit  pas  aisse, 

Quant  onques  ne  vit  ce  qu^ele  ainme. 

Diu  en  prie  mout  et  reclainme 

C'ains  que  fust  morte,  li  mostrast 
3130    Son  euer,  tant  que  li  demostrast 

Aucune  rien  de  son  pens^ 

U  ele  a  tante  nuit  pens^, 

Tant  que  son  cors  tint  a  damage. 

Et  por  ce  fist  faire  l'imagene 
3135    A  •!•   engineor  mout  fort. 

Illuec  sont  tuit  si  reconfort, 

Car  ele  mout  souvent  Tesgarde; 

Mais  peu  de  gent  s'en  prendent  garde, 

Car  en  sa  canbre  nus  nen  entre. 
3140    Souspire  mout  del  euer  del  ventre, 

Quant  Gauvains  n'est  aveuc  le  roi. 

Del  herbergier  prent  tel  conroi 

Con  il  couvient  a  tel  ostel. 

Leu(e)r  chevans  a  fait  establer 
3145    Et  puis  les  ont  fait  desarmer; 

Rices  dras  lor  fist  aporter, 

Si  les  a  tos  bien  afubl^s 

Et  en  la  sale  les  (a)men^s; 

Si  vont  seir  en  plusors  leus, 
3150    Tant  que  il  fu  termes  et  leus 

C'on  doie  au  mangier  aseir.  f.  132  d 

K[es],  li  senescals,  vai  se'ir, 


3122  (F.).  —  3129  aiuc.  —  3133  ting.  —  3148  (F.). 


93 


Lui  et  Giflet  tos  premerains, 
Puis  esgarderent  par  lai(ent)ens. 

3155    La  canbre  voient  biele  et  cointe 
Et  mout  estoit  ricement  pointe. 
S'en  parolefnt]  entr^els  ensanble, 
Et  Kes  et  Gifl^s,  ce  me  sanble, 
De  la  canbre  qui  mout  pert  rice. 

3160    Li  canberlens  fu  fols  et  nice 
Que  tot  Fuis  ot  laissi^  ouvert. 
Enmi  le  canbre  un  lit  couvert 
D'une  kiute  de  pale  voit, 
El  siecle  plus  rice  n'avoit. 

3165    Ce  sanble  K[e]  qui  ne  se  mut, 
Que  laiens  ait  Gauvain  veut 
Les  le  lit,  ce  li  fu  avis. 
„Giflet,"  fait  il,  „trai  9a  ton  vis, 
Si  esgarde  ce  que  j^esgart." 

3170    Ce  dist  Gifl^s:  „Se  Dius  me  gart, 
Je  voi  laiens  Gauvain  seir." 
„Ce  vos  doit  mout  plaire  et  seir/' 
Dist  K[es],  „qu'i[l]  est  eis  canberlens. 
N'a  Chevalier  dusques  a  Sens, 

3175    Tant  soit  mauvais  ne  recreans, 
Ne  hom  qui  en  Diu  soit  creans, 
S'il  eust  enpris  cest  afaire, 
Cui  tenist  de  tel  cose  fair[e.J 
Or  a  la  sa  vengance  prisse. 

3180    Mout  est  fols  mauvais  qui  lui  prise, 
Ce  vos  vel  bien  entreconter  .... 
Se  n'est  de  ses  putains  torser: 
De  cel  mestier  est  il  tot  baut. 
S'or  eust  aveuc  lui  Hunbaut 

3185    Qui  sa  biele  suer  li  marie, 

Ce  ne  fust  pas  route  esmarie, 


3157  (F.).  —  3159  peiice.  —  3173  (F.).  —  3174  afent.  —  3178  (^.). 
3183  gr.  Init, 


94 


Qa^i[l]  sont  bon  chevalier  et  preu." 

—  „Gauvains  s'est  ci  avanci^s  peu," 
Dist  Gifl^s,  „en  ceste  venue." 

3190    —  „II  tenra,  je  cuit,  tote  nue 

La  dame  et  rederont  les  cols,-' 

Dist  K[es];  „maldehait  ait  mes  cols, 

Se  tant  n'en  paroil  orendroit 

Que  Tostesse  le  roi  vauroit 
3195    Que  d'autre  cose  eust  servi. 

Trop  malement  a  deservi 

Mesire  Gauvains,  ce  me  sanble." 

A  tant  Ider  o  eis  asanble, 

Qui  ra  veue  cele  cose. 
3200    Erranment  fu  la  porte  close 

Par  •!•   vallet  qui  s'en  issi; 

Por  90  quident  savoir  de  fi. 

Tres  bien  le  cuidoient  savoir;  f.  182 e 

Conmunement  lor  fönt  savoir 
3205    A  tos  les  conpaingnons  ensanble. 

„Signor,"  dist  Gifl^s,  „il  me  sanble 

De  monsignor  Gauvain  mervelle, 

Ainc  ne  veistes  sa  parelle." 

Et  respondire[nt]  tuit  ensanble: 
3210    „Ce  n'est  il  pas,  mais  il  le  sanble. 

Iche  ne  porroit  il  pas  estre." 

—  „Si  m^ait  Dius  qui  me  fist  nestre," 
Dist  Y[v]ens,  „mes  pi^s  et  mes  mains, 
N'est  mie  tels,  90  est  del  mains, 

3215    Et  vos  av^s  tuit  mescoissi. 

II  n'a  cheval  dusqu^a  Oissi 

Tant  sejorn^  ne  si  bien  port, 

Que,  puis  qu'il  nos  guerpi  le  port, 

L'eust  aport^  dusques  chi. 
3220    Ai^Sj  por  Diu,  de  lui  merchi. 


3187  {F.).  —  3198  fauance.  —  3206  Gifelf.  —  3208  AdIc.  —  3209* 
{F.).  —  3210  me  i^  le  fa'blae.  —  3211  croi  nach  pas  hinxugefügt.  —  3214 
delpains  (J5r.).  —  3215  U  alsgr.  Init.  (F.).  —  mefcoülej  {F.).  —  3216  d^ua  {F.). 


95 


S'en  sanbler^s  cortois  et  saje. 
Ne  je  n^i  voi  pont  ne  passage 
Par  u  il  peust  9a  venir." 
—  „Ce  ne  peust  pas  avenir," 

3225    Fait  Lanselo(n)s,  „por  nule  rien. 
Ja  mar  en  dout[er]^s  de  rien, 
Car  neis  li  parlers  me  gri[e]ve." 
A  poi  de  dol  que  K[es]  ne  crieve, 
De  mautalent  devint  tos  caus. 

3230    „Dehait!"  fait  il,  „cui  il  en  caut. 
De  ce  laissi^s,  car  je  Fempire. 
Se  Fostels  le  roi  n^en  fust  pire, 
Si  m'ait  Dius,  qui  qu^il  anuit, 
Jel  desbussese  encor  anuit: 

8235    Si  fust  la  men^onne  acorcie, 
Mais  la  dame  en  serroit  corcie, 
Si  en  feroit  mauvaisse  eiere." 


V 

Si  m'ait  Dius,"  fait  Karadeu. 

3240    —   „Certes,"  fait  Giefl^s,  li  fius  Du^, 
„Trestout  eil  qui  K[e]  en  desdient 
Et  qui  Gauvain  [en]  escondient, 
Ne  fönt  mie  bien  ne  raison." 
—  „Se  le  roi  ne  vient  a  raisson," 

3245    Fait  Yder,  „j'en  dirai  le  voir, 
Tort  a  folie  u  a  savoir." 
Et  K[es]  li  respondi  qui  Tot: 
„Non  fer^s,  voir,  car  Lansselot 
Et  monsignor  Y[ven]  en  poisse." 

3250    —  „Qu'il  porront  metre  en  une  poise 
Vostre  voloir  et  vostre  bien," 
Fait  Lansselos,  „je  vos  di  bien, 
Encontre  •!•  paille  d^avainne. 
Ma  parole  n'est  mie  vainne. 


3227  gue  (F.).  —  3228  crief  (F.).  —  3235  m'co'ne.  —  3239  S  amait. 
3248  Nou.  —  3250  enene. 


96 


3255    Si  me  pardonst  Dius  mes  mesfais, 

Que  je  n'en  ruis  parier  ja  mais."  f.  132  f 

A  tant  demora  li  estris. 

Li  rois  est  au  mangier  asis 

Et  li  Chevalier  aveuc  lui. 
3260    Bien  sont  servi,  et  sans  anui 

Au  mangier  out  loDge[me]nt  sis. 

Des  mes  dont  orent  plus  de  -VI-, 

Furent  bien  servi  li  baron. 

Et  la  dame  de  la  maisson 
3265    Lor  fist  mout  joie  cele  nuit. 

Je  ne  cuic  pas  que  li  anuit 

Del  roi  qui  aveuc  li  mangoit, 

En  son  euer  grant  joie  en  avoit. 

Des  mes  ne  ferai  nule  fable. 
3270    Quant  lev^  furent  de  le  table, 

A  tant  es  vos  •!•  che  valier 

Qui  vient  corant  sor  •!•  destrier. 

Le  roi  salua  tot  avent 

Et  le  conpaignie  ensemaint: 
3275    „Rois  Artus,  je  me  viegn  a  toi 

Et  si  te  dirai  bien  por  coi. 

Gauvains,  tes  ni^s,  est  il  venus?" 

—  „Je  ne  sai  qu'il  est  de  venus," 
Ce  dist  li  rois,  „si  m'ait  Dens. 

3280    Conment,  Honbaut,  estes  vos  tels 
Queens!  laissastes  mon  neveu?'' 

—  „Sire,  c'amender  ne  le  peu. 
Entre  moi  et  lui  en  alames 

Et  no  mesage  au  roi  contames, 
3285    Puis  nos  mesimes  el  retor. 

Ensanble  errames  par  •!•  jor 
Tant  qu'a  Fentrer  d'une  for[e]st 
Trovames  tantost  sans  arest 


3257  gr.  Init.    —    3261   [F,).    —    3266  J  j  {F.).    —    3286  E  nfaub 
elrramef  {F.).  —  3287  (F.). 


97 


Une  damoissele  seant, 
3290    Qui  mout  grant  dol  aloit  menant 

Por  son  ami  et  por  son  pere, 

—  Demenoit  vie  mout  amere  — 

Qiie  -VII-  Chevalier  en  menoient, 

Qui  devant  11  pass^  estoient: 
3295    Li  -IIII-  en  mainnent  son  ami 

Et  li    III-  son  pere  autresi. 

Caseuns  sa  voie  s'en  aloit 

Et  uns  cemins  les  departoit. 

Quant  la  damoisele  nos  vit, 
3300    Mout  fort  a  escrier  nos  prist, 

Et  nos  venimes  la  errant 

Et  mandames  ii  maintenant, 

Por  coi  si  grant  dol  demenoit, 

Et  ele  dist  qu'ele  avoit  droit. 
3305    Tot  maintenant  si  nos  conta 

La  cose,  conment  ele  ala, 

Et  quant  jo  et  Gauvains  Foimes,  f.  133  a 

Del  re[s]corre  nos  aatimes. 

A  la  pucele  nos  donnames 
3310    Et  mout  volentiers  otriames 

Caseuns  Faler  si  con  vaudroit. 

Lors  nos  departi  si  a  droit, 

C'ain  puis  ne  nos  entreveismes 

Que  moi  et  lui  nos  departimes. 
3315    A  la  rescosse  au  pere  alai 

Et  mout  tres  bien  m'en  acievai, 

Que  trestous  -III-  les  desconfi. 

Et  mesire  Gauvains  ausi 

S'en  al[a]  tos  sels  d'autre  part. 
3320    Ainc  puis  nel  vi,  ne  sai  quel  part 

II  ala,  ne  que  11  devint; 

Mais  par  la  voie  que  il  tint 

Ne  puis  veir,  se  Dius  me  gart. 


3297  gr.  Init.  —  alait.  —  3319  (F.). 
Stürziuger,  Honbaut. 


98 


Qu'il  peust  venir  ceste  pari. 

3325    De  lui  ne  sai  que  plus  vos  die, 
Car  ensi  fu  no  departie. 
Et  je  vos  ai  tant  demand^ 
Et  quis  que  je  vos  ai  trov^. 
Mais  par  verit^  or  me  dites, 

3330    S^onques  puis  parier  en  o'ites?" 
Li  rois  li  respont:  „Oil,  voir, 
Tant  en  o'i  ne  sai  de  voir 
Qu'il  me  manda,  hui  a  -III'  jor, 
Que  il  n'averoit  mais  sejor 

3335    Desi  que  il  avroit  trovee 
Sa  seror  et  cele  contree 
U  ele  est  et  qui  Pen  mena. 
Nos  meumes  apres  lui  cha, 
Que  nos  le  cuidames  trover. 

3340    Or  ains,  a  •!•  aigue  passer, 

Me  dist  K[es]  qu'il  l'avoit  veu(e).*' 
Et  lors  li  a  K[es]  respondu: 
„Sire,  ce  fis  mon,  je  le  vi 
Et  puis  que  nos  venime  chi, 

3345    Uai  je  veu  en  cest  ostel." 

—  „Ainc  mais,"  fait  li  rois,  „n'oi  tel, 
Ce  ne  peust  mie  avenir, 
Qu'il  ne  me  fust  venus  veir, 
Puis  que  il  ici  me  seust, 

3350    Je  croi,  pas  repuns  ne  se  fust.'' 
Li  rois  fist  apeler  s'ostesse, 
Qui  mout  estoit  biele  contesse, 
Et  ele  i  est  mout  tost  venue 
En  •!•  bliaut  estroit  vestue. 

3355    Et  li  rois  Fa  dont  demand^: 
„Damoissele,  di  moi  por  De 
Se  90  est  voirs  que  on  me  dist, 
Que  Gauvains  gist  les  vostre  list?'' 

3351  gr.  Init. 


99 


Et  cele  respondi  au  roi:  f.  133  b 

3360    „Sire/'  fait  ele,  „en  moie  foi, 

Ce  n'est  mie  vos  oids  Gauvains: 

De  90  soies  vos  tos  certains, 

Ains  est  •!•  mout  biele  image 

Qui  le  resanble  de  visage, 
3365    Que  j'ai  fait  faire  a  sa  sanblance, 

Car  je  l'ain  de  euer  sans  faillance. 

L'image  est  faite  a  sa  mesure, 

Et  se  il  ja,  par  aventure, 

Se  venist  o  moi  herbergier, 
3370    Quel  conneusse  sans  targier; 

Se  li  diroie  que  je  Fain, 

Et  a  lui  feroie  mon  ciain, 

Que  je  Faim;  si  ne  le  vi  onques/' 

—  „Dame!  or  [le]  nos  montr^s  vos  donques/^ 
3375    Fait  li  rois,  „car  jel  vel  veir." 

Cele  conmanda  a  ovrir 

Sa  canbre  tost  et  erranment 

Et  on  fist  son  conmandement. 

Maintenant  fu  li  canbre  ouverte. 
3380    Cele  prent  le  roi,  si  Tadestre, 

En  sa  canbre  le  mainne  o  soi 

Et  tos  ses  conpaignons,  par  foi, 

Et  quant  tot  furent  entr^  ens, 

Adont  parla  li  quens  Yvens: 
3385    „Dans  K[es],  ce  n'est  mie  Gauvains, 

De  90  soie  fis  et  certains." 

Et  cascuns  l'esgarda  as^s 

De  van  t,  deriere,  de  tos  les. 

Et  dient  que  mout  est  bien  faite 
3390    Et  a  sa  senblance  portraite. 

Lors  s'en  issirent  sans  demor 

Li  lois  et  tot  li  vavasor 

Et  sont  revenu  el  palais. 


3371  lai'  (F.).  —  3372  cla'j  (F.).  —  3379  gr.  Init 


100 


Ne  venr^s  plus  rice  ja  mais. 
3395    Et  si  sergant,  sans  demourer, 

Orent  fait  les  lis  atorner, 

Puis  si  ont  fait  le  roi  coucier 

Et  ses  conpaignons  sans  targier. 

Or  se  dorment  tot  aseur, 
3400    De  nule  cose  n'ont  peur. 

L'endemain,  lues  qu'il  ajorna, 

Li  rois  matinet  se  leva. 

„Dame,"  dist  il,  ,,nos  en  iroumes 

Ne  ci(l)  plus  ne  sejonneronmes, 
3405    Et  ne  vos  doit  pas  desseoir, 

Car  je  vel  vostre  non  savoir." 

—  „  Sire ,  volentiers  le  dirai 

Ne  ja  ne  le  vos  celerai. 

J'ai  non  ^Cele  del  Gaut  Destroit', 
3410    Qui  vo  [ne]veu  Gauvain  covoit." 

Tantost  a  li  rois  congie  pris,  f.  133  c 

Vers  Carduel  a  son  oire  pris, 

Et  quant  a  Carduel  fu  venus, 

A  grant  joie  fu  receus. 
3415    Or  vos  vaurai  dou  roi  ester 

Et  de  Gauvain  vaura  conter, 

Qui  s'en  va  querre  sa  seror. 

Tant  chevauca  que  par  •!•  jor 

Cevauce(nt)  les  •!•  forest 
3420    Et  vit  devant  li  tot  apert 

Une  pucele  chevaucier, 

S'ot  dal^s  li  •!•  che  valier, 

Qui  mout  estoit  apris  as  armes, 

L'escu  tenoit  par  les  enarmes, 
3425    Sa  lance  tint  en  l'autre  main; 

Et  o'irent  venir  Gauvain, 

Si  se  regardent  maintenant; 


3403  gr.  Init.  —  3404  feionnerömef.  —  3410  {F.).  —  3421  gr.  Init. 
-23  anrfts. 


3423  apres 


101 


Et  cele  le  connut  errant, 
Si  s'est  encontre  lui  torne[e], 

3430    Si  a  parl^  conme  senee: 

„Frere,"  dist  ele,  „bien  viegni^s! 
De  cest  chevalier  me  vengi^s, 
Qui  maugr^  mien  m'en  a  portee 
Piech'a  en  la  soie  contree. 

3435    Edcof  m'en  mainne  aveueques  lui, 
Grant  honte  en  ai  et  grant  anui, 
Et  dist  qu'a  ferne  me  prendra, 
Que  ja  por  vos  ne  le  laira 
Ne  por  mon  oncle,  Artu,  le  roi, 

3440    Tant  par  est  plains  de  grant  desroi." 
Et  Gauvains  respont:  ,,Bele  suer, 
Ce  ne  serra  mais  a  nul  fuer, 
Qu^il  vos  maint  avant  sans  bataille." 
Et  eil  li  repont:  „Dius  me  faille, 

3445    Se  vos  main[tjenant  ne  Fav^s. 
Je  vos  desfi,  or  vos  gard^s!" 
Lors  porprent  terre  d'une  part 
Et  crie(e)  a  Gauvain  qu^il  se  gart, 
Qu'i[l]  le  ferra,  s'il  ne  se  garde. 

3450    Mesire  Gauvains  se  regarde, 
Sei  voit  venir  tos  eslaissie. 
Le  sien  ceval  ra  eslaissie, 
Se  li  revient  poignant  encontre, 
A  90  que  li  uns  l'autre  encontre, 

3455    Si  se  fie(re)rent  issi  grans  cols 
Deseur  les  escus  de  lor  cols, 
Qu'il  les  ont  tro^s  et  perci^s, 
Et  cascuns  est  el  cors  plains. 
La  lance  au  chevalier  froissa, 

3460    En  l'escu  li  tros  demora. 

Et  Gauvains  l'a  si  bien  feru 
Deseur  le  boucle  de  Fescu, 


3443  gr.  Init.  —  3445  mol. 


1Ö2 


Que  li  fers  est  outre  passes,  f.  133d 

Si  que  li  bras  et  li  cost^s 
3465    Se  senti  dolereusement. 

A  terre  le  porte  sanglent. 

Et  eil  resaut  mout  tost  en  pies, 

Qui  por  90  n^est  pas  esmaies, 

Ains  vient  avant  sans  plus  targier 
3170    Et  trait  le  branc  forbi  d'acier. 

Mout  fierement  s^offre  a  desfendre, 

Et  Gauvains  li  dist  sans  atendre: 

„Prendes  vo  ceval,  remont^s! 

Ensi  pas  ne  conbater^s, 
3475    Je  t'en  doins  bonement  congi^." 

Cil  respont:  „Dehait  aie  je, 

Se  je  remont,  quarit  je  sui  jus; 

Por  ce  n'es  tu  pas  au  desus; 

Encor(e)  soi[e]  je  mis  a  terre, 
34S0    N^est  mie  finee  la  guerre/' 

Et  Gauvains  respont:  „Non  ferai, 

Ja  a  ceval  ne  t^asaurai," 

Ce  dist  Gauvains,  ., honte  i  avroie." 

Lors  descent  a  pie  en  la  voie 
3485    De  son  ceval,  si  Fa  laissi^, 

Et  eil  li  vient  le  branc  sacie, 

Si  Pa  •!•   mout  grant  cop  fern; 

Et  Gauvains  met  (en)contre  Fescu, 

Et  eil  si  tres  grant  cop  i  fiert, 
3490    Que  il  li  a  par  mi  trenciet. 

Et  Gauvains  ra  lui  si  fern 

De  Fespee  de  tel  vertu, 

L'escu  li  a  par  mi  cop^. 

Se  eil  ne  se  fust  tretorn^, 
3495    II  Feust  cope  tot  par  mi. 

Et  eil  durement  s'esraari 


3466  langlent  {F.).    —    3471  gr.  Init.    —    3482    te  faurai   {F.).    — 
3487  S  il  a. 


103 


Por  le  grant  cop  qu'il  a  eu(eu). 

Gauvains  seure  li  est  couru, 

Sei  fiert  en  Feime  tot  de  bout 
3500    Mervillous  cop  et  mout  estout 

Si  qu'il  le  fist  agenoullier, 

Et  Gauvains  l'aiert  sans  targier 

Par  le  hiame,  sei  tire  et  sace, 

Tant  fait  que  del  cief  li  errace. 
3505    La  teste  li  a  desarmee, 

En  sa  main  tint  nue  s'espee, 

Se  li  a  dit  qu'il  Tocirra. 

Adont  eil  merchi  li  cria: 

„Gauvains,  ai^s  de  moi  merchi! 
3510    Tenes,  ma  foi  je  vos  plevi, 

Trestout  vostre  voloir  ferai, 

Ja  por  home  ne  le  lairai. 

Ves  ci  vo  seror,  jel  vos  rent 

Et  moi  ausi  tot  finement." 
3515    Respont  Gauvains:   „Ce  vel  je  bien;  f.  133e 

Mais  dites  moi,  nel  celes  rien, 

Por  coi  vos  ensi  Yen  menastes 

Mal  gre  suen,  petit  me  prisastes." 

—  „Par  ma  foi,  sire,  ce  fis  mon." 
3520    —   „Or  m'estuet  savoir  vostre   non." 

—  „Sire,  volentiers  le  dirai, 
Que  ja  ne  le  vos  celerai. 
Gorva[i]ns  Cadrus  sui  apieles. 
Merchi,  biaus  sire!  or  le  sav^s. 

3525    Or  me  laissies  de  ci  lever!" 

—  j,Se  forment  ne  vos  doit  pesser," 
Ce  dist  Gauvains,  „ains  me  dires 
Por  quele  okison  me  ha^s." 

—  „Gauvains,  volentiers  le  dirai 
3530    Ne  ja  ne  le  vos  celerai. 


3505  gr.  Init.   —   3506  fefpee  nue  {F.).   —  3507  locirra  ad  {F.).  — 
3510  pleue  {F.). 


104 


L^autre  an  m'ocesis  •!•  parent, 
Dont  j^ai  eu  le  euer  dolent. 
Bien  me  cuidai  de  toi  vengier, 
Mais  vencu  m'as,  nel  puis  noier. 

3535    Par  mon  orguel  me  sui  honnis; 
Drois  est  que  je  soie  conquis, 
Si  que  del  tot  a  vos  me  rent 
A  faire  vo  conmandement 
Mout  volentiers,  et  a  signor 

3540    Vos  tenrai  tant  con  vivrai  jor.  .  .  . 
Onques  mais  en  tote  ma  vie 
Hom(e)  qui  sor  moi  eust  baillie. 
Grant  orguel  en  oc  encarei^, 
Or  le  m'estuet  avoir  laissi^. 

3545    Orgu^s  ne  puet  longes  durer, 
Pres  ai  est^  del  conperer. 
Par  vo  francisse  debonaire, 
Qui  estoit  a  mon  euer  contraire, 
M'av^s  laissi^  el  eors  la  vie. 

3550    Bien  eue  je  la  mort  deservie, 
Quant  je  onques  vos  eore9ai, 
Mout  tres  grant  folie  encargai." 
Dist  Gauvains:  „Ne  fustes  pas  sage, 
Quant  ele  vos  dist  mon  mesage, 

3555    Que  vos  errant  ne  le  fesistes: 

(Mout)  durement  vers  moi  mespresistes, 
Quant  ensi  o  vos  Ten  menastes, 
Mout  laidement  i  foliastes. 
Grant  painne  (en)  ai  eu  et  dolor, 

3560    En  maint  liu(e)  Tai  quisse  maint  jor; 
WsL  rem^s  reeet  ne  forest, 
Que  je  n^i  aie  est^  tot  prest. 
Or  l'ai  trovee,  Diu  merehi! 
Or  t'estuet  faire  amendement 

3565    Por  le  mesfait  que  grant  i  pent. 


3532  ie  ai.  —  3550  eulfe. 


105 


Je[l]  te  dirai,  or  i  entent!" 

Et  Gauvains  li  a  respondu:  f.  133f 

„Droit  a  la  cort  le  roi  Artu 

T'en  couvient  erranment  aler 
3570    Et  o  toi  ma  seror  mener, 

Si  me  salueras  le  roi, 

Se  li  diras  qu'a  lui  t'envoi 

Por  faire  son  conmandement. 

Et  apr^s  ma  seror  li  rent 
3575    Et  se  li  di  que  la  venrai 

Au  plus  tost  que  onques  porrai, 

Mien  ensient,  dusqu'a  -VIII-  jors 

En  quel  liu  que  soit  ses  sejors/' 

Tot  maintenant  Gauvains  s'en  part, 
3580    Et  Gorva[i]ns  Oadrus  d^autre  part 

S'en  revait  vers  la  cort  le  roi; 

La  pucele  mainne  aveue  soi. 

Tant  a  enquis  et  demand^, 

Que  a  Carlion  Fa  trov^. 
3585    Maintenant  vint  devant  le  roi, 

Si  le  salue  en  bone  foi 

Et  ses  conpaignons  ensement; 

Tantost  la  pucele  li  rent. 

Quant  sa  niece  li  a  rendue, 
3590    Puis  li  conte  sans  arestue 

Conment  Gauvains  Favoit  conquis. 

„De  par  lui  me  renc  (a  luj)  a  vos  pris 

Por  sa  seror  que  j'en  portal 

A   •!•  castiel  que  nonmerai, 
3595    C'on  apiele  Pantelion, 

Et  je  sui  apiel^s  par  non, 

Biaus  sire,  Gorva[i]ns,  ce  vos  di. 

Por  Diu^  ai^s  de  moi  merci! 

Car  a  vos  me  rent  finement 
3600    Por  faire  vo  conmandement." 


3569  u,  3589  gr.  Mit.  —  3592  uof.  —  3597  ie. 


106 


Li  rois  li  a  dit  sans  atendre: 
„Amis,  savries  nos  aprendre 
De  Gauvain,  qu'il  [est]  devenus?" 

—  ,,Oil,  par  Diu  qui  maint  la  sus, 
3605    II  me  dist,  quant  de  moi  parti, 

Qu^il  serroit  ci  [dusc'Ja  lundi/' 

—  .,Gorva[i]n,"  ce  dist  li  rois  Artus, 
„En  ma  cort  soi^s  bien  venus! 

Or  vos  pri  je,  par  cortoisie, 
3610    Que  vos  soi^s  de  ma  maiimie. 
Des  pers  de  la  Tavle  Reonde, 
Qui  sont  prisi^  par  tot  le  monde." 

—  ,,Mout  volentiers/'  ce  dist  Gorvains. 
Adont  n'i  ot  ne  plus  ne  mains. 

3615    Li  rois  est  as  tables  asis, 
Aveuc  lui  li  barons  de  pris. 
Des  mes  ne  vos  ferai  pas  fable; 
Mais  ai[n]s  qu'il  lievent  de  la  table.  .  . 


(Rest  fehlt.) 


3602  uof.  —  3603  q  11  (F.).  —  3606  luimedi.  —   3615  barons. 


Anmerkungen/ 


DE  GUNBATJT  lautet  die  vom  Rubrikator  in  Halbunzialen 
gemalte  Überschrift  unseres  Romans  in  der  Handschrift;  im  Text 
selbst  beginnt  der  Name  stets  mit  H-  (achtmal  heißt  er  Honhaus 
oder  Honbaiä,  sechzigmal  Hunbaus  oder  Hirnhaut  —  Nom.  und  Obl. 
durch  Reime  belegt  — ,  zweimal  abgekürzt  Hun.,  achtmal  H).  Der 
Rubrikator  wird  also  ein  Versehen  begangen  haben.  Das  numerische 
Überwiegen  der  Form  mit  u  (Hunh-)  gegenüber  der  mit  o  spricht 
ebenfalls  für  die  Form  mit  H-,  denn  diese,  zurückgehend  auf  ein 
Hünihalt  (s.  Forste  mann,  Personennamen  s.  Hun)^  ist  zu  ihrem  u 
berechtigt,  während  Oimhautj  von  Gundohalt  herkommend  (s.  Förste- 
mann  s.  Gund,  Mackel,  Genn.  Elem.,  Register  und  Ritter,  Les 
noms  de  famille  S.  41),  Gonhaut  lauten  sollte,  und  dies  ist  auch 
wirklich  die  regelrechte  Form  des  Namens  im  Französischen,  wie 
z.  B.  der  durch  den  Dichter  aus  der  Zeit  Marie  de  Medicis^  bekannter 
gewordene  Familienname  Gomhauld  bezeugt.  Beide  Namen  sind 
übrigens  in  Frankreich  früh  eingebürgert:  Der  bekannte  Bischof 
von  Auxerre  ('[  1115;  Humhaudus,  episcopus  Autissiodurensis  in 
einer  Urkunde  von  1096,  Teulet  I,  S.  33a)  figuriert  unter  den 
Heiligen  als  St.  Humbaud  (s.  A.  SS.  20.  Oktober),  ein  Gombaldus^ 
episcopus  de  Gasconia  (f  982)  wird  von  Mas  Latrie,  T^'esor  de 
Chronologie  im  Index  aufgeführt.  Auch  sonst  finden  sich  die  beiden 
Namen  in  der  Literatur:  Hunha,ut,  Name  des  Wirtes  im  Schloß 
Roimorentin  [Aiol  70591f.),  Hunhaut^  nom  d'un  troiwere  (Montaiglon, 
Fahliaux  I  10);  Gonhaut  kommt  im  Mainet  und,  wie  Foerster  Aiol 
XXVII  wahrscheinlich  macht,  auch  im  Charles  le  Chauve  vor, 
ferner  nom  dhm  vilaiyi  bei  Montaiglon,  Fahl.  I  191,  193. 

1  —  249  nach  Foersters  Abschrift  abgedruckt  in  Bartsch,  La 
Langue  et  la  liiterature  /ranp.,  P.  1887,  Sp.  575  —  582. 

1  ff.  Der  Anfang  ist  ähnlich  wie  in  R.  de  Houdenc's  Meraugis 
(ed.  Friedwagner). 

1 — 3  ähnlich  Erec  (ed.  Foerster)  11  —  12. 

7  entendre  „sein  Augenmerk  richten  auf"  bezieht  sich  auf  5. 


1)  "VV.  Foerster  hatte  in  seiner  Abschrift,  welche  er  (wie  schon  ge- 
sagt) Stürzinger  zur  Herausgabe  geliehen  hat,  während  des  Abschreibens 
bei  ihm  nicht  sofort  Maren  Stellen  am  Eancl  Einfälle  und  Textkonjekturen 
notiert,  und  Stürzinger  hat  darauf  öfters  Rücksicht  genommen.  —  Er. 


108 

8  perdre  (absol.)  „[an  Wert]  verlieren",  nicht  „perdre  son 
temps"  ,yf\Q  in  Bartsch's  Glossar;  über  ähnl.  G-ebrauch  s.i2om.XLY,  600. 

101 

11  Der  Vers  im  Ms.  um  zwei  Silben  zu  kurz,  deshalb  im 
Text  nice  nach  Foerster- Bartsch  ergänzt  wurde,  obschon  mir  nice 
nicht  recht  zum  folgenden  7nais  les  cuers  ont  durs  zu  passen  scheint; 
riehe  z.  B.  würde  sich  besser  hineinfügen,  wenn  es  anderseits 
nicht  so  unvermittelt  dem  Yorhergehenden  sich  anschlösse. 

14  por  ricece]  Bartsch  por  proece,  verlesen;  auf  ricece  nimmt 
denn  auch  die  Auseinandersetzung  (14  —  24)  allein  Bezug. 

23  garayidisse\.  Über  dieses  und  ähnliche  Wörter  mit  d  statt 
t  cf.  Neumann,  Laut-  und  Flex.  102,  der  warandise  und  warandir 
aus  St.  Quentin  belegt,  und  Foerster  zu  Aiol  2087,  wo  auch  die 
weitere  Literatur  verzeichnet  ist.  Die  Form  mit  d  findet  sich  haupt- 
sächlich auf  pikard.  Gebiete,  cf.  warandir^  -die  in  einer  Urkunde 
aus  Ponthieu  von  1257/58  (Teulet,  Lay.  ITL  398),  garandir  Aiol 
7778,  manandie  ib.  6342  neben  manantie  (Gloss.),  garandir,  re- 
ereandir  in  Ph.  de  Beaumanoir  (ed.  Suchier,  Gloss.),  garandir  G.  de 
Pal.  3771,  8092,  8760,  s'apesandi  Octav.  (ed.  Vollm.)  429,  vail- 
landise  Jak.  d'Amiens,  Art  d'amor  583.  —  Ähnlicher  Lautwandel 
in  esploidie  1706,  in  soMide  {:  laide ,  faide,  manaide)  J.  Bodel,  Congiet 
(ed.  Eayn.)  336,  ebenso  Anc.  Th.  frg.  122,  und  in  haidier,  sohaidier 
Durm.  10365/68. 

24  richoisse^  ebenso  51  richoise^  wieder  im  Norden  besonders 
häufig  zu  belegende  Form:  ricoi^e {: poise)  Bodel,  St.  Nicol.  (Th.  fr^. 
S.  191),  Adenet's  Berte  LXII,  richoise  (:  diiclwise)  G.  de  Pal.  9135, 
(icortoise)  ib.  9441,  (:poise)  Mü.  Brut  3157,  3615,  3634,  (:  ^•e?^- 
doise)  Octav.  3844,  {;.  frarichoise)  Bl.  d'Oxford  2298.  —  duchoise 
(icortoise)  E.  d'Athis  nach  D.  C.  s.  duchissa,  ducoise  Mousket  16  029, 
häufig  im  Aiol  im  Yersinnern,  Aye  d'A.  2515  Aye  la  duchoise 
neben  A.  la  duchese  462,  wie  in  unserem  Text  richece  nebenher- 
geht, cf.  Bl.  d'Oxf.  2275,  2283  richece  (:  destreee).  Über  die  regel- 
rechte Entwicklung  der  Form  aus  -itia  s.  Boehmer  Rom.  Stud.  I,  600, 
wo  weitere  norm.  Beispiele  sich  finden  und  zu  den  beiden  Worten 
ricoise  und  ducoise  als  drittes  proeise  sich  gesellt.  Cf.  prooise 
(:atoise  „atitiat")  Trist.  I,  13,176. 

27 — 28  Ähnliche  Stellen  verzeichnet  Tobler  zu  Aniel  365/66, 
wo  auch  unser  Wort  abe  besprochen  ist. 

292 

31  por  moi  le  di\  typische  Redewendung  des  volkstümlichen  Stils, 
eine  Erklärung  oder  Begründung  einführend,  ähnlich  z.l^.Aiol  5969. 

1)  Sinn  und  Konstruktion  des  Verses?  —  Br. 

2)  Um  passenden  Sinn  zu  erzielen,  scheint  mir  nötig  N'  statt  Qu* 
zu  setzen.  —  Br. 


109 

35  spielt  auf  die  reichen  Reime  im  Text  an  und  stellt  diese 
Art  zu  reimen  als  etwas  Neues  oder  wenigstens  Ungewöhnliches  hin. 

45  cascuns  limitiert  nachträglich  das  qui  (V.  43),  eine  unfertige 
Ausdrucksweise,  die  im  Hunhaut  noch  öfter  begegnet,  wenn  auch 
in   etwas   verschiedener  Form,   cf.  Anm.  zu  420   und  zu  604  —  5. 

48  Soll  si  oder  sH  gelesen  werden?  Letzteres  würde  ent- 
schieden besser  als  Ergänzung  zu  en  tot  le  monde  remanant  (49) 
und  in  die  Konstruktion  des  Satzes  passen.  Bei  s'i  würde  der 
Satz  lauten:  „es  gab  da  [im  Land  oder  am  Hofe  Artus']  mehr 
reiche  Leute  als  in  der  übrigen  Welt " ;  mit  dem  pers.  et  si  ot  müßte 
qu^en  tot  le  monde  remanant  vervollständigt  werden  zu  qu'il  n'ot 
en  tot  .  .  .  „als  es  gab".  Da  nun  Artus  unmittelbar  vorher  (46  —  47) 
und  nachher  (50  —  51)  Subjekt  ist,  so  muß  er  es  auch  in  dem 
Zwischensatz  sein  (48  —  49),  da  die  drei  Sätze  eine  Periode  bilden. 
Somit  ist  si  vorzuziehen. 

50  rois^  roit  Bartsch  577  ist  Druckfehler.  —  uns  bei  Bartsch 
eingesetzt  für  handschr.  -I-,  wie  27  und  32  un  für  -I-  oder  32 
deus  für  JI-  und  so  an  allen  Stellen,  wo  im  vorstehenden  Text 
eine  römische  Ziffer. 

52  Carlion  ist  das  heutige  Caerleon  in  Süd -Wales  wie  Gr.  Paris, 
Born..  1885  S.  603  bemerkt,  nicht  Chester  wie  Warnke,  Lais  de 
M.  de  Fr.  (Index),  noch  Dumharton  am^  Clyde  wie  Michelant,  Es- 
canor  S.  685  angibt. 

56  Wegen  Honbaus  vgl.  oben  die  erste  Anm. 

58  demor  ot]  Ba.  577,23  demorot;  die  Imperf.- Endung  -oe^ 
-oesy  -ot  für  alle  drei  Konjugationen  ist,  nach  Foerster,  Gh.  2  esp. 
S.  XXXIX,  gewissen  pik.  Texten  eigen,  und  so  wäre  von  selten 
des  Reims  nichts  einzuwenden;  demorot  hat  aber  hier  Perf.-  oder 
genauer  Plusquamperf.- Bedeutung,  weshalb  demor  ot  wohl  vorzu- 
ziehen. Zur  Redensart  avoir  demor  vgl.  Jakes  de  Baisiu,  Fiez 
d'amours  116  demor  a(:amor  a)^  600  On  a  ens  fait  demor  {:  amor).^ 

60  Konsekutives  que  vor  ja  ausgelassen.  Der  Punkt  am 
Schluß  von  59  in  Ba.  577,  32  ist  also  zu  tilgen;  mit  dem  Punkt 
bliebe  fust  unverständlich. 

68  —  70  se  sont  venu]  venu  paßt  nicht  zu  der  Angabe  der 
Zeitdauer  in  des  Veure  de  lor  relevee  Tant  con  la  lune  fu  levee; 
es  dürfte  tenu  zu  lesen  sein,  das  zudem  reichen  Reim  mit  contenu 
bilden  würde.  ^ 


1)  demorot  schien  mir  hierdurch  nicht  genügend  verdächtigt.  —  Br. 

2)  Mit  relevee  ist  wohl  das  Aufstehen  von  der  Tafel  (der  Table  Reonde) 
gemeint,  bei  der  Hunbaut  als  bevorzugter  Gast  beim  Könige  gesessen  haben 
müßte,  re  in  reface  =  'wieder'  ist  eigentiich  zu  o'ir  parier  (77)  zu  setzen; 
der  König  will  eben  Hunbaut  'wieder'  sprechen  hören.  —  Br. 


110 

70.   71  fu]  fut  in  Ba.  577,43.  44  ist  Druckfehler. 

74  Et  conmande]  A  conmande  Ba.  578,  2.  Die  handschriftl. 
Lesart  läßt  sich  doch  vielleicht  halten,  wenn  man  et  als  Nachsatz 
-et  auffaßt,  welches  das  durch  zwei  Zeilen  getrennte  Subjekt  li 
rois  wieder  aufnimmt.  Es  wäre  dieser  Gebrauch  von  et  ähnlich 
dem  von  si  in  Et  li  inaisnes,  si  estoit  ieus  (Aniel  77),  wozu  Toblers 
Anmerkuug  einzusehen  ist.  Man  könnte  aucli  versucht  sein,  in  et 
conmande  einen  koordinierten  Satz  zu  qui  mct  sa  eure  zu  sehen 
und  qiä  für  expletiv  zu  halten  (wovon  Tobler,  Zs.  VIII,  490  =  Verm. 
Beitr,  Nr.  26),  aber  der  Vordersatz  quani  fu  nuü  ist  solcher  Aus- 
legung des  Relativsatzes  zuwider. 

87    Qui]   Qu'il  in  Ba.  578,  15  ist  verlesen. 

89   II  =  eil,  cf.  612. 

94  cointe  „stolz,  hochmütig,  frech".  Diese  Bedeutung  findet 
sich  nicht  in  Godefroy,  Bartsch  (wo  doch  unsere  Stelle  vorkommt), 
noch  in  andern  afz.  Glossaren;  daß  es  synonym  von  orguillcus  und 
fier  ist,  geht  aus  verschiedenen  Stellen  hervor,  z.  B.  hier  oben  2350, 
2412,  2638  und  2675,  ferner  Erec  8875  orguelleus  ne  — ,  G.  de 
Pal.  5493  —  ne  fier.  Diese  Bedeutung  muß  sich  aus  ., hübsch, 
geschmückt"  entwickelt  haben.  Über  cointe  „kundig"  vgl.  Diez  I, 
conto,  (j.  Paris  zu  >S'^.  Alexis  43b. 

96  ja  tant  niert  noble]^  ebenso  714.  Über  diese  elliptische 
Ausdrucksweise  s.  Tobler,    Zs.  U,  566  —  67    (Venu.  Beitr.  Nr.  19). 

99  que  leitet  die  direkte  Rede  ein,  cf.  Diez  III,  331*)  und  be- 
sonders Tobler,  Verin.  Beitr.  Nr.  39;  cf.  1794. 

100  desroi    „ungebärdiges    Benehmen,    Wildheit"    wird    oft 

synonym  zu  fierte,  oi'gueil  gebraucht:  G.  d.  Pal.  1785  par  son  orgu^il, 

par  son — ;  davon  abgeleitet  (/e5ree;t^  das  stehende  Beiwort  »Sa^^?•e7»a/•s 

(s.   zu   2780),    das   übrigens   auch   vom   Pferd    gesagt   wird,    z.  B. 

Octav.  4194,  4201. 

103  es^]e/Ba.  578,  31,  verlesen  aus  handschr.  "7.  Die  handschr. 
Lesart  beseitigt  die  bei  Ba.  angenommene  Lücke.  Über  allodium 
cf.  Zs.  X,267. 

106  Da  celui  offenbar  auf  Gauvain  sich  bezieht  (107),  so  ist 
zwischen  106  und  107  wohl  nur  eine  kleine  Lücke  von  etwa  zwei 
Versen  anzunehmen,  die  die  Epitheta  G.s  enthielt  (=  Ba.  578,34). 

115  Mit  diesem  Vers  beginnt  bei  Ba.  ein  neuer  Abschnitt, 
offenbar  weil  im  Kodex  eine  große  Initiale  steht.  Dem  Sinn  nach 
gehört  der  Vers  115  aber  sowohl  zu  faire  mon  7nesage  (114)  wie 
zu  mandrai  (116);  ich  sehe  in  ihm  deshalb  ein  a/ro  xon'oi;  -  Satz- 
glied, auf  die  Tobler,  Zs.  11,570  {Verm.  Beitr.  Nr.  21)  und  Zs. 
VI,  523  (Verm.  Beitr.  Nr.  32)  aufmerksam  gemacht  hat,  und  setze 
keine  Interpunktion;  ähnlich  346.  —  Otdre  les  illes  wird  wohl 
kaum  in  Widerspruch  sein  mit  Enire  les  illes  (99). 


111 

118  Bei  Ba.  579,  2  wird  hier  wieder  eine  Lücke  angenommen, 
ohne  Not  wie  mir  scheint,  denn  was  Artus  gelobt,  wird  ja  V.  120 — 25 
ausgesprochen;  auffällig  kann  nur  etwa  sein  die  parenthetische 
Stellung  der  Apposition  des  Subjekts  eil  qui  li  savra  aprendre  (119) 
zwischen  dem  Verb  voe  (118)  und  dessen  Objekt  (120  —  25). 
Dieses  Trennen  von  zwei  zusammengehörigen  Satzteilen  durch  einen 
dritten  ist  hier  jedoch  nicht  auffälliger  als  143,  wo  zwischen  das 
Substantiv  sa  roube  und  dessen  Attribut  d'hermine  (144)  der  Satz 
et  on  li  aparelle  tritt.  Es  ist  zu  beachten,  daß  in  beiden  Fällen 
das  nachgestellte  Satzglied  (119  und  144)  als  Ergänzung  einen 
Eelativsatz  bei  sich  hat,  mit  dem  es  eine  Zeile  für  sich  in  An- 
spruch nimmt  und  sich  folglich  nicht  in  die  vorhergehende  Zeile 
hineinzwängen  ließ.  Dies  dürfte  die  nächste  Veranlassung  zu  der 
abnormen  Stellung  sein.  —  Von  ähnlichen  Stellungen  handeln 
Tobler,  Zs.  XI,  450 —52,  und  Foerster  zu  Erec  552  und  S.  XL  — 
Von  V  in  savra,  Foerster,  ibid.  zu  248. 

121  ei  Service  nie  face.  Ist  dieser  Satz  als  koordiniert  zu  se  il 
ne  vient  .  .  .  reprendre  aufzufassen,  d.  h.  also  gleich  nfz.  et  qu'il  me 
f,  s.  ?  Dann  ist  aber  das  Fehlen  der  Negation  befremdend  —  oder 
haben  wir  es  mit  einem  Auakoluth  zu  tun? 

128  nus  =  nos? 

131  a  un  saut]  Vgl.  an  un  tenant  Yvain  206;  zur  Bedeu- 
tung „Mal"  cf.  Tobler,  Zs.  V,207  {Verm.  Beitr.  157). 

133  felons  trespas,  ebenso  Yvain  7G6  felons  passages. 

135  plainne  une  tor  d'avoir,  Stellung  des  Adjektivs  vor  dem 
Artikel  beachtenswert,  ebenso  1238,  cf.  plaine  sa  hanste  Rol.  1204, 
/29,/50,/73,/83,/95,  1498,  1534  —  toute  plaine  sa  lanee  Aiol  619, 
644  usw. 

138  qui  =  cui  (Akk.). 

140  Pers.  poss.  Grenit.  ohne  de  {Diez  III,  140),  ebenso  195, 
323,  354,  445,  611,  683,  1608,  /21,  /82,  1725,  1837,  2151,  2367, 
2408,  2492,  2859,  3104,  3110,  3194,  3232,  3568,  3581. 

143  li=la  li  (Diez  111,473*),   ebenso  1573,    2151,  2409. 

145  —  47  stellen  Gauvain  als  den  Helden  unseres  Romans  hin. 

149  la  canhr.  a  son  oncle,  Dat.  Boss.,  ebenso  1846,  2466, 
3115,  3459. 

162  esprisies  mir  mibekannt,  von  Bartsch  im  Glossar  nicht 
verzeichnet. 

163  et  de  conpaignon  li  souvient  ist  offenbar  Ergänzung  zu 
dem  Relativsatz;  mit  leichtem  Anakoluth  wird  aber  in  einem  Haupt- 
satz  fortgefahren:   „und  doch  verlangt  ihn  nach  einem  Gefährten.^' 

182  alos  iel\  a  Vostel  Ba.  580,21.  Meine  Interpretation  des 
handschr.  alostel  wird  durch  Sinn  und  Reim  empfohlen,  die  Nach- 
setzung von  tel  (wegen  Reims)  ist  auch  sonst  zu  belegen  (Diez  III 454, 


112 

Morf,  B.  St.  in  272)  und  vergleicht  sich  mit  dem  so  häufigen  de 
rien  nule  1594,  Erec  1227,  Guinglain  2589,  2888,  G.  de  Pal. 
399,  2827  usw. 

184  Da  184  zu  185  gar  nicht  paßt  und  die  Emendation  bei 
Bartsch  nicht  viel  bessert,  zumal  wegen  onques,  so  bleibt  nichts 
übrig  als  zwischen  184  und  185  eine  Lücke  von  mindestens  zwei 
Versen  anzunehmen.  Das  Subjekt,  das  in  184  sicher  ein  anderes 
ist  als  in  181  —  83,  ist  ja  auch  gar  nicht  angegeben.  Wahrschein- 
lich enthielten  die  ausgefallenen  Yerse  zunächst  die  Fortsetzung 
des  Lobes  auf  Gauvain ,  eingeleitet  durch  Onques  a  c.  n.  p.  p.,  dann 
wird  zur  Eüstung  der  Keise  übergegangen  sein,  was  mit  185  Fors 
un  sorcot  sans  plus  de  rohe  schlösse.  Auf  jeden  Fall  beziehen  sich 
die  letzten  Worte  auf  die  Kleidung,  und  da  G.s  Rüstung  210  u. ff. 
beschrieben,  von  der  der  Schwester  aber  nichts  gesagt  wird,  so 
können  sie  sich  wohl  nur  auf  G.s  Schwester  beziehen  und  be- 
deuten, daß  dieselbe  sich  nur  mit  einem  sorcot  ausgerüstet  auf  die 
weite  Fahrt  begab.  ^ 

186  —  90  Diese  Erwähnung  Crestiens  von  Troyes  ist  schon 
von  G.  Paris,  Hist.  litt.  XXX  23  —  24  und  jetzt  auch  von  Foerster, 
Erec  S.  XII  als  ein  weiteres  Zeugnis  für  das  Ansehen  Crestiens 
aufgeführt  worden.  G.  Paris  vermutet,  Y.  185  Fors  un  sorcot  sans 
plus  de  rohe  sei  Cr.  entlehnt.  So  viel  scheint  mir  jedoch  nur  klar, 
daß  diese  wie  die  vorhergehenden  Worte  irgendeiner  Stelle  bei 
Cr.  ähneln,  ob  aber  wörtlich,  ist  nicht  gesagt.  Ähnlichkeit  in  der 
Situation  mag  unsern  Dichter  schon  veranlaßt  haben,  sein  geistiges 
Eigentum  zu  wahren.  In  diesem  Fall  dürfte  auf  Erec  739  —  41 
angespielt  sein,  wo  der  Held  ja  auch  auf  ein  Abenteuer  auszieht, 
nur  begleitet  von  einer  Jungfrau,  die  ebenfalls  ärmlich  ausgerüstet 
ist  für  solches  Unternehmen.  ^  Daß  Erec  unserm  Dichter  bekannt 
war,  geht  aus  andern  (selbst  wörtlich)  nachgeahmten  Stellen  hervor 
(s.  zu  1  —  3,  zu  3609  — 12),  wie  denn  überhaupt  der  Erec  von 
Cr.s  Romanen  am  meisten  Nachahmung  gefunden  zu  haben 
scheint.  Daß  diese  Ähnlichkeit  mit  der  Stelle  im  Erec  nur  eine 
annähernde  sein  kann,  liegt,  bei  der  verdorbenen  Überlieferung  von 
184  —  85,  auf  der  Hand.  Noch  weitere  Schwierigkeiten  bieten  die 
V.  186  —  90,  die  von  G.  Paris  selbst  1.  c.  für  dunkel  erklärt  worden 
sind;  sie  etwas  zu  deuten,  wurde  in  der  Einleitung  versucht.  — 
jeter  anhesas,  hier  eigentlicher  Spielausdruck  (nicht  wie  gewöhnlich 


1)  piiet  in  184  kann  aus  der  vorhergehenden  Zeile  stammen.  Ich 
lese  celi  ne  fist,  wodurch  die  Lücke  fallen  kann.  —  Br. 

2)  Auch  auf  Erec  V.  402 ff .  hätte  St.  hinweisen  können,  insbesondere 
V.  406:  N'avoit  rohe  ne  mains  ne  plus.  —  Nachträglich  sehe  ich  in  den 
Materialien  St.s  den  Satz:  „Ich  sehe  in  dieser  Anspielung  auf  Crestien 
eine  Entlehnung  von  Erec  402  —  6."  —  Br. 


113 

in  übertragenem  Sinn ,  s.  Beispiele  bei  Godefroy  und  J.  Bodels  Congiet 
ed.  Raynaud,  St.  Thomas  5840),  muß  zusammen  mit  troies  „sehr 
viel  werfen,  sehr  gut  spielen"  heißen,  ähnlich  Bartsch,  Chr.  366,15 
s'il  ne  gete  troie  et  as,  ü  la  perdu.  —  anbesas  wie  nfz.  in  einem 
"Wort  ist  vorzuziehen,  da  es  einen  Begriff  bildet,  weshalb  denn 
sein  Prädikat  im  Singular  steht,  z.  B.  Rusteb.  II,  93  Or  fest  il  cheu 
anbesas  (s.  Littre).  —  troie  vom  Nom,  troi  mit  dem  e  ursprünglicher 
Neutra  Plur.  zur  Bezeichnung  einer  Kollektivzahl  gebildet  und  daher 
im  Singular  wohl  zuerst  fem.,  nachher  aber,  etwa  unter  Einfluß 
von  nonibre,  mask.  geworden;  mask.  bezeugt  z.  B.  durch:  Gertes  tu 
te  coiiw'is  d'un  troie  (Th.  frg.  S.  195). 

187  Crestien  de  Troies  ist  wohl  possess.  Genitiv  ohne  de,  nicht 
pers.  Dativ  ohne  a,  da  les  bei  letzterem  schwerlich  gesagt  würde, 
sondern  etwa  ces  oder  mes. 

200  —  1  Nach  201  ist  nach  ^a.  580,40  eine  Lücke,  dem 
Sinn  nach  seheint  nichts  zu  fehlen,  deshalb  habe  ich  vorgezogen 
Que  en  (200)  zu  ändern. 

212  esporons  bei  Ba.  580,40  verlesen. 

215  errant^  paßt  nicht  recht,  da  in  der  vorhergehenden  Zeile 
schon  erranment  und  or  endroit  steht]  vielleicht  V hauber c  jazerant? 
Freilich  ist  damit  der  reiche  Reim  noch  nicht  hergestellt,  und 
Günther,  Ausdrucksweise  des  af%.  Kunstrom.  (Diss.  Halle  1886) 
spricht  diesem  jaserant  ab. 

2202 

228  hiame,  dreisilbig  bei  Ba.  582,  2  und  Glossar,  hiame  ist 
hier  sonst  zweisilbig  (1105,  1350,  1933,  ebne  2567,  3499),  und 
da  das  Gutsitzen  von  Kleidern  gewöhnlich  biett  seoir  und  nicht 
mout  seoir  heißt  (209,  623  qui  bien  li  siet,  213  mius  siecent^ 
Öliges  4673  mout  li  siet  bien  Vescu%,  Fergus  21,33  siet  molt  bien, 
Littre  im  Histor.  von  seoir  2.  hat  nur  Beisp.  mit  bien;  statt  bien 
findet  sich  auch  bei  oder  belement:  belement  li  siet  Karlsr.  16,  Rose 
834  moult  li  sist  bei;  mout  li  siet  ist  mir  nur  aus  Erec  766  be- 
kannt, wo  außer  HC  alle  Hss.  bien  lesen),  so  habe  ich  vorgezogen, 
bien  einzuschalten.  Über  ausnahmsweise  vorkommendes  dreisilbiges 
hiame  vgl.  Tobler,   Versbau  40. 

229  vous]  Ba.  Glossar  übersetzt  es  mit  bourrelet,  in  der  Anm. 
mit  figure  =  voul;  bourrelet  paßt  nun  jedenfalls  gar  nicht,  denn  es 
wird  ja  auf  dem  Helm  getragen,  und  dürfte  damit  ein  Federbusch 
gemeint  sein,  denn  voiis  scheint  mir  lat.  vulsus  (volsus)  zu  ent- 
sprechen und  zusammenzuhängen  mit  vousure  {Aye  d^A.  192/93 
Ele  avoit  afuble  un  grant  mantel  hermine,  La  vousure  est  d'un 


1)  S.  Glossar.  —  Br. 

2)  Wegen  porpoint  s.  Glossar.  —  Br. 

S  t  li  r  z  i  n  g  e  r ,  Hun1)aut. 


lU 

paile  vermeil)  =  \2itvolsura  „t/X^ct,  ^^y^ua"  nach  DC.  8.7'ufia^  Eneas 
748  volsure  „Einfassung"  {Tohl  Ltbl.  1892,  90).i 

238/39  S07'  le  col  del  ceval  .  .  .  Ven  porte,  cf.  405  und  be- 
sonders Veng.  Rag.  2609  — 11  Gauvain  le  prent,  Si  Va  monU  is- 
nelement  desus  le  col  de  son  ceval. 

243  oire  (mask.  und  fem.),  mask.  gesichert  durch  Reim  292, 
somit  ist  243,  3412  son  oire  auch  mask.  (son  allein  würde  natür- 
lich nichts  beweisen,  da  son  beim  Fem.  seit  dem  Anfange  des 
13.  Jahrhunderts  zu  belegen  ist:  son  antain  in  einer  Urkunde  aus 
Tournai  1212  nach  P.  j^.Ieyer,  Rom.  XI,  147);  fem.  gesichert  durch 
Reim  und  Metrum  2704  m'oire  aconperee^  demnach  249  cele  o.,  857 
ceste  0.,   1055  nostre  o.  ebenfalls  fem. 

245  a  tel  gre  =  Ba..  582,9]  Ms.  a  tes  gre.  Die  in  der  Anm. 
bei  Ba.  vorgeschlagene  Besserung  et  si  greve^  wohl  des  reichen 
Reimes  wegen,  ist  nicht  ansprechend,  da  Gauvain  durch  die  Reise 
gar  nicht  belästigt  zu  sein  scheint;  der  reiche  Reim  ist  auch  vor- 
her schon  (165  jjars  :  escars ^  215  errant :  tenant)  nicht  gewahrt  und 
dies  wiederholt  sich  noch  öfter  nachher:  267,  375,  377  usw.  Für 
tel  spricht  Sifaitement  en  tel  maniere  293.  Yielleicht  ist  auch  der 
Plural  a  tes  gres  (:  leves)  gemeint;  der  Plural  von  gre  ist  ja  be- 
zeugt, z.  B.  Bl.  d'Oxf.  229  a  vos  gres(:vos  aves). 

255  li  roi  (Nom.  Sing.)  dem  Reime  zulieb  ohne  -s. 

257  carcies,  bekannte  pik.  Verhärtung  des  intervokalischen 
und  vortonigen  Palatals  (s.  Foerster  zu  Aiol  369  und  S.  XI). 

268  arestis  ist  im  Nom.  belassen  worden,  da  derselbe  durch 
Einfluß  synonymer,  mit  dem  Nom.  konstruierter  Zeitwörter  sich 
erklären  läßt,  wie  Diez  III  99,4  und  Tobler  zu  Aniel  147  gezeigt 
haben.  Unser  Text  würde  sonst  auch  die  Änderung  talentif :  arestif 
erlauben. 

269  —  70  vielleicht  7i'a  rnestiers :  teus  mestiers  (cf.  30  nH  a 
niestiers)',  n'a  mestiers  erklärt  sich  natürlich  leicht  durch  n'est 
mestiers. 

286  sen{t)  aliue  „beherbergt  Verstand"  (Intei-pretation  Suchiers). 

293  Sifaitement  in  einem  Wort  nach  Tobler  GG.  A.  1874, 
1038;  cf.  auch  Siffaites  (Durm.  5201)  =  it.  siffatto. 

303  seule,  Adjektiv,  aufs  Substantiv  aUein  bezogen,  statt  als 
Adverb  auf  den  ganzen  Satz,  cf.  468,  2441. 

306  destraijit]  Ms.  desirait,  cf.  E7'€c  3735  einsi  se  justise  et 
desiraint. 

309  buens  kann  nur  Adjektiv  sein,  von  dem  a  faire  abhängig 
ist,  wie  seine  Stellung  und  a  verlangen;  soll  es  heißen:  „das  Beste 
ist  leicht  zu  tun"(?),  so  bleibt  buens  mit  -s  immer  auffällig. - 

1)  Ich  halte  an  vout  'figure'  fest.  —  Br. 

2)  Der  Sinn  ist  wohl:  es  empfiehlt  sich  das  Beste  Inder  Sache  zu  tun.  — Br. 


115 

319  tin]  Ms.  ele;  mit  ele  ist  der  Yers  zu  lang  und  el  ist 
unserm  Text  unbekannt,  entscheidend  aber  ist,  daß  die  Inversion 
des  Subjekts  ele  nicht  begründet  ist. 

326  —  29  Übergang  aus  indirekter  Kede  in  direkte  (wovon 
Tobler,  Verm.  Beitr.  Nr.  39,  S.  219  —  21).  309  —  25  macht  Gauvain 
nur  einen  Vorschlag,  der  im  Yerlauf  seiner  Rede  bei  ihm  zum 
Entschluß  geworden  zu  sein  scheint;  dies  soll  wohl  durch  Änderung 
der  Redeform  angedeutet  werden.  ^ 

331  li  wohl  /'^,  da  der  Sinn  dies  verlangt. ^ 

332  Zu  ce  vgl.  Tobler,  Zs.  IL,  394  Nr.  10,  wenn  auch  der 
Fall  nicht  ganz  gleich. 

344  Da  Qorvain  die  Schwester  G.s  anredet,  so  hat  Sire 
keinen  Sinn;  dame  zu  setzen  lag  wohl  zunächst;  da  aber  362  und 
394  hiele  gebraucht  wird  und  sire  leichter  daraus  verlesen  sein 
kann,  so  ist  dies  wohl  besser. 

347  one  poes  vos  mesiier  avoir  „ihr  könntet  mich  nötig  haben"; 
avoir  mesiier  ist  oiTenbar  zu  einem  Verbalbegi^iff  zusammengewachsen, 
der  dann  den  Akk.  bei  sich  hat;  gewöhnlich  ist  die  Konstruktion 
avoir  mesiier  a  aiwwi  „jem.  nötig  sein".  La  leur  ot  Robins  grant 
mesiier  (Bl.  d'Oxf.  3007),  grant  m.  nos  aves  eu  (V.  Rag.  1615), 
g7'ant  m.  vos  porroie  avoir  (G.  de  Pal.  3049),  aussi  m'aront  il 
bien  mesiier  (A.  Th.  frQ.  110).^ 

345  —  47  Die  Ortsbestimmung  in  346  gehört  zu  345  sowohl 
wie  zu  347,  also  ein  d/tö  zotroi;- Satzglied,  cf.  115.^ 

354  meneme.  Über  Anlehnung  des  Pronomens  und  Abfall  des 
-s  {-%)  vgl.  Foerster  zu  Rieh.  HB.  763,  1410  und  zu  Äiol  171, 
1070  und  Tobler,  Vsb.  126  (eles :  refuseles).  Diese  Erscheinung 
ist  auch  wieder  dem  Norden  besonders  geläufig;  den  Beispielen  aus 
Rieh,  li  B.,  Äiol,  Trouv.  Belg.  füge  hinzu  aus  Ch.  II  esp.  11396, 
Äd.  de  la  Haie  (laissieme  Ba.,  lÄit.  531,  34.  36,  laissiele  540,  32, 
estendele  545,  2),  aus  G.  d'Arras  (faiiele,  ib.  204, 14,  laisseli  208,  32), 
aus  Lai  d'Ignaure  {nommele,  ib.  557,32).  Daß  sie  sich  im  Neupik.- 
Wallon.  erhalten  hat,  bezeugt  Sigart,  der  in  seinem  Dict.  du  Walion 
de  Mons  S,  47  (1)  bayemme,  bayelle,  disemme,  finille  u.  ä.  aufführt, 
wo  das  Verwachsen  des  Pronomens  mit  der  Verbalform  durch  die 


1)  Mir  scheint  nur  das  eine  beachtenswert,  daß  309  —  325  an  Hnnbaut, 
326  —  28  aber  an  Gauvains  Schwester  gerichtet  sind.  Das  „zeichen  vor 
309  ist  übrigens  von  Stürzinger,  das  von  ihm  vor  326  gesetzte  habe  ich 
getilgt.  —  Br. 

2)  Ich  beanstande  li  nicht.  —  Br. 

3)  Mir  scheint  die  zunächstliegende  Übersetzung:  „Ihr  könnt  mir 
dienlich  sein"  nicht  von  der  Hand  zu  weisen.  Die  Konstruktion  ist  dann 
ungezwungen  und  zudem  geht  aus  dem  Folgenden  hervor,  daß  der  Ritter 
weniger  der  Dame  dienen,  als  mit  ihr  seine  Freude  haben  wül.  —  Ich  habe 
daher  nach  amer  (345)  Punkt  gesetzt  (wodurch  das  ccnb  xolvov  fiel).  —  Br. 

8* 


116 

Konsonantendoppelung  hübsch  illustriert  wird,  genau  wie  im 
Ital.  Diese  Enklisis  soll  nach  Sigart  im  Imperat.  Sing,  erster 
Konjugation  und  bei  faites,  dites  nicht  stattfinden,  d.  h.  offenbar 
nicht  nach  unbetonter  Silbe;  es  wäre  dies,  wenigstens  was  faites 
anlangt,  ein  Unterschied  vom  Altpik.  Die  Sache  wird  sich  hier 
wohl  verhalten  wie  im  Ital.:  die  Anlehnung  findet  zwar  auch 
bei  den  Formen  mit  unbetonter  Auslautsilbe  statt,  aber  ohne  Kon- 
sonantendoppelung. 

359  tieg^  bekannte  pik.  Darstellung  von  h  durch  g  (s.  Foerster 
zu  Aiol  S.  LI). 

360  —  67  „Bei  Gott  .  .  für  1700  Mark  Silber  würde  er  sich 
nicht  bemüht  1  haben,  daß  ich  sein  Hiervorbei- Passieren  erführe, 
denn  dabei  hätte  es  kommen  müssen,  daß  ihm  bei  unserem  Zu- 
sammentreffen daraus  Schaden  und  Schmach  entstanden  wäre."  Yor 
en  venist  (367)  ist  also  que  (Aussagekonjunktion,  abhängig  von 
365)  zu  ergänzen  und  li  365  auch  oder  eigentlich  nur  von  367 
zu  verstehen.  —  chi  (364)  ist  von  irespas  abhängig,  Substantiv 
mit  verbaler  Kraft  gemäß  seiner  Abstammung.  —  365  Ist  Qui 
oder  QuHl  zu  verstehen?  il  vor  folgendem  /-  wird  hier  sehr  oft 
bloß  i  gesclirieben,  anderseits  könnte  i  pleonastisch ,  auf  366  hin- 
weisend, voraufgenommen  sein. 

371  i]  Ms.  li.  li  gibt  keinen  Sinn,  i  dagegen  wird  von  la 
372  wieder  aufgenommen,  denn  370  —  73  verstehe  ich:  „Mir  scheint, 
es  müßte  da  sehr  schief  gehen,  wo  nur  ein  Deut  ihres  Wertes 
fallen  würde,  einzig  und  allein  durch  euere  Anstrengung." 

374  Yier  Adjektive  vor  dem  Substantiv. 

376  —  78  Oder  soll  nach  mius  (376)  Komma  stehen  und  vor 
Se  (378)  que  (quam)  ergänzt  werden? 

395  Ähnlich  Nu  cremons  un  oef  de  colon  (Trois  Enn.  572  in 
Rom.  1887,  S.  11),  ne  pris  un  oef  {Escanor  206),  cf.  1926  und 
Aiol  Gloss. 

396  cestui  (seil,  hien).^  ebenso  785  cestui  [mesfait\. 

399  —  400  vostre  cors  =  vos  (s.  Diez  111,66  und  Tobler,  Zs. 
1, 14),  deshalb  denn  auch  das  Prädikat  im  Relativs.  estes  (400)  statt 
est  ist;  cf.  1598. 

402  plait  kann  1.  Sing.  Ind.  oder  3.  Sing.  Konj.  sein,  und  je 
nachdem  ist  handschr.  G.  als  Gavain  oder  Gauvains  zu  lesen.  In 
dem  Nachsatz  si  Ven  tenra  on  raison  verlangt  li,  das  sich  ja  nur 
auf  Gauvain  beziehen  kann,  daß  dieser  Subjekt  des  vorhergehenden 
Satzes  sei,  also  plait  Gauvains  zu  lesen,  das  dann  heißt:  „Nun 
mag  Gauvain  Prozeß  anstrengen,  man  wird  ihm  darüber  dann  schon 
Rede  stehen." 


1)  S.  Glossar.   —  Br. 


117 

420  Über  cntre  .  .  et  m  Begleitung  von  Subjekts-  oder  Objekts- 
kasus s.  Foerster  zu  Äiol  2167.  —  Dieser  Yers  bringt  außerdem 
einen  weiteren  Beleg  für  die  von  Tobler,  Zs.  YI,  524  (Verm.  Beitr. 
Nr.  33)  besprochene  Erscheinung  einer  nachträglichen  Erweiterung 
eines  Satzteiles,  hier  des  Subjekts  (Mesire  Gauvains  418),  deren 
noch  eine  ganze  Reihe  in  unserem  Text  vorkommen,  z.  B.  542,  723, 
838,  /39,  1142,  /43,  1148  — 51,  1175,  1707,  1726,  /27,  2125, 
2521,  2867,  3153.  Ähnlich,  nur  etwas  einfacher  und  deshalb  als 
Vorstufe  zu  unserer  Erscheinung  anzusehen,  ist  2977/78,  wo  der 
schon  genannte  Satzteil  nicht  durch  ein  Pronomen  wieder  aufge- 
nommen wird.  —  Der  Fall  in  V.  420  hat  außerdem  noch  das 
Eigentümliche,  daß  mit  der  Erweiterung  zugleich  ein  Konstruk- 
tionswechsel stattfindet;  der  erweiterte  Satzteil  tritt  zugleich  in  ein 
neues  Satzgefüge  ein  mit  anders  konstruierendem  Verb. 

422  Ses  en  prie]  pr'ier  mit  Dat.  oder  Akk.  konstruiert  {Diex 
III,  133). 

426  ceval  d'Espagne,  ebenso  1108;  neben  den  Araber-  und 
Grascognerpf erden  sind  die  spanischen  am  häufigsten  genannt:  eh. 
d'Espaigne  (Yvain  2330,  Charr.  6776,  Guingl  5961,  Ätre  5788, 
Gh.  II  esp.  1760,  Glaris  [Gloss.]),  espanois  (Erec  124,  Gh.  II  e. 
2768,  4633),  auch  destrier  arragon  (Pc.  27  230,  Blanc.  4177). 

427  anuiels  ist  yfohl  =  anuies  ,, ermüdet"  (Rol.  2484  Noz 
cheval  sont  las  et  enuiet),  wenn  nicht  enuieus  im  Sinn  von  enuiet 
gebraucht  werden  kann,  etwa  wie  enuiant,  das  Tobler,  Zs.  I,  23 
(Verm.  Beitr.  42)  aufführt.  Die  Form  anueiise  901  ohne  i  dürfte 
gegen  anuiels  sprechen. 

428  sans  asens  wohl  synonym  von  di'oite  voie;  wie  aber 
kommt  asens  zu  der  Bedeutung?    Cf.  a  asens  „querfeldein"?  2398.^ 

434.2 

437  Nach  diesem  Vers  wohl  eine  Lücke,  denn  V.  438,  der 
nach  einer  freundlichen  Mitteilung  Suchiers  vielleicht  bedeutet: 
„Aber  ein  Toller,  der  halsstarrig  ist",  kann  sich,  wie  V.  440  übrigens 
ausdrücklich  gesagt  wird,  nur  auf  Gauvain  und  Hunbaut  beziehen; 
diese  scharfen  Worte  sind  aber  ganz  unmotiviert  und  unbegreiflich, 
wenn  nicht  vorher  eine  Provokation  vorgekommen  ist  von  selten 
Gauvains  oder  Hunbauts,  wahrscheinlich  von  ersterem,  da  Hunbaut 
(448  ff.)  ja  akzeptiert  und  Gauvain  hier  nicht  immer  in  der  Rolle 
des  „sage  Chevalier"  bleibt. 

445  Vosiel  Saint  Julien  „gute  Herberge".  (Über  S.  Julianus 
hospitator,  Beschützer  der  Reisenden  und  Spielleute,  s.  Acta  SS. 
29.  Jan.,    Legenda   aurea    27.  Jan.,    Vinc.  de   Beauvais  IX,  115). 

1)  S.  Glossar.  —  Br. 

2)  erent  (=oirrent)  arme  kann  bleiben,  s.  Cliges  4511  ere  (3.  Präs.)  S, 
erre  AMCR.  —  Br. 


118 

Älmlich  Ch.  d.  d.  d.  Norm.  16576  —  77  Mais  n^avreiz  pas  tant  sai 
je  hien  Ennuit  Vostel  Saint  Julien,  Rose  8872  Ainsinc  m'äist  Saint 
JuUens  Qui  pelerins  errans  herber ge^  weitere  Beispiele  s.  Rom.  XI, 
577,  3,  Giorn.  stör.  d.  lett.  it.  1886,  S.  179  —  87,  Rom.  XYII,  610. 
Im  gleichen  Sinne  wird  auch,  obschon  seltener,  Vostel  Saint  Martin 
gebraucht,  z.  B.  Montaiglon,  Fahl.  Y,  87.  94,  Fl.  &  Bl.  (ed.  E.  du 
Meril)  S.  44. 

450  Mit  Foerster  nehme  ich  nach  diesem  Vers  wieder  eine 
Lücke  an,  da  Y.  452  sonst  unvermittelt  vom  Dialog  in  die  Er- 
zählung überginge,  was  sonst  im  Text  nicht  vorkommt. 

456  Über  menee  vgl.  Foerster  zu  Aiol  901;  besonders  häufig 
ist  soner  la  menee. 

465  paut  „potuit",  dazu  vgl,  Suchier,  Zs.  II,  266. 

468  biel  Adj.  in  adv.  Bedeutung,  ebenso  508  (Diez  111,9 — 10). 

483  anakoluthisch  an  482  angereiht. 

489  por  ce  que  mit  Konj.  „damit". 

501  recovrier^  dazu  vgl.  Foerster  zu  Aiol  135. 

507  poi  mit  de^  et  petit  1885. 

508  Das  Steigerungsadverb  mout,  das  zum  Adv.  hiel  gehört, 
vor  das  Yerb.  finit.  gestellt  wie  gewöhnlich  (cf.  Morf ,  R.  Stud.  III, 
289.  291),  ebenso  1607,  502  par,  504  tant;  sodann  die  adv.  Be- 
stimmung statt  zum  Yerb.  (Inf.)  vor  das  Obj.,  da  dieses  dem  Inf. 
selbst  vorangeht. 

517  jeune  (fem.),  es  ist  eben  jejuna  (neutr.  plur.)  für  klass. 
lat.  jejunia. 

518  Das  handschr.  est  a  voir  jeune  kann  unmöglich  richtig 
sein,  a  jeüne  ist  ein  Begriff,  der  nicht  durch  ein,  gar  nicht  speziell 
dazugehöriges,  Satzglied  auseinandergerissen  werden  kann. 

525  fores,  Sing,  oder  Plur.,  d.  h.  -st  =  -s  oder  pik.  -sts^-s? 
Wohl  letzteres. 

530  sacent ^ sachant  (Adj.,  cf.  dames  sachans  Octav.  109).  Zu 
estre  mit  Part.  Präs.  vgl.  Diez  III,  199;  wegen  des  e  in  sacent  cf. 
vivent  Aiol  329,  344,  enfent  Aue.  28,  18  und  Suchiers  Bemerkung 
S.  66,  Nr.  21. 

534   Que  „damit"  mit  Konj. 

539  tot  amont  tautologisch  zu  el  cief  des  autres,  cf.  1089, 
1254,  1679,  /80,  1827,  1860/1,  2286. 

541  si  con  moi  sanhle;  moi  und  me  werden  in  diesen  und 
ähnlichen  Redensarten  (z.  B.  ce  poise  moi)  nebeneinander  gebraucht. 

542  Vos  et  li,    Erweiterung  des   Subj.,    vgl.  Anm.   zu  420. 
545  de  Chevalier  =  la  venue  de  ch. ,  Auslassung  des  Subst.,  das 

einen  attributiven  Genitiv  regiert  (worüber  Tobler,  Zs.  II,  557  f. 
=  F.  Ä  91  mit  Angabe  der  Lit.),  ähnlich  592,  2660.  —  que  sace, 
Konj.  der  Einräumung   wie  Tobler,  Zs.  XI,  442 — 44  gezeigt  hat. 


119 

548  le  weist  pleonastisch  auf  550  —  52  hin. 

559  XXX  et  I  semainne,  das  Subst.  nur  zu  une  konstruiert 
wie  gewöhnlich  im  Afz.  (s.  Knösel,  Afo.  Zahlwort,  S.  54). 

568  Mit  dem  sinnlosen  handschr.  soit  ist  der  Y.  zu  kurz, 
[/e/•]o^7  dürfte  beidem  gerecht  werden. 

576  [sc\  durch  Sinn  und  Metrum  gefordert. 

577  fera  =  ferai,  Sinn:  „Wenn  der  Schloßherr  mich  erwischt, 
so  werde  ich  mich  bei  keinem  beklagen",  [denn  dann  hab  ich  es 
selbst  verschuldet]. 

590  7nöt  „viel",  ebenso  820;  diese  in  Burg.,  Lothr.,  Champ., 
Pik.  und  Wall,  heimische  Nebenform  von  mout  ist  schon  öfters 
besprochen  (s.  P.  Meyer,  Rom.  YI,  45  zum  Ms.  bourguignon,  Foerster 
zu  Ch.  II  e.  30  mit  Beisp.  aus  Bibh  Guiot  [äußerst  zahlreich,  ein- 
mal im  Reim],  Dolop.  und  Watriqiiet,  Ulbrich,  Zs,  11,546  aus  Ren. 
le  nouv.,  wozu  G.  Paris,  Rom.  YIII,  296,  Görlich,  Bgd.  Dial.  S.  104 
aus  bgd.  Urk.);  mont  sehr  häufig  in  dem  bgd. -champ.  Cambridger 
Ms.,  von  dem  P.  Meyer,  i?om,  YIII,  310 ff.,  Auszüge  gegeben  hat, 
in  Wace  Cong.  19,  37,  41,  46,  54,  62,  in  Quinze  S.  263,  in 
G.d'Ängl.20,  21,  28,  29,  37,  52,90,204,  3248,  3250,  3252,  3259, 
3272,  in  Voiage  du  Comte  de  Pontieu  ed.  Meon,  iY  i?.  1, 437, 453  u.  Ö. ; 
monteploie  Bodel,  S.  Nie.  (A.  Th.  fr9.  163),  monteplit  (ib.  78). 

591  navie,  mask.  oder  fem.?;  daß  beide  vorkommen,  zeigte 
Foerster,  Zs.  I,  147. 

592  De  Monpellier  =  de  la  rente  d.  M.,  s.  zu  545.  —  Mon- 
pellier  und  Pavie  durch  ihren  Reichtum  berühmt:  Vor  de  M.  Berte 
325,  Octav.  2212;  Vor  de  Pavie  G.  de  Bg.  543,  Floov.  273. 

595  D  et  X]y  Ms.  Dlx]  eine  cent  et  soissante  gibt  zwei  Silben 
zu  viel.  Bei  meiner  Änderung  habe  ich  angenommen,  daß  vom 
Kopisten  handschr.  7  (Abkürzung  für  et)  in  /  verlesen  worden  sei. 
Es  ist  freilich  zu  bedenken,  daß  dieses  et  bei  in  Ziffern  darge- 
stellten Zahlen  (und  Ziffern  müssen  es  auch  in  der  Yorlage  ge- 
wesen sein)  meist  nicht  gesetzt  wird.  Yielleicht  darf  man  auch 
lesen  DIX,  vorausgesetzt,  daß  nuef  in  solchen  allgemeinen  Zahl- 
angaben gebraucht  würde.  —  respondre  „entrichten,  abtragen", 
cf.  lat.  respondere  „solvere,  reddere"  (DC),  span.  responder  „ent- 
richten, bezahlen,  ergeben". 

586  —  95  sind  Worte  des  Dichters,  nicht  etwa  Hunbauts,  daher 
keine  Einführung. 

598  Daß  pammoier  nicht  bloß  „tenir  dans  la  main"  heißt, 
wie  Littre  (s.  paumer  und  paumoyer)  und  andere  angeben ,  sondern 
auch  „Handschlag  geben",  welche  Bedeutung  Godefroy  z.  B.  auch 
nicht  verzeichnet,  geht  aus  Stellen  wie  die  in  J.  Bodels  Sohais 
desvez  138  —  40  und  171  —  74  (Meon,  N.  R.  I,  297,  298  und  Mont. 
Fabl.Yj  190)  zur  Evidenz  hervor;  cf.  iial.  palmata^  span. -port.  pa/mear. 


120 

604  —  5  Subj.  im  Plur.,  Präd.  im  Sing.,  indem  an  jeden  ein- 
zelnen gedacht  wird,  wie  das  cascuns  ausdrücklich  angibt,  ähnlich 
2839  und  Mousket  19227  Et  si  cofipaignon  apries  lui  Ceval  avoit^ 
n'i  ot  celui  (cf.  Anm.  45). 

610  Et=si. 

612  il  =  cil  wie  89. 

621  ne  m'est  mestiers,  nie  eth.  Dativ. 

622  Über  die  Verwendung  von  Kreide  bei  Kleidungsstücken 
s.  Foerster  zu   Yvain  1885. 

626  Subjektswechsel  in  dem  durch  si  eingeleiteten  Nachsatz, 
ohne  daß  derselbe  durch  ein  eil  oder  ähnlich  angedeutet  wäre,  ähn- 
lich 1156  —  57,  1226. 

628  ki  =  cui. 

636  pres  ^=prests.  —  et  quis  ist  koordiniert  zu  enquis,  nicht 
zu  p'es ,  denn  635  —  37  bedeuten:  „Er  hat  nachgefragt,  ob  das 
Essen  bereit  sei,  und  verlangt  [wenn  es  fertig  sei],  daß  man  es 
ihm  melde."  Altfr.  ist  es  ja  fast  Regel,  daß  zwei  durch  et  ver- 
bundene Satzglieder  (wie  hier  1.  die  Prädikate)  nicht  unmittelbar 
aufeinanderfolgen,  sondern  dem  ersten  werden  alle  ihm  zugehörigen 
Satzglieder  oder  selbst  Sätze  (wie  hier  636)  beigegeben  und  dann 
erst  folgt  et  mit  dem  koordinierten  Satzglied,  vgl.  1825/6  Je  irai 
a  Vun  de\l\s  secors  et  traira  (=  irairai)  del  ceval  le  cors,  2641  Cele 
en  aoure  Diu  et  loe,  Aiol  566  peu  m'a  apris  d'estor  et  ensaignUj 
2761  Se  li  dist  son  mesage  et  conte,  ebenso  Veng.  Bag.  1239,  1669, 
2785,  Toudis  a  ele  este  trop  veule,  Warnier^  si  m'dit  Diex  et  sote 
(Ä.  Th.  frg.  130);  —  2.  Subjekte:  2977  Li  rois  Artus  les  aient  et 
si  conpaignon,  B.  Conde  II,  136,  107  On  cuide  .  .  que  loiaiites  i 
maigne  et  fois^  Ch.  II  e.  9401  Dusc'a  L  cJievalier  s'aprocent  d'aus 
et  escuier;  —  3.  Objekte:  1028  Derverie  aves  fait  et  rage,  3397  puis 
si  ont  fait  le  roi  coucier  Et  ses  conpaignons ^  3559  Grant  painne 
{en)  ai  tu  et  dolor;  —  4.  Adjektive:  2669  hon  clievaliers  et  hiel,  3038 
a  hiel  Chevalier  et  a  cointe.  Die  Ausdrucksweise  macht  den  Ein- 
druck des  Unfertigen,  wie  die  in  45,  420,  604  —  5  berührten;  sie 
scheint  dem  Streben  nach  Einfachheit  und  Klarheit  entsprungen, 
indem  zuerst  eine  Idee  mit  all  ihren  Zutaten  erledigt  wird,  bevor 
eine  zweite  hinzukommen  darf,  die  dieselben  Zugaben  bei  sich  hat, 
die  aber  auch  noch  andere  hinzunehmen  könnte  (wodurch  Kom- 
plikation, wo  nicht  Verwirrung  in  die  Konstruktion  käme),  wie  denn 
gerade  in  unserem  Beispiel  das  zweite  Verb  quis  zu  dem  gemein- 
samen se  li  mangiers  est  pres  noch  die  eigene  Ergänzung  que 
noviele  Ven  fust  aprise  bei  sich  hat. 

642  S071  per;  über  die  männliche  Form  son  per,  auch  wenn 
es  auf  ein  weibliches  Wesen  sich  bezieht  und  umgekehrt,  s.  Tobler, 
Zs.  V,  196=  Verm.Beitr.  140. 


121 

643  biaule  ist  die  von  Natur  verliehene  Schönheit,  afaitement 
jede  menschliche  „Zutat"  zur  Ausschmückung  des  Geistes  sowohl 
(durch  Erziehung)  wie  des  Körpers  (durch  Erziehung  und  besonders 
auch  durch  Kleidung);  „Anmut"  dürfte  demnach  dem  vieldeutigen 
Wort  am  besten  entsprechen. 

646  —  47  le  =  la,  das  dann  647  zur  Bekräftigung  noch  in 
seinen  einzelnen  Teilen  wiederholt  wird,  h'as,  cors  usw.  sind  also 
keine   Akk.   der  Beziehung,    sondern    wie   le  von    faire   abhängig. 

651  bien  seant  „wohlgefällig"  (s.  Tobler,  Zs.  I,  24  =  Ferm. 
Beitr.  43),  ebenso  1782. 

652  sont  entetitive  la  gent]  Prädikatsverb  im  Plur.,  Prädikats- 
adjektiv im  Sing.,  ähnlich  3153  —  54  tos  premerains  neben  es- 
gardereiit.  Ähnlichen  Unterschied  in  der  Behandlung  von  Verb  und 
prädikat.  Bestimmung  wies  Tobler,  Zs.  YIII,  482  (Verm.  Beitr. 
Nr.  34)  nach. 

655  eine  Silbe  zu  viel;  mir  scheint  de  leichter  zu  entbehren 
als  Que. 

656  Que  =  qui,  s.  Tobler,  Zs.  II,  563, 1  =  Verm.  Beitr.  103, 1 
und  Pietsch,  Af.  Relat.  S.  20. 

666  d7'ois]  Ms.  deis  mit  weit  hinaufreichendem  i  ohne  Akzent, 
so  daß  auch  dels  oder  gar  dess  gelesen  werden  kann;  mit  diesen 
drei  Lesarten  weiß  ich  nichts  anzufangen,  daher  die  radikale 
Änderung  in  drois. 

668  plus  fit  esgardes  dkm  leit]  de  steht  hier  in  doppelter 
Funktion:  „von  mehr  als  einer  Seite  wurde  er  angeschaut",  also 
den  von  Tobler,  Z^.  YI,  520  — 21  (Ferm.  ^e^^r.  181  — 84)  be- 
sprochenen Fällen  als  neuer  hinzuzufügen,  außerdem  sei  die  Stellung 
von  phis  vor  dem  Prädikat  und  so  getrennt  von  seiner  Ergänzung 
bemerkt,  was  durch  die  Abhängigkeit  derselben  Ergänzung  vom 
Prädikat  begründet  sein  dürfte;  cf.  1768. 

671  —  72  „Sein  Herz  bittet  und  rät  ihm,  was  er  sie  bitten 
und  von  ihr  verlangen  soll  und  [daß]  er  keine  schönere  Gelegen- 
heit suchen  soll";  672  ist  also  que  „daß"  zu  ergänzen  aus  dem 
que  „was"  671. 

673.1 

678  en pense  „betrübt"?,  cf.  pensif  synonym  von  tristre  (Trist. 
I,  19.  310).2 

712  por  mes  c'on  lor  asiece]  por  mit  Subst.  und  que  kon- 
zessiv {Diez  in,  367). 

714  ja  tant  nHert,  cf.  96. 

722  a  Nieole  „weit  weg",  ebenso  Ch.  II  e.  11402  Cil  ki  vosist 
estre  a  N.  oder  Ferg.  90,  27  mius  li  venisi  estre  a  Dinant. 

1)  Vgl.  2484:  Si  dist  ases  ^o  qui  li  siet.  —  Br. 

2)  S.  Glossar.  —  Br. 


122 

732  qu'i  =  qu'il. 

734  fo7it  traire  =  traient  (Tobler,  Zs.l^ll  =  Verm.Beitr.ld — 22). 

735  fu  ist  auf  jedea  Fall  zu  streichen,  termes  kann  wohl 
stehen  bleiben,  sei  es,  daß  terme  gelesen  oder  bei  termes  über 
das  -s  hinweg  elidiert  werden  kann  (s.  Tobler,  Vsb.  53/4);  sonst 
könnte  auch  einfach  ians  eingesetzt  werden,  lius  et  tans  und  tans 
et  eure  sind  ja  stehende  Eedensarten. 

742  sont  =  se  sont  (Tobler  zu  Aniel  166). 

746  Li  sires  en  vini]  besser  sire  s'en^  da  z.  B.  798  sire 
neben  allerdings  häufigerem  sires  vorkommt. 

763  s'ire  ist  wegen  des  reichen  Reimes  beizubehalten,  riche[s] 
macht  ja  die  Silbenzahl  voll. 

778  se  kann  nicht  für  si  stehen  und  esfmi  nicht  wohl  für 
esforst  (von  esforcier)^  darf  etwa  se  Ven  est  fort  gelesen  werden?  ^ 

784  vos  neben  tu  783,   cf.  3356  u.  3358,    1595   u.  1597/8. 

787  nus  =  nos;  außerdem  Subjektswechsel. 

806  —  7  Diese  Zeilen  müssen  Worte  des  Eice  honme  sein, 
wenn  sie  auch  nicht  als  solche  eingeführt  sind. 

844  Das  r  in  pere  ist  hoch,  so  daß  es  einem  s  ziemlich 
ähnelt;  das  hat  mich  bestimmt,  pense  zu  emendieren,  detnourer .sagt 
mir  auch  nicht  besonders  zu. 

848  lai=lait,  wie  z.  B.  Hörn  4423  in  ai-Tirade,  wo  auch 
plai  steht;  häufig  doi  im  Reim  für  doit  „digitum". 

855  Bekanntes  Sprichwort. 

857  Que  „als  daß"  in  scheinbarer  Doppelfunktion,  s.  Tobler, 
Z6-.  VI,  521  —  23  {Verm.  Beitr.  1846);  ebenso  1641,  2074,  /83, 
ähnlich  1749,  1789. 

860  aprison  von  aprendre  wie  prison  von  ptrendre;  gleich- 
bedeutend aprise,  z.  B.  G-.  de  Biblesw.,  i?o??i.  XIII,  502,  nur  daß 
aprison  die  einmalige  „Unterweisung",  aprise  die  fortgesetzte  be- 
deutet. 

863  Von  timere  scheinen  sich  nur  der  prohib.  Imper.  2.  Pers. 
Sing,  und  Plur.  erhalten  zu  haben,  und  fast  nur  auf  norm.-anglon. 
Gebiet  (s.  Foerster  zu  Erec  5045  und  G.  Paris,  Rom.  XX,  151, 
deren  Beisp.  noch  eins  aus  einem  Cambr.  Ms.  nach  Michel,  J..  Th. 
frg.  182*  hinzuzufügen  wäre);  gestützt  auf  ne  tamez  in  Erec  5045 
habe  ich  dies  Wort  hier  eingeführt,  das  mir  durch  den  reichen 
Reim  geboten  zu  sein  schien;   paläogr.  ist  ja  nichts  einzuwenden. 

872,  874,  884  Die  Emendationen  dieser  3  V.  wohl  selbst- 
verständlich. 

887  SHl  =  se  il  gibt  keinen  Sinn,  si  il  läßt  die  Wortstellung 
nicht  zu,  man  lese  daher   CiL 


1)  S.  Glossai-.  —  Br. 


123 

892  u  vos  estes  „wo  ihr  hinauswollt",  vos  reflex.? 

896  mener  por  fol  „wie  einen  Törichten  behandeln,  dafür 
halten". 

897  Die  Korrektur  durch  Sinn  und  Reim  geboten. 

903  preu  „viel,  genug"  wie  Erec  1486  (s.  Foerster,  Anm.  u. 
Diez  III,  150). 

905  has  „vorgerückt"  bei  Tagesstunden  von  Mittag  an  (be- 
sonders häufig:  none  hasse  Yvain  5890,  Aiol  1294  und  Anm.  dazu, 
hasse  nonne  Ch.  II  e.  11292);  von  derselben  Vorstellung,  dem  Stand 
der  Sonne,  ausgehend,  wird  gleichbedeutend  haut  von  den  Vor- 
mittagsstunden, besonders  wieder  von  tierce,  gesagt.  —  müdi  ist, 
da  es  trotz  mie  masc,  ein  Wort. 

907  Die  ersten  drei  Worte  schwer  leserlich  und  jedenfalls 
verderbt. 

917  fehlt  eine  Silbe,  par  dejoste  oder  sön  euvre  würden  das 
Metrum  befriedigen,  gegen  et  ist  aber  weniger  einzuwenden. 

919  consel  vergleicht  sich  mhd.  „rät",  nhd.  „Rat"  in  rät  hdn, 
Rat  ivissen. 

922  Handsclir.  Joint  ist  sinnlos  und  konstruktionswidrig,  point 
paßt  zu  beiden  und  gibt  zudem  reichen  Reim. 

927  haste  „Braten"  ist  mask.  und  fem.  (s.  Gloss.  und  Hofm. 
zu  /.  de  Bl.  815,  Foerster  zu  Aiol  4041),  auch  im  prov.  vorhd., 
s.  Suchier,    Dkm.  pr.  Lit.   (Grloss.   aste,    wo  man    asta  erwartete). 

933  Daß  handschr.  Et  une  löge  in  En  u,  l.  zu  ändern,  geht 
aus  952  und  903  hervor. 

936  dusqit'a  F/],  über  diesen  präpositionalen  Nom.  vgl.  Foerster 
zu  Ch.  II  e.  6524  u.  S.  LXI,  Tobler,  Jhb.  XV,  256  u.  Verm.  Beitr. 
221—22. 

937  li  doi],  Artikel  (i)«e;?;  III,  42,  20),  ebenso  1809,  1811. 
940  en  pleonastisch  auf  das  Folgende  hinweisend,  ebenso  1088. 
942  Zur  Wortstellung  vgl.  636. 

949    Oveuc  mon  eus^=-a  m.  o. 

960  iVe  truis  que  mangier  {Diez  III,  230). 

961  Über  juner  neben  j'euner  (Gloss.)  s.  G.  Paris,  Born.  VIII, 
96,  97,  z.  B.  (auch  nebeneinander)   F.  Eag.  755  june,  631  jeuner. 

962  qui  =  cui. 

964  Die  volle  Form  ent  in  invertierter  Stellung  in  pik.  Texten 
häufig,  z.  B.  Aiol  1591,  2099,  2153,  3038,  3169,  3172,  5874, 
8299,  8862,  Durm.  1535,  Mousk  14197,  Ad.  de  la  K:  Ves  ent 
chi  un  (A.  Th.  frg.  63,  83),  maine  Vent  ib.  72,  84,  85,  98,  anons 
nous  ent  (:  argent)^  ib.  72,  reva  fent  (:  argent)  ib.  61,  H.  de  Val.  (Ba. 
Litt.  103,18;  106,4;  199,22),  guardes  vous  ent  (:  gent)  G.  de 
Dargies,  ib.  498,  5. 


124 

968  Unsere  Interpretation  des  handschr.  aiioi  donnor  wird 
durch  1168  bestätigt;  zudem  ist  es  eine  beliebte  Redensart,  cf. 
Yvaiji  1672  De  vostre  enor  vos  ressovaingne! 

985  fehlt  eine  Silbe;  'prist  (984)  kann  dem  Sinn  nach  nicht 
das  Yerb  zu  XI  pas  sein,  eine  einsilbige  Yerbalform  ist  also  sicher 
zu  ergänzen,  und  da  paßt  ti-aist  sehr  gut:  Schwierigkeit  könnte 
aber  die  Elision  des  e  von  dem  ebenfalls  zu  ergänzenden  le  machen, 
da  einzelne  Dichter,  wie  z.  B.  3Iarie  de  F.  (Warnke,  S.  XXYII), 
in  der  Inversion  dies  nicht  zulassen,  während  andere  (Rol.  464 
Geiet  Va  terre,  1224  Ot  VOliviers)  dies  gestatten.  Sollte  unser 
Text  zu  den  ersteren  gehören,  so  wäre  XI  in  X  oder  IX  zu  ändern. 

987  Zu  tor  „Mal"   s.  Tobler,   Zs.  Y,  206    {Verm.  Beitr.  155). 

991  keiies  „Kinnladen",  ebenso  geschrieben  in  Vie  de  J.  B. 
{Rom.  1877,  328),  dagegen  caine  {larene,  1.  ase7ie)  Meon,  N.  R. 
I,  297, 140;  cane  Mont.  Fabl  I,  149.  Davon  kenee  (Diez  11,359,4 
und  DC.  s.  quenneya)^  dann  nfz.  quenotte  und  vielleicht  auch  ricaner. 
—  Daß  cuers  in  cuirs  geändert  werden  muß,  verlangt  der  Sinn 
und  bestätigt  Y.  1125. 

995  Der  reiche  Reim  gibt  wieder  die  Korrektur  an. 

996  Mit  tost  muß  tos  oder  tot  gemeint  sein;  1158,  1316, 
1710  und  3451  entscheiden  zugunsten  von  tos. 

1003  auques  ne  mains,  wohl  synonym  von  p^u^  ^^  mains, 
das  Tobler,  Äniel  177  erwähnt. 

1007  Zu  diesem  Yers  fehlt  der  Reimvers;  nach  dem  Reim- 
wort lis  zu  schließen,  dürfte  in  dem  oder  den  verlorenen  Yersen 
vom  „Bett"  die  Rede  gewesen  sein,  wozu  Y.  1009  ganz  gut 
passen  würde. 

1032  en  es  les  pas]  fast  stets  les  in  unserm  Text;  zum  Aus- 
druck vgl.  cn  es  Veure  (häufig),  en  es  le  jor  (Erec  1893). 

1036  enfrum  „mürrisch,  griesgrämig"  wird  hier  gemeint  sein, 
nicht  „Fresser,  Schlemmer",  wenn  auch  derselbe  dem  Gauv.  nichts 
von  seinem  Essen  abgeben  will.  Das  Wort  hat  Doppelformen 
(mask.:  enfrum,  enfrun  und  enfrume'^.^  fem.:  enfrume  und  enfrune), 
durch  zahlreiche  Beispiele  bei  Godefr.  und  DC.  s.  Infrontatus  und 
infrunüus  belegt;  die  Begrilfsentwicklung  ist  jedoch  nicht  „morose, 
avide,  avare",  sondern  „glouton,  avare,  morose";  letztere  ist  dann 
auch  auf  Dinge  ausgedehnt  worden,  woher  die  Bedeutung  „wider- 
wärtig" wie  öfter  bei  Beaumanoir  und  Deschamps. 

1037  entrepris  vom  intr.  entrepreiidre  „sich  vergehen"  (Tobler, 
Verm.  Beitr.  129). 

1041  Das  Objekt  zu  porchacier  ist  zu  ergänzen. 
1043  esbatre  ohne  refl.  Pron.,  weil  der  vorhergehende  Inf.  ein 
solches  auch  nicht  hat  (Tobler,    G.G.A.  1875,  1070). 
1051  faire  ist  verb.  vicarium. 


125 

1065  Dieser  Vers  gehört  zu  ot,  nicht  zu  s'esmervelle ,  das 
koordiniert  ist  zu  Et  dist  1066;  also  wieder  eine  nachträgliche 
Ergänzung  wie  420. 

1066  esforter  „auf muntern"  (?) ,  cf.  span.  e5/br;?;ar  „aufmuntern".^ 
1069  Handschr.  maijuent  ist  vielleicht  mainjuent  zu  lesen. 
1075  —  76   Zwischen   diesen  beiden  Yersen   scheint  mir  eine 

Lücke  zu  sein,  deshalb  gebe  ich  die  handschr.  Lesart,  verderbt 
wie  sie  ist,  wieder. 

1080  rendu  ,, Mönch",  zur  Bedeutungsentwicklung  dieses 
Wortes  vgl.  DC.  redditus  1.,  it.  renduto  (Dante,  Pg.  XX,  54,  wo  freilich 
das  Wort  Gallizismus  sein  könnte,  da  H.  Capet  spricht,  der  Y.  48 
auch  giuggia  „judicat"  gebraucht). 

1082  escrois,  it.  scroscio,  Verbalsubst. ,  im  Afz.  besonders, 
wie  hier,  vom  „Krachen"  der  Waffen  gebraucht  {on  puet  oir  les 
esc7'ois  des  lances,  Durm.  7764),  während  das  Simplex  crois  mehr 
vom  „Knirschen"  der  Zähne  gesagt  wird,  s.  Suchier  ziiReimpred.  lOle 
und  Tobler,  Z^.  IV,  163. 

1083.2 

1087  tant  vaut  il  mius  =  niz.   „tant  mieux",   ü  also  unpers. 

1088  en  weist  pleonast.  auf  1090,  s.  940. 

1089  enthält  eine  Tautologie. 

1090  san  ist  natürlich  durch  das  darüberstehende  sans  hier 
hineingekommen.  —  de  Gascogne  gehört  zu  fe7%  über  ähnliche  Aus- 
drücke s.  DC,  ferrum. 

1091  Dieser  Vers  reiht  sich  sehr  unvermittelt  an  den  vorigen, 
fehlt  etwas? 

1105  laissies  =  lacies  „laces",  während  1106  laissies  =  laschies 
„läches". 

1107  der  „licht,  in  lichten Eeihen" ;  die  Bedeutungsentwicklung 
im  deutschen  wie  im  französischen  Wort  dieselbe,  indem  eine  Emp- 
findung des  Gehörssinns  auf  den  Gesichtssinn  ausgedehnt  ward;  nfz.  er- 
halten ixidair-seme^  ec/a^Vc^r  (z.  B.  Hardy,  Elmire  21^)]  den  Gegensatz 
zu  venir  der  bilden  Eedensarten  wie:  Si  chevalchent  estreit  (Rol.  1001). 

1142  —  43  Et  je  et  vos^  Erweiterung  des  Subj.,  s.  zu  420. 

1150  encontre  „Begegnung"  wie  Yvain  1867,  s.  d.,  cf.  ital. 
incontro  (m.),  portug.  encontro,  span.  encuentro  (m.). 

1156  —  57  das  erste  ü  (1156)  geht  auf  Hunbaut,  das  zweite 
il  (1157)  dagegen  auf  den  Gegner,  also  wieder  ein  Subjektswechsel 
wie  626. 

1166  veu  verstößt  gegen  den  Sinn  und  reichen  Reim,  auch 
aies  ist  zweifelhaft,  ich  weiß  keine  Besserung.  —  en  conduit  prendre 

1)  Hunbaut  ist  Dativ;  s.  Glossar.  —  Br. 

2)  venres  =  mrres  gehört  zur  dial.  Schreibung  unseres  Textes  und  ist 
nicht  zu  ändern  (nach  Eoerster);  vgl.  319,  326,  1040,  *2508  und  3394.  —  Br. 


126 

„in  Obhut  nehmen",  also  eigentlich  sauf  conduit  oder  sauvegarde, 
wie  G.  Paris,  Hist.  litt.  XXX,  50  es  übersetzt. 

1173  une  masse^  adv.  Akk.,  daher  dessen  Beziehungswort  Che- 
valiers ohne  de. 

1175  vos  et  vcsire  gent^  Erweiterung,  s.  zu  420. 

1180  Ch'  f altes  ...  ist  wohl  Imper.,  es  hätte  also  dann 
hier  ein  Übergang  von  indirekter,  mit  Que  (1178)  eingeleiteter 
Eede  in  direkte  statt  und  wäre  auf  Tobler,  Verm.  Beiir.  Nr.  5  zu 
verweisen. 

1183  aeuvre  =  „adoperat"  oder  =  „adoperit"?  Wohl  ersteres.^ 

1192  non  a]  non  in  der  Antwort  begleitet  vom  Hilfszeitwort 
ohne  Yerbum  oder  vom  stellvertretenden  faire ^  also  jedenfalls  von 
einem  nebenbetonten  (Diez  III,  436;  Perle ^  Zs.  IL  2). 

1193  il  unpersönlich. 2 

1194  —  95  Sprichwortliche  Redensart? 

1196  Dieser  Vers  kann  sich  doch  nur  auf  Gauvain  beziehen, 
est  müßte  dann  allerdings  Perfekt -Bedeutung  haben,  wie  ist  aber 
metre  a  raison  zu  verstehen  ?-'^ 

1204  —  05  Die  beiden  Yerse  lassen  sich  nicht  vereinigen,  in 
1204  spricht  noch  Hunhaut,  1205  sind  es  aber  offenbar  die  Be- 
gleiter des  rice  hom,  also  eine  Lücke. 

1206  gage  ploier  „pignori  ponere"  nach  DC.  s.  vadium  und 
plicare  und  emenda  1.,  also  =  gage  tendre  1208;  ibid.  s.  plegius 
(plejus)  wird  freilich  ploier  auch  als  verderbte  Form  von  pleier 
„plegiare"  erklärt,  welch  letztere  Deutung  die  Benediktiner  wieder 
in  Zweifel  ziehen.  Frz.  pleiger^  engl,  to  pledge  sprechen  für  plegiare, 
und  da  im  Osten  ploige  „plegius"  belegt  ist,  so  kann  auch  ein 
ploi(g)ier  existiert  haben. 

1221  s'en^  vielleicht  besser  si'n  zu  lesen? 

1223  en  von  Personen  gebraucht,  wie  bekannt,  ebenso  1746, 
1848,  1863,  2012,  /42,  2167,  2327,  2332. 

1226  Subjekt  ist  natürlich  der  riche  hon,  also  wieder  Subjekts- 
wechsel ohne  jegliche  Andeutung  wie  626. 

1236  doit  umschreibt  das  Futur,  cf.  Weber,  Gebr.  von  devoir 
usw.  S.  10. 

1238  plainne  une  maison  d^avoir,  Stellung  wie  135. 

1242  Hunhaut  ist  Dat.  zu  dire,  me  dagegen  Dat.  ethic;  pars. 
Dat.  ohne  a  auch  1562,  2437,  2467. 

1243  amer  dürfte  wohl  her  „loben"  zu  lesen  sein  des  Reimes 
wegen,  es  paßt  zudem  besser  zu  prisier. 


1)  S.  Glossar.  —  Br. 

2)  Ich  halte  es  für  pers.  —  Br. 

3)  =  anreden;  vgl.  V.  953.  —  Br. 


127 

1252  Que  diroie?  Typische  "Wendung  bei  Einführung  des 
Schlusses  einer  Rede,  deutlicher  noch  ausgedrückt  in  Que  vos  froie 
longes  noveles  (Q-uinglain  3627). 

1254  Häufung  tautologischer  Ausdrücke,  cf.  539,  1089. 

1255  Que  lehnt  sich  an  erranment  an,  wie  dasselbe  que  an 
andere  Adverbia  anknüpft,  s.  Tobler,  Zs.  II,  392  =  Veron.  Beitr.  51. 

1256  jpor  ce  7'ecorde?'^ 

1269  que  im  Sinne  von  „wie"  gebraucht,  vielleicht  unter 
Einfluß  von  Redensarten  wie  ne  sai  que  faire. 

1271  Ist  Barlet  bei  Montpellier  gemeint?  Kaum,  wohl  eher 
die  noch  heute  nicht  unbedeutende  Hafen-  und  Handelsstadt  Bar- 
letta  in  Äj)ulie7i  (Terra  di  Bari). 

1280  si  für  handschr.  li  wird  durch  con  (1281)  gestützt. 

1302  si  vit  für  handschr.  siuient  oder  simeut  weicht  stark 
vom  Schriftbild  ab,  auch  ist  das  si  hier,  da  in  der  nächsten  Zeile 
ja  wieder  ein  Nachsatz -s?^  kommt,  nicht  recht  am  Platz. 

1305  —  06  il  vint  für  handschr.  isiut  ist  naheliegend,  da  das 
hohe  f  sehr  leicht  aus  l  und  der  Abkürzung  von  n  verlesen  sein  kann. 

1318  esfroi,  das  durch  den  reichen  Reim  gesichert  ist,  wird 
in  Verbindung  mit  entente  wohl  am  besten  mit  „Eifer"  übersetzt; 
für  die  Begriffsentwicklung  „Störung,  Mühe,  Bemühung,  Eifer" 
vgl.  engl,  trouhle. 

1339  Qui  „si  quis",  während  Qui  1341  sich  auf  cointe 
1338  bezieht. 

1343  =  sHl  vient  en  ceste  terre'^  Inversion  zum  Zweck  der 
Hervorhebung  (cf.  Rol.  882,  1059,  1427,  1731,  3902),  i  pleon. 
zurückweisend  (ähnlich  Die%  111^  4,1^  —  75). 

1362  soufrir  „Aufschub,  Frist  erteilen",  ebenso  1392  —  95, 
cf.  neufrz.  souffrance  „Vergünstigung,  Aufschub,  Frist".  Es  ist 
wohl  von  soufrir  „leiden,  gestatten"  auszugehen;  wie  neufrz.  se 
soufrir  „gegenseitig  Nachsicht  üben"  heißt,  so  wurde  früher  soufrir 
„nachsichtig  sein"  gebraucht. 

1368  le  pleonast.  das  Obj.  celui  (1369)  voraufnehmend,  cf.  548. 

1375  Mit  der  ais  ist  jedenfalls  ein  „Steg"  (cf.  planche  1442 
und  Äiol)  gemeint  über  den  Graben,  auf  welchem  Gauvain  und 
Hunbaut  nachher  (1450)  in  die  Stadt  kommen,  sonst  hätte  das 
Streiten  mit  dem  escacier  ja  keinen  Sinn. 

1376  Qui  ot  de  le  für  handschr.  Mo7t  ensient  weicht  stark 
vom  Schriftbild  ab;  nach  Y.  1377 — 78  muß  aber  hier  die  Breite 
des  Brettes  angegeben  sein,  und  da  mir  keine  Lücke  vorhanden 
zu  sein  scheint,  so  ist  das  überflüssige  Mon  ensient  zu  bessern; 
zudem  wäre  ja  auch  mien  ensient  (wie  2879  steht)   zu  erwarten. 


1)  S.  Glossar.  —  Br. 


128 

1383  metre  a  eus^  synonym  zu  despendre,  welch  letzteres 
durch  den  reichen  Eeim  gesichert  ist;  despendre  häufig,  aber  hier 
nicht  wie  bei   Godefroy  „employer",  sondern  „vernichten ".^ 

1384  destanroit  oder  destauroit  paßt  nicht,  es  ist  wohl  despen- 
roit  zu  lesen.  1 

1385  „Er  ist  so  arglistig,  daß  man  es  nicht  glaubt  (daß  es 
nicht  zu  glauben  ist)." 

1392   Car  beim  Imper.  {Diez  III,  214). 

1394  si]  handschr.  sa^  das  keinen  Sinn  gibt  und  sich  auch 
nicht  zu  pa  oder  la  bessern  läßt,  daher  si;  über  dieses  si  nach 
puis  und  ähnlichen  adv.  Bestimmungen  vgl.  Diez  in,  405**,  Tobler 
zu  Äniel  17 j  ebenso  Ei  puis  si  2024. 

1397  si  wieder  für  handschr.  sa  zu  lesen  oder  \ielleicht  ja?^ 
sifaitement  1403  dürfte  für  si  sprechen. 

1417 — 18  riber^  sb.  ribe,  kann  hier  nur  „sich  im  Streit 
messen,  streiten"  bedeuten;  wenn  das  Wort  wirklich  von  ahd. 
rWan  kommt,  so  ist  das  b  in  ribe?-  zu  erklären  wie  in  robe,  rober, 
lobe,  lober ^  und  die  Bedeutung  wie  span.  refriega  „Streit,  Gefecht" 
von  fricare. 

1437 — 38  Der  unreine  Eeim  iorse  :  entoise  ist  wohl  nicht 
anzutasten,  da  weder  das  torse  in  toise  noch  enioise  in  entorse  sich 
ändern  läßt,  beide  Redensarten  sind  häufig  genug  belegt;  enteser 
heißt  zunächst  „umspannen"  mit  der  toise,  „den  ausgebreiteten 
Armen",  daher  es  synonym  zu  embra^er  „umarmen"  gebraucht 
wird  [Cil  se  desbrace  a  j^lciinne  toise  Ki  irop  enbrace  et  irop  entoise^ 
Mousk.  30  329  —  30),  dann  „ausholen"  (zum  Schlag),  weil  dazu  auch 
die  Arme  oder  der  Arm  ausgestreckt  wird  (si  est  venus  vers  lui 
corant,  Si  entoisse  (Hipp,  entoisse)  por  lui  ferir  Guhigl.  781),  aus 
Redensarten  wie:  entoise  por  grant  cop  ferir  wird  dann  mit  Ellipse 
gesagt:  entoise  grant  cop  „Schlag  versetzen";  siehe  auch  Foerster 
zu  Lyon.  Yzopet  1492. 

1458 — 59  signe^  das  auch  hier  wohl  nur  „bezeichnen,  ein 
Zeichen  geben"  heißt,  kann  nicht  zugleich  transitiv  mit  les  und  in- 
transitiv mit  si  pres  d'els  konstruieren;  entweder  fehlt  nach  1458 
etwas,  oder  aus  dem  sigiie  ist  etwa  ein  rue  oder  ein  jete  zu 
ergänzen.^ 

1463  mius  seant  wird  das  Partiz.  von  seoir  „gelegen  sein" 
und  also  zu  übersetzen  sein  „besser  gelegen",  somit  verschieden 
von  651  (s.  Anm.). 


1)  S.  Glossar.  —  Br. 

2)  Wohl  mit  Foerster  pa.  —  Br. 

3)  S.  Glossai-.  —  Br. 


129 

1466  la  „illam"  pleonastisch  auf  das  Objekt  la  hace  hin- 
weisend, s.  1368. 

1468  qui  qiä  —  qui  que,  s.  Foerster  zu  Äiol  980  und  Pietsch, 
Afx.  Relat.  26;  qui  qui  ist  wohl  durch  falsche  Analogie  dem  que 
que  „was  immer"  nachgebildet. 

1478  „er  tut,  als  ob  er  es  nicht  höre"  oder  „er  zeigt  nicht, 
daß  er  es  höre";  jenes  paßt  besser  dem  Sinn  nach,  dann  ist  das 
Verlegen  der  Negation  zum  regierenden  Yerb  statt  zum  regierten 
zu  bemerken,  ebenso  2453. 

1480  U  plus  u  mains  „etwas",  wie  Tobler  zu  Aniel  \11 
plus  ne  mains  deutete. 

1505  — 12  ohne  Zusammenhang;  nach  1508  ist  wohl  eine 
Lücke,  denn  1509  beginnt  G.  eine  neue  Rede  und  Y.  1511  — 12 
weisen  auf  Auseinandersetzungen,  die  im  Text  fehlen. 

1514  Handschr.  sentendi  gibt  keinen  Sinn,  entweder  s'estendi 
mit  le  col  als  abs.  Akk.  oder  Vestendi  zu  lesen;  zu  Vestendi  paßt 
avant  aber  nicht. 

1520  —  21  Wenn  man  eil  (1520)  auf  Hunbaut  beziehen  dürfte, 
dl  1521  auf  den  vilain^  dann  wären  Konstruktion  und  Sinn  klar; 
le  1518  kann  aber  nur  von  dem  vilain  verstanden  werden  und 
dann  muß  eil  1520  auch  auf  diesen  sich  beziehen,  wodurch  1520 
und  1521  koordiniert  werden  und  se  mervillier  „sich  ängstigen" 
bedeuten  müßte,  was  mir  unbekannt. 

1529  Ist  au  pautonir  abhängig  von  teste  (Dat.  poss.)  oder 
vom  Yb.  {Diezlll^  137,5)?    Wohl  von  beiden  zugleich. 

1530  ansdeus  vor  dem  Art.  oder  Pron.  {Diez  III,  41). 
1533  apris  „gewöhnt"  (s.  Tobler,   Verm.  Beitr.  Nr.  23). 
1544  —  45  Die  beiden  puis  übereinander  verdächtig. 

1547  pres  del  cief  dou  point  „nahe  am  Ende  der  Zugbrücke". 
1550  por  eis  contenir  =  p.  soi  c.  (Diez  III,  61  —  62),  Tobler 
zu  Aniel  36;  ähnlich  a  lui  1622. 

1558  Dieser  Yers  ist  nach  1734  ergänzt  und  gebessert  worden. 

1559  en  seant  zum  Objekt  gehörig  wie  seant  1464,  1781; 
präpositionales  und  reines  Gerundium  af  z.  ohne  Unterschied  gebraucht 
(Diez  III,  260—61). 

1562  Monsigyior   O.,  pers.  Dat.  ohne  a^  s.  zu  1242. 

1570  longne  ,,verschiebt"  s.  DC.  s.  longare.^ 

1573  li==le  li,  s.  zu  143. 

1575  respondre  wird  hier  uneig.  von  der  Frage  eines  Nicht- 
angeredeten  gebraucht,  ähnlich  1669  im  erweiterten  Sinn  von 
„  sprechen  ". 


1)  Ich  finde,  daß  „sich  entfernen"  ebensogut  paßt  und  setze  hinter 
longne  Komma.  —  Br. 

Stürzinger,  Hunbaut.  9 


130 

1587  esmolu  ^,geschliifen"  kann  nur  vom  Menschen  in  bezug 
auf  die  Zunge  als  Sprachorgan  gesagt  werden,  und  so  ist  denn 
auch  die  Redensart  deutlicher  ausgedrückt  3091;  in  langue  esmolue 
ist  der  Ausdruck  ja  selbst  schon  übertragen,  wie  im  deutschen 
„geschliffene  Zunge"  oder  im  nfz.  „langue  affilee". 

1593  Der  Akk.  vos  zu  ergänzen  aus  a  vos  1592  mit  bekannter 
gemeinromanischer  Ellipse,  afz.  Beisp.  s.  bei  Tobler,  Verm.  Beitr. 
92  —  93.  —  laist  3.  Ind.  Präs.,  s.  Foerster  zu  Aiol  1187,  ebenso  1787, 
Guingl,  1444  mais  ne  laist,  angois  le  tient,   V.  Rag.  laist  (:  yslü ^  fait). 

1594  maint  ist  störend,  daher  es  getilgt  wurde,  sonst  hätte 
auch  gebessert  werden  können:  mainte  maise.^ 

1595  pues  kann  auch  2.  Sing,  sein,  denn  vos  1597/98  beweist 
nichts  für  den  Plur.  hier  (cf.  783/84,  3356  und  3358),  werden 
doch  tu  und  vos  in  ein  und  demselben  Satz  nebeneinander  ge- 
braucht. —  Über  longaingne  vgl.  Tobler,  Jhh.  YIII,  335. 

1596  fait  es  ins,  das  ich  aus  handschr.  faites  ms  konjiziert 
habe,  klingt  zwar  wegen  es  ius  gezwungen,  doch  scheint  dieses 
durch  je  regart  1597  gerechtfertigt. 

1598  le  cors  de  vos  =  vostre  co7's  (DiezUI,  70),  und  dieses 
=  vos,  s.  oben  399  —  400. 

1603  dusques  e?i  heißt  es  gewöhnlich  bei  fendre,  selten  a, 
cf.  1692;  Dusqites  es  jpoitrines  se  fendent,  O.  de  Pal.  2096,  Tot  le 
feudi  jusqu'en  Veschine,  ib.  2130,  Dusqu'es  dens  Va  porfendu.,  ib. 
6808,  ebenso  Octav.  2700  (neben  Desd  qu'au  dens  le  porfent  4606) 
und  Guingl.  2166. 

1609  Ne  vaurent  atendre  =  n'atendirent,  s.  Weber,  Gebrauch 
von  devoir  ...  S.  28  — 29,  cf.  1771. 

1630  Inversion  des  Subj.,  weil  Obj.  po  vorangeht. 

1633  Das  2.  tia  ist  in  we  zu  bessern. 

1636  Über  die  verschiedenen  Formen  von  clingnier  s.  Foerster 
zu  Aiol  1043. 

1641   Que  „als  daß"  s.  zu  857. 

1646  In  dem  handschr.  danners  oder  daiiniers  wird  man  zu- 
nächst datigiers  „Schwierigkeiten"  suchen,  allein  mout  ist  Neutr., 
daher  es  von  de  begleitet  sein  wird;  so  wird  d^anuiers  zu  lesen 
sein.     In  anuier  sehe  ich  das  Subst.  auf  -arium  (Diez  II,  354). ^ 

1647  to  =  tot  (pik.  nom.  plur.). 

1651  plus  dürfte  doppelte  Funktion  haben,  zu  ne  gehörend 
und  zu  atendre,  „er  will  nicht  mehr  länger  warten",  s.  de  zu  668. 

1653  —  54  Dilemmatische  Aufforderungen,  die  erste  in  Im- 
perativ-, die  zweite,  mit  ou  eingeleitete  in  Indikativform,  vgl.  Tobler, 
G.Q.Ä.  1872,  S.  896  und  1875,  S.  1061. 

1)  Gäbe  4-1,  daher  dann  noch  Doit.  —  Br. 

2)  anuier  wäre  dreisilbig.     Ich  ziehe  d'anuis  vor.  —  Br. 


131 

1658  Por  grant  ierre  .  .  .  ne  poes  .  .  .  „um  großen  Landes 
willen  .  .  könnt  Ihr  denn  doch  nicht  .  .  .",  d.  h.  por  kann  mit  dem 
konzess.  „trotz"  übersetzt  werden.  Es  liegt  also  die  Konzessiv- 
konstruktion por  +  Subst.  (ohne  Relativsatz)  vor,  die  Tobler,  Zs. 
XI,  446b  u.  c  (Beisp.  Joinv.  4e,  Alex.  33c)  erläuterte;  nur  ist  in 
unserm  Beispiel  diese  ursprüngliche  Form  um  eine  Stufe  der  nfz. 
(pour  grant  que  .  .  .)  genähert,  indem  das  Subst.  von  einem  attrib. 
Adj.  des  Grades  begleitet  ist,  das  im  Nfr.  das  Subst.  ganz  ver- 
drängt hat. 

1664  a  irait  „gemächlich",  s.  Foerster  zu  Adgar  Leg.  190, 150 
und  zu   Yvain  472. 

1668  sorfaü  „maßloses  Tun"  (Tobler,  Zs.  VI,  421),  „Maß- 
loses", dann  „Missetat,  Verbrechen"  überhaupt  (Foerster  zu  L/gon. 
F^^^o;?.  448),  „ea:ce5"  (Suchier  Gloss.  zw.  Beaiiman) .^  „exces,  arrogance" 
(DC.-Henschel)]  hier  wie  2369,  wo  es  ja  synonym  zu  desroi  und 
outrage  gebraucht  wird,  heißt  es  wohl  „Übermut,  Anmaßung",  da- 
gegen 2361  „Übermaß"  wie  desmesure.  Über  das  Partiz.  .sorfaü 
s.  Tobler,  Zs.  V,  191  =  Verm.  Beitr.  133. 

1678  —  79  Die  beiden  treu  übereinander  sind  verdächtig,  es 
dürfte  das  erste  zu  bessern  sein. 

1681  en  decors  „umsonst,  mit  wenig  Aussicht  auf  Erfolg"  (?). 
Diese  Bedeutung  kann  ich  weiter  nicht  belegen,  sie  läßt  sich  aber 
begreifen,  wenn  man  von  der  gewöhnlichen  Bedeutung  „Abnahme" 
(der  Gestirne)  ausgeht,  der  ein  nachteiliger  Einfluß  auf  das  Ge- 
deihen von  Pflanzen  und  lebenden  Wesen  zugeschrieben  wird,  estre 
nes  en  decors  (belegt  bei  DC?)  konnte  so  bedeuten  „keinen  Erfolg 
haben"  und  en  decors  „ohne  Erfolg". 

1682  Über  En  non  Diu  s.  G.  Paris,  Rom.  1882,  S.  614  und 
Foerster  zu   Yvain  1811. 

1684  si  „auch,  gleichfalls",  ebenso  1689  (Tobler,  Zs.  11,554, 
Verm.  Beitr.  87),  scheint  hier  etwas  verstärkt  „auch  noch,  dazu" 
zu  bedeuten.  —  desroi  „Schaden"  wie  desreer  „schädigen"  (id.  zu 
Aniel  258). 

1700  del  tost  aler  .  .  apres  .  .,  s.  Diez  III,  218,2  u.  3. 

1702  fönt,  Präs.  mit  Futurbedeutung,  oder  soll  front  gebessert 
werden?,  cf.  zu  1825  und  froie  in  Guingl.  3627. 

1713  Ra  mis]  re,  das  „seinerseits,  auch"  bedeutet,  gesellt  sich 
wie  selbständige  Präp.  {autre  z.  B.  2121)  und  die  unbetonten  Pro- 
nomina zum  Verbum  finitum,  cf.  741  resont  li  vin  porte^  2298  il 
li  refait  enpre^idre,  3199  ra  veue,  3452  ra  eslaissie,  3491  ra  feru, 
wie  I.  Bekker,  Fierabras  (zu  G.  de  Viane  769)  zuerst  mit  le  rait 
bien  assene  und  Rou  5613  (ed.  Andresen  11,  456)  belegte.  Daß 
aber  auch  als  Infinitiv  ravoir  und  restre  anzusetzen  sei,  zeigt  1864 
ra  rep'is. 


132 

1715  s^estent  et  drece^  das  refl.  Pron.  wird  beim  2.  Yb.  nicht 
wiederholt  (von  Diez  III,  418  angedeutet). 

1716  Daß  que  in  au  mius  quHl  puei  das  sogenannte  beziehungs- 
lose Relativ  (nfz.  ce  que)  „was"  ist,  zeigte  Tobler,  Zs.  Y,  200  (Verm. 
Beitr.  146  —  47). 

1723  Qui  bezieht  sich  auf  eis  1722,  es  ist  also  von  seinem 
Beziehungswort  durch  einen  ganzen  Satz  getrennt;  wir  haben  es 
hier  aber  nicht  mit  nachlässiger  Ausdrucksweise  zu  tun,  die  Zu- 
sammengehöriges durch  Einschieben  von  Nachzuholendem  oder  Yor- 
aufgenommenem  auseinanderreißt  (s.  118  und  die  reiche  Beleg- 
sammlung Toblers,  Zs.  XI,  450),  sondern  hier  ist  die  Trennung 
begründet.  Da  das  regierende  und  vorangehende  celui  auch  einen 
Zusatz  hat  wie  das  regierte  und  folgende  d'els,  so  ist  klar,  daß 
der  Zusatz  zu  jenem  dem  Zusatz  zu  diesem  voranzugehen  hat,  und 
das  hat  hier  eben  nur  statt.  —  Über  failli  „verräterisch,  ehrlos" 
vgl.  Tobler,  Zs.  Y,  189  (Verm.  Beitr.  129). 

1725  li  (seil,  lance)  Gauvain,  in  diesem  ellipt.  Ausdruck  Ar- 
tikel angewendet  wie  im  Span.  (Diez  III,  79  u.  146).  —  depeder 
(abs.)  cf.  Foerster  zu   Yvain  448. 

1728  Erweiterung  des  Obj.,  s.  zu  420. 

1739  vienet  mag  nur  Schreibfehler  für  vienent  sein;  da  aber 
die  Form  auch  sonst  zu  belegen  ist  und  die  spätere  Entwicklung 
derselben  das  Yerstummen  des  n  voraussetzt,  so  ließ  ich  sie  be- 
stehen. Der  Plur.  wird  übrigens  gebraucht,  weil  palais  hier  die 
Leute  des  Königspalastes  bezeichnet,  also  einen  Kollektivbegriff, 
cf.  1698/99  salent  la  mainnie. 

1744  remetre  „vergehen,  Uquescere",  Beisp.  aus  Oxf.  Ps., 
Guisch.  de  Beauj.  S.  10  und  Beaumanoir  s.  bei  Suchier,  Gloss.  zu 
Beaum.,  wo  Man.  7120,  Salu  428  de  duel  r.  gesagt  wird  wie  hier; 
cf.  auch  jpar  cui  fondu  sont  maint  bien  et  remis  con  nois  (J.  de 
Conde  II,  166  Y.  157  und  Pcv.  5805,  Mont.  Fabl.  I,  166);  ähnlich 
wird  demetre  oder  wenigstens  demis  gebraucht,  cf.  Rol.  1635  neirs 
cum  peiz  qui  est  demise. 

1746  Et  si  advers.  „und  dennoch"  (Diez  III,  405*,  Tobler 
zu  Aniel  158). 

1749  de  peur  hängt  von  plus  ab,  plus  wohl  so  nachgestellt, 
weil  das  folgende  que  auch  von  ihm  abhängig  ist.  —  que  „als 
wenn"  scheinbar  in  Doppelfunktion,  s.  zu  857,  1789. 

1756  qui  de  son  conduit(?).  Da  keine  Lücke  nach  1756  an- 
genommen werden  kann,  so  ist  der  Relativsatz  unvollendet.  Der 
Fehler  ist  wohl  in  qui  zu  suchen,  da  de  son  conduit  „für  sein  Ge- 
leit" heißen  kann.^ 


1)  Ich  möchte  qui' st  en  son  c.  ^das  sich  in  seinem  Gefolge  befindet" 
vorschlagen;  vgl.  zu  1927  und  vgl.  qui' st  Cliges  367.  —  Br. 


133 

1762  si  „auch"  vertritt  nicht  etwa  das  ausgelassene  Objekt 
oder  dessen  Stellvertreter  le  (s.  Tobler,  Zs.  II,  554=  Verm.  Beiir, 
S.  87). 

1768  In  De  quanques  hat  de  wieder  Doppelfunktion,  s.  zu  668. 

1771  il  veulent  entendre^il  eniendent,  s.  zu  1609. 

1777  qu%l  lor  avint  kann  ich  nur  als  Parenthese  verstehen 
„denn  es  begegneten  ihnen  deren";  en  ist  natürlich  zu  ergänzen.^ 

1783  point  „Zustand";  ^w/zc/wm  ursprünglich  räumlich,  nimmt 
auch  zeitliche  Bedeutung  an  „Zeitpunkt,  Augenblick",  endlich  auch 
modale  wie  hier;  V.  2476  en  iel  point  zeigt,  wie  die  temporale  in 
die  modale  hinübergleiten  kann. 

1789  que  ,,als  bis",  wieder  in  scheinbarer  Doppelfunktion  wie 
857  XL.  1749. 

1794  que  direkte  Kede  einleitend  (cf.  99),  wenn  nicht  wegen 
on  Obergang  von  indirekter  zu  direkter  Rede  vorliegt;  im  Grunde 
läuft  ja  die  eine  v^ie  die  andere  Erscheinung  auf  dasselbe  hinaus, 
so  daß  sie  nicht  immer  leicht  zu  unterscheiden  sind. 

1809  Li  IUI  und  1811  li  III,  Artikel,  cf.  zu  987. 

1812  mener  en  destre  wird  sonst  gewöhnlich  von  den  „dex- 
trarii^'  gesagt. 

1825  Handschr.  des  ist  auf  alle  Fälle  als  d'els  zu  inter- 
pretieren; kann  aber  mit  kühner  Ellipse  gesagt  werden:  firai  a 
Vun  d'els  secours  für  faire  seeours?  Ich  glaube  schwerlich;  auch 
ist  zu  beachten,  daß  in  der  Handschr.  je  irai  steht,  je  frai  ist 
wohl  zu  bessern. 

1835  son  bezieht  sich  also  nicht  auf  das  Subj.  seines  Satzes, 
sondern  auf  das  des  vorhergehenden. 

1843  re  „wieder",  auch  trennbare  Partikel,  s.  zu  1713. 

1846  Die  Korrektur  Foersters  pucele  für  handschr.  puce  ist 
sicher,  vielleicht  ist  aber  siut  in  asiut  zu  bessern  (cf.  2262),  denn 
nicht  bloß  das  Nachgehen,  sondern  das  Ausführen  der  Wünsche 
ist  gemeint. 

1859  entreprendre  „tadeln",  s.  Foerster  zu   Yvain  2300. 

1860  loist  hat  auch  den  Inf.  mit  a  nach  sich,  s.  Diez  III,  225. 
1860—  61   onques  puls  und  nul  jor  apres  tautologisch. 
1868   Dieses  treffende  Bild  ist  Crestien  entlehnt:  jusque  la, 

ce  me  sanble,  Ou  li  daus  et  la  terre  assanhle  Erec  1785,  ähnlich 
Guingl.  3061  Vis  fu  que  des  et  tere  fönt,  3310  Vis  fu  que  cius 
et  tere  fondist. 

1874  te7iir  refl.  „sich  aufhalten,  anhalten",  li  Dat.  der  Pers. 
bei  faire  und  Inf.  ohne  Akkusativobj.  (Tobler,  Zs.  YI,  511  =  Ferm. 
Beitr.  168). 


1)  Ich  halte  es  für  relat.  angeknüpft.  —  Br. 


134 

1877  Sehr  bündige  Ausdrucksweise,  da  son  frain  oste  sich 
auf  das  Pferd  bezieht,  das  vorher  gar  nicht  genannt,  sondern  nur 
aus  descendi  zu  erschließen  ist. 

1878,  ähnlich  Erec  462    Oi'  a  li  chevaus  mout  buen  oste. 

1884  Handschr.  ciuete  hätte  auch  in  deute  geändert  Averden 
können,  ciute  ist  aber  eher  der  Orthographie  des  Sclireibers  gemäß, 
(cf.  kmte  1911). 

1885  petit  mit  de  {Diez  III,  150),  ebenso  prov.  em  petit  d'ora 
(Serm.  lim.  47),  cf.  507. 

1896  querre  c.  inf.  heißt  wie  im  Span,  einfach  „wollen". 

1897  Der  Vergleich  ist  nicht  zu  Ende  geführt,  also  eine 
ähnliche  elliptische  Ausdrucks  weise  wie  in  den  von  Tobler,  Verm. 
Beitr.  Nr.  19  besprochenen  FäUen. 

1900  Et  eil  nimmt  das  Et  eil  (1898)  wieder  auf,  da  dieses 
Subj.  von  seinem  Präd.  (voit)  durch  zwei  Sätze  getrennt  ist.  Gleich 
Averden  Subj.  und  Präd.  wieder  getrennt  durch  das  Nachsatz -st^ 
worüber  Tobler,  Aniel  11  zu  Li  mainsneSy  si  estoit  teus.  eil  1900 
geht  natürlich  auf  Qauv.,  in  1901  aber  auf  den  andern  Kitter, 
schwerfällige  Ausdrucksweise,  ähnlich  1156/57. 

1906  Das  Pron.  je  von  seinem  Prädikat  durch  einen  Zwischen- 
satz getrennt. 

1914  her  scheint  hier  im  Sinn  von  „wetten"  gebraucht  zu 
sein,  freilich  paßt  dazu  Mais  nicht  sonderlich. 

1915  names  kann  nur  ti'ames,  nicht  etwa  n'a  mes  sein;  der 
Keim,  lo  1914  und  ja  mais  1915  verlangen  dies. 

1916  „Das  war  noch  viel  anders  als"  .  .  .,  „noch  weit  besser 
als"  .  .  .;  autre  also  hier  in  dem  verstärkenden  Sinn  gebraucht, 
wie  ital.  altro  ganz  gewöhnlich  in  der  Antwort. 

1917  Über  mirolee  vgl.  Foerster  zu  Ly.  Yz.  1689. 

1918  Et  führt  hier  eigentlich  einen  Gegensatz  ein  „dagegen", 
d.  h.  das  advers.  Verhältnis  wird  durch  keine  besondere  Adv.-Partikel 
ausgedrückt;  so  steht  auch  et  si^  s.  Tobler  zu  Aniel  158. 

1924  ames  seu  =  savies,  vgl.  Diez  III,  330*  u.  356;  Eng  wer, 
Anwendung  der  tempora  perfectae  act.  .  .  .  (Berl.  Diss.  1884),  mir 
nicht  zugänglich. 

1925  a  mon  eus  „für  mich,  mir";  denn  a  eus  „zu  Nutzen" 
ist  einfache  Präp.  geworden  „für",  wie  a  eus,  mit  unpers.  Akku- 
sativ konstruiert,  beweist  (Tobler,  Verm.  Beitr.  61),  ebenso  2113 
und   Yvain  6418. 

1927  est  oder  crt  ist  notwendig,  das  Metrum  scheint  freilich 
gegen  diese  Besserung  zu  sprechen,  doch  wäre  dem  leicht  Genüge 
getan  durch  die  Form  povre;  das  handschr.  povres  braucht  aber 
doch   wohl  nicht  geändert  zu  werden,    da  nach   Tobler,   Vsb.  61, 


135 

Verschleif ung  des  e  mit  folg.  Vokal  auch  über  das  s  hinweg  im 
Altfranz,  nicht  unmöglich  sein  dürfte.^ 

1941  loer  konstruiert  gew.  mit  a  und  Inf.,  das  handschr.  ^c 
für  dieses  a  ist  aus  dem  darunterstehenden  je  hier  leicht  erklärlich. 

1944  Por  cel  cange  „wegen  dieses  Wechsels  [von  schlechter 
zu  guter  Herberge]''. 

1952  fait  il  scheint  verdächtig,  weil  mit  V.  1952  offenbar 
die  Antwort  Gauvains  beginnt,  dieses  fait  il  aber  neben  1953  über- 
flüssig ist  und  anderseits  allein  den  Gauvain  nicht  genügend  als 
Redenden  einführen  würde,  vielleicht  hiaus  sire?^  vgl.  259. 

1955  —  56  (?).2 

1969  ci-ues  ist  in  crois  zu  ändern,  weil  diese  Form  für  crois 
sich  nicht  als  Orthographie  des  Schreibers  rechtfertigen  läßt. 

1972  estre  aise=^e.  aisie,  s.  Foerster  zu  Yz.  709  und  über 
entsprechende  it.  und  pr.  Formen  Diez  II,  152 — 53  u.  Wtb.  I  fino. 

1980  Daß  pass6  nicht  mit  ans  kongruiert,  muß  von  seiner 
Stellung  vor  dem  Obj.  abhängen,  freilich  deckt  sich  der  Fall  nicht 
ganz  mit  den  von  Mussafia,  Zs.  IV,  104  —  5  und  Busse,  Congruenz 
des  Ptc.  Prt,  S.  8 — 17  behandelten  Fällen,  da  wir  hier  unpersönliche 
Konstruktion  haben,  eine  solche  führt  aber  auch  Muss.  aus  Rol.  1333 
an.   —   Reichen  Reims  zuliebe  dürfte  X  statt  VI  zu  lesen   sein. 

1983  Nan,  dem  Picard.  bekannte  Form,  z.  B.  bei  Ad.  de  la 
Haie.,  wurde  deshalb  nicht  geändert,  obschon  leicht  ein  Schreib- 
fehler vorliegen  könnte,  da  direkt  darüber  Na  steht. 

1985  Handschr.  v  durch  et  ersetzt,  da  v  nicht  paßt  und  sich 
aus  dem  darunterstehenden  v  leicht  erklärt. 

1986  u  Cetoisse  will  Thomas  höchst  ansprechend  u  cori  Oisse 
lesen;  freilich  pflegt  man  bei  so  allgemeiner  Nennung  eines  ent- 
fernten Ortes  keine  so  genauen  Angaben  zu  machen,  und  so  wüi'de 
man  eher  einen  zweiten  Ortsnamen  erwarten;  aber  des  reichen 
Reims  wegen  kann  dieser  Lückenbüßer  doch  gebraucht  worden  sein. 

1987  Präs.  im  Sinn  von  Perf.,  oder  soll  N'ot  statt  N'a  ge- 
lesen werden?  3 

1988  grant  adv.,  s.  Z)^e;J;  11,460,  III,  9. '^ 

1990  m'i pot  mestier  avoir  „konnte  mir  helfen",  die  Bedeutung 
„helfen,  nützen"  hat  sich  aus  der  zu  V.  347  bemerkten  „nötig 
sein"  entwickelt. 

1994  seant  auch  ohne  hien  ist  synonym  mit  hiel,  gent  und 
heißt  „wohlgefällig"  wie  seoir  „Wohlgefallen",  s.  oben  zu  651. 

1)  Vgl.  zu  1756.  —  Er. 

2)  S.  Glossar  unter  coreie  und  chie.    par  verdruckt  st.  pas.  —   Er. 

3)  Ich  finde  n'a  nicht  auffällig.  —  Er. 

4)  Ich  möchte  ^*,  das  wohl  aus  der  folgenden  Zeile  stammt  imd  schon 
an  sich  naheliegt,  durch  son  ersetzen;  grant  dann  Adj.  —  Er. 


136 

2002  Gauvain,  Obj.  zum  Verb  (rendre)  im  abhängigen  Satz, 
ist,  um  es  hervorzuheben,  in  den  regierenden  Satz  und  hier  an 
die  Spitze  gestellt,  vgl.  Diez  III,  475,  2,  Morf ,  E.  Stud.  III,  226,  2), 
wenn  auch  da  bloß  vom  einfachen  Satz  die  Rede  ist. 

2004  Ellipse,  indem  aus  dem  vorhergehenden  Satz  vor  la 
foi  zu  ergänzen  ist  se  me  plevissies. 

2007  Das  Präs.  hat  futur.  Sinn,  deshalb  und  um  reichen  Reim 
zu  haben,  darf  geradezu  penres  gelesen  werden. 

2012  Dieser  Vers  ist  d/tö  xoivoi;- Satzglied,  zu  2011  und 
2013  zugleich  gehörend. 

2015  En  pleges,  ebenso  2147,  in  beiden  Fällen  handelt  es 
sich  nur  um  eine  Person,  das  -s  kann  daher  nicht  Plural -s  sein, 
sondern  dürfte  wohl  das  Nominativ -s  sein.^ 

2016  Wenn  ja  mar  -f  Fiit.  nur  Imperativisch  zu  verstehen 
ist,  so  steht  der  Imper.  hier  anakoluthisch  nach  Ensi  que^  wie 
Tobler  (Verm.  Beitr.  Nr.  5  am  Schluß)  Beispiele  für  si  que  beige- 
bracht hat.  —  Vi  gibt  keinen  Sinn,  also  ist  ein  Inf.  zu  ergänzen, 
etwa:  vous  faire  ce  tenir  nach  2014? ^ 

2020  donnast  =  eust  donne,  s.  Diez  III,  356,5,  eusse  im  be- 
dingten Satz  ist  besser  als  Imperf.  Konj.  aufzufassen. 

2024  fois  =  fldem  ein  Reimopfer. 

2028  Man  könnte  den  Vers  allenfalls  interpretieren:  „Lieber 
wollte  ich,  sie  wäre  im  Kloster",  aber  das  klingt  sehr  matt  aus,  die 
Periode  scheint  vielmehr  unvollendet  zu  sein,  also  eine  kleine  Lücke. 

2034  Mit  En  violete  ne  en  mente  wird  auf  die  Sitte,  das 
Schlafgemach  mit  Blumen  zu  bestreuen,  angespielt  sein,  cf.  jE!s- 
canor  15578,  Suchier  zu  Manek.  3076/77. 

2035  Zur  Konstruktion  i7/ai^  hon  ~\- Inf.,  s.  Tobler,  Verm.Beitr.ll^. 
2047  tant  con  „solange  als"  mit  Konj.,  weil  es  sich  um  eine 

zukünftige,  nur  mögliche  Tatsache  handelt  {Diez  III,  349).  Daneben 
wird  auch  das  Futur  gebraucht  (z.  B.  3540  oder  Rol.  2126  neben 
Konj.  544,  557),  das  nur  aus  Mangel  an  einer  eigenen  Konjunktiv- 
form hier  im  Indikativ  steht.  Beweis  das  Span,  und  Port.:  Le 
tendre  por  reliquia  mientras  la  vida  nie  durare. 

2049  qite  in  faire  que  sage  Neutr.  des  Relativpron.  „was" 
(Diex  III,  168,  Tobler,   Verm.  Beitr.  11  —  12). 

2051  aler  umschreibt  hier  einfach  den  Imperativ,  s.  Engländer, 
Imper.  im  Afz.  (Bresl.  Diss.  1889),  20  —  21. 

2053  Handschr.  a  cointe  habe  ich  nur  zögernd  in  acointe 
geändert,  da  avoir  mit  doppeltem  Akk.^  sicher  ungewöhnlicher  ist 

1)  Weshalb  nicht  eine  Art  Plur.  tant?     Vgl.  Meraugis  3180.  —  Br. 

2)  Mir  unklar;  s.  Glossar.  —  Br. 

3)  In  ai  acointe  liegt  einfach  das  Perf.  von  acointier  (s.  Glossar)  vor, 
so  schon  265  und  1337.  —  Br. 


137 

als  mit  Akk.  und  a  (Diez  III,  120,  4.  5  und  158,  5.  6);  und  da  coinie 
zunächst  „kundig"  heißt,  so  ist  daneben  ein  coinie  mit  der  ur- 
sprünglichen Bedeutung  „bekannt",  „Bekannter"  leicht  möglich, 
zumal  das  italienische  conto  „Bekannter"  bedeutet,  aber  freilich 
kenne  ich  kein  sicheres  afz.  Beisp.,  während  acointe  in  dieser  Be- 
deutung unzweifelhaft  ist,  z.  B.  Erec  3876/77  vostre  acointes  et 
vostre  amis. 

2058  ne  ni'en  caille  „nicht  würde  mir  daran  etwas  liegen", 
dubitativer  Konj.,  Avofür  2056  der  Kondit.  gebraucht  wurde  {Dü% 
m,  209,  4). 

2060  Non=^non  feres  oder  Ceries  non  „natürlich  nicht", 
starkbetonte  Neg.,  bei  der  das  feres,  des  folgenden  fait  wegen, 
wohl  unterdrückt  ist. 

2066  tot  ist  wohl  eher  als  pik.  Nom.  Plur.  aufzufassen. 

2069  tenir  a  desloiaus  „für  unredlich  halten  und  dies  vor- 
werfen"; daß  auch  nach  a  der  Nominativ  sich  findet,  zeigt  Tobler 
zu  Aniel  147. 

2071  Si  adversativ.  —  remanoir  „stehen  bleiben,  aufhören"; 
freilich  bedeutet  es  gew.  „aufhören  zu  sein"  oder  „unterbleiben" 
(remandrat  iante  guerre  S.  Brandan  4,    Gardez  que  an  vos  ne  re- 

maingne nostre  conpaignie,    Qu' an  moi  ne  faudra  ele  mie 

Yvain  25 10 ff..  Cor.  Loois  42  usw.),  weniger  „aufhören  etwas 
zu  tun". 

2073  Türkengefangenschaft  (die  ist  natürlich  hier  gemeint)  ist 
in  diesen  früheren  wie  zu  Cervantes'  Zeiten  sprichwörtlich  als  etwas 
sehr  Schlimmes  bezeichnet  worden.  Afrz.  Beispiele  s.  Tobler,  Herr. 
Ärch.  85,  356. 

2076 — 77  Die  beiden  Verse  gehören  sicher  zusammen,  ob- 
schon  dann  die  zwei  encar  so  kurz  hintereinander  unerträglich 
klingen. 

2079  va,  si  tien,  nachdrücklichere  Form  des  Imper.  (Eng- 
länder, Imper.  22);  si  oder  et  verbindet  gewöhnlich  die  beiden 
Imper.,  besonders  wenn  sie  sich  unmittelbar  folgen. 

2087  Sprichwörtliche  Redensart. 

2097  a  cort  „binnen  kurzem",  cf.  a  cort  terme  Aiol  7724. 

2099  Zu  s'esoignes,  das  ich  für  handschr.  se  soiegnes  einge- 
setzt habe,  s.  DC.  sunnis. 

2117  comme  lui  covient]  lui  steht  für  a  liii  oder  verschrieben 
für  li.^ 

2121  entrevont  ferir,  s.  zu  1713.  —  Nach  diesem  Vers  offenbar 
eine  kleine  Lücke. 

2125  Nachträgliche  Erweiterung  des  Obj.,  s.  zu  420. 


1)  lui  kann  bleiben.     S.  Foerster  zu  Cligis  54.  —  Br. 


138 

2129  smis  autre  confort  =  verstärktes  aan^  confori  (501), 
autre  „irgend  Avelchen",  ähnlich  wie  das  subst.  ital.  altri  gebraucht 
(Diez  m,  84,  3.  1). 

2131  Dieselbe  Redensart  Erec  1192  und  ähnlich  ib.  995. 

2151  Li  =  le  li,  s.  zu  143. 

2153  iluec  a  meisme]  s.  Foerster  zu   Ch,  II  e.  9454. 

2157  Partiz.,  mit  avoir  konstruiert,  kongruiert  mit  voran- 
gehendem Obj. 

2171  Wenn  lies  nicht  verschrieben  ist  für  lie  oder  liee,  also 
lie-  et  doucement  vorliegt  {Diez  II,  462  —  63,  afrz.  Beispiele  dazu 
Foerster,  Zs.  11,  88),  so  haben  wir  hier  eine  bemerkenswerte  Neben- 
einanderstellung  von  Adj.  und  Adv. 

2176 — 77  'W Qrm  atant  das  Adv.  ,,ad  tantum"  ist,  dann  fehlt 
dem  Satz  das  Verbum,  man  wird  es  deshalb  in  atant  suchen  und 
dieses  entweder  für  atent  oder  ataint  nehmen;  aber  zu  atent  paßt 
en  es  les  pas  nicht  recht  und  nach  Vers  2183  —  87  ist  es  Gauvain, 
der  sich  dem  andern  nähert;  auch  die  Schreibung  mit  a  für  e  ist  auf- 
fällig: anderseits  widerspricht  einem  ataint  der  Vers  2179,  wenig- 
stens wäre  2179  qiiant  il  Vot  ataint  eine  lästige  Wiederholung, 
man  erwartete  statt  dessen  vor  allem  ein  Verbum  des  Wahrnehmens 
wie  vit,  choisit,  aper^ut. 

2183  et  mius  li  sanhle  „desto  mehr  scheint  es  ihm  [so  zu 
sein]". 

2206  Der  überlange  Vers  könnte  auch  durch  Tilgung  von  Je 
gebessert  werden. 

2217  estre  en  chief  „Untertan  sein",  s.  Foerster  zu  Ch.  II e, 
8815,  Tobler,  Zs.  II,  149,  S.  Palaye  s.  chief. 

2219 — 20  des  Chevalier  .  .  Les  7ians  wohl  zu  bessern  in  del 
Chevalier  .  .  Le  non,  denn  2221 — 23  ^vil'd  nur  von  einem  Cheva- 
lier gesprochen,  s.  auch  2365  —  66. 

2224  serroit  =  serres.^ 

2228  Elien  ist  wohl  Ur'ien  zu  lesen,  da  neben  Gauvain  doch 
Yvain,  li  fiz  Uriien  (Erec  1706)  in  erster  Linie  genannt  zu  werden 
pflegt,  cf.  z.  B.  hier  unten  2828,  was  entscheidend  sein  düi'fte. 

2232  —  35  „Wird  mir  nicht  sofort  der  genannt,  den  ich  ver- 
langte (frug  ich  doch  dem  besten  nach),  so  gehe  ich  keinen  Schritt 
weiter".  Ne  m'est  pas  nonmes  fasse  ich  also  konditional  auf,  wozu 
Se  n'irai  den  Nachsatz  bildet,  denn  se  für  si  steht  nicht  bloß  vor 
li,  le,  la,  les,  sondern  auch  vor  7ie  (Aiol  6981)  und  7ii  (Äiol  4844); 
das  sinnlose  au  plus  preu  2233  ist  sicher  zu  ändern  und,  pres 
oderp-esi  dafür  eingesetzt,  wird  nicht  zu  beanstanden  sein,  Schwie- 
rigkeiten aber  macht  mir  Poi'  cui  2235;  soll  Por  coi  gelesen  und 


1)  Mir  unklar  weshalb.  —  Br. 


139 

der  Vers  im  Sinn  einer  parenthetischen  Frage  „warum  frug  ich 
denn  nach  dem  besten?"  verstanden  werden?^  2237  legt  dies 
wenigstens  nahe. 

2236  au  plus  avant  „dem  hervorragendem",  adv.  avant  adj. 
gebraucht  (Diez  III,  314—15). 

2237  l'ostel  „Artus'  Palast,  Hof". 

2252  avoir  nom  mit  dem  Nom.  konstruiert  [Diez  III,  120). 

2253  tote  =  totes.'^ 

2277  ert  =  esf^^ 

2278  Da  chi  zu  estre  und  nus  zu  prous  gehört,  so  ist  die 
Stellung  von  nus  zwischen  chi  und  estre  kaum  möglich.* 

2281  —  82  Über  failli  und  faillir  ä  aucun  s.  Tobler,  Verm. 
Beitr.  129;  bei  faillir  ä  a.  rien  mit  avoir  konjugiert  ist  die  Grund- 
bedeutung von  faillir  wohl  „verfehlen,  fehlgehen,  verlustig  gehen", 
und  nicht  anders  dürfte  es  bei  f.  ä  aucun  sich  verhalten. 

2283  Ki  bezieht  sich  auf  2281. 

2284  le  pleonastisch  neben  dem  relat.  c';  s.  2333. 

2292  fortres  ist  sicher  =  fortior,  wenn  auch  das  t  auffällt, 
freilich  läßt  sich  dieses  deuten,  sei  es  durch  Anlehnung  an  fort, 
oder  als  epenthetisches  ^,  indem  ursprüngliches  for^re  zu  forstre, 
dann  zu  fortre  wurde,  einer  Form,  die  mir  sonst  nicht  begegnet  ist.^ 

2295  oster  le  plume  im  allgemeinen  Sinne  „behandeln",  im 
eigentlichen  in  Cliges  4532,  vgl.  Foersters  Anm.  dazu  und  zu  4553. 

2296  enplumer  „berücken,  bereden",  Foerster  zu  Cliges  4532 
und  Litire.  Das  Wort  ist  offenbar  zu  dieser  übertragenen  Bedeu- 
tung gelangt,  ausgehend  von  „mit  Federn  versehen"  und  damit 
etwas  „verdecken". 

2304  —  5  est  sors  ...  V  c/j.]  das  vorangestellte  Präd.  im 
Sing,  bei  plur.  Subj.  (Diez  III,  300,  Tobler,   Verm.  Beitr.  191). 

2307  lande  „Ebene,  Feld";  über  die  Bedeutung  „waldige 
Gegend",  die  hier  natürlich  nicht  paßt,  s.  Diez  E.  W.  1  landa  und 
besonders  Foerster  zu  Aiol  49. 

2308  Sprichwörtliche  Eedensart,  vgl.  Rustebuef,  Compl.  83 
(ed.  Jub.  ^  I  16)  und  etwa  unser  figürl.  „ein  anderes  Lied  anstimmen, 
in  einer  andern  Tonart  singen,  auf  einem   andern  Loche  pfeifen". 

2309  ce  me  puet  sanbler  „so  will  mir  scheinen",  puet  und 
will  modifizieren  in  ähnlicher  "Weise  den  Verbalbegriff  im  Sinn  des 
Möglichen,  Wahrscheinlichen  (cf.  Z)^e;^  III,  226*). 

1)  Nein:  „Um  dessentwillen  ich  nach  dem  besten  fragte"  gibt  guten 
Sinn.  —  S.  auch  Glossar  unter  preu  (2233),  das  wohl  bleiben  muß.  —  Er. 

2)  Wohl  nicht;  riens  mehrmals  Akkus,  in  unserem  Text;  vgl.  Lövvenr. 
3127  lui  servir  sor  tote  rien  (:  bien).  —  Br. 

3)  S.  aber  2474.  —  Br. 

4)  nus  estre  prous  =  „niemand  außer  tapferen"  kann  bleiben.  —  Br. 

5)  S.  Yvain  525  Var.  —  Br. 


140 

2311  Tost,  das  zu  2310  geliören  würde,  hinkt,  so  gestellt, 
zu  sehr  nach;  anderseits  ist  tout  der  gewöhnliche  Begleiter  bei 
adv.  Akk.  der  Bewegung  (cf.  2178),  daher  die  Änderung. 

2315  que  „daß"  =»  „so  daß",  zu  verstehen  ist  q^gh prendrai 
\teL\  conroi  que  .  .  . 

2316  Der  Vergleich  zu  tant  ist  nicht  ausgeführt,  er  müßte 
etwa  lauten:  tant  le  batrai  .  .  .  Que  vainqueres  seras\  vielleicht 
haben  wir  es  aber  einfach  mit  dem  sogenannten  comparativus  in- 
utilis  (Wölfflin  Comparation  63  —  68)  zu  tun,  der  im  Afrz.  ja 
auch  vorkommt  (Rol.  710,  719,  1017),  so  daß  tant  nicht  einen 
komparativ,  sondern  einen  absolut  hohen  Grad  bezeichnete  wie 
z.  B.  it.  tanto  ganz  gewöhnlich  für  molto  gebraucht  wird. 

2317  de  toi  ist  natürlich  von  au  desus  regiert  und  diese 
Rektion  wird  nicht  gestört  dadurch,  daß  au  desus  adverbial  nach- 
gestellt ist. 

2327  d'un  poindre  „in  einem  Anlauf",  p.  wird  ja  speziell 
vom  „Spornen"  gesagt,  nicht  etwa  vom  „Stoß  mit  einer  Waffe", 
wie  man  aus  der  Übersetzung  „combat,  bataille"  bei  Godefroy 
entnehmen  könnte. 

2332  en  „von  ihnen"  (gen.  partit.),  lor  dat.  eth. 

2333  que  „welchen"  (rel.),  le  pleon. 

2335  sei  =  si  la,  cf.  7iel  =  ne  la  m  Aiol  3676. 

2336  Zur  abgeleiteten  Bedeutung  von  vuidier  „sich  entfernen" 
s.  Tobler  zu  Aniel  103. 

2340  quintes  (mask.)  ließe  sich  leicht  in  quins  bessern  und 
die  fehlende  Silbe  durch  depart  gewinnen,  das  zweisilbige  quinte 
ist  aber  anderweitig  belegt  und  erklärt  sich  wohl  als  Analogieform 
von  siste^  setnie  usw. 

2347  en  ma  vie  gehört  zu   Onques  (2344). 

2349  Für  cest  ist  wohl  lui  zu  lesen;  cest  ist  natürlich  durch 
das  folgende  com  de  cest  hier  hineingekommen. 

2371  lies  Percevals\  Carahet  lautet  sonst  im  Nom.  Carahes 
(:  Ares^  :  apres)  Erec  1528,  1727,  Guingl.  41  Caraes  (:  Ares);  im 
Gh.  II  e.  8541,  9093  Garahes  (Akkus.  Garahet  3434),  Guerehes 
in  Claris  und  Laris,  Escanor\  der  anlautende  Kons,  schwankt 
zwischen  C  und  G,  wie  z.  B.  in  denselben  Texten  der  Ortsname 
Garahes  (Ch.  II e.  6172)  neben  Karahes  6919,  7776  oder  Gara- 
digan  1874  neben  Caradigan  2589,  5919,  6695;  in  Guingl.  Gahariet 
neben  Kahariet  2412;  vgl.  zu  2593. 

2377  por  la  muse  „umsonst". 

2403  u  mains,  das  Gewöhnliche  bei  solch  allgemeinen  Zahlen- 
angaben ist  u  plus,  wie  mhd.  uyide  baz]  ist  dem  Reim  zulieb  von 
'ier  typischen  Form  abgewichen? 

2407  en  apert ,  s.  Tobler,  Aniel  368. 


141 

2424  fait  envoier  =  envoie,  s.  Tobler,   Verm.  Beitr.  Nr.  3. 

2426  poes  bien  savoir  =  hien  sachies. 

2428  —  29  „Mancher  mag  [hier]  Lust  dazu  bekommen,  Der 
[sonst]  nicht  viel  drum  gäbe." 

2430  Ydone,  dieser  Frauenname  (=  Idoine)  bekannt  z.  B.  aus 
dem  Roman  Amadas  und  Idoine. 

2435  Qui  ch,  s.  ist  Apposition  zu  hom  2433,  während  2436 
die  Determination  zu  nus  2433  enthält. 

2437  ist  wohl  ccttö  xoivod Satzglied^  das  die  Verse  2432 
bis  2436  resümiert  und  auf  die  in  Y.  2438 — 39  dazu  enthaltene 
Ergänzung  hinweist.  —  Handschr.  puele  ist  natürlich  pucele  zu 
lesen,  oder  mit  Bezug  auf  Uime  de  cele  (1.  celes)  2439  besser  les 
puceles^ 

2438  couvient  konstruiert  wie  fatU  (Tobler,  Verm.  Beitr.  178) 
neben  gewöhnlichem  Dat.  auch  mit  Akk.,  vgl.  2943. 

2447  aler  en  son  afaire,  en  nicht  a  heißt  es,  weil  die  afaire 
angefangen  und  hier  nur  unterbrochen  ist. 

24b 3  Da  dieser  Vers  sicher  noch  zu  der  vorhergehenden  Rede 
gehört,  so  erwartete  man  eigentlich  auch  Anredeform  in  2.  Pers., 
also  Legiere  en  esies  oder,  wenn  Synaloephe  über  das  s  hinweg 
nicht  gestattet  ist  (Tobler,  Vsb.^  53  —  54),  Legiere  estes;  die  handschr. 
Lesart  kann  aber  bleiben,  wenn  der  Redende  diese  Worte  zu  sich 
selbst  spricht,  der  Dialog  also  in  einem  Monolog  endigt. ^ 

2473  passages  —  man  könnte  an  peages  denken  —  belasse 
ich,  um  den  reichen  Reim  zu  wahren,  und  dann  heißt  ja  passage 
auch  „droit  de  passage",  s.  DC.  passagium. 

2475  Der  fehlende  Vers  muß  ein  koordinierter  Nebensatz  zu 
2472/73  gewesen  sein  mit  dem  Reimwort  point,  vielleicht  et  as 
puceles  ne  faut  point. 


2476^  point  „Zeitpunkt".  Sonst  heißt  point  auch  „Zustand, 
Weise"  mit  Übergang  von  temporaler  zu  modaler  Bedeutung;  en 
iel  point  „in  solcher  Weise,  so"  z.  B.  Äiol  6022  und  Manekine 
1932;  vgl.  soi  alever  de  pomx  point  in  J,  et  Bl.  d'Oxf  8  und  it.  sp. 
punto,  i^ort. ponto  „Zustand,  Lage". 

2477  souvenue  =z sourvenue  „unerwartete  Ankunft";  vgl.  so?'- 
venir  Durm.  4208. 


1)  Ich  ziehe  pucele  vor.     Vgl.  Vers  2430  (pueele)^   2434  (ele)  und 
2446.  —  Br. 

2)  S.  Glossar  unter  eseondire.  —  Br. 

3)  Von  hier  ab  Hegen  St.s  Anmerkungen  nicht  mehr  in  Maschinen- 
schrift, sondern  flüchtig  entworfen  in  Kladde  vor.  —  Br. 


142 

2478  Que=Qui?  Vgl.  Geßner,  Fron.  11,11  und  Pietsch, 
Af%.  Relativ.  (Hall.  Diss.  1888)  S.  58. 

2485  faire  laide  c.  ebenso  Manek.  3861. 

2488  entoce=  entosce  subst.  verb.  v.  entoscier,  fem.  nach  /.  et 
Bl.d'Oxf.  Y.  530,  1778;  DC.  Gl.  Gall.  entosche  hat  Beisp.  aus 
D.  d.  Norm,  tome  III,  S.  187,  Y.  36  944,  36952  sowie  Parton, 
Y.  1019,  1022. 

2489  mauvaisse  alaine.  —  Auf  wohlriechenden  Atem  wird  im 
Mittelalter  sehr  viel  gehalten,  zumal  beim  weiblichen  Geschlecht. 
Keine  der  Lobspenden  auf  eine  weibliche  Schönheit  im  afz.  Epos, 
Roman,  Lied  oder  Spruchgedicht  wird  es  Yersäumen,  die  douce 
alaine  als  unerläßliche  Bedingung  hervorzuheben.  So  heißt  es  z.  B. 
bei  Beaumanoir,  J.  et  Bl.  313  von  ^ev  Blonde  d' Osenefort :  De  s'alaine 
ist  si  douce  odeur  Que  de  bosme  ne  vient  grigneur. 

2497  okisoner  „tadeln",  ebenso  Yvain  1915  achoisoner.  Ygl. 
acausonar  Nat.  fem.  (ed.  Tobler)  109d  (Zs.  IX,  296ff.)  u.  s.  DC,  oc- 
casio'iiare  1.   s.  occasio  5. 

2508.1 

2512  2:)ere  „Beschützer"? 

2516  Dieses  zweite   Quant  verdächtig.- 

2545  tuit  ['II']  also  tuit  dui  oder  doi.  In  dieser  Yerbindung 
ist  der  Artikel  afz.  wie  nfz.  nicht  gebräuchlich,  obgleich  auf  schon 
erwähnte,  also  bestimmte  Personen  oder  Sachen  Bezug  genommen 
wird,  vgl.  unten  3026  tuit  IV,  3317  trestous  III,  tot  iroi  Brut 
II,  11852,  tuit  troi  Yvain  3762,  tont  set  Aiol  5840,  tuit  iroi  Ben. 
II  256,  80/81  (s.  Pietsch  S.  4).  —  sailli  en  pies  ebenso  Erec  875. 

2578  —  79   Que  „als  daß",  ergänze  ains. 

2583  S'Ydenert  wird  saint  Ydevert  zu  lesen  sein.  Gemeint 
ist  wohl  Sankt  Hildebert,  Bischof  von  Meaux.  Ygl.  saint  Hiiidevert 
(Hiudevert?)  in  Montaiglon  Fabl.  YI,  S.  3  u.  153. 

2592  Nach  diesem  Yers  eine  Lücke. ^ 

2593  Gaheris  (Bruder  Gauvains)  ist  in  unserer  Hs.  (!)  drei- 
silbig (s.  Namen verz.),  viersilbig  nur  2656  Gahairie  (Hs.).  Dieses 
Schwanken  der  Hs.  (!)  auch  in  Veng.  Rag.:  Gaharis  3299,  Gahari 
3308  und  gleich  darauf  Gaharies  3313,  ferner  Gahar'iet  ib.  1723, 
2356,  2366,   Kahariet  2712.     Viersilbig  ist  der  Name  auch  Erec 


1)  venres  st.  verres  'werdet  sehn'  ebenso  3394.  Es  muß  bleiben,  da 
es  zur  Eigenart  der  Mundart  gehört,  die  in  beiden  Fällen  {venir  und  veir) 
rr  hatte  (Mitteilung  W.  Foersters).    Ygl.  zu  1083.  —  Er. 

2)  Man  kann  sich  aber  denken,  daß  verschiedene  Fräulein  je  mit 
Quant  einsetzten.  —  Br. 

3)  Eine  Lücke  braucht  nicht  vorzuhegen ,  wenn  quant  2590  mit  '  daß ' 
übersetzt  wird  (so  auch  Vers  16).  —  Br. 


143 

1725    und    Chev.  II  e.  2608,   ebenso  in  Escanor  und  Cl.  u.  Laris. 
Ygl,  ferner  Durmart  7153:    Gahares  et  Gaher'ies  (Bruder  Gauvains).^ 
2607  Si  „jedoch". 

2611  S.  zu  2612. 

2612  Ygl.  2035.  —  Den  Vers  habe  ich  in  „"  gesetzt,  weil 
apres  cest  mot  (2613)  andeutet,  daß  er  von  einem  der  beiden  Ritter 
gesprochen  worden  ist.  Freilich  ließe  sich  vielleicht  geltend  machen, 
daß  apres  cest  mot  (vgl.  2650)  nicht  notwendig  auf  eine  vorher- 
gehende Rede  schließen  lasse  (ähnlich  a  icele  parole,  worüber 
Foerster  zu  Aiol  8420,  und  Escanor  13  212:  Giffles  sanz  nule 
autre  parole  Eecorut  sus  ses  anemis,  wo  G.  kein  Wort  gesprochen 
hat,  sondern  nur  kämpft),  und  daß  der  Vers  2612  als  eine  Äuße- 
rung des  Dichters  aufzufassen  sei:  „es  ist  nicht  gut  bei  diesem 
Gegenstand  länger  zu  verweilen."  Aber  der  Yers  selbst  fügt  sich 
dieser  Deutung  schwer  und  Apres  cest  mot  würde  sich  schlecht 
an  eine  Bemerkung  des  Dichters  anschließen,  die  nicht  zur  Er- 
zählung gehört.  —  Ist  nun  aber  der  Yers  2612  von  einem  der 
beiden  Ritter  gesprochen,  dann  müßte  vorher  gesagt  sein,  von 
welchem;  daher  ich  denn  eine  Lücke  nach  2611  ansetze. 

2638  Et  si  „und  ebenso".  Ygl.  Tobler,  Zs.  II,  554b  und 
ähnlich  andeutungsweise  Diez  III,  405**). 

2641  Yon  zwei  Yerben  bei  dem  gleichen  Obj.  tritt  das  eine 
vor,  das  andere  hinter  das  Obj.  Ebenso  2761  Se  li  dist  son  mesage 
et  conte;  cf.  Veng.  Eag.  1239,  1669f.,  2785  und  Aiol  566:  Pm 
m'a  apris  d'estor  et  ensaignie.  Es  finden  sich  auch  zwei  Adj.  bei 
ein  und  demselben  Subst.,  das  sie  in  die  Mitte  nehmen,  z.B.  2669: 
hon  Chevaliers  et  biet  und  3038:  A  hiel  Chevalier  et  a  cointe.  Auch 
zwei  durch  et  verbundene  Subj.  können  das  Präd.  in  die  Mitte 
nehmen,  das  sich  nur  nach  dem  ersten  richtet,  so  2977/78:  U  li 
rois  Artus  les  aient  Et  si  conpaignoii  ensement  (es  kann  dies  aber 
unter  Erweiterung  des  Subj.  fallen).  Weitere  Fälle  hierfür  J.  Conde 
II,  107. 136,  Ch.  II  e.  9401/2  (vgl.  Hirschberg,  Auslassung  und 
Vertretung,  Gott.  Diss.  S.  22/23).  Schließlich  erwähne  ich  zwei  Fälle, 
wo  von  zwei  durch  et  verbundenen  Obj.  das  eine  vor  und  das  andere 
hinter  das  reg.  Yerb  tritt:  si  ont  fait  le  roi  coucier  Et  ses  co7i- 
paignons  3397/98,  grant  painne   (en)   ai  eu  et  dolor  3559. 

2644  —  45  Übergang  von  indirekter  Rede  in  direkte. 

2652  Auffallende  Stellung  des  puis  zwischen  rien  und  nule; 
vgl.  2278. 

2654  plus  nach  Relat.  im  Sinne  eines  Superl.  (cf.  Diez  III,  13,  6, 
Tobler,   G.G.A.  1874,  1042). 


1)  Auch  Perc.  9511  steht:  Kaefiex  et  Gaeres  (:  ayies)^  beides  Brüder 
Gauvains;  für  den  zweiten  die  Yar.  Garaes  und  Querhes.  —  Br. 


144 

2660  S.  zu  545. 

2663  li  gehört  zu  enquerre. 

2668   Samira(ra)mi  mir  unbekannter  Artusritter. ^ 

2670  Bn  {?)j  vielleicht  in  A  „hat"  zu  bessern. 

2683  —  84  2. 

2706  cuidier  „sich  einbilden,  wähnen". 

2720  scheint  besser  die  Rede  Gauvains  abzuschließen  als 
die  Gaheriets  zu  beginnen,  dann  aber  hängt  Se  je  le  truis  in 
der  Luft. 

2722  mes  cors=je,  ebenso  2746. 

2723  Que  wie  zu  erklären?^     Man  erwartete  Se. 

2725  Ains  „bis"  (Gaspary,  Zs.  II,  98,  Geßner  26.  578  — 80); 
ebenso  2749. 

2733  Auffallende  Stellung  von  meisme.  Bei  Die%  111,80  nicht 
verzeichnet. 

2735  Lies  s'ü.* 

2739?5 

2741  que  —  que  „sowohl  —  als  auch",  ebenso  Yvain  6222/23. 

2751  —  53  sind  unklar.^ 

2775  Caradue  schreibe  ich  statt  -«^'  wegen  Caradue  2830 
und  den  Formen  mit  -ues,  -os  in  anderen  Romanen.  Ygl.  Karadues 
Briehraz  Erec  1719,  Carados  Briebras  Chev.  11  e.  3437  und  Montaiglon 
Fahl.  III  27  und  wohl  auch  Carados  Guingl.  44.  Yon  ihm  ver- 
schieden^ ist  Caradues  (:  oes),  li rois  de  Vanes  (Chev.II  e. 96. 12123/24), 
dem  Artus  lehnspflichtig,  derselbe,  der  im  Escanor  3189  /i  rois  Caradox 
heißt   (:  os  „kühn",    :  los   4555,  6247),    de   Bretaingne  ib.  4525. 

2777  Gales  li  Caus  ebenfalls  ein  bekannter  Ritter  der  Tafel- 
runde.   Ygl.  Erec  1726,   Gumgl.  41.  5162.  6019,   Chev,  II  e.  1561. 

2780  Saigremors  =  Sa{i)grennors  li  desreez  (acc.  Sa(i)gremm')\ 
begegnet  z.  B.  Erec  1733  usw.,  Durm.  7305,  Escanor  14356, 
Ouingl  5905.  6020,  Fergus  177,  15.  178,  5  und  Chev.  II  e.  1705. 


1)  Ygl.  Karrenritter  5813 ff.:  Et  veex  vos  cex  deus Äs  escux 

d'or  as  lions  bis?    Li  uns  a  non  Semiramis  ....  —  Er. 

2)  Eine  kurze  Bemerkung  St.s  kann  ich  nicht  entziffern.  —  Sinn: 
Über  dich  mehr  als  über  G.  —  fürchte  ich  —  ist  der  König  in  großer 
Aufregung.  —  Br. 

3)  Qu£  „daß,   auf  daß,  damit "(?).     Ich  spreche  einen  furchtbaren 

Fluch  aus  (binde  mich  also),  auf  daß (man  vermißte  allerdings  ein 

ne).  —  Yielleicht  ist  que  relativisch  an  l'heure  angeschlossen.  —  Br. 

4)  Ich  ziehe  si  statt  s'il  vor,  da  il  zu  kurz  noch  vorhergeht.  —  Br. 

5)  S.  Glossar  unter  por  und  mains.  —  Br. 

6)  2751  „durch  mein  törichtes  Verhalten"  (durch  das  die  Schwester 
verloren  ging);  2752/53  schließen  sich  noch  an  2747/48  an.  —  Br. 

7)  Vgl.  den  Akk.  Caradoc  bei  Foerster,  Einleitung  zum  Karrenritter 
p.  CXIII.  —  Br. 

8)  Nein;  s.  Foerster  l.  c.  —  Br. 


145 

2783   Si  que  „bis  daß". 

2785  Tallas,  li  hiaus,  li  prous  de  Rougemont  ist  derselbe 
wie  Taulas  Erec  1729,  Taulas  de  Rogemont  Ch.  II  e.  2612,  Taulat, 
aquel  de  Rogimont  Jaufre  1639.^ 

2787  Tant  que  +  Fut.  „bis  daß". 

2788  nus  n'est  =  nus  ne  s'est. 

2789  cascuns  sen  fait  ialentis,  wegen  des  Nom.  beim  refl. 
Yerb  vgl.  Diez  III,  99,  4. 

2796  remanir  :  maintenir  könnte  auch  7'emanoir  :  maintenoir 
gelesen  werden  (was  sich  Aiol  3433.  4524  findet),  doch  würde 
dies  nichts  an  der  Sache  ändern,  da  das  Schwanken  zwischen  re- 
manoir  und  -ir  und  auch  zwischen  tenir  und  -oir  dial.  auf  das- 
selbe Gebiet  fallen.  —  Die  Lücke  nach  2796  ist  vermutlich  ziem- 
lich groß,  da  in  diesem  Yers  noch  von  den  Tafelrundern  die  Eede 
ist,  in  2797  aber  schon  der  Schluß  einer  Betrachtung  Artus'  folgt. 

2804  Wie  verträgt  sich  diese  hämische,  dem  gewöhnlichen 
Charakter  des  Ke  entsprechende  Äußerung  mit  seinem  edelmütigen 
Auftreten  kurz  vorher  (2765  —  69)?  Er  hat  freilich  im  Laufe  der 
Zeit  eine  ähnliche  Wandlung  durchgemacht  wie  G-anelon.  Denn  er 
ist  ursprünglich  eine  durch  Tüchtigkeit  gewichtige  Persönlichkeit 
am  Hofe  des  Artus,  wie  schon  sein  Seneschallamt  andeutet,  wird 
aber  gelegentlich  anmaßend  gegen  die  andern,  und  dieser  Charakter- 
zug wird  nach  Kristian  in  den  Artusepen  nach  und  nach  allein 
festgehalten  und  ausgebildet.  Andeutungen  auch  seiner  guten  Seiten 
finden  sich  aber  in  den  meisten  Artusepen.  Auffällig  ist  an  unserer 
Stelle  nur,  daß  Ke  in  ein  und  derselben  Angelegenheit  so  rasch 
hintereinander  (45  Verse  Abstand)  zwei  so  entgegengesetzte  An- 
sichten vertritt. 

2811  il  trove  okisson  por  coi.  Eine  ähnliche  Ellipse  (s.  Die% 
III)  2919:  Et  hien  i  a  raison  por  quoi. 

2812  Ich  ergänze  preus,  das  zwar  nicht  recht  zu  quoi  (d.  i. 
coi)  passen  will,  aber  wohl  allein  zu  armes  sich  fügt.  Es  ist  ja 
auch  2277  dem  Seneschall  schon  beigelegt.  —  quoi  (coi)  wird  im 
Sinne  von  seur  „ruhig,  ferme^^  aufzufassen  sein,  wie  2601:  mout 
estes  preus  et  seur. 

2815  Et  vielleicht  für  Que  verlesen. 

2817  sont  meu  =  se  sont  meu,  vgl.  Tobler  zu  Äniel  166. 

2822  Der  Kodex  hat  sai  oder  lain;   der  Reim  verlangte  sai. 

2824  Zu  beachten  die  Auslassung  der  Konj.  que  (vor  nus). 

2828  Nach  Yers  2228  zu  schließen,  wird  von  den  verschie- 
denen Yvain,  die  es  gibt  (Erec  1706 — 09  sind  vier  hintereinander 
aufgeführt),  Yvain,  der  Sohn  des  Uriien,  gemeint  sein,  jedoch  ist 


1)  S.  Karre  *  5834,  Meraugis  S.  LXXXVI  u.  *  318  (nicht  in  Yvain !).  —  Br. 
Stürziüger,  Hunbaut.  10 


146 

zu  bemerken,  daß  der  Name  in  Vers  3213  mit  -ejis  auftaucht  und 
3384  mit  ens  (intus)  reimt.  Und  doch  verbietet  die  genau  ange- 
gebene Zahl  der  Begleiter  des  Artus  (s.  Yers  2960.  2985)  an  zwei 
verschiedene  Personen  zu  denken. 

2829  Giflet,  li  fius  Due  =  Girflex,  li  fix  Do  Erec  1729. 
2230,  Girflez  Erec  317,  ganz  besonders  bekannt  aus  Guinglain 
als  HeiT  von  Bei  Leu  1788.  1789.  1795.  1808.  1820.  5035. 
5913.  In  Chev.IIe.  heißt  er  Gierfies  121,  Gerfles  1453,  U  fil 
Do  de  Carduel,  Gerflet  (:  met)  2531.  8739.  —  Der  Name  des 
Yaters  begegnet  im  Keim  Giiingl.  5035  {Deu  :  preu)  und  in  un- 
serem Text  2829  (Due  :  Caradue).  Diese  beiden  Reime  führen 
entweder  zu  Do  oder  zu  Deu  und  demnach  entweder  zu  Carado(s) 
oder   Caradeu(s).'^ 

2830  Für  den  mir  unbekannten  Carles  habe  ich  den  2784  ge- 
nannten Talkis  eingesetzt;  es  sind  ja  vor  allem  die  2765 — 85  als 
anwesend  bezeichneten  Ritter,  die  hier  Ai*tus  auf  seinem  Zuge  be- 
gleiten. 

Yder.  Welcher  von  den  drei  verscliiedenen  ist  gemeint?  Ich 
denke  Yder  del  Moni  Dolereus,  der  Erec  1724  unter  den  Rittern 
der  Tafelrunde  erscheint.  Li  rois  Yders  ist  nach  Chev.  II  e.  12114: 
ein  Yasall  des  Artus,  führt  aber  wohl  immer  das  Attribut  7-ois, 
Der  im  Erec  öfter  erwähnte  Yders,  li  fiz  Nut  soll  zw^ar  nach 
Vers  1231  fortan  zum  Hause  des  Artus  gehören,  aber  wohl  nicht 
zur  Tafelrunde. 

Caradue  s.  zu  2775  u.  2829. 

2832  Da  nur  10  Ritter  in  Frage  kommen  (vgl.  2960,  wo 
Artus  sagt:  XI  soumes  au  mien  esgart^  2985  XIII  furent  as  no- 
tonniers  und  2897,  wo  die  Zahl  der  notonniers  als  2  angegeben 
wird),  so  wird  man  in  Lidis  keinen  weiteren  Ritternamen  suchen, 
sondern  Li  disme  lesen  (s.  Anm.  zu  2835  und  2969).  —  Auffallend 
ist,  daß  der  Bruder  des  Samira{ra)mis  sich  nicht  an  dem  Zuge 
beteiligt. 

2829 — 32  Sind  die  folgenden  Namen  wirklich  von  vos  non 
2828  abhängig  zu  denken?  Ich  glaube  kaum;  der  Dichter  gibt 
die  Konstruktion  auf  und  denkt  bloß  an  die  Namen,  die  er  (großen- 
teils) in  der  gewöhnlichen  Form  des  Nom.-Vok.  aufführt.    Er  springt 

1)  Stü.  vergißt  wohl,  daß  er  oben  zu  2775  sich  schon  für  Caradue 
entschied.  Ebendort  zitiert  er  Reime  zwischen  Carados  und  os  (attsu, 
also  mit  q)  sowie  los  (wohl  latis^  also  auch  mit  q).  Allerdings  ist  es  hier 
(nach  Stü.)  ein  anderer  C,  aber  die  beiden  Namen  selbst  sind  doch  wohl 
dem  Ursprünge  nach  identisch.  Ich  möchte  mich  daher  für  Dq  und  Due, 
Caradq  und  Caradue  entscheiden,  trotz  des  Reimpaares  Deu  :  preu  im 
Guinglain.  —  Auch  zu  Erec  1729  und  2230  verzeichnet  Foerster  zu  Do 
die  Variante  Due  (leider  nicht  im  Reim),  1729  auch  die  Variante  Doc. 
Wegen  Caradoc  s.  oben  zu  2775.  —  Br. 


147 

ja  sonst  freilich  mit  der  Nom.-Form  nicht  gelinde  um;  in  den 
Namen  und  Titeln  aber  wird  auch  bei  ihm  (vgl.  noch  nfr.  Charles, 
Jacques,  Louis)  diese  Form  überwogen  haben, 

2835  Statt  II  ist  sicher  X  zu  lesen  (vgl.  zu  2832).  Der  Vers 
ist  nur  ein  Lückenbüßer. 

2836  par  lui=a  par  soi  „für  sich". 

2839  Statt  son  erwartet  man  lor  nach  gaus  des  vorhergehenden 
Verses,  son  steht  oflenbar  wegen  des  cascuns  de  cels  des  folgenden 
Verses.  Wir  haben  hier  also  einen  Fall  progressiver  Assimilation, 
zu  vergleichen  mit  den  ähnlichen  Fällen,  die  Tobler,  Ve7rn.  ßeitr.  35 
(Zs.  VIII,  487/88)  bespricht.  —  Vgl.  604,  wo  ebenfalls  Übergang 
vom  Plur.  zum  Sing,  durch  cascuns  veranlaßt  wird. 

2840  Po7'  ce  =  por  ce  que  „darum  daß'*',  oder  der  Vers  ist 
als  Parenthese  zu  verstehen. 

2844  niiliii  adj.,  etwa  wie  auch  celui  und  cestui  adj.  gebraucht 
werden;  vgl.  Die%  111,75  celui  tens,  cestui  jor. 

2852  il  im  Sinne  von  eil  prägnant  gebraucht,  als  Beziehungs- 
wort, von  dem  der  Eelativsatz  (V.  2853)  abhängt,  der  durch  Adv. 
und  Präd.  von  il  getrennt  ist. 

2857  eareies  (part.)  bekannte  pik.  Nebenform  zu  cargies. 

2862  demourer  trans.;  ebenso   Ghev.  II  e.  4384. 

2870  Que  que  „während".  Diese  Bedeutung  könnte  sich 
leicht  entwickelt  haben  aus  der  Bedeutung  „wie  lange  auch"  (Pietsch 
44, 1).  Vgl.  Que  qii'il  demort  el  Vatendra  S.  Alex.  338, 1  und  Quoi 
qu'il  demeure  Mir.  de  N.  D.  I  S.  177,  V.  784.  —  d'eus  ist  über- 
flüssig; man  könnte  deshalb  li  uns  für  l'uns  d'eus  lesen;  freilich 
heißt  es  2931  li  uns  d'els. 

2874  le  cemin  cele  part  savoient,  vgl.  2996  (il  voient)  le  cemin, 
cele  part  s^avoient.'^ 

2876  —  78  si  lee  ert  que  d'une  fonde  .  .  .  ne  jetast  outre]  das 
Subj.  zu  jetast  fehlt;  soll  man  une  fonde  lesen  oder  soll  das  Subj. 
on  einfach  fehlen?     Ich  denke  letzteres. 

2902  Vgl.  nfr.  ce  vassal-lä. 

2923  avenir  =  covenir  (ebenso  Yvain  2094),  diese  Bedeutung 
erhalten  im  Part. -Adj.  avenant. 

2937  —  38  Ist  es  ZufaU,  daß  hier  und  ebenso  2949  von  4 
zu  4  gezählt  wird:  dis  N[e]  XIIII  ne  XVIIII  bez.  Ne  XII  ne  XVI 
ne  vint?  Anderseits  wird  von  6  zu  6  gezählt:  VI  Ne  XII  2948/49 
und  conme  XIII  et  XVIIII  2953.  Reim  und  Metrum  scheinen 
mir  diese  Übereinstimmungen  nicht  zu  erklären;  welche  tiefere 
Bewandtnis  es  aber  damit  hat,  vermag  ich  nicht  zu  sagen. 


1)  Stü.  möchte  hiermit  wohl  s'avoient  für  2874  empfehlen ,  dem  zu- 
zustimmen ist,  —  Br. 

10* 


148 

2941  Über  fors  mit  Nom.,  der  hier  freilich  nicht  steht,  cf. 
Tobler,    Verm.  Beitr.  und  G.  Paris,  Rom.  XY  (1886),  443. 

2943  ü  les  couvenroit  noier  —  zu  beachten  der  Akk.  (nicht 
Dat.)  der  Person;  noier  =  soi  noier. ^ 

2945  A  tos  cels  qui  fasse  ich  als  Erweiterung  zu  vos  2944 
auf,  also  abhängig  von  7ioier. 

2948—49  Die  Wiederholung  desselben  Gedankens  wie  2938/39, 
freilich  mit  Variation,  ist  jedenfalls  begründet  in  der  Wichtigkeit, 
welche  die  beiden  Fährleute  dieser  Eigentümlichkeit  ihres  Fahr- 
zeuges beilegen;  vielleicht  soll  damit  auch  die  Schwatzhaftigkeit 
des  ungebildeten  Fährmanns  angedeutet  werden. 

2960  au  mien  esgart  „nach  meinem  ürteiP' ;  vgl.  Suchier  Reimpr. 
108,  Foerster  zu  Äiol  1790  und  esgarder  Yvain  2005  „Urteil  fällen". 

2962  serront  kann  sich  auf  die  beiden  Schiffer  beziehn;  man  er- 
wartet freilich  eher  serrons.  und  dieses  ist  auch  zulässig,  daungenaue 
Reime  namentlich  in  diesem  letzten  Teile  nichts  Unerhörtes  sind.  2 

2967  par  ma  destre  main  gehört  natürlich  zu  je  faxe  I  veu. 

2969  Kul  de  nos  X  —  da  die  Eitter  mit  Artus  XI  sind,  so 
muß  es  entweder  vos  X  oder  nos  XI  heißen.  Dem  Zusammen- 
hang nach,  nämlich  wegen  u  Je  puisse  im  folgenden  Yers,  kann 
nur  letzteres  stehen ,  also  zu  lesen  Xul  de  nos  XI  qu'onques  puisse. 
qu^o.  p.  wäre  dann  Relativsatz  =  „welcher  immer  könne"  (daß  qua 
für  qui  stehend  seinen  Yokal  verlieren  kann,  ist  ja  bekannt,  s. 
Tobler,  Zs. 11,  563, 1,  Beisp.  bei  Pietsch2'6).  An  einen  „beziehungs- 
losen Relativsatz"  im  Sinne  von  que  je  puisse  oder  qu'il  puisse 
(über  welche  Tobler,  Zs.  II,  562)  zu  denken,  verbietet  wohl  ow- 
ques  und  das  folgende  u  je  puisse.  —  Die  Änderung  ist  aber  doch 
im  Text  unterblieben,  weil  nach  dem  folgenden  Yers  (2970)  offen- 
bar 3  eine  Lücke  anzusetzen  ist ,  so  daß  die  Möglichkeit  einer  andern 
Interpretation  offen  gelassen  werden  mußte. 

2981  Kann  quantques  über  -s  hinweg  das  e  elidieren,  wie  es 
hier  geschehen  muß  (s.  Tobler,  Versbau  53)?  Wenn  nicht,  ist  die 
Form  ohne  s  zu  setzen. 

2993  En  „deshalb". 

2995  avant  „weiter  vorwärts"? 

3000  iramet  —  Subj.  ist  Artus,  der  seit  2981  nicht  mehr 
vorkommt. 


1)  Weitere  Beispiele  für  den  acc.  c.  inf.  bei  covenir  wird  das  Kristian- 
wörterbuch  bringen.  —  Br. 

2)  Ich  möchte  serront  belassen,  zumal  wegen  des  nos  im  folgenden 
Verse,  das  mir  in  einem  gewissen  Gegensatze  zu  dem  cels  von  2961  zu 
stehen  scheint.  —  Br. 

3)  Man  vermißt  eine  Ergänzung  zu  puisse.  —  Br. 


149 

3013  — 14  Wegen  s^ont  und  est  sor  ses  pies  drecies  vgl. 
Tobler  zu  Äniel  166.1 

3016  Ist  Encontre  vait  absolut  zu  fassen  oder  ist  aus  dem 
vorhergehenden  les  der  Dativ,  lor  zu  ergänzen? 

3018  De  hiel  sanblant]  de  =  „in  bezug  auf,  was  betrifft". 

3028  Pa7'  couvent  que=?  „Unter  der  Bedingung,  daß"  paßt 
nicht  recht.  2 

3029  remanant  kann  unmöglich  zu  en  tot  le  mont  gehören 
und  muß  sich  an  n'a  si  cortoisse  anschließen,  und  zwar  als  Part.- 
Adj.  „übrig  seiend,  übrig".  Dies  entweder  im  Sinne  eines  Adv. 
=  del  remanant   „im  übrigen"   oder   im  Sinne  von   autre,   aucune. 

3035  ici  alues  gehört  natürlich  zu  haillius  et  connestable. 

3039  consülier  ä  aucitn  =  ?  ^ 

3050  Auch  in  2416  waren  es  VI  puceles  in  der  Umgebung 
einer  Dame. 

3052  uns  dis  ist  Plur.  (s.  Einleitung).* 

3050 — 53  Eine  Szene  mittelalterlichen  Schloßlebens  (auch  von 
G.  Paris,  Eist.  litt.  XXX  hervorgehoben),  die  uns  zeigt,  daß  im 
damaligen  Frauenleben  der  Eoman  eine  gewisse  Rolle  spielte.  Nur 
schade,  daß  vom  Dichter  keine  weiteren  Angaben  (wer  vorliest  usw.) 
gemacht  werden. 

3054  eslire  „erspähen",  "^ex-legere  „auslesen"  durchläuft  die- 
selbe Bedeutungsreihe  wie  choisir,  das  von  got.  kausjan  „prüfen, 
erkiesen"  zu  afz.  gewöhnlichem  „erspähen,  bemerken"  fortgeschritten 
i'st.  —  Stehende  Redensart  ist  es  in  den  altern  Chansons  de  geste, 
daß  Kaiser  Karl  (angefangen  mit  Rol.  115  S'est  quil  demandet,  ne 
Vestoet  enseignier)  von  den  Boten  ohne  weiteres  erkannt  wird. 
Findet  sich  dies  auch  bei  Artus? 

3055  K.  ist  hier  und  in  3058,  3066,  3152  usf.  nach  der  ge- 
wöhnlichen Schreibung  der  Hs.  in  Kes  aufgelöst  worden.  Der 
Reim  Kels  :  •//•  (3003)  spricht  allerdings  für  die  Form  Keus,  aber 
daneben  findet  sich  auch  Ke  :  ne  (nef)  (2907),  und  überhaupt  sind 
für  diesen  Namen  verschiedene  Formen  durch  Reim  bezeugt. 

3056  avenir  entspricht  dem  nfz.  arriver  in  eigentlicher  und  über- 
tragener Bedeutung.  Dem  n'avient  a  sa  Haute  vergleicht  sich  ü 
n'arrive  pas  d  sa  hauteur;  dem  unpersönl.  Kies]  qui  a  voir  dire 
avient  (3066)  entspricht  ü  lui  arrive  de  dire  la  verite;  avenir  3224. 
3347  heißt  ^^arriver,  sich  ereignen". 


1)  S.  Vers  2599  {trove  s'ont).  —  Br. 

2)  Es  wird  wohl  heißen  „unter  der  Zusicherung  (dem  Versprechen), 
daß".  —  Br. 

3)  S.  Glossar  s.  v.  consillier.  —  Br. 

4)  Hier  und  noch  sonst  in  seiner  Kladde  verweist  Stürzinger  auf  eine 
auch  gram.  Einleitung,  die  er  dem  Texte  beigeben  woUte.  —  Br. 


150 

3057  Totes  ont  failli  ä  cest  saut,  bildlicher  Ausdruck,  welcher 
der  Schlacht-  und  Turniersprache  entlehnt  sein  dürfte.  Die  ein- 
zelnen Schönheiten  werden  als  sich  im  Kampfe  messend  gedacht 
gemäß  der  Vorstellungs-  und  Ausdrucks  weise  der  allegor.  Tour- 
noiements  und  Batailles,  die  seit  dem  Ende  des  12.  Jahrh.  in  Auf- 
nahme kommen.  Ygl.  Huon  d'Oisi,  Tournoiements  des  Dames  (um 
1180  nach  G.  Paris  §  109)  Eist.  litt.  XXIII,  478. 

3066  qui  =  cui. 

3070  vel  dire  steht  wohl  nur  für  das  einfache  Zeitwort.  Ygl. 
Yvain  284:  Se  le  voir  conter  vos  an  vuel,  Huon  de  Mery  Antecr. 
2600:  Mes  qui  le  voir  dire  en  vodrist  und  Dante  Inf.  II,  22:  a  voler 
dir  lo  vero  =  a  dir  lo  vero. 

3076  —  77  Daß  in  der  Empfangshalle  eines  Schlosses  die 
Steinplatten  des  Fußbodens  (vgl.  3047  en  la  sah  pavee)  mit  Binsen 
bedeckt  wurden,  ist  aus  den  Chansons  de  geste  mit  ihrem  stehenden 
Ausdruck  „/a  sale  jonchiee^'-  bekannt,  jonchier  wird  aber  auch  beim 
Bestreuen  mit  andern  Pflanzen  gebraucht,  z.  B.  J.  et  Bl.  d'Oxf.  5855, 
Manek.  2272  und  besonders  /.  et  Bl.  3550 ff.,  wo  es  u.  a.  heißt: 
Puis  se  sont  seur  les  Jons  assis,  Un  hlanc  doublier  d'uevre  menue 
Ont  seur  le  muguet  estendue. 

3086  faire  (mit  Dat.  der  Pers.)  konstr.  wie  im  Nfz. 

3087  qui  =  „was"  (s.  Geßner  II,  S.  3  und  Pietsch  S.  45  — 47).i 
—  couvient  =  couvint. 

3088  2. 

3089  —  92  So  wie  die  Verse  in  der  Hs.  stehen,  scheint  es, 
als  wären  Kreuzreime  {desl\{\ie,  salue,  liie,  esmolue)  unter  die  Reim- 
paare geraten,  wie  das  in  andern  Werken  vorkommt.  Hier  aber 
verlangt  der  Sinn  der  Erzählung  den  Yers  mit  salue  hinter  den 
mit  esmolue  zu  stellen.  Daß  der  Yers  3092  vor  3090  zu  stehen 
gekommen  ist,  läßt  sich  wohl  nur  daraus  erklären,  daß  er  in  der 
Yorlage  unserer  Kopie  nach  3091  (esmolue)  fehlte,  dann  auf  dem 
Rand  (vielleicht  nicht  ganz  in  der  richtigen  Höhe)  nachgetragen 
wurde  und  schließlich  von  unserm  Kopisten  an  der  unrichtigen 
Stelle  eingefügt  wurde. 

3105  imagene  ist  dreisilbig,  die  Reime  verlangen  image.^ 


1)  Ich  habe  mich  für  qu'i  entschieden.  —  Br. 

2)  Äic  degre  „an  der  Treppe"  möchte  ich  lesen,  da  Outre  gre  nicht 
paßt.  —  Br. 

3)  Der  große  Abstand  zwischen  dieser  Ziffer  (3105)  und  der  folgenden 
(3231)  erklärt  sich  dadurch,  daß  drei  Blätter  mit  handschr.  Anm.  Stür- 
zingers  verloren  gingen.  —  Br. 


151 

3231  De  ce  laissies  „laßt  ab  hiervon". 

3233  qui  =  cui. 

3234  l  von  jel  bezieht  sich  auf  roi.  —  desbussesse]  der  Sinn 
dieses  Zeitworts  kann  wohl  nur  =  detromper  sein,  deshalb  liegt 
nahe  deshiiffer  zu  schreiben,  da  in  Montaiglon  Fahl.  III,  67  ein  es- 
huffer  ,,tromper"  vorkommt.  Aber  es  gibt  afz.  kein  -ff-,  höchstens 
in  deffaire  und  ähnlichen  Kompositionen.  —  Mit  desbuissier  (von 
*busciare)  Aiol  10074  „aus  dem  Hinterhalt  hervorbrechen"  hat 
unser  Wort  natürlich  auch  nichts  zu  tun.  Wenn  es  nicht  einfach 
eine  Nebenform  zu  des-boisier  ist,  so  darf  es  wohl  als  eine  Ab- 
leitung von  buse  gelten,  buse  bedeutet  schon  afz.  in  übertragenem 
Sinne  „dumme  Person"  (vgl.  DC.  busio  und  Mousket  buisnart  et 
fol  si  Fapela)  und  von  hier  aus  ist  dann  ohne  Schwierigkeit  zu 
buser  „tromper"  zu  gelangen.  ^ 

3248  Non  feres]  Über  non  vor  Zeitw.  und  insbesondere  vor 
faire  als  verb.  vic.  vgl.  Diez  III,  319.  436  und  Perle,  Zs.  II,  2. 
Es  ist  zu  beachten,  daß  non  nie  vor  einem  selbständigen  Yerb  ge- 
braucht wird,  denn  eutv/eder  handelt  es  sieh  wie  hier  um  das 
stellvertretende  faire  oder  um  ein  Hilfsverb  wie  avoir,  estre,  de- 
voir  usw.,  zu  welchem  das  Hauptverb  oder  auch  das  Obj.  aus  dem 
Yorhergehenden  zu  ergänzen  ist.  Der  Verbalbegriff  ist  also  stets 
nur  angedeutet,  und  der  Nachdruck  liegt  auf  der  Negation;  daher 
denn  die  volle  Form  wie  da,  wo  non  allein  verneint. 

3249  Mit  monsignor  Y.  kann  nur  der  3213  genannte  Yfvjens 
gemeint  sein,  da  auf  diesen  Yers  hier  Bezug  genommen  wird.^ 


3420  li  =  lui.  —  Br. 

3523  Gorvahi  Cadrus  von  Pantelion  findet  sich  auch  in 
Meraugis  (ed.  Friedwagner)  (s.  S.  LXXXYI,  Anm.  zu  469  u.  Eigen- 
namen). —  Br. 

3544  Der  Infinitiv  müßte  im  Präsens  stehn.  —  Br. 

3564  1.  amende  ichi  (?).  —  Stil. 

3609  —  12  S.  zu  186,  Zeile  12ff.  und  vgl.  Erec  1689,  Gral 
9495.  —  Br. 


1)  S.  Glossar.  —  Er. 

2)  Hiermit  hören  Stürzingers  Anmerkungen  auf.     Die  zu  356  i  fand 
ich  auf  einem  von  einigen  Blättern  „Schwierigkeiten".  —  Br. 


Namenverzeichnis. 


A.  Personennamen. 

Artus  {nom.)  (:vemis)  3607  — Artu  (oW.)  (:  a  respondu)  3568  — 
Artus  247  (li  rois  m  vm'her gehenden  Fers),  774  [mißachtend)  — 
li  rois  Artus  46  [zum  erstenmal  genannt)^  104,  1621,  2217, 
2842,  2881,  2903,  2924,  2977,  3023,  3060,  3073,  3083,  3568, 
3607  —  Artu  le  roi  2193,  3439  —  li  rois  (le  roi)  57,  72, 
88,  90,  134,  140,  141,  152,  160,  164,  198,  246  {tiach  längerer 
Pause),  253,  255,  323,  354,  411,  611,  630,  1650  (vor  dem 
Inselkönig,  der  selbst  nur  li  rois  heißt,  so:  1608,  1614,  1630, 
1636,  1662,  1664,  1684,  1694,  3284),  2002,  2301,  2367,  2684, 
2728,  2792,  2835,  2859,  2864,  2905,  2964,  2966,  3041,  3088, 
3092,  3103,  3141,  3232,  3244,  3258,  3267,  3273,  3279,  3331, 
3346,  3351,  3355,  3359,  3375,  3380,  3392,  3397,  3402,  3411, 
3415,  3571,  3581,  3585,  3601,  3615  —  li  bons  rois  53  — 
rois  manant  50  —  mesire  289  (Hunh),  2921,  mon  signor  2918, 
3037  (Kens)  —  In  der  Anrede:  Sire  126,  128  (Hunb.),  151, 
155  [Gauv.)  —  biaus  sire  259  (Hunb),  3597  (Gorv.)  —  rois 
Artus  3275  (Hunb.). 

Briesbras  s.  Caradue. 

Cadrus  s.  Gorvains. 

Car-adue  (:  H  fius  Due)  2830,  3239  —  Karadeu  3239  —  Caradue 
Briesbras  (:  ses  bras)  *2775. 

Carahet  (710771.)  (:je  met)  *2371. 

Crestien  (obl)  de"  Troies  *187. 

Due  s.  Giflet. 

Elien  s.  Urien. 

Erec  2829,  E.[rec],  li  fils  Lac  2771. 

Gaheri[e]s  *2593,  2605,  2721  =  Gahairie  2656,  frere  [Gauvain] 
2629,  2637   —  In  der  Ä7irede:  Sire  2250  (Gauv.). 

Gales  li  Caus  (:caus,    :  seneskaus)  *2777,  2831. 

G.[auvains]  (:  certains)  3361,  3385,  G.[auvain]  (obl.)  (:  en  la  main) 
3426,  G.  161,  174,  180,  198,  284,  308,  383,  402,  614,  718, 
758,  863,  883,  893,  928,  940,  954,  976,  995,  999,  1004, 
1018,  1032,  1064,  1072,  1074,  1085,  1114,  1131,  1144,  1145, 
1232,    1236,   1248,    1255,  1409,   1427,  1438,   1444  und  103 


153 

weitere  Stellen  —  G.,  le  nies  (neveu)  le  roi  611,  2002  —  G., 
mes  nies  110  (Artus) ^  G.,  tes  nies  3277  (Himb.)^  vostre  neveu 
264,  2805,  2905,  3361,  3410  —  G.,  le  fil  au  roi  Lot  2057  — 
Mesire  G.  142,  210,  411,  418,  573,  624,  667,  684,  780,  804, 
838,  922,  969,  1211,  1300,  1434,  1518,  1532,  1541,  1754, 
1856,  1886,  1928,  1968,  2060,  2088,  2097,  2114,  2154,  2216, 
2248,  2400,  2530,  2628,  2636,  2646,  2713,  3065,  3109,  3197, 
8318,  3450  —  mes  frere,  mesire  G.  356,  monsignor  (j.(obl.)  723, 
811,  817,  900,  1186,  1226,  1296,  1562,  1834,  3207  —  eil 
qui  tot  le  monde  prisse  138  —  celui  qui  ainc  n'ot  parel  De 
pris  ne  de  valor  el  mont  146  —  eil  qui  tant  ert  prisies  Qu'a 
paine  ert  ses  pers  esprisies  161  —  eil  qui  a  los  tel  Que  nus 
ne  s'en  puet  a  lui  prendre  182  —  vos  aves  del  mont  le  pris 
617  —  eil  qui  bien  menbre  et  souvient  De  dire  raison  tote 
voie  628  —  li  plus  sage  et  li  mius  apris  Qu'on  puist  trouver 
nule  partie  752  —  cel  c'on  doit  loer  Sor  tos  les  chevaHers  a 
droit  1178  —  le  mius  vaillant  qui  or  seit  vis  1219  —  G.  qui 
pas  ne  se  consirre  De  faire  con  preus  tote  voie  1704  —  eil 
qui  trestous  cels  afaite  Qui  a  ses  ovres  prendent  garde  1898  — 
G.  li  preus  1953  —  li  miudres  Chevaliers  del  mont  2126  — 
mout  biaus  mos  que  il  set  dire  2249  —  G.,  qui  bien  li  sot 
oster  le  plume.  De  bieles  paroles  l'enplume,  Que  il  avoit  ases 
u  prendre  2295  —  97  —  G.,  qui  bien  parier  seut  2321  —  In 
der  Anrede:  Sire  329  (Schwester  (r.),  2139  (besiegter  Bitter)^ 
2681,  2700,  2709  (Samir/  Bruder),  3519,  3521  (Gorv.)  — 
biaus  sire  490  (Hunb),  2511  (Ydone\  3524  (Gorv.)  —  mesire 
2606  {besiegter  Gah.)  —  sire  Chevaliers  1944  (Ritter),  2189 
(Gah.)  —  dans  Chevaliers  1903  (Ritter),  2358  (Gah.)  —  Chevaliers 
1970  (Ritter,  geringschätzig),  2288  (Gah.,  do.)  —  frere  3431 
(Gauv.'  Schwester)  —  G.  2917  (Kens). 

Giefles  ==  Gifles. 

Giflet  (nom.)  li  fius  Due  (:  Caradue)  *2829,  3240  —  Gifles  (nom.) 
3158,  3170,  3189,  3206   —   Giflet  (nom.)   3153,   (voc.)  3168. 

Gorvains  (:  mains  „minus")  3613  —  Gorvans  Cadrus  *3523,  3580 
—  Gorvans  3597  —  Gorvan  (voc.)  3607  —  In  der  Anrede: 
Sire  Chevaliers  341,  368  (GauvJ  Schwester)  —  amis  3602, 
Gorvan  3607  (Artus). 

Gunbaut  (De  Gunbaut)  "^  Titel  des  Romans. 

Honbaus  (:  baus)  *56  —  Hunbaut  (nom)  (:baut,  3.  Sg.)  127,  (:  sont 
baut)  1541,  (:se  fist  baut)  1352  —  Hunbaut  (obl)  (:  baut  3.  Sg.) 
1242,  (:est  baut)  3183  —  Hunbaus  (obl.)  (:est  baus)  680  — 
Hunbaus  (n.)  73,  98,  177,  250,  258,  277,  280,  287,  491,  610, 
721,  790,  854,  869,  888,  897,  920,  1039,  1074,  1087,  1097, 
1135,  1154,  1160,  1169,  1175,  1217,  1224,  1249,  1253,  1298, 


154 

1306,  1415,  1433,  1484,  1576  —  Hunbaiit  (n.)  839,  1368, 
1391,  1476  —  Hiin.  1707  —  H.  1590,  1019,  1818,  1886, 
1844  —  Hunbaut  (obl.)  77,  88,   1072,   1301,  1303  —  H.  1685 

—  Honbaus  {n.)  1014,  1022,  1112,  1122,  1146  —  Honbaiit 
{obl.)  420,  2683  —  In  der  Anrede:  Hunbaus  1410  {Gauv.\ 
1468  (Tiirhüter)  —  Hunbaut  90,  256,  272  {Artus),  882,  912 
(Gauv.),  1165  (rke  kom),  1386  (escacier)  —  Hun.  1707  {Gauv) 

—  H.  1568  (Zwerg),  1816  (Gauv)  —  qui  tant  as  erre  par  le 
mont  91   —  qui  set  entendre   1135. 

Ider  s.  Yder. 

Kels  (n)  (lansll,  nom)  3003  —   Ke  (voc.)  (:  ne  „Schiff'')   2907 

—  Koi  (ohl)  (:coi)  2277  —  Kels,  li  senescals  2890,  2956,  2964, 
3020,  3036  —  Kes,  li  senescaus  2766,  2832  —  K.,  li  senescals 
3152  —  Kes  2805,  3158  —  K.  3058,  3066,  3173,  3192, 
3228,  3247,  3341,  3342  —  mesire  K.  *3055  —  Ke  (ohl) 
3007  —  K.  3165,  3241  —  li  senescals  2809,  2901,  2912, 
2951  —  2981  —  In  der  Anrede:  mesire  Ke  2907  {Gauv),  dans 
K.  3385  (Yvens,  spöttisch)  —  Koi,  le  senescal,  qui  mout  ert  pros 
2277  (Dichter),  le  couart  mauvais  failli  2281   (Gah). 

Lanselot  (nom.  und  obl)  (:  il  ot)  2268,  3248  —  Lanselos  dou  Lac 

(:li  fils  Lac)   2772    —    Lanselo(n)s   3225,   3252    —    Lanselot 

(obl)  2828. 
Noe  (puis  que  l'arce  fist  — )  (:  cemin  ferre)  1894. 
Percevels  (l.  Percevals)  2371. 
Eeonde  Table  s.  Table  Eeonde. 
Sagremor  (obl)   (:d'un  sicamor)   3007    —   Saigremors  (n)  *2780, 

3003  —  Saigremor  (obl?)  2831. 
Saint  Denis  (par  — !)  2900  (Keus). 
Saint  Heribert  (par  — !)  649  (Dichter). 
Saint  Jake   (par   —   que  j'a  requis!)   377    (Gorv),    ( —   c'ainc   ne 

requis!)  2044  (ungetreuer  Ritter). 
Saint  Jermain  (par  ~!)  2242  (Gah.). 
Saint  Julien  (l'ostel  — )  *445. 

Saint  Piere  (par  — !)  11  (Dichter),  (par  —  l'apostele!)  1117  (Gauv). 
Saint  Ricier  (par  — !)  2037  (Gauv.). 
Saint  Ydenert  (par  — !)  *2583  (Gah.). 
Sami(ra)rami  (freres  — )  (:  parmi)  *2668,  bon  Chevaliers  et  biel  2669, 

a  l'escu  d'ermine  au  vermel  lion  labiel  2660  —  61,  2664  —  65, 

2670,   eil  qui  fu  cortois  et  sage  2729  —   ses  ainnes  frere  est 

de  grant  pris  2672. 
Table  Reonde  2243,  Tavle  Reonde  (des  pers  de  la  T.  R.,  qui  sont 

prisie  par  tot  le  monde)  3611,   Reonde  Table  3033,  dont  nus 

mauvais  ne  pooit  estre  64  —  65,  tant  sont  en  la  R.  T.  preu  et 

prisie  si  (con)  tot  ensanble  2254  —  55. 


155 

Tallas   (n.)   (:  las   „müde'')  2784   —   *2830  [n.?)   —   li  biaiis,   li 

prous  de  Rougemont  *2785. 
Urien  (li  fix  le  roi  —  porte  l'escu  de  gueules  as  faisans)  *2228  —  29. 
Yder  (n.)  *2830,  3245   —  Wer  3198. 
Ydone  *  2430,   tant  estes  sage  et  bien  aprise    2506  (Gauv.)^   cele 

qui  bien  ert  aprise  2633  (Dichte?')^  erscheint  als  dame  des  landes 

2418  —  2513,  2614  —  53. 
Y[v]ain  *2828  =  Yvens. 
Yvens  (li  quens  Yvens)  (:  ens)  3384,  Y[v]ens  3213,  monsignor  Y.  3249. 

La  suer  G.[auvain]  195  figuriert  168  —  82,  194  —  97,  226  —  28, 
237  —  39,  311  —  417,  3421  —  3590,  ma  suer  (serour)  311,  315, 
2698,  sa  suer  (serour)  180,  226,  237,  3417,  3593,  vostre  suer 
(serour)  172,  2685,  3513  —  ma  nice  168,  sa  niece  2803, 
3589  —  In  der  Anrede:  biele  364,  392  (Oorv.),  Bele  suer 
3451  (Gauv.). 

La  dame  del  Gaut  Destroit  s.  Gaut  Bestreit. 

Li  rois  des  Illes  s.  lUes. 

Li  sires  de  Bielmanoir  s.  Bielmanoir. 


B.   Geographische  Namen. 

Amiens  (je  ne  vaussise  por  — )  1922. 

Barlet  (de  —  i  vient  la  marcandisse)  *1271. 

Biaumont  (desi  a  Biaumont)  1986. 

Bielmanoir  (li  sires  de  — )  *2774. 

Canpaigne  (onques  n'en  France  n'en  — )  2344. 

Carduel  *3412,  3413. 

Carlion  (:lion)  2662   —  *52,  321,  2655,  3584. 

Cetoisse  (?)  (desi  a  Biaumont  u  — )  *1986. 

Cleresvaus  (li  couvent  De  — )  1405,  Clervaus  2065  (:as  iauls). 

Constantinoble  (-.noble)  (n'a  En  France  n'en — )  95,  (dusqu'en  — -) 

1983,  (de  —  i  vient  la  marcandisse  noble)  1271. 
Cornevallois   (n'a  —   ne   Escot    que    tel  affaire  ne  vaussist    mius 

penser  que  faire)  *794. 
Damas  (de   —  i  vient   la    marcandisse)   1270,    (je    vauroie    mius 

manoir  en  prison  a  —  :  tu  m'as)  2073. 
Damiete  (:  que  m'entremeche),  (de  —  i  vient  la  marcandisse)  1270. 
Engleterre  (n'a  en  — )  94,  1749. 
Escot  s.  Cornevallois  794. 
Espaingne  (ceval  d'  — )  *426,  1108. 
France  (n'a  si  cointe  En  — )  94,  2344,  s.  Canpaigne. 
Gascoingne  (lance  de  — )  *1090. 
Gaut  Destroit  (j'ai  non  Cele  del  — )  3409. 


156 

Illande  (dusqu'en  — )  994. 

Illes  (entre  les  —  a  •!•  roi)  99,   115,  Episode  in  Stadt  und  Schloß 

dieses  Königs  1292  — 1733. 
Monpellier  (De  —  ne  de  Pavie  Ne  cuic  je  pas  la  rente  mainre)  593. 
Nicole  (l'amast  ases  mius  a  — )  722. 

Oissi  (dusc'a  — )  3216  =  Oisy-le-Verger  [Pas -de-  Calais)  ? 
Pantelion  (:  par  non)  3595,  Schloß   Gorvains  (s.  *3523). 
Pavie  592,  s.  Monpellier. 

Pierone  2020  (qui  me  donast  —  et  Troie,  N'eusse  je  tant). 
Ronme  (les  apostres  de  — )  1165. 
Rougemont  2785,  5.  Tallas. 

Saint  Aubain  (li  doi  couvent  de  —  et  de  Clervaus)  2065. 
Sens  (dusques  a  — )  3174. 
Troie  (:  il  l'otroie) ,  Ki  lor  donast  l'onor  de  —  2794,  Qui  li  donast 

•II-   mars  de  —   2856,   2020  (s.  Pierone),  =  Troies   (Crestien 

de  —  :  as  et  troies)  187. 


Glossar/ 


Abkürznngren. 

a.  =  aucun ,  ac.  =  aucune  chose  (rien) ,  het.  =  betont,  e.  =  ettvas, 
eig.  =  eigentlich^  j.  =  jemand,  n.  =  neutraler  {absoluter)  Gebrauch  des 
Verbs  {n.  =  neutrum),   st.  =  statt,   tr.  =  transitiv,   r.  =  reflexiv. 

[]  bexeichnen,  daß  eine  Form  in  unserm  Text  nicht  belegt  ist.  Der 
Stern  (*)  vor  einer  Ziffer  weist  auf  eine  Anmerkung  hin.  Der  Doppel- 
punkt hinter  einer  Ziffer  bedeutet  Vorkommen  im  Reime. 

a,  P7'äp.;  im  Dat.  poss.:  la  canbre  ä  son  oncle  *149,  les  ielx 
au  nies  le  roi  791;  im  Dat.  der  Bestimmung  modal  geworden: 
ä  don  geschenkweise  958,  ä  prest  leihweise  958;  modal  (eig.  ver- 
bindend): ä  biele  eiere  mit  freundlichem  Gesicht;  verbindend  ä  tot 
mit  allem  1643;  summierend:  mitsamt  2985  («XIII-  furent  as 
notonniers) ;  kausal:  bei,  infolge  1777  (as  destorbiers) ;  instrum, 
ä  traire  durch  Schießen  914;  temporal:  ä  im  jor  eines  Tages  54, 
ä  cest  matin  diesen  Morgen  2042. 

aaisier  tr.  a.  es  j.  behaglich  machen  2852;  Part,  aaisie  behag- 
lich 453. 

aatir  r.  de  ac.  sich  eifrig  an  e.  machen  3308. 

abatre  tr.  a.  j.  vom  Pferde  werfen  1333,  1357;  son  cief  den 
Kopf  weniger  hoch  tragen,  sich  mäßigen  1358;  ac.  e.  dämpfen, 
austreiben:  cest  desroi  1139,  orguel  2620,  les  bordes  ä  a.  2093. 

abe  Gaffe7'ei;  estre  en  abe  de  ac.  e.  nachhangen ,  auf  e.  aus 
sein  *27;  faire  abe  apres  a.  j.  nach  den  Augen  sehn,  sich  von 
ihm  beschwatzen  lassen  1406. 

aborder  tr.  en  ab.  a.  auf  j.  einreden  1255. 

acesmer  schmücken;  acesme  als  Ädj.  schmuck,  prächtig  (im 
Fem.)  3031. 

aciever  (=  achever)  r.  de  ac.  sich  einer  Sache  entledigen  3316; 
s.  eceva. 

[aclorre],  6.  Präs.  acloent,  tr.  a.  j.  umschließen  (von  der 
Rüstung)  2538. 

acointement  Bekanntschaft;  avoir  l'acointement  de  a.  zu  je- 
mandes Bekannten  zählen  2172. 


1)  Zugleich  Verzeichnis  der  in  den  Anmerkungen  behandelten  Wörter. 


158 

acointier  1.  faktitiv  a.  ä  a.  j.  mit  j.  bekannt  machen  2637; 
2.  avoir  a.  (ac.)  acointe  j.  {e,)  kennen  gelernt  haben,  vertraut  ge- 
worden sein  mit  265:  1337,  *2053,  2411;  3.  estre  acointe  de  a. 
mit  j.  bekannt  (vertraut)  sein,  ein  Bekannter  jemandes  sein  681, 
2169,  2676:  3037,  3116. 

aconpagnier  r.  ä  a.  sich  j.  anschließe^i  2834. 

aconperer  tr.  ae.  e.  bezahlen  2704. 

aconter  tr.  erzählen  (konjiz.)  2075. 

acorcier  tr.  abkürzen;  une  menconne  einer  Lüge  EinJialt  tun 
3235. 

acorde  Einve7'nehme7i ;  faire  acorde  ä  a.  mitj.  ins  reine  kommen 
1213. 

acorder  tr,  aussöhnen;  les  fait  acorder  er  söhnt  sie  miteina7ider 
aus  1253. 

acoster  son  ceval  sich  an  die  Seite  seines  Pferdes  begeben,  um 
es  %u  besteigen  232. 

acroire  tr.  ac.  ä  a.  j.  e.  leihen,  ausleihen  1078,  e.  vonj.  borgen 
480,  1384,  j.  e.  vorenthalten  1386. 

acroistre  n.  anwachsen,  [Lärm)  anschwellen  1738. 

[acuit(i)er  =  aquit(i)er]  tr.  sa  foi  seiyi  Wort  einlösen  2102; 
Part,  acuit  in  faire  acuit  de  ac.  von  e.  befreien  1582: 

adestrer  tr.  a.  j.  rechts  begleiten  3380. 

adonques  Adv.  alsdann^  darauf  351,  618. 

adrece  f.  Richtweg  850: 

adroit  Adv.;  si  adroit  mit  solchem   Geschick  3107,  3113. 

aerdre,  5.  Präs.  äiert,  tr.  a.  j.  anpacken  3502. 

afaire  m.  Aufgabe,  Unternehmen  109,  310;  Angelegenlieiten, 
(verächtl.)  Kram  2471;  aler  en  son  af.  seinen  Geschäften  weiter 
nachgehn  *2447;  l'af.  revient  es  geht  aufs  neue  los(?)  1113. 

afaitement  m.  Bildung,  Schicklichkeit,  Amnut  *643. 

afaitier  tr.  a.  j.  ein   Vorbild  sein,  j.  bilden  1898. 

aficier:  bien  vos  i  poes  af.  dessen  könnt  ihr  versichert  sein  203^. 

afoler  tr.  a.  betören  569;  übermannen  1182. 

[afond(r)er] ,  3.  Präs.  afondre,  7i.  zugrunde  gehn  2935: 

afremer  =  afermer  tr.  befestigen,  (sor  la  siele)  versteifen  1714. 

afubler  tr.  a.  j.  [mit  einem  Mantel)  bekleiden  3147. 

agreer  w.  ä  a.  j.  gefallen  942. 

alii,  ahi!  ach,  ach!  1184. 

aide  Hilfe  1993,  Schutz  2513. 

aidier  ä  a.  j.  helfen  ^11^  1282. 

äiert  s.  aerdre. 

aimer  tr.  ac.  e.  gern  sehn;  eil  n'ainme  mie  mon  sejor  dieser 
gönnt  mir  keine  Ruhe  211 A^. 

ainc  mais  noch  nie  1044. 


159 

ains  Präp.  vor  ains  miemiit  1762;  Konj.  bis  *2725,  2749; 
or  ains  oder  vielmehr  2701. 

ais  f.  Brett,   Steg  *1375,  1419;  s.  Meraugis  *3358. 

aisse  {pik.  st.  aise)  Gelegenheit  3125;  estre  aisse  (persönl.)  es 
angenehm  haben  *1972,  zufrieden  sein  3126: 

alaine  f.  Atem,  avoir  mauvaise  al.  *2489;  5.  h  .  .  . 

aler,  1.  Präs.  vois  2201,  2373:,  3.  Präs.  Konj.  voist  153,  315, 
Imp.  va  (vor  Imp.)  *2079,  n.  {von  einer  Begebenheit)  sich  begeben, 
verlaufen,  gehn  2149,  3306,  sich  befinden  627;  r.  je  m'en  vois 
328,  s'en  voist  tenir  ä  sie  möge  sich  meinetwegen  halten  an  *2051; 
umschreibend  je  t'irai  batre  =  je  te  batrai  2094;  s.  conbatre. 

aliue  =  S.Präs,  v.  aloer  beherbergen,  aufnehmen,  annehmen  * 286 : 

allue  m.  Freigut  *103. 

aloe  f.  Lerche  395: 

aloer  s.  aliue. 

alonge  f.  Aufschub;  en  faire  al.  ä  a.  j.  hinhalten  1020. 

alu§s  in  ici  al.  hier  in  der  Nähe  *3035. 

amasser  tr.  zusammenhäufen  2972. 

amb.  s.  anb. 

ame  /.  Seele;  partir  l'a.  del  cors  töten  788. 

amende  f.  in  prendre  l'am.  de  ac.  die  Buße  für  e.  einfordern 
2634;  konjiz.  *3564. 

amendement  in  faire  am.  Buße  tun  *3564. 

amender  in  am.  ne  le  peu  ich  kann  es  nicht  ändern  3282. 

amener  in  am.  a.  ä  a.  ä  oste  j.  j.  als   Gast  zuführen  611. 

amentevoir  ac.  ä  a.  j.  an  e.  gemahneri  1389. 

amesurer  tr.  a.  j.  begrenzen,  kurz  halten  2608. 

amont  s.  mout. 

amor  f.  Liebe;  se  vos  voles  m'amor  avoir  wenn  euch  um  meine 
Liebe  zu  tun  ist  135;  par  amors  auf  gütlichem  Wege  2406,  im 
Guten  2580. 

amordre  r.  ä  faire  ac.  sich  daran  machen,  darauf  ausgehn  16: 
384:   1690: 

anbesas  ungünstiger  Wurf  mit  zweimaliger  Eins  beim  Würfel- 
spiel; jeter  anb.  et  troies  zweimal  eine  Eins  und  eine  Drei  werfen 
(was  als  günstiger  Wurf  galt?)  *188: 

1.  anbler  tr.  in  anblant  la  voie  den  Weg  im  Paßgang  zurück- 
legend 283. 

2.  anbler  s.  enbler. 

aniel,  pik.  =  anel,  m.  Ring  2046,  2160. 

anne  =  ane  Esel;  (jo  te  batrai)  conme  anne  a  pont  wie  einen 
beim   Übergang  über  eine  Brücke  störrisch  werdenden  Esel  (?)  2087. 

anueus  (=  enuiieus)  langweilig  901;  anuiels  vom  Pferde  =  er- 
müdet?  oder  unruhig?  *427. 


160 

[anuier]  unpers.  il  m'en  anuie  es  verdrießt  mich  165. 

aorer  tr.  (einen  Heiligen)  verehren,  zu  ihm  beten  762. 

[aovrir   oder  aovrer?]   r.  zutage   treten,   sich  zeigen  (?)  *1183. 

apaier  tr.  a.  j.  beruhigen  1240:;  estre  apaie  de  ac.  mit  e.  zu- 
frieden sein  175;  soi  en  tenir  ä  bien  apaie  es  zufrieden  sein  274. 

apareil  209,  -el  2184,  -al  2659  m.  Rüstung. 

apareillier  tr.  (une  robe)  zurechtlegen,  bereithalten  143;  r.  soi 
ap.  ä  faire  ac.  sich  anschicken  e.  zu  tun  145;  aparillie  de  faire  ac. 
bereit  .  .  .  2135. 

aparler  tr.  a.  j.  anreden  78;  a.  de  ac.  mit  j.  wegen  e.  reden 
1618,  j.  nach  e.  fragen  633. 

[aparoir]  r.  sich  zeigen,  zutage  treten  1183,   1838. 

a passer  r.  aveuc  a.   sich  j.  anscldießen ,   mit  j.  kommen  442. 

apeler  tr.  a.  de  batailie  j.  zum  Kampfe  Jieraus fordern  2590. 

apendre  n.  ä  gehören  467. 

apenser  r.  de  ac.  an  e.  denkeyi  894. 

apert,  adv.  en  ap.  frei  u.  offen  3119,  tot  ap.  ganz  offen  3420; 
tot  en  ap.  *2407. 

aport  in  faire  vilain  ap.  ä  a.  (iron.)  j.  Schlechtes  mit  auf  den 
Weg  geben,  j.  schlechten  Mundvorrat  zutragen  1702: 

aporter  in  si  conme  la  raisons  l'aporte  so  wie  die  Vernunft 
es  mit  sich  bringt  (will)  2161. 

apren dre  belehren;  estre  ä  apr.  der  Unterweisung  bedürfen 
2353,  3085;  s.  apris;  s.  *2224. 

apres  Ädv.  darauf;  en  apres  alsdann  2642. 

apresser  tr.  sl.j.  verfolgen  1102;  en  apr.  bl.j.  dazu  drängen  704. 

aprester  r.  de  sich  sputen  mit  738. 

apris,  Part,  von  aprendre  u.  Adj.;  apris  as  armes  in  den 
Waffen  geübt  (konjiz.)  3423;  apris  de  ac.  e.  gewohnt,  gewöhnt  an  e., 
bekannt  mit  e.  *1533,  1712,  1808,  2337;  bien  apris  sehr  gebildet, 
artig,  höflich  62,  752,  1210,  2633,  einsichtig,  vernünftig  2506; 
mal  apris  unartig,  unhöflich  750. 

aprison  f.  in  faire  une  apr.  eine  Belehrung  gebeti  *860: 

aprocier  tr.  a.  j.  nahekommen  1349;  r.  *3013. 

arainne  (=  araisne)  ww  [araisnier]  tr.  anreden  683;  ä.  aregne. 

aramie  f.  Gewalttat,   Übergriff,  Mißbrauch  (?)  1507. 

arcie  (pik.  =  archiee)  f.  Bogenschußweite  2891. 

ardoir  tr.  verh'ennen  789;  Part,  ardant  in  haste  ardant  (am 
Spieß)  h'atende  Keule  1125;  les  ardans  nach  Saclis-Villatte  das 
hl.  Feusr  (im  12.  Jahrh.  in  Frankreich  epidemisch  herrschende  Blatter- 
rose) 2092. 

aregne  (=  aresne)  von  [araisnier]  tr.  anreden  1732:  2356. 

arestif  säumig  268: 

arestue  f.  Aufenthalt;  Sans  ar.  unverzüglich  3590. 


161 


ariere  (Ädv.)  de  soi  hinter  sich  1115. 

arieregarde  Nachhut  1159. 

ariver  n.  am   Ufer  ankommen  2989,  tr.  a.  j.  landen  1763. 

armes  s.  asaier  u.  deservir;  d'armes  faire  dem-  Waffenhand- 
werk obliegen,  Kämpfe  bestehn  2209,  2271,  2370;  Part,  f aissaut 
d'armes  eifriger  Kämpe  2230. 

armeures  f.  pl.  Rüstzeug  1929. 

arouter  r.  dahinziehn,  dahinreiten  2306. 

as  s.  anbesas. 

asai  m.  Kampf,  Wettkampf  Strauß  2599,  2821;  en  venir  en 
asai  dieserhalb  in  einen  Kampf  verwickelt  werden  2779;  eig.  Ver- 
such, daher:  metre  asai  de  ac.  e.  eiproben  260. 

asaier  r.  ä  faire  ac.  ve7'suchen  e.  zu  tun  3,  ä  a.  d'armes  sich 
mit  j.  in  den   Waffen  messen  2499. 

asanbler  n.  sich  vereinen,  sich  paaren  (von  7'eichen  Reimen)  35, 
ä  Si.  jemand  einholen  2522,  mit  j.  in  Kampf  verwickelt  werden  2207, 
l'une  (colors)  ä  l'autre  miteinander  verschmelzen  658;  11  solaus  sanble 
as.  ä  (la)  terre  die  S.  scheint  die  E.  zu  berühren  *1868. 

asaurai  1.  Fat.  v.  [assaillir]  3482. 

asaut  Angriff;  faire  as.  ä  a.  j.  angreifen  1341;  s.  querre. 

aseir  (=  asseoir),  3.  Fut.  aserra  543,  tr.  setzen  (le  hiaume) 
228,  ac.  ä  a.  j.  e.  vorsetzen  (Speise)  712,  a.  j.  sich  setzen  lassen 
665;  n.  sich  hinsetzen  3151;  faire  as.  a.  j.  sich  setzen  lassen  660; 
il  est  asis  er  hat  sich  gesetzt  (hingesetzt)  3258,  3615,  estre  bien 
asis  nicht  weggeworfen  sein  401,  estre  asis  +  Inf.  gehalten  sein  zu 
2947;  s.  aseoir. 

asener  eig.  den  Sinn  richten;  estre  bien  asene  auf  der  rechten 
Bahn  sein  895. 

asens,  assens  m.  Entschluß  314:,  Anzeichen:  en  mostrer  ass. 
ä  a.  j.  ein  Anzeichen  von  e.  zeigen,  j.  e.  verraten  1632;  Willkür, 
Outdünken,  daher  adv.  ä  as.  planlos,  ziellos  (der  Willkür  des  Pferdes 
die  Richtung  überlassend)  2398,  sans  as.  gerade  auf  das  Ziel  los, 
geradeswegs  *428. 

aseoir  (so!)  537,  s.  aseir. 

aserra  s.  ase'ir. 

aseurer  r.  en  soi  sich  auf  sich  selbst  verlassen  2120. 

asise  f.  Übereinkunft:  metre  (sa  vie)  ä  l'as.  einem  Vertrage  unter- 
werfen 1508;  Gerichtstag:  plaidier  ä  l'as.  den  Rechtsweg  beschrei- 
ten 402: 

asiure  les  buens  de  a.  j.  seinen  Willen  tun  2262. 

ass.  .  .  s.  as.  .  . 

ataindre  tr.  a.  erwischen  786,  un  cerf  erlegen  948:,  ac.  be- 
treffen, umfassen  2091;  n,  reichen  947:;  r.  ä  ac.  Iwrayireichen 
an  785. 

Stürzinger,  Hunbaut.  W 


162 

atalenter  ä  a.  j.  gefallen  1278. 

atendre  n.  ä  -\-  Inf.  sich  bestreben  2616. 

ator  m.  Einrichtung ,  Aufwand  602. 

atorner  tr.  a.  j.  xufriedenstellen  (?)  1364,  sa  voie  seines  Weges 
xiehn  2757;  faire  at.  son  passage  seine  Überfahrt  bestellen  1276; 
l'atorner  ensi  es  so  einrichten,  zuwege  bringen  2041;  s.  au^h 
unter  folie. 

atoucier  n.  ä  ac.  e.  berühren  2487. 

aube  f.  Morgendämmerung  829. 

aue   Großvater  586:  2930: 

auques  ein  wenig  80,  einigermaßen ,  ziemlich ,  recht  452,  3011; 
auques  ne  mains  *1003. 

autre  *1916,  *2129. 

avainne  f  Hafer  386:  3253: 

aval  s.  mont. 

avancier  r.  seinen  Ruhm  vermehren  3188. 

avant  Adv.  im  voraus  529;  adj.  [präd.)  estre  av.  ein  Stück 
weiter  sein  *2995,  [attr.)  le  plus  avant  (qiie)  der  liervo^ragendste 
(von)  *2236. 

avec  s.  estre. 

avenir  n.  ä  ac.  zu  e.  gelangen  1011,  an  e.  heranreichen  *3056, 
ä  a.  j.  zustoßen  365  (s.  estre),  abs.  sich  zutragen  836,  sich  sclticken, 
sich  geziemen  *2923,  ä  a.  wohl  anstehn  196;  U7i2)ers.  qu'il  lor  avint 
*1777,  est  avenu  que  ist  geschehen,  daß  272,  ä  a.  +  If^fin.  bei  j. 
vorkommen,  daß  3066. 

aventure  f  (o.  Art.)  der  Zufall  1283,  c'est  av.  1346;  per  av. 
durch  Zufall  3368,  vielleicht  1361;  por.  av.  de  ac.  bei  der  Mög- 
lichkeit, daß  1352. 

avertir  n.  sor  a.  sich  gegen  j.  wenden  2942. 

aviron  Riemen,  Ruder  2898. 

aviser  tr.  in  venir  av.  ac.  e.  gewahren,  e.  zu  Gesicht  bekommen 
*1306;  r.  de  ac.  e.  prüfend  betrachten  1524. 

aveucques  Präp.  mit  3435. 

avoier  tr.  (auf  den  rechten  Weg)  führen  398,  r.  sich  wenden 
2996. 

avoir  haben;  av.  folie  verrückt  sein  286;  Subst.  Besitztum, 
Besitztümer,    Vermögen  14,  21,  26,  46,  348  usw. 

avoue  Schutziierr  117. 

bacin  m.  Becken  736. 

baer,  1.  Präs.  be,  n.  ä  -f-  Inf.  nach  e.  trachten  42,  vorhaben 
e.  zu  tun  2773. 

baillie  f.  Herrschaft,   Gewalt,  Befugnis  2091,  3542. 

baillier,  3.  Konj.  Präs.  baut  128:  1241,  tr.  übergeben  128, 
des  vales  ä  a.  j.  Diener  zuweisen  3094. 


163 

baillif   Vogt,  Burgvogt  2034,  3010. 

baillir  tr.  regieren  1623: 

bais(s)ier  tr.  küssen  756,  760,  766,  2446,  2456,  2460,  2461; 
Suhst.  Kuß  831. 

balancier  a.  ä  terre  j.  zu  Boden  schleudern  2540. 

baril  m.  Faß  1013. 

bas  von  der  Tageszeit:  vorgerückt  *905;  adv.  in  geringer  Höhe, 
nahe  am  Boden:  (il)  vit  une  furniere  bas  906:  [mit  Foerster  tvohl 
en  bas  zu  lesen). 

batre  n.  schlagen  (v.  Herzen)  837,  tot  entor  ä  ac.  e.  rings  um- 
spülen 1267. 

1.  baut  s.  baillier. 

2.  baut  fröhlich,  froh  55,  de  ac.  87;  hochgemut:  estre  b.  d'un 
mestier  in  einem  Handwerk  auf  der  Höhe  sein  3183,  soi  faire  baut 
de  parier  ein  großes  Wort  führen  1351;  Suhst.  Lustigkeit,  Fröh- 
lichkeit 1452: 

be  s.  baer. 

berser  n.  jagen,  pur  seilen  1043,  2423. 

besoin  Bedarf;  11  b.  en  est  es  tut  not  881. 

besoignier  unpers.  mitNeg.:  nicht  nötig  sein,  nicht  gut  sein  363. 

besoingne  f.  Bedarf;  il  m'est  b.  que  es  ist  nötig ,  daß  ich  2734. 

beubencier  Adj.  anmaßend  1935. 

biaute  *643. 

biel,  Adj.  schön,  estre  de  b.  aaje  ein  höheres  Alter  haben  3011, 
m'est  biel  es  gefällt  mir,  freut  mich  2498,  2735;  Adv.  *468,  508, 
bielement  artig,  höflich  156,  sachte  239;  .9.  parole. 

bien  Adv.  gut,  b.  dire  e.  Gutes  dichten,  erzählen  1,  2,  3; 
Suhst.   Gefallen  3251. 

blae  Part,  mit  Getreide  hestellt;  camp  blae  Getreidefeld,  Saat- 
feld 302. 

blanc  weiß;  blanc  rendu  1080  u.  hl.  convers  1430  ein  weißer 
Klosterhruder. 

bliaut  estroit  enges  Leihgewand  (der  vornehmen  Frau)  3354. 

bloi  hläulich,  dunkel  (als   Gesichts farhe)  656: 

blont  hlond  650. 

bois  m.  Busch,   Wald;  venir  del  b.  von  der  Jagd  kommen  423. 

bon  gut;  reich:  bonne  gent  reiche  Leute  48;  estre  buens  ä 
faire  gut  zu  tun  sein  *309;  bon  li  est  es  paßt  ihm  1152,  fait  bon 
es  tut  gut  *2035,  2612,  es  ist  gut  2663;  Adv.  bonement  gern  3475. 

bore  (konjiz.)  m.  Burg  flecken  597. 

1.  bor  de  f.  toller  Spaß  2093;  tenir  ac.  ä  b.  e.  für  Spaß  (Un- 
sinn) halten  1432. 

2.  borde  f  Planke  1431,  bourde  Hütte  873. 
boskillon  m.  Holzhauer  916: 

11* 


164 

boucle  f.  1.  Schildbuckel  3462,  2.  Schnalle  224. 
bourde  s.  borde. 

bout  in  tot  de  b.  Ädv.  aics  Leibeskräften  3499. 
bracet  m.  Art  Jagdhund,  Bracke  447. 

bras  7n.  Arm;  prendre  entre  ses  b.  in  die  Artne  yiehmen,  um- 
armen 824. 

brocier  tr.  anspornen  2756. 

1.  buen  s.  bon. 

2.  buen  m.  Wille,  Wunsch  2825;  siure  les  bueus  de  a.  den 
Wünschen  jemandes  tiachkommen  *1846. 

Cache  {pik.  =  chasse)  f.  Jagd  1161. 

cacier  und  chacier  jageji  1042,  2423. 

9aiens  hierdrinnen  791. 

caloir,  3.  Präs.  Konj.  caille,  unpers.  ä  a.  j.  daran  liegen  556; 
s.  *2058. 

canberlenc  m.  Kämmerer ,  Kämmerling  140,  3160,  3173. 

cancheler  (pik.  st.  chanceler)  n.  (sch)wanken;  faire  c.  ins  Wankeyi 
bringen  1201. 

cange  m.  Tausch  *1944. 

oanp  m.  Feld;  Kampfplatz  2607. 

car  beim  Impefr.  *1392. 

carbonnier  m.  1.  Kohlengliä  915:,   2.  Kohlenbrenner  916: 

carcier  (pik.  st.  chargier)  beladen  *2857;  Part,  carcie  d'ire  von 
Zorn  ergriffen  *257. 

cascun  Adj.  jeder  594,  1422,  2419,   2422. 

caus  (pik.  st.  co(u)s  von  co(u)p)  m.  Schlag  1202. 

caut  erhitzt,  aufgebracht  3229,  c.  de  bataüle  erhitzt  vcnn 
Kampfe  2778;   Subst.  c.  Hitze:  au  c.  in  der  Hitze  961: 

ce  s.  *332. 

cee  s.  cheoir. 

celee  in  a.  c.  insgeheim  551. 

cel  dieser;  celui  als  betont.  Nom.  1302;  uul  de  cels  niemand 
von  den  übrigen  674. 

cerf  m.  Hirsch  429. 

certes  in  ä  certes  sicherlich  2709,  im  Ernst  2710. 

ceur  s.  corre. 

eh.  .  .  5.  c.  .  . 

chaie  s.  cheoir. 

charoit  s.  cheoir. 

cheminer  reiseri,  ziehn  2665. 

cheoir  7i.  fallen,  sinken,  3.  Präs.  Ko?ij.  chaie  1332  u.  cee 
1424,  5.  Kond.  charoit  372. 

chevaleros  ritterlieh  2813. 


165 

chi6  ^^  ce  diss  1956:;  vergl.  W.  Foerster  zu  Yvain  1403,  wo 
cie   ,,wohl  nur  orthographisch"  aus  W.  v.  Atrecht  beigebracht  wird. 

chier  teuer;  soi  en  tenir  plus  eh.  sich  wegen  e.  glücklich 
schätzen  696. 

chiere  5.  eiere. 

chose  s.  cose. 

ei  Adv.  hier;  par  ei  hier  durch  320. 

cief  m.  Kopf,  Ende;  estre  en  e.  ä  a.  j.  Untertan  sein  *2217; 
au  c.  (Ende)  de  pieehe  nach  kurzer  Zeit  98;  s.  traire;  venir  ä  e. 
de  +  Inf.  dazu  gelangen,  es  fertig  bringen  2300. 

eiere  u.  ehiere  f.  Gesicht,  Miene  461,  3068;  ne  faire  biele  c. 
de  ac.  e.  nicht  gern  hinnehmen  1189;  faire  laide  c.  ein  grämliches 
Gesicht  machen  2485;  faire  e.  de  ac.  sich  e.  merken  lassen  2503. 

cinne  m.  Schwan  229. 

ciute  u.  Mute  f.  Decke  3163,  c.  sanguine  rote  Bettdecke  *1884. 

ciain  Subst.  verb.  v.  elamer;  faire  son  cl.  ä  seinen  Antrag 
machen  [einem  Weibe)  3372. 

elamer  tr.  ac.  e.  beanspruchen  1411,  2457;  soi  en  aler  cl.  ä 
a.  sich  bei  j.  beschweren  1412. 

der  Adj.  hell;  in  lichten  Eeihn  *1107. 

cliner  r.  en  coste  sich  anlehnen  1883. 

clingnier;  sans  cl.  ohne  zu  zwinkern  *  1636. 

[clorre]  tr.  schließen,  6.  Präs.  cloent  2537,  Part,  clos(e)  217, 
3200: 

coehe  f.  Lager  822: 

coi  u.  quoi  *2812  Adj.  ruhig;  c.  as  armes  sicher  {daher  ruhig) 
in  den  Waffen  *2812;  soi  tenir  coi  sich  ruhig  verhalten  1303; 
Adv.  coiement  ruhig,  heimlich  549,  551. 

coife  f.  eiserne  Haube  unter  dem  Helm  227. 

eointe  Adj.  erfahren,  klug{?)  3115,  gewandt  266,  1984,  2170, 
artig,  gebildet  2054,  3038,  m^utig,  dreist  1338,  stolz  *94,  2638, 
hochfahrend  2350,  2412,  unzugänglich  2675;  {vom  Frauengemach) 
schmuck  3155;  s.  *2053. 

eois  {pik.  st.  chois)  m.  Wahl  1819. 

conbatre  kämpfen;  soi  aler  c.  sich  schlagen  gehn  2619. 

conduit  Geleit;  prendre  a.  en  c.  j.  in  Geleit  {Gewahrsam) 
nehmen  *1167;  s.  *1756. 

confondre  tr.  a.  j.  zu  Schünden  machen  1426,  1457. 

eonfort  m.  Gefaßtheit,  Fassung  1521;  estre  de  bon  c.  gefaßt 
sein  2507;  faire  c.  ä  a.  j.  Zerstreuung  bereiten,  j.  Unterhaltung  ver- 
schaffen 159;  sans  c.  adj.  trostlos  1046;  s.  *2129. 

conmant  771.  Befehl,   Geheiß  325. 

conmunaument  Adj.  gemeinsam  2984. 


166 

connestable  Burghauptmann  3010,  Statthalter  3034,  et  senescal 
et  connestables  605. 

connoistre  tr.  (seine  Schuld)  gestehen  253. 

conpaigne  u.  conpaine  1591  f.  Schar,    Gesellschaft  2207,  2833. 

conpaignie   Gesellschaft ;  tenir  c.  ä  a.  j.  G.  leisten  2752. 

conpaignon  m.  Partner  2557. 

conpasser  tr.  [Gebot]  emlmlten,  befolgen  498. 

conperer  n.  suhst.  Bezahlen,  Büßen  3546. 

conroi  m.  Anordnung;  Aufgebot  (von  Truppen),  Trupp  1157; 
prendre  c.  de  ac.  e.  in  Ordnung  bringen  1140,  das  Nötige  in  einer 
Sache  tun  412,  Fürsorge  für  e.  treffen  3142,  e.  sich  angelegen  sein 
lassen  2860,  en  prendre  tel  c.  die  Saclie  so  regeln  1863,  prendre 
c.  de  a.  j.  auf  sich  nehmen  2314;  tenir  c.  die  Ordnung  einhalten 
1104. 

consel  m.  Batsversammlung ,  Vertrautenkreis  1611;  a.  c.  ver- 
traulich, iyisgeheim,  unter  sich  802,  1400;  soi  en  aler  ä  c.  mit 
sich  zu  Bäte  gehn  1503;  c.  avoir  de  ac.  sich  e.  verschaffen  können 
*919;  prendre  son  c.  de  ac.  sich  e.  überlegen  2266;  pr.  c.  ä  a. 
sich  mit  j.  beraten  105;  s.  *919. 

cons(e)illier,  3.  Konj.  Präs.  consent  2322,  tr.  aiicune  ä  a.  eiyie 
7nit  einem  (Manne)  trösten  *3039,  a.  de  ac.  j.  mit  e.  fertig  luerden 
lassen  2322;  n.  plaudern  708,  ä  a.  669;  r.  ä  soi  meisme  sich 
mit  sich  selbst  beraten  1504. 

consentir  a.  en  paradis  j.  zum  P.  zulassen  1215. 

consirrer  r.  sich  bescheiden,  verzichten  1704: 

conte  m.  Zahl:  ti'ois  fois  par  c.  dreimal  aji  der  Zahl  766:; 
Berechnung ,  Abrechnung ,  Bedeutung:  tenir  grant  c.  de  eine  große 
Abrechnung  Jialten  1223,  tenir  nul  c.  de  mißachten  765;  Erzäh- 
lung: (oi  aves)  en  c.  im  Verlauf  der  Erzählung  (lies  el  c.)  2762, 
est  c.  de  ac.  e.  läßt  sich  erzählen,  e.  ist  erzählenswert  2847. 

contenement  m.  Verhalten  724. 

contenir  r.  sich  verhalten,  sich  befinden  2850,  dahinleben  1328, 
je  me  sui  contenu  es  ist  mir  ergangen  67,  soi  c.  a  aisse  es  sich 
bequem  maclien  1550;  Subst.  par  mon  folement  c.  durch  mein 
törichtes  Benehmen  2751. 

conter  n.  de  ac.  über  e.  abrechneti  2076. 

contraire  Adj.  widrig;  faire  c.  ä  a.  j.  trotzen  2011. 

contredire  tr.  ac.  underspreche^i ,  trotzen  2825. 

coutrove  dichterische  Erfiyidung;  sans  c.  ohne  Ausschmückung 
2440. 

convers  m.  Klosterbruder,  blanc  c.  1430. 

convoie  f.  Geleit  2166: 

corage  Herz,    Gedankenwelt;  son  c.  was  er  denkt  289: 

corcie,  corcie  s.  d.  folg. 


167 

corecier  u.  corcier  tr.  erzürnen  3551;  r.  *1955;  Part,  corcie 
*1955,  f.  corcie  (pik.  =  corciee)  3226. 

corre  1836:  laufen;  n.  seure  ä  a.  über  j.  herfallen ,  auf  ihn 
eindringen  2127,  3498;  fließen  (konjiz.)  *1986. 

1.  cors  m.  Leib;  mes  cors  ich  *2722,  2746,  ähnlich  vostre  c. 
*399,  c.  de  vos  *1598. 

2.  cors  m.  Lauf;  aler  de  son  ceval  le  c.  sein  Pferd  ausgreifen 
lassen  1230. 

1.  cort  f  Hof  1229;  ä  c.  bei  Hofe  60;   Gerichtshof  23. 

2.  cort  kurz;  ä  c.  in  Kürze  {?)  *2097;  6\  terme. 

cose  u.  chose  f.  Sache;  cele  c.  dies  809,  nule  eh.  nichts  84, 
ne  pas  grant  c.  nicht  viel  41. 

coste  s.  cliner. 

coster  kosten;  c.  mout  ä  a.  j.  schwer  werden  2693. 

costume  f.  Gebrauch,  Brauch  2473,  Besonderheit  2926. 

cote  f.  Obergewand  (des  Ritters)  2185. 

coucier  r.  sich  hinlegen,  zu  Bett  gehn  821,  soi  aler  c.  81; 
venir  c.  lesa.  816;  faire  a.  c.  j.  zu  Bett  bringen  3397. 

1.  coupe  f  Schale,  Pokal  740,  939. 

2.  coupe  f.  Schuld  253;  avoir  coupes  schuldig  sein  739: 
couronne  f.  Adelskrone  2185. 

courou9  m.  Erregung  685. 

couvenir  u.  cov.  366  unpers.  müssen:  covient  liostel  ä  prendre 
421^  mit  Äkk.  +  Inf  müssen  *2438,  *2943;  estre  mis  au  c. 
zum,  Zusammenstoße  kommen  1116,  estre  ä  c.  dass. 

1.  couvent  m.  Klostergemeinde ,  Klosterh'üder  1404. 

2.  couvent  Übereinkunft;  par  c.  que  unter  der  Versicherung, 
daß,  wobei  ich  versichere,  daß  *3028;  s.  mentir. 

couverture  u.  cov.  f.  Decke  (des  Pferdes)  2185;  Deckung: 
Sans  c.  unverhohlen,  offen  308. 

couvine  f.  Einrichtung  2451. 

cov.  .  .  s.  couv.  .  . 

coveitier,  L  Präs.  covoit,  tr.  a.  j.  begehrest  3410. 

creanc  (=  creant),  1.  Präs.  v.  creanter,  (ac.)  ä  a.  j.  e.  zuge- 
stehn,  sich  j.  fügen  1505: 

creant  m.  Wunsch;  faire  son  er.  ä.  a.  j.  seinen  Wunsch  er- 
füllen 1365. 

creanter  s.  creanc. 

Cremes  (pik.  st.  cremez),  Imper.  v.  [cremir]  fürchten;  ne  vos 
Cremes  fürchtet  euch  nicht  863:,  (durch  tames  ersetzt  von  Stürz.). 

crever  n.  anbrechen  (aube)  829. 

croie  /'.  Kreide  [in  Kleidungsstücken)  *622;  trait  de  er.  Kreide- 
strich  2056. 


168 

croire  glauben ;  tr.  a.  de  ac.  j.  [in)  e.  glauben  ( Glauben  schenken) 
1408,  2055,  estre  creu  Glauben  finden  1397,  il  en  fait  ä  er. 
7nan  kann  es  ihm  glauben  479;  ac.  ä  a.  j.  e.  glauben  1398,  il  ne 
se  croit  es  ist  nicht  zu  glauben  1385. 

1.  crois  (Es.  crues  *1969)  f.  Kreuz  am  Wege  1969,  er.  eoverte 
überdachtes  Kreuz  am  Wege  1875,  1880;  Kreuzung  des  Weges  312; 
metre  ä  Fespaiüle  le  er.  das  Kreuz  nehmen  1081. 

2.  erois,  2.  Präs.  v.  [croissir  o.  eroistre]  ir.  ses  dens  ensanble 
die  Zähne  zusammenbeißen  ^  mit  den  Z.  knirschen  1970: 

eroissier  r.  das  Kreuz  nehmen  1640. 

eroistre  tr.  vermehren  61. 

eru  roh^  ungekocht:  ne  cru  ne  cuit  524. 

crues  s.  crois. 

euer  m.  Herz;  de  buen  c.  innig  890,  amer  de  euer  von  Hevxen 
lieben  3366,  avoir  en  c.  vorhohen  1824;  s.  souspirer. 

cuidier  glauben,  meinen;  le  c.  savoir  es  zu  wissen  wähnen 
*2706;   -h  Inf.  fürchten  1965. 

cuir  m.  Haut  [des   Gesichts)   991. 

cuire,  3.  Imp.  cuisoit  927,  tr.  braten  927;  Part,  cuit  gekocht, 
gebraten  524  (ne  cru  ne  cuit). 

cuite  (=  quite)  jrräd.  Ädj.  in  tot  c.  ganz  und  gar  1059: 

eure  f.  Sorge;  n 'avoir  c.  de  sich  nicht  sorgen  um,  nicht  daran 
denken  840,  929,  despendre  tote  sa  c.  en  ac.  sein  ganzes  Sinnen 
und  Trachten  auf  c.  richten  2211,  metre  mout  de  sa  c.  en  +  I^f 
sehr  verlangen  e.  zu  tun  72;  faire  prendre  la  c.  ä  a.  j.  die  Sorge 
übernehmen  lassen,  j.  e.  anvertrauen  3086. 

daherain  Adj.  letzt;  Adv.  a.  daherains  hinterher  934. 

dales  Präp.  neben  625,  3422;  par  d.   1049. 

damage  m.  Schaden,  Nachteil  367. 

[damoisiel] ,  N.  damoisiaus;  eil  sires  damoisiaus  (spöttisch) 
dieses  Herrchen  1570. 

dangier  m.  Gewalt,  Widerstand;  sans  d.  ohne  Sprödigkeit  759; 
faire  d.    Widerstand  leisten  2150. 

dann(i)ers   Var.  *1646. 

dans  in  der  Anrede:  Herr,  d.  Chevaliers  1903,  2358,  d.  Kes 
3385,  d.  rois  1616. 

de  Präp.  (lokal)  de  cele  part  nach  dieser  Seite  1098;  (limitativ) 
was  betrifft  *3018. 

decacier  (pik.  st.  dechacier)  tr.  a.  j.  hetzen  1162. 

[decorir]  soi  en  d.  zerrinnen  24. 

decors  m.  eig.  Abnahme,  Untergang  der  Gestirne;  en  d.  zur 
Unzeit,  umsonst  *1681: 

dedens  Präp.  in  963,  2908;  Adv.  9a  d.  hier  hinein  965. 

deduire  r.  de  ac.  sich  freuen  über  458. 


169 

deduit  m.  Ergötzen;  de  tel  d.  so  ergötzlich  457: 

[defaillir]  n.  aufhören  1536. 

defaute  f.  Fehler;  n'estre  grant  d.  nicht  verkehrt  sein,  kein 
Mangel  sein  2382. 

deffendre  a.  de  j.  behüten  vor  1895. 

deföis  verboten,  verwehrt  2880. 

degouste  s.  dejoste. 

degre  m.  Treppe  280,   640,  (konjix)  *3088. 

dehe  m.  Fluch,  Verderben:  d.  ait  2283  u,  dehait  3230  ver- 
flucht sei;  dehait  aie  je  3476,  mal  d.  ait  962,  mald.  ait  3192. 

dejet  s.  mesiel. 

dejoste  u.  degouste  938,  Präp.  neben  917;  par  d.  Präp.  neben 
938;  dej.  Adv.  daneben  1707. 

delaier  r.  de  ac.  in  e.  aufgehalten  werden  1965. 

delit  m.  Vergnügen;  m'est  d.  de  +  Inf.  es  ist  mir  ein  Fer- 
gnügen  zu  76. 

delitable  lecker  714. 

delivrer  la  porte  das  Tor  frei  machest,   frei  passieren  1544. 

delpains  3214  s.  mains. 

demainne  m.  Herrschaft;  maintenir  en  son  d.  beherrschen  2795. 

demander  ä  a.  de  ac.  j.  nach  e.  fragen  2191. 

demor  m.  Verweilen;  sans  d.  unverzüglich  SS91 :;  s.  Anm.  zubS. 

demorer  n.  steckenbleiben  3460,  enden  3257;  tr.  ac.  e.  in  die 
Länge  ziehn,  (und  dadurch)  vorenthalten  *2862;  subst.  faire  nul 
d.  sich  nicht  aufhalten  2352. 

demostrer  tr.  zeigen  3130. 

dent  Zahn;  tr.  metre  en  ses  dens  zwischen  die  Zähne  nehmen, 
essen  966;   a  dens  zur  Erde,   vornüber,  eig.  auf  die  Zähne  2934. 

departie  f.  Trennung  3326. 

departir  tr.  teilen  312,  {Hiebe)  austeilen  1024;  r.  en  d.  weg- 
gehn  745,  de  a.  sich  von  j.  trennen  484. 

[depechier]  (pik.  st.  depecier),  S.Präs,  depieche,  tr.  zerstückeln: 
d.  le  conmandement  de  a.  die  Obergewali  j.  mißachten  97:;  n.  in 
Stücke  gehn  *1725. 

deport  Subst.  verb.  m.  Freude,   Vergnügen  322,  589: 

deporter  tr.  a.  de  ac.  j.  rnit  e.  ergötzen  298;  r.  sich  ergötzen 
170,  *742. 

derouter  r.  sich  (von  einer  Rotte)  trennen  1152. 

derver  tr.  a.  j.  rasend  machen  2464;  faire  a.  d.  2502. 

derverie  f.  Raserei  1028. 

des  (Präp.)  le  soir  schon  am  Abend  842. 

desarmer  tr.  entwaffnen;  faire  a.  d.^.  sich  entwaffnen  lassen  3145. 

desbussese  1.  Konj.  Imp.  von  [desbuissier  =  desbu(s)cliier]  ? 
tr.  j.  aufscheuchen,  vertreiben  *3234. 


170 

desconfire  tr.  a.  .;.  überwinden  3317. 

desconfort  m.  Verzagen  2800. 

desconsillie  ratlos,  ungetröstet,  trostlos  2755,  3040. 

desco(n)venue  f.  Unschicklichkeit ,    Ungehörigkeit  2478,    2708. 

descovrir  r.  ä   +  Inf.  sich  in  e.  liervortun  2549. 

desdire  tr.  abstreiten  1940,  a.  de  ac.  j.  in  e.  unrecht  gehen 
3241. 

des(s)eir  3075  u.  desseoir  3405:,  3.  Konj.  Präs.  dessiece  535, 
n.  ä  a.  j.  mißfallen  316,  535,  711,  931,  3075,  3405. 

deservir  tr.  ac.  e.  verdienen  1128,  1325,  3550,  ses  armes  sich 
die  Sporen  verdienen  3096,  en  d.  pris  Anerkennung  für  e.  finden 
44;  n.  trop  malement  a  deservi  er  hat  sich  nur  zu  wenig  verdient 
gemacht,  sich  nur  zu  übel  benommen  3196. 

deseur,  desuer  227,  desor  211  iL  deseure  585,  Präp.  auf 
211,  227,  1470,  3456,  3462,  über,  an  585;  desuere  Adv.  dar- 
über 229. 

desfaire  tr.  töten  506;  des  ieus  blenden  710. 

desfendre  verteidigen;  estre  desfendu  (de  ac.)  bewahrt  sein 
(vor  e.)  *1659;  s.  offrir. 

desi  ä  Präp.  bis  zu  3051;  d.  que  Ko7ij.  m.  Kondit.  bis  daß 
3335. 

[desliier  u.  deslier]  tr.  entgürten;  Part.  f.  desliie  (pik.  st.  des- 
liiee)  ohne  Gürtel  3089. 

desraains  3214   konjiz.  v.  Stürzinger  (=  ?);  s.  mains. 

desmesure  f.  Übermaß;  ä  d.  maßlos,  übermäßig  1378. 

desmesure  übermäßig  528. 

desor  s.  deseur. 

despendre  n.  Ausgaben  mache^i  468;  tr.  (wenn  nicht  doch  n. 
=  sich  betätigen y  sich  auslassen  ?)  sa  {?,  Kodex  par)  felenie  seine, 
Tücke  ausspielen  1382  (s.  *1383);  s.  eure;  Part,  despendant  adj. 
flott,  freigebig  19. 

despens  m.  Aufwand.,  Ausgaben;  son  d.  481. 

despire  tr.  a.  j.  verachten  2107. 

despit  m.  Verachtung;  par  mal  d.  von  oben  herab  694. 

desroi  m.  Stolz.,  Übermut  116,  324,  2491  usf.,  Übermütiges: 
dire  grant  d.  353;  estre  de  grant  d.  sehr  stolz  und  wild  sein 
*100,  mener  d.  ä  a.  j.  stolz  und  hochfahrend  zurückweisen  2001; 
eig.  Unordnung ,  Verwüstung  :  ä  d.  in  wilder  Unordnung  1103,  faire 
grant  d.  großen  Schaden  anrichten  *1684. 

desseir,  desseoir,  dessiece  s.  deseir. 

desseurer   tr.   aus   der  Fassimg   bringen^   einschüchtern   2119. 

destanroit  lies  destruiroit  ?  *1384. 

destendre  tr.  le  sigle  das  Segel  ausspannen  1736. 

destorbier  m.  Störung,  Hemmnis  1777. 


171 

destraindie  tr.  regieren  *306. 

clestre  Adj.  recht  idestre  main  rechte  Hand  (beim  Schwur)  2967; 
Siebst.  Rechte :  mener  a.  en  d.  j.  davonführen  [Bäuber  einen  Menschen) 
*1812: 

destrece  f.  Not;  faire  d.  ä  a.  j.  in  Not  bringen  849: 

destruire  tr.  vernichten  1457. 

desuer(e)  s.  deseur(e). 

desus  oben;  estre  au  d.  die  Oberhand  haben  3478,  venir  au 
d.  de  a.  j.  überwältigen  2317,  en  venir  au  d.  die  Oberhand  ge- 
winnen 2573. 

detenir  tr.  festhalten,  zurückhalten  748. 

devaler  tr.  hinabsteigen  280. 

devant  Ädv.  (zeitl.)  zunächst  2602;  aler  au  d.  ä  a.  j.  be- 
gegnen 2518. 

devenres  m.  Freitag  522. 

devie  (pik.  st.  deviee),  3.  Präs.  v.  deveer  verbieten,  ver- 
wehren 1475. 

devin  m.  Wahrsager  1012: 

deviser  eig.  verteilen  :  d.  ä  a.  que  j.  die  Aufgabe  zuteilen  1834; 
tr.  erkennen  1308;  n.  erzählen  193. 

devoir,  3.  Konj.  Präs.  doie  3075,  3151,  Guussen;  umschreibend 
*1236,  1388,  3526;  unpers.  (?):  Ne  celer  ä  mon  euer  ne  doit 
Und  es  geziemt  sich  nicht  für  ein  reines  Herz  mit  der  Wahrheit 
zurückzuhalten  (?)  10:,  lies  celera  mens  cuers\^ 

di(n)gner  s.  disner. 

dire  s.  fort. 

disme  (konjiz.)  zehnt  2832. 

disner  essen,  speisen  :  digner  apres  la  messe  {infolge  einer 
Trauung)  2164;   Siibst.  dingner  1185  u.  disner  935  Essen,  Mahl. 

dit  m.  Wort  765,  768,   Gedicht  187,  *3052. 

divers  Adj.  schlimm,  grausig  2822. 

doi  664:,  3021:  u.  doit  2160:  m.  Finger;  petit  d.  3021. 

doinsse  s.  doner. 

doise  ?  2111. 

doit  s.  doi. 

donc  =  dont  von  ivo  2435. 

don(n)er,  5.  Konj.  Präs.  doinsse  1553,  r.  ä  a.  sich  j.  (als 
Helfer)  zur   Verfügung  stellen  3309. 

donques  Adv.  also  27. 

dont  =  donc  wohl  92. 

dormir  r.  schlafen  242,  3399. 

double  doppelt;  plus  au  d.  mehr  als  doppelt  956. 

doucement  freundlich  2171. 

doute  (altfr.  f.)  Furcht  2206,   Unsicherheit  201,   Gefahr  1421. 


172 

douter  tr.  fürchten  388,  503. 

drap  m.  Tuch  3077;  Plur.  dras   Gewäiider  3146. 

drecier  sa  lance  seine  Lanze  einlegen  1295. 

1.  droit  m.  Recht;  s.  raison;  (fig.)  Abgabe,  Steuer,  Gerecht- 
same 1360,  1389,  1394,  1469  {Plur),  1482  (=  droiture,  s.  d.)-, 
avoir  grant  dr.  sehr  recht  habeti  358,  faire  dr.  ä  a.  j.  recht  tun  804, 
j.  sein  Recht  geben    1568,    ofrir   dr.  ä  a.  j.   Genugtuung    anbieten 

1235,  prendre  dr.  Genugtuung  annehtnen  1235,  1239,  pr.  dr.  de 
a.  j.  zur  Rechenschaft  ziehn  1038,  pr.  le  dr.  de  ac.  e.  in  Ordnung 
bringen  2742;  s.  rendre;  Ädv.  ä  dr.  recht  213. 

2.  droit  Ädj.  recht,  gerade;  la  lance  droite  die  Lanze  einge- 
legt 1711;  droitement  richtig  498. 

droiture  f.  Recht  797:;  s.  raison;  Gerechtsame,  Abgabe  (s.  droit) 
1369,  1410,  1445,  2457,  2495;  faire  dr.  ä  a.  j.  sein  Recht  geben 
1572,  offrir  dr.  ä  a.  dass.  2635;  Adv.  ä  dr.  ga^iz  richtig  1409, 
sogleich  2591,  2636. 

druerie  f.  Liebe  691. 

durement  Adv.  tüchtig  513. 

dusques  ä  522,  2494  u.  dusqu'a  85,  *936  Präp,  bis  (zu); 
dusques  chi  bis  hierhin  3219;  5.  *1604. 

eceva  =  achevai  v.  achever  tr.  vollenden  1951. 

eglise  s.  glisse. 

1.  el  =  ele  (?)  s.  zu  319. 

2.  el  n.  anderes  1610,  u  un  u  el  entweder  das  eine  oder  das 
andere  1133,   qiiant   n'en   est   el   wenn   es  nicht  anders  ist   2238. 

elasie  Part.  v.  [eslaisier]  (<  ex-latiare)  tr.  (Riemenbä?ider)  weit- 
machen 1931. 

eis  (iUos)  s^.  soi  *1550;  vgl.  lui. 

emb.  .  .  s.  enb.  .  .  u.  anb.  .  . 

empirier  tr.  ac.  e.  nicht  haben  können  (wollen)  3230. 

1.  en  Präp.  in;  örtlich:  en  terre  et  en  raer  346;  modal  :  en 
confesse  (gleichsam)  in  der  Beichte  549;  zeitlich:  en  mois  w  Monats- 
frist 2007;  en  moie  foi  bei  meiner  Treu  3360. 

2.  en  [inde)  Adv.;  in  dieser  Hinsicht  1580;  mit  bezug  auf 
Person  788,  *1223;  deslmlb  *2993. 

enbatre  tr.  hineinstoßen:  sa  lance  ä  a.  j.  die  Lanze  in  den 
Leih  rennen  2123,  s'espee  en  l'elme  ä  a.  2567;  r.  sor  eindringen 
in  1611;  estre  enbatu  sor  a.  über  j.  hergefallen  sein  1197,  ä  ac. 
sich  über  e.  hergemacht  haben  1035. 

enblaer,  3.  Präs.  enblee  2804,  tr.  besäen;  behindern  301,  a.  y. 
Scherereien  machen  2804. 

enblee  in  ä  e.  verstohlen,  insgeheim  552. 

enbler  u.  anbler  tr.  stehlen  2803;  r.[pass.)  gestohlen  werden  82G, 


173 

enborder  tr.  schmücken,  ausstatten;  r.  de  folie  sich  töricht  an- 
stellen 874: 

enbrasser  eig.  umarmen;  en  e.  grant  fais  eine  große  Last 
(Gefahr)  dadurch  auf  sich  nehmen  823. 

encant  m.  Zauber  1390. 

encantement  m.  Zauberwerk,  Spuk  1533,  1536,   1538. 

encarcier  u.  encargier  tr.  auf  sich  laden:  folie  3552,  grant 
orguel  3543. 

encens  m.  Weihrauch  3080. 

enconbrier  m.  Hindernis;  adv.  sans  e.  ohne  Schwierigkeit  2987. 

1.  encontre  Präjp.  gegen  613. 

2.  encontre  f.  oder  (?)  m.  (wie  Erec  2 191  Var.)  Begegnung ^  Zu- 
sammenstoß *1150;  venir  ä  l'e.  ä  a.  %um  Angriff  gegen  j.  vorreiten 
2325;  s.  *3016. 

encoper  u.  encoiiper  a.  de  ac.  j.  etwas  vorwerfen,  j.  wegen  e. 
beschuldigen  255,  940. 

encor  Adv.  auch,   schon  3044;   mit  Konj.   wenn   auch   3479. 

encorir  tr.\m  plege  ein  Pfand  verwirken  (im  Stiche  lassen)  2081. 

encouper  s.  encoper. 

endementres  Adv.  inzwischen  1302. 

endotriner  tr.  belehren;  Part,  endotrine  563. 

endroit  Adv.  gerade:  ici  e.  gerade  hier  1039,  ci  or  e.  allso- 
gleich  214,  subst.  en  bon  e.  zur  rechten  Zeit  949;  Präp.  gerade 
an  1019,  endr.  miedi  genau  um  Mittag  2701. 

enfer  m.  Hölle  884. 

enfoir  tr.  begraben;  estre  enfoi  25. 

enforcier  tr.  zwingen;  a.  de  ac.  j.  zu  e.  drängen  (,, nötigen") 
1767,  mes  talens  m'en  enforce  mein  Sinn  t?xibt  mich  262. 

enfrum  m.  *1036. 

engainne  =  engai(n)gne  f.  Schmerz  in  den  Augen  1596: 

engineor  Äkk.  3135,  engingnieres  Nom.  3106  Künstler. 

engorgier  tr.  verschlingen ;  Part,  eogorgie  (von  einer  Rüstung) 
vollgesogen ^  durchnäßt  1939. 

engrever  n.  ä  a.  für  j.  schlimmer  we^'den  956. 

enjoindre  tr.  ac.  auferlegen,  vorsehreiben  499. 

enki  (=  enqui)  Adv.  hier  333. 

enparle  redegewandt  1984. 

[enplovoir]  tr.  a.  j.  benetzen;  Part.  Per  f.  enpleu  1919. 

enplumer  tr.  a.  j.  berücken,  bereden  *2296. 

enprendre  tr.  ac.  e.  unternehmen  43,  109,  205,  841,  2298, 
2649,  3177,  ä  faire  ac.  1586;  unternehmen  lassen,  veranlassen 
249:;  estre  enpris  por  für  e.  bestimmt  (verpflichtet)  sein  206. 

enpres  (nördl.  st.  apres)  Präp.  nach  905. 

enprise  f.  Unternehmung  137. 


174 

enquerre  n.  suchen  2782,  fragen  3583;  tr.  a.  nach  j.  fragen 
2234,  ac.  ä  a.  2663,  ä  a.  de  ac.  66,  626,  ä  a.  si  635,  ii  m'est 
enquis  ich  werde  gefragt  2393. 

ens   (Adv.y  s.  entrer)   en   Präp.   in,   auf  1741,   2654,    2990. 

ensaingne  f  Kunde;  avoir  vraie  e.  de  ac.  2725. 

ensanble  o  Präp.  zusammen  mit  170. 

[enseignier] ,  3.  Präs.  ensaigne,  lehren  tr.  40,  w.  39;  Part. 
ensignie  (pik.  st.  -iee)  gebildet  1831. 

ensement,  -mant  Adv.  desgleichen  3274,  so  wie  so  2201. 

ensif aitement ,  Adv.  dergestalt,  so  1323. 

ensignie  s.  enseignier. 

ensoigne  s.  esoigne. 

ensus  Adv.  hinauf;  soi  traire  e.  sich  zurückziehn  2574. 

ent  =  en  *964. 

entaillier  schnitzen  3105,  3112. 

entalenter  a.  de  ac.  j.  Lust  zu  e.  machen,  j.  zu  e.  auf- 
muntern 1766. 

entamer  tr.  versehren;  estre  entame  beschädigt  sein  864: 

entendement  m.  Verstand  1947. 

entendre  n.  ä  a.  j.  Beachtung  sclienken  2417,  auf  j.  Jiören 
1616,  sich  j.  zuwenden,  sein  Augenmerk  auf  j.  richten  *7;  ä  ac. 
nach  e.  streben  3566,  nach  e.  trachten,  Bedacht  7iehmen  auf  1772, 
sich  auf  e.  verlegen  514,  auf  e.  achten,  e.  bcachteti  2413,  an  e. 
denken  715,  ä  el  nach  e.  anderem  trachten  1771,  faire  a.  e.  ä  el 
j,  anderes  zu  denken  geben  1610,  e.  ä  sa  raison  vernünftig  sein 
887,  n'e.  ä  raison  keine  Vernunft  annehmen  wollen  6,  e.  a  +  Inf. 
sich  verlegen  auf  204,  savoir  e.  sich  darauf  verstellen ,  Bescheid  [sich 
zu  helfen)  unssen  1135. 

entente  f.  Mühe  3120,  Aufmerksamkeit  1318. 

ententif  eifrig  652. 

enteser,  3.  Präs.  entoise,  e.  grant  cop  ä  a.  j.  einen  gewaltigen 
Schlag  versetzen  *1438. 

entoce  (=  entosche)  f.  Gift;  porter  e.  giftig  sein  *2488. 

entor  Präp,  um  .  .  .  Jieriim  339. 

entre  Präp.  zwischen;  s.  bras;  entre  ses  mains  in  seinen 
Händen  1467,  1479;  entre  ...  et  sowohl  .  .  .  als  auch  *420,  3283. 

entreconter  ac.  ä  a.  j.  e.  mitteilen  3180. 

entrelaidir  r.  einander  übel  zurichten;  estre  entrelaidi  beider- 
seitig {im  Schwertkampf)  übel  zugerichtet  sein  2571. 

entremetre  r.  de  ac.  sich  mit  e.  abgehen  1269. 

entreplevir  r.  lor  fois  ihr   Woi't  einander  verpfänden  706. 

entreprendre  tadeln:  il  n'i  ot  que  e.  *1859;  sich  vergehii 
*1037;  Part,  entrepris  in   Verlegenlieit,  in  Not  1987. 

entrepresure  f.  Missetat  1181. 


175 

entrer  ens  n.  eintreten  3383;  suhst.  e.  Eingang  3287. 

entrues  que  während  244. 

envers  präd.  Adj.  hinterrücks,  kopfüber  1429,  2934;  Präp. 
e.  a.  j.  gegenüber  720. 

envie  f.  Lust;  avoir  e.  de  Lust  haben  {bekommen)  zu  698, 
2428. 

envier  tr.  a.  de  ac.  j.  mit  e.  überbieten  1600: 

envoier  a.  el  mesage  j.  auf  Botschaft  aussenden  1227. 

envoisseure  f.  Belustigung  1452. 

ermine  Hermelin  144,  2660,  2666. 

erracier  (pik.  st.  errachier)  ir.  ausreißen,  wegreißen  3504. 

errant  Ädv.  sofort,  sogleich  *215,  3428,  3555;  erranment 
dass.  214,  3569. 

er(r)er,  3.  Präs.  oire  244:  1146,  6.  anal,  erent  *434,  n.  reisen, 
ziehen,  umherziehen  61. 

ersoir  Adv.  gestern  abend  858,  861. 

es  selbst;  en  es  le  pas  sogleich  1231,  en  es  les  pas  *1032, 
1791,  2177,  2198,  2362,  2680,  3015. 

esbahir  r.  verdutzt  werden  1334. 

esbloir  tr.  blenden  655: 

escacier  u.  eschacier  m.  Maiin  mit  Holzbein,  Stelzmann,  Stelz- 
fuß 1374,   1379,  1417,  1436,  1448. 

escange   Tausch;  faire  e.  ä  ac.  e.  eintauschen  1943. 

escar  m.  Spott;  tenir  ses  escars  de  a.  über  j.  sjjotten  18: 

1.  escars  u.  eschars  Adj.  knickerig,  geizig  17:  1638;  estre  e. 
de  knapp  sein  an  166: 

2.  escars  m.  Verdruß;  avoir  grant  e.  de  ac.   1637. 
escole  f.  Schule;  metre  a.  ä  e.  j.  belehren  721. 

escondire,  4.  Per  f.  escondesistes,  tr.  ac.  ä  a.  j.  e.  abschlagen 
1185,  1191,  estre  escondis  de  ac.  sich  von  e.  ausschließen  *2788; 
e.  a.  de  ac.  j.  in  e.  rechtfertigen  '"'"2463,  3242. 

escot  m.  Zeche  793: 

escoure  tr.  herausschütteln;  faire  e.  fors  dass.  622. 

escrever  r.  ä  plorer  de  ac.  über  e.  i?i  Tränen  ausbrechen  830: 

escrier  tr.  a.  j.  anrufen  3300. 

escrois  m.  Krachen;  faire  e.  de  lance  eine  Lanze  brechen,  mit 
der  Lanze  angreifen  *1082. 

esfacier  r.  aufhÖ7'en,  erlöschen  {konjiz.)  1538. 

esforcier,  1.  Präs.  esfort  {graphisch  st.  esforz,  pik.  esfors)  1066:, 
3.  Konj.  Präs.  esfort  *778:,  tr.  a.  de  mangier  j.  zum  Essen  nötigen, 
auffordern  *1066  (vgl.  enforcier  ,, nötigen"^  1767),  tr.  (Geschwin- 
digkeit) steigern  1155;  r.  en  sich  in  e.  anstrengen  *778,  del  tos 
aler  apres  *1700. 


176 

esfort,  {graphische  Nebenfoi'm  %u  esforz,  pik.  esfors),  m.  Be- 
deutung, Macht  1065:,  HeeresTuacht  111  :\  pl  Äkk.  esiov^  Anstren- 
gungen 2059:;  s.  das  vorJiergehende  Wort! 

[esfreer],  1.  Präs.  esfroi,  r.  m'esfroi  {als  Parenthese)  fürchte 
ich  *2683: 

esfroi  m.  Schrecken.,  Unannehmlichkeit  84:3^  Sorge ^  Eifer  *1318, 
estre  en  e.  de  a.  wegen  j.  in  Angst  sein  2684: 

eßgarder  tr.  a.  j.  anschmachten  3121,  3137,  j.  liehevoll  an- 
schaun,  j.  gut  sein  3122. 

esgart  m.  Blick;  au  mien  e.  soviel  ich  sehe  *2960,  par  lor  e. 
7iach  ihrer  Auffassung  805. 

esjoir  r.  sich  freuen  {konjiz.)  2598. 

eskiver  tr.  la  mort  dem  Tode  entgehen  15. 

eslaissier  le  ceval  das  Pferd  ausgreifen  lassen  3452. 

eslire  tr.  a.  j.  herauskemien  *3054. 

eslongier  r.  zurückgehen  {zum  Anlauf  mit  dein  Pferde)  1248. 

esmai  m.  Angst;  avoir  e.  de  ac.  84. 

esmaier  r.  sich  entsetzt  fragen  2872. 

esmarir  r.  sich  entsetzen  3496;  Part,  esmari  bestürzt.,  außer 
sich  3042. 

esme  m.  Ziel  1535. 

esmolu  geschliffen.,  scliarf;  avoir  le  langue  esmolue  u  bien 
parier  zungenfertig  sein  3091,  estre  e.  ä  maldire  die  rechte  Zunge 
zum  Schimpfen  haben  *1587. 

esmovoir  r.  sich  wegbegeben.,  ablassen  von  e.  2144,  il  sont 
esmeu  sie  sind  aufgebrochen  2818. 

esoigne  *2099  u.  mundartlich  ensoigne  1321  Ablmltung.,  recht- 
mäßiger Behinderungsgrund. 

espartir,  2.  Präs.  espart,  e.  de  paor  vor  Angst  aufblitzen., 
emporfahren  726: 

esperdu,  Part.  v.  esperdre,  estre  e.  in  Verlegenheit  sein  *2294. 

esperer  n.  annehmen,  glauben:  ensi  conme  nos  esperons  998: 

esploidier  (=  esploitier)  tr.  ausführen ,  vollführen:  sa  voie  1706. 

esploit  in  ä  grant  e.  eifrig  1101. 

esprendre  n.  de  paor  vor  Angst  entbrennen  720. 

esprisier  tr.  durch  Schätzung  feststellen.,  bewerten,  ermessen, 
ermitteln  *  1 6 2 : ;  auch  in   Oristal  2262  w.  3812. 

esragier  n.  d'ire  vor  Schmerz  rasend  werden  2697. 

ess.  .  .  s.  es.  .  . 

[essir]  ausgehen;  ist  del  sens  kommt  von  Sinnen  1631. 

essue  f.  Ausgang;  e.  de  mal  83. 

essuier  tr.  abtrocknen  1005. 

estable  beständig.,  unvergänglich  2253,  e.  de  bewährt  an 
(durch)  63. 


177 

establer  tr.  in  den  Stall  bringen^  einstallen  3144. 

estendre  r.  sich  ausstrecken  (konjiz.)  *1514. 

ester,  3.  Per  f.  estut  2247,  n.  liegen  (vom  Kahn)  2887,  ein- 
halten (in  der  Rede)  2247,  de  a.  aufhören  von  j.  (zu  erzählen) 
3415;  Pa7't.  estant  statisch  (?):  n'avoir  son  ceval  estant  583. 

estinceler  n.  funkeln;  faire  e.  les  iolls  die  Augen  zum  Flim- 
mern bringen  1720. 

estor  m.  Kampf;  rendre  grant  e.  sich  heftig  zur  Wehr  setzen 
1799. 

estout  mächtig  (Hieb)  3500. 

estre,  1.  Fut.  iere  976:  u.  ere  2608,  sein;  geben  (pers.  st. 
unpers.)  *220;  (vom  Winde)  stehn^  kommen:  li  vens  est  droit  de 
la  terre  1750,  ou  vos  estes  wo  ihr  hinauswollt  *892,  e.  avec  a. 
bei  j.  bleiben  2643,  e.  de  ac.  gehören  zu  65;  umschreibend:  e.  ä 
avenir  ä  a.  j.  bevorstehn  1647,  n'est  mie  ä  dire  „va  Sans  dire" 
3018;  unpers.  e.  ä  a.  j.  daran  liegen  2467  (s.  u.  peu);  Subst.  Zm- 
standj  Lage  331,  1789,  Beschaffenheit  719,  Stellung.,  Bedeutung 
1050,  Befinden.,  Ergehen  66,  626,  Wesen,  Charakter  561,  Vor- 
haben 234,  Aufenthalt:  n'avroit  estre  er  leide  keinen  Aufenthalt 
2192;  demander  ä  a.  son  e.  j.  fragen,  wer  er  sei  2191,  ähnl. 
conter  son  estre  2611,  savoir  l'e.  de  a.  j.  kennest  lernen.^  j.s  Be- 
kanntschaft machen  550;  s.  peu. 

[estrif],  Nom.  estris  3257,  m.  Streit;  sans  estris  ohne  Zank 
2790  (vgl.  *2789). 

estut  s.  ester. 

esvillie  in  estre  e.  (in  der  Nacht)  aufgewacht  sein  79. 

et  Konj.  und;  =  si  *610;  doch  384;  dagegen^  während  *1918, 
zu  Beginn  des  Nachsatzes  *163,  379  (=  so),  2183,  ähnlich  *74; 
et  —  et  sowohl  —  als  auch  182. 

eur  in  ä  mal  e.  zum   Unglück  1038. 

eure  f.  Stunde:  ä  Teure  zur  St.^  sogleich  2722;  Zeit:  l'e. 
qu'il  vit  zeitlebens  2283,  11  en  ert  et  e.  et  tans  es  war  Zeit  dazu 
82;  estre  ä  e.  zur  rechten  Zeit  kommen  761. 

eus  s.  ues.  —  eut  s.  oloir. 

fable  in  faire  f.  de  ac.  von  e.  erzählen  3269,  3617. 

face  f.  Antlitz;  veoir  en  la  f.  ä  a.  j.  ins  Auge  zu  sehn  (gegen- 
überzustehn)  wagen  122. 

faillance  in  sans  f.  ohne  Fehl  3366. 

[faillir]  n.  ä  son  esme  das  Ziel  verfehlen  1535,  enden  2594; 
s.  *1723. 

fain  f.  Hunger;  avoir  grant  f.  866. 

faire  tun,  machen;  umschreibend  *734,  770,  2424,  2895, 
3053,  3396;  als  verb.  vic.  *1051,  1329,  *3248;  f.  faute  e.  ver- 
säumen 2381,  un  11  vre  ein  Buch  schreiben  31,  42,  son  mesage  de 

Stürzinger,  Hunbaut.  12 


178 

a.  j.  zu  seinem  Boten  machen  114,  avoue  de  a.  j.  %u  seinem 
Schutzherrn  machen  117,  je  n'ai  que  f.  de  ich  will  nichts  vnssen 
von  2449,  vos  mout  bien  feries  ihr  würdet  gut  daran  tun  276, 
f.  que  faus  verkehrt  handeln  (s.  *2049)  2208,  f.  f.  anfertigen  lassen 
3365;  unpers.  il  fait  biel  manoir  es  läßt  sich  gut  weilen  452,  mal 
g-arder  fait  ist  schwer  zu  bewachen  826,  millor  sejorner  fait  v&i'- 
weilt  sich  hesser  *2035;  r.  fait  se  versetzt  2959;  s.  armes,  croire, 
savoir;  s.  fait;  s,  *3086. 

fais  m.  Last  206,  297,  2740;  s.  enbrasser. 

faisan  m.  Fasan  [als   Wappentier)  2229. 

fait  Part.  v.  faire;  si  fait  solch,  derartig  109. 

faitip  gut  gearbeitet,  stark ^  Jmltbar  216. 

falloir  s.  *2438. 

faloise  f.  Felsküste  1266. 

felon  gefährlich .j  tückisch  *133,  297,  300. 

feodre  tr.  a.  dusques  en  j.  spalten  bis  zu  *1692. 

fer  m.  Spitze  der  Lanze  2535. 

ferir  tr.  treffen  974;  s.  puin. 

ferre  in  cemin  f.  gepflasterte  Straße^  Heerstraße  1893. 

fi  Adj.  sicher  3386;  de  fi  Adv.  sicher  3202: 

fiance  f.  Versicherung ;  estre  ä  f.  de  ac.  einer  Sache  versichert 
sein  1653;  faire  f.  ein  feierliclies   Versprechen  geben  2744. 

fil  m.  Faden;  au  f.  de  l'eue  mit  dem   Strom  2946. 

1.  fin  Adj.  rein^  treu;   Adv.  finement  aufrichtig  3514,   3599. 

2.  fin  f.  Ende;  en  f.  Adj.  kurz  2009;  s.  traire. 
flacol  (c  =  ö)  m.  Art  Flöte  2466. 

flairant  wohlriechend  740. 
foi  s.  en;  s.  plevir;  Äkk.  fois  *2024: 
foie  [pik.  st.  foiiee)  f  Mal  Ibl,  806. 
follie  (pik.  st.  foilliee)  /*.  Blätterwerk.,  Laub  979. 
fois  f.  Mal;  par  deus  f.   1842;  s.  aucun;  ne  nule  f.  ni£,  705. 
fol  s.  mauvais. 

folie  f.  Verrücktheit ;  atorner  ä  f.  de  ac.  (gleiclisam)  wegen  e. 
verrückt  werden  248. 

folier  ä  ac.  in  e.  töricht  sein  3558. 

fonde   f.  Schleuder   1458,    Schleuder geschoß   2876;    s.  signier. 

fondre  n.  untergeht  2936. 

for  (=  forc)  m.  Gabelung  des   Weges  1872. 

forbir  tr.  {blank)  putzen^  fegen  3470. 

1.  force  f.;  par  f.  auf  der  ,, Par foi-ce" -Jagd  429. 

2.  force  [pik.  st.  forche)  f.  Oabel;  Plur.  Galge7i  {vgl.  Free  3389 
Var,):  lors  ert  ses  cols  a[s]  f.  jont  (=  Joint)  500. 

forment  s.  fort, 
fornir  s.  furnir. 


179 

fors  Präp.  außer  185;  mit  Nomin.  2941;  fors  de  außer- 
halb 59. 

forsenage  m.  Verrücktheit  288: 

fort  tüchtig,  geschickt  3135;  f.  ä  dire  schwer  %u  dichten  (vom 
reichen  Reime)  37;  Ädv.  forment  sefir  291;  Komp.  Nom.  fortres 
größer  *2292. 

francise  (pik.  st.  franch.)  f.  Edelmut  3547. 

fremir  n.  zittern   727. 

froissier  n.  in  Stücke  gehn  3459. 

fuer  m.  Art,    Weise;  ä  nul  f.  3442. 

furniere  f.  Rauch  906,  913. 

furnir  (pik.  st.  fo(u)rnir)  secors  Hilfe  leisten  1858. 

fust  m.  Holzstamm  1912,   1784,  Holz  882,  3112. 

gage  m.  Pfand;  ploier  son  g.  ä  a.  *1206  u.  tendre  son  g. 
*1209  j.  sein  Pfand  einreichen. 

galoper  n.  galoppieren  1170. 

[gap],  Äkk.  Plur.  gas,  m.  Scherz  2869;  tenir  ses  gas  de  a. 
über  j.  lachen  18;  ä  gas  im  Scherz  2710. 

garandisse  (pik.  st.  garant.)  f.   Sicherung  *23. 

garant  m.  Schutz;  nus  ne  vos  serra  g.  niemand  wird  euch 
schützen  können  1490. 

garce  f.  Dirne  2462. 

garde  f.  Hut,  Furcht;  i  avoir  g.  e.  dabei  zu  befürchten  haben 
1517,  n'avoir  g.  arglos  sein  1635,  keine  Furcht  Jiaben  2330,  avoir 
mains  de  g.  weniger  zu  fürchten  haben  2203;  r.  n'en  doner  g. 
nicht  daran  denken,  sich  nicht  träumen  lassen  1829,  2916,  n'en 
prendre  nule  g.  que  (mit  Konj.)  nicht  denken,  daß  710. 

garder  n.  blicken  1097;  r.  diQ-\-Inf  sich  hüten  806,  de  rien 
ne  s'en  gardast  er  hätte  nicht  befürchtet  1565. 

garnir  tr.  a.  de  ac.  j.  vor  e.  warnen  2391. 

gas  s.  gap. 

gaster  tr.  vergeuden  854;  Part,  gaste  öde  872;  terre  gaste 
(Verbaladj.)   Ödland  303:  853: 

gaut  m.  Wald  in  Gaut  Destroit  ,, Engwald"  3409. 

1.  gent  u.  jent  3031  Ädj.  an7nutig  3084,  niedlich  3031,  ge- 
wandt 112. 

2.  gent  f.  Volk,  Leute  361;  unes  gens  gewisse  Leute  5;  s.  bon, 
estre  de  haute  g.  von  hoher  Herkunft  sein  400;  s.  *652. 

[gesir,  jesirj  n.  liegen  (fig.)  2;  r.  1886;  4.  Per  f.  jeumes  2031, 
6.  jurent  825,  1.  Konj.  geusse  822. 

get  m.  Wurf;  faire  un  g.  ä  a.  d'un  c.  mit  einem  Messer  nach 
j.  werfen  972. 

glisse  (nördl.  st.  eglise)  f.  Kirche  2027;  estre  de  gl.  im  Kloster 
sein(?)  *2028. 

12* 


180 

graindre  s.  grant. 

gramoie  bekümmert ^  traurig  1688. 

grant  Adj.  groß;  Adv.  viel  1003,  Sup.  (eig.  Komp.)  graindre 
(Nom.  f.)  größt  2222,  Sup.  le  grinnor  {Akk)  2533;  s.  *1988. 

gre  m.  Gefallen  y  Wunsch;  Adv.  ä  gre  rmch  Wunsch  279, 
ä  tel  gre  .so  sehr  nach  Wunsch  *245,  estre  au  gre  de  a.  nach  j. 
Wunsch  sein  493. 

grinnor  s.  grant. 

grive  (pik.  st.  grieve)  f.  von  grief  beschwerlich  582. 

guencir  (pik.  st.  guenchir,  ganchir)  tr.  les  frains  die  Zügel 
lockern  2882. 

guerpir  tr.  ac.  e.  drangeben;  e.  sein  lassen  2807;  ac.  ä  a.  j.  e. 
überlassen  3218. 

gueules  rote  Farbe  (des  Schildes)  2229. 

guimple  f.  Schleier^  Kopftuch  3089. 

guisse  f.  Art;  en  tel  g.  que  252. 

hace  s.  hair. 

hair,  2.  Präs.  hes  2109,  Imper.  hes  2110,  5.  Präs.  haes  3528, 
5.  Konj.  hace  1468:,  hassen. 

haitie  vergnügt  679;  h.  de  ac.  froh  über  e.  87. 

haper  (wegen  Reims  verdächtig)  n.  an  sich  reißen  304. 

harnas  m.   Harnisch  1002. 

hart  f  Strick  1437. 

haste  m.  u.  f.  Bratenstück,  gebratene  Hirschkeule  (zum  Prügeln 
gebraucht)  915,  *927,  930,  986:  ff.,   1015,  1109. 

herbergier  tr.  beherbergen  1259. 

hes  s,  hair. 

hiame  s.  *228. 

hideus  häßlich  1473. 

hom  Nom.  Lehnsmann  2849. 

honnir  r.  sich  Schande  bereiten  3535. 

honnor  f.  Herrschaft,  Land  3043;  s.  onnor. 

hues  s.  ues. 

hui  heute  350,  398;  ens  el  jor  d'ui  heute  noch  1347;  mes 
hui  (sonst  hui  mes)  heute  noch,  für  heute  1046;  vgl.  ne  mes  hui 
Oral  9652. 

i  Adv.y  i  atendre  mit  e.  warten  (warten,  bis  man  e.  tut)  1629. 

ice  (alt.  Form)  dies  2426. 

icest  (alt.  Form)  vilain  1426. 

iere  s.  estre. 

il  (abs.)  =  dieser  *89;  il  qui  der,  welcJier  *2852;  betontes 
Pron.  refl.  eis  *1550,  lui  1622;  par  lui  auf  eigne  Faust  *2836; 
s.  lui,  s.  *612. 

illueques  (läng.  Form)  Adv.  dort  1319. 


181 

imagene  (zweis.)  *3105,  3117,  3134:  u.  Image  3363,  3367, 
Images  Nom.  3111  f.  Bildwerk. 

ire  f.  Zorn  257,  Schmerz  1797. 

irer  r.  er  zurrten  763:,  2605,  sich  aufregen  1907:,  de  ac.  sich 
über  e.  ärgern  2854;  Part,  irie  in  estre  irie  de  ac.  e.  zu  beklagen 
haben,  e.  büßen  müssen  96. 

issi  u.  isi  199  Adv.  so  2402,  2925,  3455. 

itant  (stärkere  Form)  Pron.  abs.  soviel  897;  por  i.  gerade  des- 
halb 38. 

itel  (stärkere  Form.)  Pron.  so  beschaffen  314;  itel  ne  kein  solclter 
3111. 

ja  s.  tant. 

jent  s.  gent. 

jeter  jus  ariere  n.  mit  dem  Pferde  zurückgehn  (?)  978. 

jeune  u.  june  2799  f.  Fasten;  Hungersqual  2799;  faire  une 
j.  ein  Fasten  halten  *517;  estre  ä  j.  fasten  *518. 

jeuner  1053  u.  juner  *961  n.  fasten. 

joiant  Adj.  eig.  Part,  froh  55. 

joie  f.  Freude;  faire  j.  ä  a.  gegen  j.  liebenswürdig  sein  3265. 

joindre  le  col  de  a.  a[s]  forces  j.  aufknüpfen  500. 

Jone  m.  Binse  *3076. 

jor  m.  Tag;  tote  (!)  jor  den  ganzen  Tag  516;  ains  ...  ne  .  .  . 
onques  jor  (tautol)  nie  zuvor  1584;  tant  con  vivrai  jor  solange  ich 
noch  einen  Tag  lebe  3540. 

ju  s.  partir. 

jüer  n.  spielen;  j.  ansanble  miteinander  scher'zen  488;  s.  tables; 
r.  de  ac.  sich  über  e.  freuen  458. 

jurer  tr.  a.  bei  j.  schwören  982. 

justice  f.  Gerichtsbarkeit  305. 

fjustisier],  3.  Präs.  justice,  tr.  verwalten  *306. 

kemune  =  comune  präd.  Adj.  f.  Dirne  2462. 

kenes  Plur.  Kinnladen  *991. 

kerra  s.  querre. 

kiute  s.  ciute. 

r  s.  li. 

la  Adv.  dort;  cel  vassal  la  diesen  Bitter  da  2902. 

labiel  (jnk.  st.  label)  Adj.  von  der  Zeichnung  des  Schildes: 
escu  labiel  2670:  =  escu  d'ermine  2666;  subst.  san(le)  labiel  2673. 

lai  =  lait  1473  Adj.  häßlich,  widerwärtig  *848:,  *2822: 
(konjiz.)]  s.  *2485. 

laide  s.  lai(t). 

laidure  f.  Schimpf   Unglimpf  1193. 

laiens  Adv.  da  drinnen  169,  2246;  hinein  3055. 

laier  1966:,  3.  Präs.  lait  2399,  2401,  tr.  ac.  e.  lassen. 


182 

1.  I?is6ier  (=  laisier)  lockern;  avoir  les  fraius  laissies  die 
Zügel  verhängt  haben  *1106. 

2.  laissier  tr.  a.  j.  verlassen  3281;  n.  de  ac.  von  e.  ablassen 
*3231,  s.  *1593. 

1.  lait  s.  lai  u.  eiere. 

2.  lait  5.  laier. 

lancier  tr.  (en  prison)  werfen  111. 
lande  s.  *2307. 

1.  le  =  la  Art.  f.  618  u.  oft;  =  Personalpron.  f.  Akk.  321,  405. 

2.  le  pleo)i.  s.  *2284,  2333. 

le  Adj.  breit;  avoir  de  le  {konjiz.)  breit  sein  *1376. 
legierement  mit  leichter  Mühe  2000. 

1,  les  Präp.  neben  538,   729. 

2.  les  m.  Seite;  de  tos  1.  3388. 
letre  5-.  pendant. 

leu  u.  liu  m.  Ort;  Seite  *668;  Gelegenheit  1088;  Zeitpunkt 
735;  est  leus  es  ist  Zeit  3150. 

lever  n.  sich  erheben  3618,  1.  haut  in  die  Höhe  steigen  907; 
estre  leve  aufsein  246,  la  lune  fu  levee  der  Mond  war  aufge- 
gangen 70. 

li  ihm  ==  V  3487;  li  st.  lui  nach  Präp.  *3420. 

lie  froh  55,  *2171. 

lien  m.  Hundeleine  447. 

lue  (pik.  st.  liiee):  avoir  le  langue  lue  die  Zunge  gebunden 
haben  3090. 

livrer  in  soi  doner  et  1.  grant  ovre  sich  große  MüJie  geben  32. 

loer  n.  ä  a.  que  mit  j.  wetten,  daß  *1914  (vgl.  *1180); 
s.  *1941. 

löge  f  Laube  933,  952,  963,  981. 

loins  u.  Ions  Adv.;  Ions  fern  1095,  1099,  loinns  weithin  631, 
en  loins  hhiweg ,  weit  1529;  s.  lonc. 

[loisir,  leisir],  3.  Konj.  {mit  jnk.  ss)  loisse  1265:,  3.  Per  f. 
lut  1860,  n.  unpers.  erlaubt  sein  1265,  ä  a.  ä -\-  Inf.  *1860;  Inf. 
subst.  loissier  (pik.  st.  loisir)   Gelegenheit  672. 

lonc  Adj.  lang;  au  (al)  1.  del  jor  de)i  gajizcn  Tag  lang  485, 
1419;  Adv.  weit  1454,  et  1.  et  pres  nah  und  fern  2732,  ne  1. 
ne  pres  1862,  de  1.  von  fern  1015,  2524,  von  weitem  1307,  longe- 
ment  weitab  659;  Präp.  längs,  neben  (?)  910. 

longaingne  f.  Abort  *1595: 

longes  (pik.  st.  longues)  Adv.  lange  2612,  3545. 

[loignier],  3.  Präs.  longne,  n.  sich  ejit fernen;  aufschieben,  säu- 
m^n  *1570: 

longne  (pik.  st.  longe)  f.  Lende  1019. 

los  m.  Lob;  avoir  1.  gepriesen  sein  182. 


183 

Ines  Ädv.  sofort  26,    104,   152;  1.  que  sobald  als  799. 
lui,    unbet.  Dativ  st,  li,    *2117;    aveuc    lui    {st.  li!)    2469:; 
s.  il;  s.  li. 

liipart  m.  Leopard  {als   Wappentier)  2181,  2482. 
maille  f.  Masehemverk  {des  Panzers)  217. 

1.  main  Ädv.  früh;  si  m.  179:;  subst.  au  m.  in  der  Frülie  86. 

2.  main  f.  Hand;  jel  prenc  en  m.  ich  bürge  dafür  1054, 
metre  m.  ä  l^espee  Hand  ans  Schwert  legen  1602,  rendre  a.  en  m. 
ä  a.  j.  j.  ausliefern  2003;  Ädv.  m.  ä  m.  Hand  in  Hand  609. 

mainnie  ii.  2213,  2214  maisnie  (pik.  st.  -iee)  f  Hausgesinde, 
Hausgenossen,  Hofritterschaft  (des  Artus)  464,  22131,  2737, 
3610. 

mainre  kleiner  593: 

mains  weniger;  au  m.  zum  wenigsten,  gar  sehr  2739;  90  est 
del  mains  (Hs.  delpains)  das  ist  das  wenigste  3214  (vgl.  Gral  6000 
ce  est  del  m.;  ähnl.  Löwenr.  5415);  s.  *1480  u.  *2403. 

maint  s.  manoir. 

maintenant  Ädv.  nunmehr  1542;  m.  que  sobald  als  25. 

maintenir  s.  *2796. 

mais  an  verderbter  Stelle  *29;  onques  m,  ne  nie  (bisher) 
701,  705. 

maistre  m.  Schiffskapitän  1755. 

maistrie  f.  Meisterschaft  189. 

1.  mal  Ädv.  schlecht  in  jo  ai  m.  dit  ich  habe  mich  falsch 
ausgedrückt  1192. 

2.  mal  Subst.   Übel;  faire  m.  ä  a.  j.  Böses  antun  775. 
maiaisse   {7nit  pik.  ss)   Unbehagen;   sans   m.    1766;   ä   m.  un- 
behaglicherweise 961;  est7'e  ä  m.  ärgerlich  sein  2455. 

maldehait  s.  dehe. 

malmener  tr.  übel  behandeln  781. 

manacier  (=  men.)  tr.  a.  j.  bedrohen  407. 

manant  Ädj.  reich,  mächtig  3030,  m.  de  50. 

mander  tr.  a.  j.  herbeibefehlen  141,  149,  il  est  mandes  ihm 
wird  befohlen  139;  ac:  salus  ä  a.  par  a.  j.  durch  j.  Grüße  ent- 
bieten 1852;  ä  a.  y.  fragen  3302;  n.  verkünden,  sagen  lassen  116. 

mangODniel  (pik.  st.  -el)  m.  leichtes   Geschütz  1455,  2877. 

manoir,  5.  Präs.  maint  525,  1427:,  1.  Per  f.  mes  1916:, 
n.  wohnen  525,  1916,  sich  aufhalten  1427;  Subst.  Herrensitz 
451,  472. 

mar  Ädv.  zum   Unglück  783;  venir  m.  ä  a.  2016. 

marc  m.  Münzgeivicht  2856,  m.  d'argent  362. 

marcbie  u.  597  pik.  marcie  (d.  h.  markie)  m.  Markt  597, 
2083;  Handel  2084;  s.  pammoier. 


184 

1.  masse  f.  =  ?  359. 

2.  masse  f.  Menge;  adv.  grant  m.  in  großer  Zahl  819,  ä  m. 
in  Masse,  auf  einmal  2168,  ot  Chevaliers  iine  m.  es  gab  Ritter 
die  Menge  *1173. 

mast  m.  Mastbaum  1737. 

matin  m.  Morgen;  ä  cest  m.  diesen  M.  2042;  adj.  le  m.  lever 
das  frühe  Äufsiehn  843. 

matinet  m.  Frühmorgens  adv.  3402. 

mauvais  schlecht,  unbarmherzig  17;  estre  fol  m.  ein  Elender 
sein  3180. 

mechine  (pik.)  f.  Arznei;  en  faire  les  mechines  die  Arznei 
dafür  herstellen  2622. 

meiUor  s.  millor. 

meisme  Adj.  selbst,  Gauvains  m.  0.  selbst  2154:,  iluec  ä  m. 
ganz  in  der  Nähe,  dicht  dabei  *2153;  s.  *2733. 

mellee   (=  meslee)  f.  Kampf;   ma  m.   der  K.  mit  mir  2505. 

menbre  m.   Glied  (des  Körpers)  728,  (des   Gürtels)  224. 

1.  menbrer  zusammenfügen:  estre  menbre  de  225. 

2.  menbrer  unpers.  ä  a.  j.  einfallen,  in  den  Sinn  kommen, 
(deutsch  persönl.)  daran  denken  628,  728;  Pa7i.  menbre  in  bien 
menbree  f.  klug,  verständig  226. 

menchonnier  (pik.)  m.  lAlgner  221. 

mengoingne  2585  u.  mengonne  3235  (2nk.  st.  mengonge)  f.  (!) 
Lüge. 

menee  f.  Hornblasen;  rendre  la  m.  *456. 

menerae  =  menes  me  *354. 

mener  a.  por  fol  j.  für  einen  Toren  halten  *896. 

menestrel  m.  Spielmann,   Sänger  30. 

mente  f  Minze  *2034,  3080. 

mentir  lügen;  en  m.  darin  l.  875;  ä  a.  j.  belügen  2033,  a  a. 
de  ac.  j.  e.  vmiügen  3079,  ä  a.  de  couvent  gegen  j.  wortbrüchig 
werden  1401. 

merir  ä  a.  j.  belohnen,  d.  i.  bestrafen  2140. 

mervelle  f.  Wunder;  tel  m.  so  e.  Wunderbares  178;  unpers. 
venir  ä  grant  m.  ä  a.  j.  sehr  wundern  164;  Adv.  mervelles  wunder- 
bar 1441. 

[mervellier]  r.  (en)  sich  aufregen,  sich  äfigstigen  *1520: 

1.  mes  s.  manoir. 

2.  mes  m.   Gericht,   Speise  712. 

mesage    (pik.  st.   mess.)    m.  Bote   114;    Botschaft:   envoier  a. 
en  m.  631,  el  m.  273,  ens  el  m.  290  j.  auf  Botschaft  aussenden. 
mesaisse  (pik.  ss)    Unbelmgen  1971. 
mesa venir  unpers.  ä  a.  j.  übel  ergehn  773,  2133. 


185 

mesbailir  in  faire  a.  mesbailir  j.  züchtigen  (maßregeln)  lassen 
1624. 

mescheoir  unpers.  übel  ausfallen,  sonderbar  zugehn  371,  ä  a. 
j.  übel  ergehn  1423,  2543. 

meschine  u.  pik.  mescine  2621  f.  Mädchen,  Dienerin,  Jung- 
fer 819. 

mescief  [pik.  st.  -chief)  m.  Not;  estre  en  grant  m.  in  großer 
Not  sein  954. 

mescoissir  (pik.  st.  -choisir)  n.  sich  versehn  3215. 

mescroire  a.  de  ac.  j.  in  e.  (oder  j.  e)  nicht  glauben  621. 

mesfait  m.  Missetat  3565,  Sünde  3255. 

mesiel  (pik.  st.  mesel)  aussätzig;  subst.  (?)  m.  dejet  ausge- 
stoßener (elender)  Aussätziger  971;  dejet  sonst  aussätzig ^  s.W.  Foerster 
zu  W.  V.  Engl.  179. 

mesimes  s.  metre. 

meskerroit  s.  mescheoir. 

mesprendre  n.  sich  vergehn  (verfehlen)  1209,  1500,  1627, 
sich  irren  1236,  e.  (es)  falsch  inacJien  532,  1818,  ä  ac.  e.  verkehrt 
machen  lc>8,  n'i  rien  m.  nichts  dabei  falsch  machen  575,  2220, 
de  ac.  171  e.  einen  Fehler  machen  2738,  vers  a.  sich  gegen  j.  ver- 
gehn (verfehUn)  *1221,  3556. 

mesproison  f.  Vergehn  1203;  faire  grant  m.  772. 

messe  f.  Messe  2866. 

messervir  n.  schlecht  dienen  {bedienen)   739. 

mestier  m.  Beruf,  Handwerk  29,  Lage,  Gelegenheit  270;  pers. 
avoir  m.  ä  nötig  sein,  fÖ7'derlich  sein,  helfen:  menestrels  n^i  a  m. 
(Hs.  mestriers)  30,  se  Dius  ait  ä  m^ame  m.  1582,  me  (Dativ)  poes 
vos  (Nom.)  m.  avoir  *347;  ne  pooir  avoir  m.  nicht  helfen  können 
*1990;  s.  *269,  *621. 

mesure  f.  Maß;  par  m.  gemessen  2496;  en  estre  ä  m.  sich 
mäßigen  798. 

mesurer  tr.  le  canp  den  Kampfplatz  abmessen  2607. 

metre,  4.  Per  f.  mesimes  3285;  tr.  le  cois  sor  a.  j.  die  Wahl 
lasseil  1819,  s.  couvenir,  a.  fors  j.  an  Land  setzen  1291,  s.  plege, 
s.  raison,  s.  table,  a.  ä  terre  j.  zu  Boden  werfen  3479,  an  Land 
setzen  1760;  r.  en  la  mer  sich  aufs  Meer  begeben  1743,  en  un 
pais  sich  in  ein  Land  begeben  1354. 

meure  f.  Maulbeere  334: 

mi  Adj.  mittler,  en  mi  liu  in  der  Mitte  1379,  en  mi  liu  de 
Präp.  imnitten  2935;  subst.  ceste  voie  de  mi  dieser  mittlere  Weg 
1810,  par  mi  Adv.  in  der  Mitte  2667: 

miedi  (urspr.  f.)  m.  Mittag  898,  '^905. 

mienuit  f.  Mitternacht  1762. 


186 

mien  betont.  Fron.  poss.  7nein;  li  miens  amis  1353,  le  m. 
non  mein  Name  2583. 

millor  (=  meillor)  in  unpers.  fait  m.  (+  aubst.  Inf.)  tut  besser., 
läßt  sich  besser  *2035;  s.  faire. 

mirole  in  canbre  mirolee  bunt  bemalt  ?  *1917. 

mius  Adv.  besser;  eher  1801;  sup.  am  meisten  1021;  le  m. 
vaillant  der  beste  1219. 

moi  Nom.  betont  ich  2148;  Dat.  st.  me  *541. 

1.  mon  fnein,  als  Nom.  586. 

2.  mon  Adj.  rein  10. 

3.  mon  Adv.  wahrlich^  wahrhaftig  3343,  3519: 
monne  (=  moine)  m.  Mönch  28. 

1.  mont,  dial.  =  moiit,  Adv.  sehr  *590,  820. 

2.  mont  m.  Berg;   n'ä  val  n'ä  m.  weder  unten  noch  oben  92. 
morir  sterben;  avoir  mort  getötet  haben  383. 

mot  m.  Wort;  ä  l'autre  m.  zujn  zweiten  3060,  ne  de  m.  in 
keiner   Weise  3103. 

mout  de  viel  133;  s.  *508. 

mouteplier  ir.  vermehren  1205. 

movoir  n.  sich  aufmachen  3338,  il  sont  meu  sie  sind  auf- 
gebrochen *2817,  m.  sor  a.  gegen  j.  ziehn  124. 

muglias  Art  Duftmittel  3080. 

muse  f.  Gaffen^  Nichtstun;  por  la  m.  umsonst.,  zwecklos  *2377, 
querre  la  m.  die  Zeit  vergeuden  2274. 

muser  n.  gaffen.,  träumen  2378,  m.  ä  gi'ant  folie  ein  großer 
Maulaffe  sein  2273. 

nain  m.  Zwerg  1559,   1586,   1693. 

nan  nein  (betont)  *1983. 

nape  f.   Tischtuch  734. 

nature  f.  Natur;  person.  197,  646. 

naturer  r.  (vers  a.)  sich  zeigen.,  sich  benehmen  198: 

navie  m.  u.  f.  (koll.)  Schiffe  *591: 

ne  Akk.  v.  nef  f,  Schiff  2908: 

neis  3227  u.  nes  459  Adv.  sogar. 

nen  [vor   Vokal)  nicht  818,   1655,  (konjiz.)  *1955,  3139. 

nenil  nein  1031,  3067. 

nequedenc  nichtsdestoweniger  815. 

1.  nes  s.  ne'is. 

2.  nes  =  ne  les  2245,  2796. 
nice  einfältig  3160. 

nient  u.  noient  nichts;  n'en  pooir  nient  nicht[s)  dafür  können 
1126,   noient   ne    in  keiner   Weise  2497,   por  noient  umsonst  718. 
no  m.  3284  u.  f.  3326  unser  (pik.  st.  nostre). 
nom  avoir  s.  *2252. 


187 

non  fiein  *2060,  betont  statt  nc  *1192,  *3248,  3481. 

nonmer  r.  seinen  Namen  nennen  2197;  adv.  nonmeement 
namentlich  2302. 

notonnier  m,.  Fährmann  2985. 

Douel  m.  Weihnachten  ?  oder  eher:  novel  Neujahr  1642. 

noviele  f.  Nachricht;  n.  aprendre  ä  a.  de  ac.  j.  Mitteilung  über 
e.  machen  G37,  novieles  demander  ä  a.  j.  nach  Neuigkeiten  fragen 
2689. 

nue  f.  Wolke;  sous  la  n.  unter  dem  Himmel  2624. 

nuef  neu  2083. 

nuit  f.  Nacht;  la  n.  am  Vorabend  903;  en  la  n.  am  Abend  80. 

nului  bet.  Form  in  sans  faire  nului  sejor  *2844. 

0  Präp.  mit  195,   1067;  ensanble  o  zusammen  mit  170. 

ochis  {pik.  st.  ocis)  Part.  v.  ocir(r)e  töten.  378. 

oef  m.  Ei  *395;  ne  douter  im  ouef  gar  nichts  fürchten  2954. 

[oes],  dafür  hues  2113  u.  eus  m.  Nutzen^  Vorteil;  oreuc  mon 
eas  zu  meinem  Vorteil  *949,  ä  mon  eus  für  mich^  mir  *1925, 
2113;   metre  ä  eus  in  Ämvendung  bringen  *1383. 

offre  Anerbieten  175. 

offrir,  r.  ä  desfendre  sich  zur  Wehr  setzen  3471. 

oil  ja  3331. 

oir  tr.  hören ^  sich  anhören  73,  a.  parier  j.  sprechen  hören  11] 
oiant  tos  öffentlich  802. 

1.  oire  s.  errer. 

2.  oire  m.  u.  f  Reise  *243,  249,  292:,  857,  1055,  2704:, 
3412;  adv.  grant  oire  schnell  1901. 

oisselet  (mit  pik.  -ss-)  m.  Vöglein  86. 

okisoner  tr.  a.  j.  tadeln  *2497;  s.  oquison. 

oloir,  3.  Präs.  eut,  n.  duften  3081. 

on(n)or  f.  Ehre;  o.  avoir  *968;  Herrschaft.,  Lehen  2794;  s.  h-. 

onques  337  u.  o.  mais  349  {in  neg,  Satze)  je;  s.  jor. 

oquison  f.  Anlaß  507,  2920;  s.  okisoner. 

ore  Adv.  jetzt  2492;  or  nun;  vor  Imper.  90;  des  or  ?iun- 
mehr  3;  or  endroit  soeben  358;  s.  endroit. 

orguilloiis  stolz ^  hochfahrend ^  übermütig  337,  2501. 

orillier  m.  Kopfkissen  1912. 

oser,  5.  Konj.  Imp.  osisies,  wagen  390. 

ostel  m.  Wohnung  181,  192;  Ho f  {des  Artus)  *2237;  s.  prendre; 
s.  *445. 

oster  tr.  ausziehn^  ablegen:  son  hiame  osta  fors  de  son  cief 
1933;  s.  plume;  r.  de  ac.  sich  erheben  von  {dem  Spieltisch)  612, 
sich  entschlagen  684. 

ostesse   Wirtin  3194,  3351. 

otroier  r.  sich  zur  Verfügung  stellen  2855. 


188 

ouef  s.  oef. 

outrage  m.   Üher griff  505. 

outrajeusement  Übermütig  2194. 

outre  Präp.  über,  hinüber  iiach  *115,  1057  (outre  les  (ces) 
illes),  par  o.  la  mer  über  das  Meer  130;  Ädv.  weiter  1367,  Qa.  o. 
da  drüben  hin  631,  s.  passer. 

ouvrai(n)gne  f  Werk,  Arbeit,    GescMft  219,  1440,   1832. 

ouvre  1184  u.  ovre  f.  Arbeit,  Mühe  32,  Tat  1184,  Ritter- 
tat 1899. 

ovrer  n.  i  dabei  helfen,  nützen  918: 

paie  f.  Bezahlung  1239: 

paier  tr.  zahlen  793;  bezahlen:  estre  paie  de  in  e.  bezahlt 
{zufriedengestellt)  sein  176: 

paille  f.  Strohhalm  386,  p.  d'avainne  Haferhalm  3253. 

palais  m.   Gaumen  1603. 

pale  (=  paile)  Pfeiler,  Brokat  3163. 

pammoier  ( =  paum.)  marchie  einen  Handel  (durch  Bandschlag) 
abschließen  *598. 

par  1.  Adv.  (vor  estre)  gar  wohl  502,  518.  mout  p.  gar  sehr 
100,  2663,  2922,  trop  p.  gar  zu  sehr  772;  s.  *508;  2.  Präp. 
durch,  p.  la  nie  die  Straße  entlang  1453,  p.  un  jor  eines  Tages 
3286,  3418,  p.  cascun  este  jeden  Sommer  2419,  s.  fois,  p.  mout 
biaus  mos  mit  sehr  schönen  Worten  690,  ä  cascun  ä  p.  lui  jedem 
einzelnen  3094,  p.  lui  auf  eigne  Faust  *2836,  de  p.  a.  von  seilen 
j.s  1626,  im  Namen  j,s  2918. 

parel   gleich(artig) ;   n'avoir  p.   nicht   seinesgleichen   haben  146. 

[parellier],  1.  Präs.  paroil,  tr.  ac.  e.  zurichten  en  p.  tant  que 
dafür  sorgen,  daß  3193. 

parier,  3.  Konj.  paraut  870,  reden;  subst.  871;  Part.  adj.  bien 
parlant  beredt  113,  1229. 

parmi  la  regne  beim  Zügel  (ziehn)  2355. 

paroil  s.  parellier. 

[paroir],  5.  Konj.  pere  u.  454  paire,  n.  hervorleuchten  1854; 
unpers.  (il)  i  pert  man  sieht  es,  es  zeigt  sich  454,  554,  814,  2511. 

parole  f  Wort,  Rede;  Ruf  2222  \  Stimme  1225;  biele  p.  (koU.) 
luftige   Geschichten  2869;  soi  venir  ä  p.  ins  Gespräch  kommen  *68. 

part  f.  Teil:  sans  p.  ungeteilt,  ganz  811;  Anteil  943;  Art: 
de  male  p.  bösartig  1472;  Richtung,  Seite:  cele  p.  nach  dieser 
Seite  725,  944,  de  cele  p.  dass.  1098,  d'autre  p.  anderseits  165,  311. 

partie  f.  Teil;  Gegend:  nule  p.  753:  u.  en  nule  p.  787:  (im 
neg.  Satze)  irgendwo. 

partir  tr.  teilen,  zerteilen;  zerreißen:  le  cuir  die  Haut  991, 
1124;  trennen:  s.  ame;  austeilen:  cols  Schläge  2557;  verteilen, 
einteilen:  p.  un  ju  (giu)  ein   Spiel  mit  zwei  zur   Wahl  stellenden 


189 

Bollen  (für  j.)  einrichten  u.  ihn  wählen  lassen  1498,  1501,  p.  äa. 
dass.  1816,  p.  un  ju  parti  ä  a.  dass.  1484,  ju  parti  1539;  r.  weg- 
ziehn  358,  369,  en  weiterxiehn  414,  en  de  a.  sich  von  j.  trennen 
1300. 

pas  m.  Schritt,  Durchgang ;  mal  p.  schwierige  Stelle  auf  dem 
Wege,  Klemme,  Patsche  924,  1131,  pas  (ne)  mal  ne  lai(t)  848;  5.  es. 

passage  m.  Übergang  2880,  Überfahrt  1276,  2899;  Durch- 
gangszoll  *2473. 

passer  1.  tr.  ac.  e.  passieren  2516 ,  vorüberziehen  an  e.  441, 
durchqueren,  zurücklegen  2845,  a.  j.  übersetzen  2902,  2961,  2986, 
a.  outre  dass.  2975;  2.  n.  [von  der  Zeit)  vergehn  317,  hinüber- 
fahren 2905,  2945,  2948,  2971,  2974,  p.  ä  une  iaiie  auf  einem 
Wasser  hinüberfahren,  ein  W.  passieren  2929,  p.  outre  weiter- 
dringen 2467. 

pauton(n)ier  m.  Landstreicher  1456,  1529. 

paver  s.  sale. 

pavillon  m.  Zelt  2414,  2436,  2614. 

pendre,  3.  Präs.  pent,  n.  hangen  3565;  avoir  letres  pendans 
de  -f  Inf.  e.  verbrieft  haben  20  (pendant  =  mit  daran  hangendem 
Siegel). 

pener  r.  de  faire  ac.  sich  bemühen  e.  zu  tun  1. 

pense  Gedanken,  trübe  Gedanken  :  estre  en  p.  schwermütig 
sein  *678: 

pense  m.  Gedankenwelt,  Geist  687,  3131,  faire  un  lonc  p. 
in   Gedanken  verloren  sein  1667. 

pensee  /.  Geist  2716. 

penser  n.  sinnen,  in  Gedanken  sein  732 ;  subst.  die  Gedanken 
361;  s.  (konjiz.)  *844. 

pentecoste  Pfingsten  2694. 

per  gleich;  estre  p.  in  gerader  Zahl  sein  2933,  2952,  estre 
p.  par  conte  dass.  2955,  2963;  per  de  la  Tavle  Eeonde  Pitter  der 
Tafelrunde  3611;  son  p.  seinesgleichen  162,  2500,  dass.  als  f.  ihres- 
gleichen* 64:2. 

percevant,  Part.  v.  percevoir,  ad).  =  klug  3115. 

percier  ir.  durchbohren  3457. 

perdre  n.  ä  faire  ac.  dabei  verlieren  daß  *8;  r.  außer  sich 
kommen  1334. 

pere  m.  Vater,  Beschützer  *2512. 

per(r)iere  f.  schweres  Sieingeschütz  1455,  2877. 

peril  m.  Gefahr  201. 

peser  n.  schwer  sein,  lasten  1938. 

petit  klein;  wenig  :  en  p.  d'eure  in  kurzer  Zeit  *1885,  por 
un  p.  que  (m.  Ind)  beinahe  1631,  2556,  2568;  Ädv.  wenig  717, 
2312,  3518,  trop  p.  zu  wenig  768. 


190 

peu  w.  poi  1027,  3228  wenig;  m'en  est  p.  ich  mache  mir  w. 
daraus  379;  por  un  p.  heinahe  1027,  ä  p.  de  dol  que  heinaJie  .  .  . 
vcyr  Schmerzen  .  .  .  3228;  s.  *o07. 

peur  {pik  st.  peor)  f.  Furcht  1748:  3400: 

pieche  (pik.  st.  piece)  f.  Stücke  Stück  Land  :  abatre  a.  eii  la 
■p.  j.  zu  Boden  strecken  1726,   1731;   Zeitraum  743;  s.  cief. 

pior  schlechter  1909. 

1.  pis  {pik.  st.  piz)  m.  Brust  2541. 

2.  pis  :  avoir  p.  den  kürzeren  ziehn  2542. 
plaidier,  3.  Konj.  plait,  prozessieren  *402. 
plaier  tr.  verwunden  3458. 

piain  eben;  völlig ,  ganz  :  pl.  pas  einen  ganzen  Schritt  1132, 
ä  pl.  völlig,  ganz  1014;  Subst.  m.  Ebene,  Plan  1880. 

plance  {pik.  st.  planche)  f.  Brett,  Planke  1435,  1442. 

plege  m.  Pfand  2008,  2081,  Versprechen  20bl,  2103;  livrer 
a.  en  pleges  j.  als  Pfand  {Bürgen)  einliefern  '''2015,  metre  a.  en 
plege  j.  als  Pfand  setzen  2147. 

plevir  tr.  verpfänden  2024,  3510,  ä  -{-  Inf.  sich  veipflichten 
e.  zu  tun  2003. 

ploier  s.  gage. 

pluissor  in  li  pl.  die  meisten  569. 

plnme  f.  Feder;  savoir  oster  le  pl.  ä  a.  j.  zu  nehmen  wissen 
*2295;  s.  W.  Foerster  zu  Cliges  4535. 

plus  1.  komp.  mehr;  länger  203;  pl.  avant  vorher  680,  nus 
pl.  weiter  keiner  2834,  u  plus  u  mains  e.  schon  *1480;  2.  sup. 
am  meisten  2221,  2227,  *2654,  pl.  tost  que  pot  mögliehst  schnell 
2760;  s.  *2403. 

poi  s.  peu. 

poignant,  eig.  Part.  v.  poindre,  Adj.  spitz  1084. 

poindre  s.  *2327;  ger.  poignant  im  Galopp  1083. 

point  m.  Stich;  Menge:  un  fort  p.  ein  gutes  Stück  1055,  nul 
p.  adv.  in  Jceiner  Weise  1188;  Zeitpunkt:  en  tel  p.  *2476,  estre 
en  p.  de  joie  m  freudiger  Stimmung  {Verfassung)  sein  *1783, 
au  point  que  als  607. 

pointe  dial.  st.  peinte  bemalt,  Part,  zu  peindre  3156: 

poise  f.  Wag  schale  3250. 

pooir,  3.  Konj.  Präs.  puist  1352,  2825,  2872,  können;  n'en 
p.  nient  nicht  dafür  k.  1126,  p.  plus  de  a.  stärker  sein  als  j.  1199; 
umschreibend:  il  puet  savoir  er  soll  wissen  1355,  vos  poes  savoir 
*2426,  bien  puist  estre  venus  möge  willkommen  sein  1352;  subst. 
Können  261;  s.  sanbler;  s.  *465,  *2309. 

por  Präp.  für,  zuliebe:  p.  De  bei  Gott  151;  anstatt  1322; 
von  wegen,  durch  p.  ardoir  u  p.  pendre  789;  trotz  *1658,  p.  mes 


191 

c'on  lor  asiece  ivelche  Speisen  man  ihnen  auch  vorsetze  [konzessiv) 
*712,  s.  poi;  p.  90  que  insoweit  daß  2739;  s.  *489,  *2840. 

porchacier  tr.  ac.  e.  betreiben  1217;  r.  u.  elliptisch  (ohne  Äkk.- 
Obj):  sich  versorgen,  eig.  sich  e.  besorgen:  s'en  est  ales  p.  er  ist 
weggegangen,  um  sich  {Hilfe)  zu  beschaffen  *1041;  vgl.  Yvain  4802 
s'ele  viaut,  p.  se  puet  wemi  sie  will,  kann  sie  sich  (einen  Ver- 
teidiger) beschaffen. 

porfendre  tr.  a.  dusques  en  j.  spalten  bis  zu  *1603. 

porpens  m.  Bedacht;  estre  de  grant  p.  sehr  bemüht  sein  482. 

porpoindre  durchstechen,  steppen,  sticken;  Part,  porpoint  subst. 
gestepptes  Kleidungsstück  unter  dem  Panzer  220: 

porprendre  terre  einen  Anlauf  mit  dem  Pferde  nehmen  3447. 

porquerre  tr.  suchen  2394. 

porter  tragen;  bringen  741;  darbringen:  porter  grant  onor  ä  a. 
j.  sehr  in  Ehren  halten  2162;  tverfen:  p.  a.  ä  terre  3466;  en  p. 
plus  den  Preis  davontrage7i  2227;  s.  entosce. 

portier  m.  Pförtner  1689. 

portraire  tr.  darstellen,  wiedergeben  3390: 

povrement  schlecht,  übel,  kläglich  198. 

premerain  Adj.  erst:  tot  le  pr.  jor  125;  präd.  premerains 
erstlich,  zuerst  (lat.  primus)  689,   3153. 

Premiers  Adv.  zuerst  537,  ä  pr.  fürs  erste,  im  Anfang  1344. 

prendre,  1.  Fut.  konjiz.  penrai  *2007,  tr.  nehmen;  übernehmen: 
un  ju  parti  1486;  unternehmen:  un  oire  292;  pr.  son  ostel  ab- 
steigen 600;  son  roiame  de  a.  sich  mit  seinem  Reiche  belehnen 
lassen  1628;  n.  ä  -\-  Inf.  beginnen  1588;  r.  soi  pooir  pr.  ä  a.  es 
mit  j.  aufnehmen  können  183;  unpers.  il  nos  en  est  bien  (konjiz.) 
pris  es  kommt  gut  für  uns  aus  2958,  il  est  pris  del  tierg  ensi 
que  mit  dem  dritten  ging  es  so,   daß   1850;   s.  garde;   5.  terme. 

1.  pres  Nom.  zu  prest  bereit  636. 

2.  pres  Adv.  nahe;  s.  lonc;  cevaucier  pres  ä  a.  j.  nachreiten 
2402,  se'ir  pres  ä  a.  j.  nahe  sitzen  674,  soi.tenir  pres  dicht  dabei 
bleiben  1532,  de  a.  j.  nahe  bleiben  1494. 

presse  f.  Gedränge,  Menge  1102;  sans  pr.  ohne  Gedränge,  un- 
gestört 703,   999;  faire  pr.  ä  a.  j.  bedrängen  1000. 

1.  prest  m.  Leihen;  ä  pr.  leihweise  958: 

2.  prest  bereit;  estre  tot  pr.  zur  Stelle  sein  3562;  s.  preu. 
preu  tüchtig:   preu  d 'armes  waffenkundig  267;   ne  preu  nicht 

viel  *903;  au  plus  preu  (Stürzinger  prest)  möglichst  schnell  (?) 
*2233   (vgl.   en  preu  vorwärts  Löwenr.  3167  Far,);   5.  *2812. 

prier  s.  *422. 

prime  erst;  eure  de  prime  Zeit  des  ersten  Gebets,  6  Uhr  früh 
1841,  la  lune  est  prime  es  ist  Neumond  (?)  1842. 

1.  pris  s.  prendre. 


192 

2.  pris  m.  Preis,   Wert;  de  pris  wertvoll  1698. 

prison  f.  Gefangennahme  1797;  präd.  Adj.  gefangen  1798. 

proisie  =  prisie  geschätzt,  Part.  v.  prisier  2827. 

prolonge  u.  1569  pik.  prolongne  f.  Verlängerung ;  sans  pr.  ohne 
V.  1089,  unverzüglich  1247,   1569. 

püer  n,  stinken  1595. 

puin,  pik.  st.  poing,  m,  Faust;  ferir  les  puins  ensauble  die 
Hände  ringen  1785. 

puis  Präp.  seit  2694;  Ädv.  nachher  2686. 

putain  f.  Dirne  3182. 

1.  quant  (lat.  quando)  Ko7ij.  als;  inversiv  (konjiz.)  782;  da 
(ja)  2920;  =  que  daß  16,  2590  {s.  zu  2592). 

2.  quant  (lat.  quantum)  wieviel;  quanque  467,  qnantques  *2981 
u.  quanques  391,  1767,  1945,  2909  alles  was,   was  auch  i?timer. 

1.  que  =  qui;  Nom.  des  Pron.  rel.  *656,  795,  *2969,  3565, 
des  Pron.  int.  *2478. 

2.  que  (lat.  quam)  als;  in  dopp.  Funktion:  als  daß  *857, 
*1641,  als  bis  *1789,  als  wenn  *1749;  si  .  .  .  que  so  .  .  .  wie 
3255;  s.  *2578. 

3.  que  [tat.  quod)  daß;  vor  dir.  i?e^e  *99,  *1794;  nach  einer 
Verwünschung:  zur  Bekräftigimg  davon,  daß  *2723;  so  daß  *2315; 
mit  Konj.  damit  *534;  weil  1306;  que  ne  m.  Konj.  ohne  daß  383, 
1062  (P),  que  que  während  *2870,  que  .  .  .  que  .  .  .  sowohl  .  .  . 
als  auch  .  .  .  *2741;  s.  *2824  u.  *2840. 

4.  que  s.  1269. 

quel  welch;  le  quel  que  vos  plaira  1494. 

querele  f.  Begründung ,  Entschuldigung  2651. 

quereler  tr.  a.  j.   Vorwürfe  machen  2652. 

querre  2017:,  1.  Perf  quis  2043,  5.  J^w^.  kerra  2768,  Part. 
quis  *636,  ^r.  a.  nach  j.  fragen  2233,  qu.  que  verlangen  (befehlen), 
daß  *636,  1265,  umschreibend:  wollen  *1896,  2196,  2944. 

queste  f.  Suche  2769,  qu.  faire  eme  S.  veranstalten  2770. 

qui  s.  1.  que;  qui  =  que  was  (im  abfiäng.  Fragesatz)  *3087; 
qui  qui  statt  qui  que  wer  au^h  immer  *1468. 

quint  2316  u.  quinte  (?)  *2340  fünft. 

1.  quis  s.  querre. 

2.  quis  st.  qui  les  1025,  (konjiz.)  1735. 

quiut,    3.  Präs.  Ind.  v.  coillir,   n.  li   vens   i   quiut   der    Wind 
sammelt  sich  darin  (im  Segel)  1737: 
quoi  s.  coi. 

racoster  ir.  a.  sich  j.  nähern  2364. 
ragarder  tr.  a.  j.  seinerseits  anblicken  2526. 
rain  m.  Zweig  933. 
rainnable ment  (=  raisn.)  vorsichtig ,  schlau  566. 


193 

rais(s)on  f.  Vernunft,  Vernünftiges:  dire  r.  629,  1138;  Plur. 
Gedanken,  Urteil:  sage  de  raisons  et  de  dis  432;  adv.  par  r.  von 
Hechts  wegen  1309;  n'entendre  r.  keine  V.  anneJimen  wollen  1195, 
ä  la  r.  de  a.  nicht  auf  j.  hören  wollen  (?)  887;  ne  faire  ne  r.  ne 
droiture  weder  Recht  noch  V.  kennen  307,  faire  r.  et  droit  de  ac. 
Genugtuung  für  e.  geben  1180,  faire  r.  ä  a.  j.  Genüge  tun  2437, 
j.  Genugtuung  geben  1445,  j.  gerecht  werden,  Entgegenkommen 
zeigen  888,  j.  Vorwürfe  machen  *577;  metre  a.  ä  r.  /.  anreden  404, 
422,  *1196,  de  ac.  j\  um  e.  befragen  1804  oder  angehn  1446, 
d'une  r.  mit  einer  Rede  auf  j.  einreden  800,  metre  a.  ä  r.  j.  zur 
Verantwortung  (Rechenschaft)  ziehn  (?)  *1196,  metre  sa  r.  ä  a. 
seine  Rede  an  j.  richten,  sich  an  j.  wenden  5;  en  tenir  r.  ä  a.  j. 
über  e.  Rechenschaft  geben  403. 

ramenbrer  unpers.  ä  a.  de  ac.  deutsch  pers.:  sich  an  e.  er- 
innern 223,  878. 

ranprone  =  raiipo(s)ne  (Subst.  verb.  v.  folg.)  f.  Schmähung,  par 
r.  schmähender   Weise  2809. 

ranproner  n.  de  a.  j.  schmähen  2810. 

ranvoisie  (=  renv.)  in  faire  ranvoisie  (pik.  st.  -iee)  eiere  freund- 
liche und  frohe  Miene  zeigen  461. 

rapasser  ariere  n.  zurückfahren  2976. 

ratorner  r.  sich  seinerseits  bereiten  2530. 

recet  m.    Versteck  3561. 

recief  in  de  r.  von  neuem  407. 

reclamer  tr.  Diu   Gott  anrufen  2458,  3128. 

reconfort  m.  Tröstung  3136. 

reconf orter  r.  sich  trösten  38. 

recorde  (Nebenform  zu  recort  und  wie  dieses  Subst.  verb.  v. 
recorder)  m.  Ausführung,  Darlegung:  por  ce  r.  *1256: 

recorder  tr.  erzählen,  vortragen  385,  ac.  äa.  y.  e.  versichern  1143. 

recort  m.  Gedenken;  n'avoir  r.  unerhört  sein  1187. 

recovrier  m,  Rettung;  sans  r.  rettungslos  *501. 

[recroistre],  3.  Perf,  recrut,  n.  wieder  anwachsen,  anschwellen  907. 

reder  tr.  les  cols  =  ?  3191. 

redrecier  n.  sich  wieder  aufrichten  1729. 

regarder  r.  sich  umsehn,  sich  überlegen  2062,  de  ac.  Bedacht 
haben  auf  2928. 

regart  m.  Gesichtskreis,  Sehweite  1745. 

regne  (=  resne)  f.  Zügel  1721. 

regnon  s.  renon. 

reis  =  res  (rasum)  geschoren,  seur  (sor)  le  col  438. 

relevee  f.  (Wieder)aufstehn  *69. 

remanoir  *2071:  2769  u.  remanir  *2796:,  n.  ^zurückbleiben 
*2796,  unterbleiben  137,  de  ac.  von  e.  wegbleiben,  e.  nicht  mitmachen 

Stürzinger,  Hunbaut.  1*^ 


194 

2769,  faire  a.  r.  j.  zum  Aufhöreri  bringen  *2071:;  Part,  remanant 
übrig:  tot  le  monde  r.  49,  n'a  si  cortoisse  r.  eitie  so  gebildete  ist 
sonst  nicht  zu  finden  *3029. 

remetre  in  faire  a.  r.  j.  zergehen  {oder  vergehen)  lassen  *1744. 

remonter  w.  aufstellen,  sich  erheben,  de  son  seoir  1448. 

rendre  wiedergeben ,  erwidern;  la  menee  den  Rornruf  geben 
456,  son  droit  ä  a.  j.  sein  Recht  werden  lassen  2653,  im  mesage 
ariere  (die  Antwort  auf)  eine  Botschaft  zurückbringen  1774;  r.  die 
Klostergelübde  tun  1640,   daher  Part,  rendii  Mönch  *1080,    1773. 

renon  700  w.  pik.  regnon  2827  m.  Nanie,  Ruf;  bon  r.  700. 

renoume  berühmt  2231. 

renoveler  n.  sich  erneuern  2750. 

rente  f.  Sing.  Einkünfte  593,  1324. 

reonde:  ä  la  r.  in  der  Runde  218. 

repaire  (Hs.  reparre)  m.  Rückkehr  1392;  Behausung,  Heim  453. 

reponre  (jpik.  st.  -ndre),  Part.  pik.  repuns  3350,  tr.  verbergen 
2442;  r.  sich  v.  1670,  3350. 

reprendre  1.  zurücknehmen,  sa  terra  de  a.  sein  Land  von  j. 
zum  Lehen  nehmen  120,  dass.  n.  1625;  2.  tadeln  tr.  a.  250,  291. 

repuns  s.  reponre. 

requerre,  L  Per  f.  requis  2044,  Part,  requis  377,  tr.  (einen 
Heiligen)  anrufen  ^11.,  2044,  ac.  um  e.  bitten  691,  ac.  ä  a.  e.  von 
j.  fordern  1679. 

requeste  f.  Bitte  2005. 

[resaillir]  en  pies  wieder  aufspringen  3467. 

resanbler  tr.  a.  j.  gleichen  3364,  7i.  de  ac.  von  e.  zu  sein 
scheinen  *2660. 

rescorre,  Part.  f.  rescouse  (pik.  st.  -sse),  tr.  l'alainne  ä  a.  j. 
außer  Atem  bringen  2563,  a.  befreien  1835;  n.  befreien  3308. 

rescosse  f.  Befreiung  1837,  3315,  Rettung  2564. 

resovenir  unpers.  ä  a.  de   +  I'^^f  *^^  erinnern  an  967. 

respit  m.  Auf  schuh ,  sans  r.  693. 

respondre  tr.  einbringen,  abwerfen  *595;  n.  antworten  (seitens 
eines  dritten  Ungefragten)  *1575,  ein  Wort  dazwischen  anbringen, 
einwerfen  1669,  fortfahren  zu  sagen  3567. 

respons  m.  Antwort  1673. 

retorner  r.  sich  (im  Bett)  umwälzen  247. 

retraire  tr.  des  mos  Worte  sprechen  1663;  r.  ä  a.  sich  j.  wieder 
zuwenden  2569. 

reube  s.  rober. 

reüser  in  faire  (un  ceval)  r.  ariere  (ein  Pferd)  zurücktreiben  975. 

ribe  f  Streit  *1418: 

ribeor  m.  Streiter  1428,  1687. 

riber  n.  ä  a.  sich  mit  j.  messen  *1417,  n.  1433;  suhst.  1423. 


195 

ricement  reichlich,  lang;  votre  r.  parier  euer  langes  Gerede  389. 

riens  indekl.  in  ne  riens  nichts  2472;  s.  *2253. 

rime  f.  Beim  35. 

riot  m.  Anstrengung ;  ä  r.  unverdrossen  1420. 

rive  f.  Ufer  2886. 

robe  u.  roube  f.  Mantel,  Staatskleid  143,  623;  (un  sorcot)  sans 
plus  de  r.  ohne  sonstige  Kleidung  185. 

rober,   3.  Präs.  reube  304,   tr.  ac.  e,  stehlen  (literarisch)  186. 

roi  m.  Ordnung;  mal  savoir  son  r.  schlecht  wissen  was  man 
zu  tun  hat,  e.  schief  machen  256:;  s.  W.  Foerster  %u   Yvain  546. 

[roit]  starr  *437;  s.  reis. 

ronpre  n.  reißen  1721,  abbrechen,  aufhören  2360. 

rosee  f.  Tau  1918. 

roumans  {Äkk)  m.  Boman  145;  anal.  Akk.  roumant  3052. 

route/.  Schar  1100,  1151,  2305,  Gesellschaft  3186;  en  sa  r. 
in  seiner   G.  1593. 

rover,  1.  Präs.  ruis,  verlangen  3256. 

rüer  werfen,  tr.  859,  n.  1454: 

ruis  5.  rover. 

sacier  (pik.  st.  sachier)  tr.  reißen  546,  xiehn  3020,  a.  ä  soi 
j.  an  sich  %.  1622. 

sage  de  ac.  einer  Sache  kundig  457  (u  =  worin).,  1290;  faire 
a.  s.  de  ac.  j.  in  e.  einweihen  2980. 

saillir  n.  springen,  (gleichsam)  fliegen  130,  angreifen  1248,  as 
chevals  %u  Pferde  steigen  1698,  en  parole  anfangen  zu  reden  2190, 
en  pies  vom  Boden  wieder  aufspringen  *2545,  enmi  le  vis  ä  a. 
j.  ins  Gesicht  %u  treffen  suchen  2560. 

sale  f.  Bittersaal  3149,  s.  pavee  mit  Steinen  belegter  B.  3047. 

sanblant  m.  Schein ,  Aussehen ,  Wesen,  Freundlichkeit  (im  Wesen) 
555,  572,  mostrer  s.  ä  a.  zu  j.  freundlich  sein  565,  faire  bei  s. 
vergnügt  aussehn  2696;  de  s.  was  das  Aussehen  betraf  *3108  (s. 
*3018);  en  tel  s.  mit  (in)  solcher  Ähnlichkeit  3113;  par  s.  wie  es 
schien,  seinem  Wesen  nach  3012;  por  nul  s.  auf  irgend  einen 
trügerischen  Schein  hin  3114,  um  sich  irg.  einen  Schein  zu  geben  2710. 

sanbler  tr.  ac.  e.  gleichen  35,  bien  le  sanble  er  sieht  ganz 
danach  aus  1892;  ce  me  puet  s.  das  will  mir  scheinen  *2309; 
s.  *2183. 

sanglent  blutig  3466. 

sanguin  blutigrot;  ciute  sanguine  rote  Bettdecke  1884. 

1.  saut,  3.  Konj.  v.  sauver  retten  132: 

2.  saut  m.  Sprung;  bildl.  *131  (gleichsam  im  Fluge).,  *3057, 
le  saut  945:  und  les  saus  1141  im   Galopp. 

savoir  wissen,  de  fi  sic/^er  3202,  de  ac.  um  e.  1336;  erfahren 
2407,  sehen,  erfahren  567;  mögen,  wollen  550;  umschreibend:  sai 

18* 


196 

veoir  =  voi  sehe  1646;  faire  s.  vernünftig  sein  (handeln)  512,  2523, 
e.  Gescheites  tun  1034,  ä  a.  y.  mitteileyi  511,  j.  lehren,  sehen  lassen 
1390;  venir  s.  kennen  leryien  1335;  Part,  sacent  (=  sachant)  in 
estre  s.  de  ac.  e.  wissen  *530;  savoir  suhst.  Vernunft  1947,  1977; 
s.  torner;  s,  estre. 

se  =  si  vor  li:  150,  327,  505,  1233,  1344,  2024,  2127, 
2518,  vor  n'  (=  ne):  *2235;  dass.  zu  Beginn  des  Nachsatzes:  150, 
327,  1344,  *2235,  2518. 

seant  Adj.,  eig.  Part.  v.  seoir-seir,  s.  d.,  wohlgefällig ,  schmuck 
*1994,  bien  s.  dass.  *651,  1560,  1782;  faire  ases  s.  encontre 
sich  wacker  halten  gegen  2326. 

secors  m.  Hilfe;  j'ai  nul  s.  ä  +  I'^f-  ^^  nützt  mir  nichts  zu 
2342;  s.  *1825. 

seir  (pik.)  659,  3149,  3171  und  seoir  538;  3.  Präs.  siet  209, 
3.  Konj.  (pik.)  siece  587,  3.  Fut.  serra  544,  \.  n.  liegen,  gelegen 
sein  587,  1266  (s.  *1463),  sitzen  659  usw.,  (von  Kleidern  und 
Waffen)  209,  213,  228,  623,  ä  a.  (unpers.)  j.  gefallen,  passen  673, 
942,  1021  usf.,  j.  einfallen  2484,  s.  entor  belagern  588;  2.  tr.  z,. 
j.  sich  setzen  lassen  666;  3.  r.  sich  setzen  1022,  sitzen  941,  en 
aler  s.  sich  setzen  gehn  315;  4.  subst.  seir  3076  und  seoir  538: 
1449  Sitz. 

sejor  m.  Verweilen,  Aufenthalt;  ä  s.  unaufhörlich  1420,  ä  grant 
s.  ausgiebig  2421;  estre  ä  s.  sich  aufhalten  53. 

sejorner  n.  residieren  1286;  aveuc  a.  bei  j.  verweilen  558. 

sei  =  si  le  775,  2967;   =  si  la  *2335. 

sen  tn.  Verstand  286. 

senpres  Adv.  immer(fort)  510,  1097. 

sens  m.  Sinn,  Vernunft,  Vernünftiges  33,  Wesen,  Besonder- 
heit 719,  Richtung  313. 

sente  f  Pfad  1216: 

sentir  r.  schmerzen  3465. 

seoir  s.  seir. 

serra  s.  seoir. 

servir  n.  (bei  Tisch)  bedienen  936,  939 ;  de  ac.  mit  e.  dienen  3195. 

Service  m.  Dienst;  faire  s.  ä  a.  j.  dienen,  huldigen  121. 

ses  =  si  les  1280,  2071. 

seul  s.  *303. 

seur  (im  Kampfe)  sicher,  erprobt  2601,  faire  s.  Tun  l'autre 
einander  versichern  107^  tot  ä  s.  in  aller  Ruhe  1515. 

si  Adv.  u.  Konj.  so;  zu  Beginn  des  Nachsatzes:  *626,  1823, 
2264,  2385  (5.  *1900);  si  pres  gar  nahe  (?)  1459;  auch  *1762; 
vielmehr  *2071;  und  doch  *2607,  2812;  nach  puis  (konjiz.)  *1394, 
2024;  beim  Imperativ:  doch  1395,  und  so  .  .  .  denn  2587,  2595; 


197 

si  .  .  .  que  so  .  .  .  wie  3255;  si  que  mit  Konj.  bis  daß  *2783;  et 
si  und  doch  *1746,  und  noch  dazu  *1684,  und  ebenso  1689,  *2638. 

sicamor  m.  Sykomore  3008. 

siecle  m.  Welt;  el  s.  ne  auf  der  W.  nicht  3164. 

sien  s.  suen. 

sifaitement  so,  in  dieser   Weise  191,  245,  *293. 

sigle  m.  Segel  1736  (konjiz.),  1752. 

sigler  n.  segeln  1759. 

signier  tr.  a.  segnen,  bekreuzen  564;  a.  d'ime  fonde  j.  einen 
Stein  mit  der  Schleuder  nachsenden  *1458. 

sinople  rot,  grün,  blau  2180;  s.  W.  Foerster  zu  Karre  5795 
(S.  475). 

siure  s.  buen. 

sof.  .  .  s.  souf.  .  . 

sofraite  f.  de  ac.  Mangel  an  e.  2443. 

soi  Pron.  refl.  nach  Präp.,  bei  bestimmtem  Subjekt  1115,  3381: 
3582: 

soie  Seide  f.  3077. 

sor  (le  port)  bei,  an  1709,  1739. 

sorcot  m.  Überkleid  (der  Frau)  185. 

[sordre],  3.  Präs.  sort  2222:,  Part,  sors,  emporsteigen;  lor  est 
sors  enmi  le  vis  zeigte  sich  ihnen,  sprang  ihnen  in  die  Äugen  *2304; 
parole  sort  de  a.  Ruf  steigt  auf  (geht  aus)  von  j.  2222. 

sorfait  u.  2480  sourfait  m.  Anmaßung  *1668,  Überhebung 
2369,  2480;  ä  s.  übermäßig  2351. 

sors  s.  sordre. 

souef  Adj.  süß  (vom  Duft)  3081;  Adv.  sanft  239. 

soufrir  tr.  aventure  bestehen  1345;  a.  j.  Ausstand  geben  1392, 
tant  que  Ausst.  geben  bis  *1362,  tant  dass.  1395. 

souhaitier  tr.  wünschen  1281. 

soulas(s)ier  tr.  a.  j.  erheitern  2871;  n.  scherzen  2449,  aveuc 
a.  2445. 

soume  m.  Schlaf;  ne  prendre  s.  por  a.  2280. 

soumier  m.  Lasttier,  Saumtier  2857. 

soupeser  =  sorpeser  (vgl.  souvenue  2477  =  sorv.)  n.  überdies 
lasten,  weiterhin  zu  tragen  sein:  maint  grant  fais  en  soupesera  2740. 

souslever  n.  (v.  Herzen]  beben  837;  de  Joie  vor  Freude  auf- 
jauchzen 908. 

souspirer  n.  del  euer  del  ventre  aus  tiefster  Brust  seufzen  3140: 

sousprendre  tr.  a.  j.  überraschen  1870. 

Souvenir  wipers.  il  me  souvient  de  mir  kommt  in  den  Sinn  163. 

souvenue  (=  sorvenue)  f.  (unerwartete)  Ankunft  * 24:77. 

soventre  Adv.  dahinter,  hinten  2893: 


198 

suen  1227  u.  sien  1048  heionUs  Poss.  sein;  un  s.  castel  1048, 
deus  suens  Chevaliers  1227. 

suie  f.  Büß  1006. 

table  f.  Tisch;  metre  la  t.  den  Tisch  aufstellen  und  decken 
638;  Plur.  Triktrak  3009,  jüer  as  t.  606. 

tai  m.  Dreck  ^  Schlam^n  1443: 

taillier  tr.  schnitzen  3106. 

taint  =  teint,  Part.  v.  teindre  färben,  von  gelblicher  Gesichts- 
farbe 656. 

talent  m.  Sinn  262;  avoir  en  t.  vorhabe?!  1824;  estre  au  t. 
de  a.  für  j.  nach  Wunsch  verlaufen  1277. 

talentif  mutig,  eifrig  267;  soi  faire  t.  de  ac.  großen  Eifer  in 
e.  bekunden  *2789. 

tames  (Konjektur)]  ne  vos  t.  fürchtet  euch  nicht  *863: 

tans  u.  tens  m.  Zeit;  par  t.  zeitig  81,  584,  bald  331,  par 
pluissors  t.  zu  wiederholten  Malen  54. 

tant  adj.,  tante  nuit  manche  Nacht  3132;  adv.  gar  sehr  *2316, 
so  sehr^  in  so  hohem  Maße:  u  il  ait  t.  peril  ne  doute  [also  ohne 
de!)  201,  ja  t.  ne  auch  noch  so  *96,  *714,  t.  que  7nit  Fut.  bis 
daß  *2787,  t.  con  mit  Konj,  solange  als  *2047;  s.  *508. 

tantost  Adv.  sogleich  150,  612,  bald  89. 

targier  n.  säumen;  sans  t.  ungesäumt  3000,  3370,  3398, 
3502,  Sans  plus  t.  1758,  3469. 

taut  s.  toldre. 

teche  /.  Eigenschaft;  bonnes  teches  63. 

tel  derartig;  estre  t.  que  so  einer  sein,  daß  3280;  n.  der- 
artiges 3346;  s.  *182. 

tenant  s.  tenir  4. 

tencier  n.  schimpfen  1584,  1586,  ä  a.  mit  j.  hadern  (schimpfen) 
1693,  sich  mit  j.  ausschimpfen   1579. 

tengon  f.  Oeschimpf  1601. 

tendre  n.  ä  ac.  e.  nachstreben  9,  sich  auf  e.  verlegen  513,  sich 
um  e.  bemühen  620,  ä   +  Inf.  trachten  zu  45. 

tenir  1.  tr.  sa  terre  de  a.  von  j.  belehnt  sein  93,  ähnlich  101; 
rente  Einkünfte  beziehen  1324;  einhalten,  fortsetzen:  une  voie 
3322,  sa  voie  241,  ähnlich  4clb^  1111,  1216,  une  raison  ein  Ge- 
spräch fortsetzen  578,  le  cors  de  son  ceval  das  Pferd  (stetig)  aus- 
greifen lassest  1857;  a.  ä  sage  287,  ac.  ä  bonne  maniere  für  gute 
Art  halten,  in  der  Ordnung  finden  294,  a.  ä  desloiaus  {Nom.!)  j. 
der  Untreue  zeihen  *2069:;  a.  a  dsunage  j.  schädigeti  3133;  avant 
(l'escu)  (den  Schild)  vorJialten  2536;  2.  n.  Halt  machen  (im  Inf.) 
*1874,  il  n'i  vit  voie  t.  er  sah,  daß  der  Weg  nicht  weiterging 
1873;  unpers.  ä  a.  de  +  I^f-  j-  daranliegen,  j.  darum  zu  tun  sein 
1052,  3178;   3.  r.  ä  sich  iialten  für  274;   ä  ac.  sich  an  e.  Jialten 


199 

2051,  2052;  4.  Part,  tenant  in  bien  t.  haltbar  216.  —  S.  chier, 
coi,  conpaignie,  conroi,  pres. 

tenple  (Sing.)  f.  die  Schläfen  (Plur.)  984. 

terme  m.  Zeitpunkt,  Frist  692,  2098;  li  termes  ne  lor  i\\ 
pas  cort  es  war  ihnen  längere  Frist  gegeben  177G,  prendre  le  t. 
cort  eine  kurze  Frist  setzen  2817. 

terrien  irdisch  520. 

tesmo(i)ng  m.  Zeugnis;  ä  t.  celui  qui  um  dem  zu  bezeugen, 
der  *3110. 

[tierQ],  f.  tierce  dritt  868;  tierce  867  u.  tierce  de  jor  317 
=  drittes   Offizium,  9  Uhr  vorm. 

toaille  737  u.  touaille  1005  f.  Handtuch. 

tocier  tr.  a.  berühren,  treffen  1459. 

todis  immer  2937. 

[toldre],  3.  Präs.  taut,  rauben,  stehlen  304. 

1.  tor  m,  Wendung,  Mal:  au  premier  t.  *987;  prendre  son  t. 
sich  umwenden  2338. 

2.  tor  f.  Turm;  plainne  une  t.  d'avoir  ein  Turm  voll  Reich- 
tümer 136. 

[tordre],  Part,  tors,  drehn  1437: 

tormente  f.  Bedrängnis  2562. 

tormenter  tr.  a.  j.  [im  Schwertkampf)  bedrängen  2561. 

torner  n.  sich  wenden  413;  unpers.  ä  grant  savoir  sich  als 
sehr  vernünftig  erweisen  1997. 

torser  =  trosser  aufschürzen;  tr.  aucune  einer  die  Röcke  hoch- 
heben 3182. 

tost  s.  plus. 

tot  n.  alles;  dou  t.  in  allem  445;  s.  *996,  *2066. 

traire  1.  t7\  ziehn,  reißen  547,  ses  cevels  sich  das  Haar 
raufen  1786;  son  vis  seine  Äugen  richten  3168;  2.  n.  schießen 
914;  vers  ac.  sich  hinbegeben  zu  913;  dahinjagen:  tr.  del  ceval 
le  cors  1826;  ä  cief  de  a.  mit  j.  fertig  werden  2012,  de  ac.  2896, 
ä  fin  de  ac.  2648;  3.  r.  avant  vortreten  2158.  —  S.  ensus. 

trait  m.  Zug ,  Strich;  tr.  de  croie  Kreidestrich  2056;  ä  tr.  ^e- 
mächlich  *1664: 

traitie  {pik.  st.  -iee)  /.  Schußweite  2403. 

trametre  tr.  hinschicken  1680;  n.  ä  3000. 

travaillier  tr.  a.  j.  {im  Schwertkampf)  bedrängen  2561. 

trencant  {pik.  st.  -ch-)  m.  Schneide  1524. 

trencier  {pik.  st.  -ch-)  vorlegen,  ,, tranchieren^^  937. 

tres  Ädv.  sehr:  tres  devant  les  autres  1153;  Präp.  tres  le 
matin  vom  Morgen  an,  seit  dem  M.  1315. 

trespas  m.  Voi'beiziehn  *364;  (la  voie)  au  felon  tr.  schwer 
passierbar   300;    Straße    2432;    Stelle    des    Weges    1792:;    schwer 


200 

passierbare  Stelle,  Hindernis  580,  1415:  felon  tr.  dass.  133;  Weges- 
not 2798,  2822. 

trespasser  1.  tr.  passieren,  reiten  über  2994;  [Gebot)  über- 
treten 325,  497;  überschlagen ,  auslassen  1264;  2.  n.  hinüberfahren 
2946,  vorüber gehn,  aufhören  1194,  parmi  la  porte  durch  das  Tor 
reiten  3005. 

trestorner  r.  sich  abwenden  3494. 

treu  m.  Tribut  1650,  1675,  *1678,  1679;  rendre  treu  Tr. 
zahlen  1639. 

treuage  m.  Tribut  1619. 

troer  tr.  durchlöchern  3457. 

troi  drei  s.  *86. 

troie  die  3  auf  dem   Würfel  *188:;  .9.  anbesas. 

trop  Ädv.  zur  Verstärkung:  trop  plus  wirklich  mehr  764,  trop 
par  gar  zu  sehr  772. 

tros  m.  Stwmpf  (der  Lanze)  3460. 

uel  (=  ivel,  igal)  Adj.  gleich  1134: 

ui  s.  hui. 

uis  m.  Tür  3161. 

un  s.  gent. 

usage  m.  Gewohnheit,  Besonderheit  2979. 

val  m.  Tal  2516,  2994. 

valoir  n.  Geltung  habe?i  768;  unpers.  tant  vaut  il  mius  'tant 
mieux'  *1087. 

veir  pik.  3125,  3348:,  3375  =  veoir  sehn;  v.  as  iauls  mit 
den  (eignen)  Augen  sehn  2066,  ne  fust  veus  d^els  60;  Part,  veu 
in  mon   anemi  veu  mein  erklärter^   offenkundiger  Feind  (?)  *1166. 

venir  1.  n.  kommen;  gehen  2146;  ohns  Subj.  voit  venir  sieht, 
daß  man  kommt  1115;  seinen  Weg  nehmen  2341;  Teue  lor  vient 
das  Wasser  wird  ihnen  gebracht  736;  ä  a.  /.  %u  Leibe  rücken  3486, 
sich  bei  j.  einstellen ,  j ,  betreffen  211  \  faire  ac.  120,  790,  816,  2146; 
2.  unpers.  mius  ä  a.  j.  besser  tun  856,  1640;  5.  r.  3369,  ä  a. 
sich  an  j.  wenden  3275,  en  weg  gehn  835,  il  s'en  i  venra  er  wird 
herbeieilen  1040.  —   S.  desus;  mar. 

ventre  s.  souspirer. 

venue  /.  Ankunft  544. 

veoir  s.  veir. 

ver  bunt  (vom  Schild)  2269. 

vers  m.  Vers  34;  Lied:  li  v.  iios  est  cangies  das  Lied  ändert 
sich  *2308. 

ves  sieh  872,  873;  ves  ci  =  voici  1047,  3513. 

vespre  Abend  2843. 

vestir  tr.  ac.  ä  a.  j.  e.  anziehn  215. 

veu  s.  veir. 


201 

veue  f.  Anhöhe  mit  Ausblick  910,  1015,  1099. 

viande  f.  Speise  1190. 

villier  n.  wach  bleiben ^  aufbleiben  80,  wachliegen  247. 

violete  f.  Veilchen  *2034. 

vis  m.  Antlitz  194;  5.  traire. 

vistement  schnell  845. 

vo  adj.  pik.  =  vostre  2515,  3473,  3538,  3600. 

voer  geloben  118. 

voie  f.  Weg;  de  droite  v.  öhneweiters  428,  tote  v.  indes  1321. 

voir  Adj.  wahr;  Adv.  fürwahr  517,  por  v.  fürwahr  123; 
Subst.  Wahrheit:  li  voirs  2787,  le  v.  2671;  dire  v.  die  W.  sagen 
2787;  voirement  in  der  Tat  255. 

vois  s.  aler. 

voist  s.  aler. 

voloir  wollen;  bloße-  Umschreibung:  *1609,  *1771,  *3070, 
3415,  3416. 

vöus  Akkus,  st.  vout,  volt  m.  Abbild  *229. 

vuidier  s.  *2336. 

wit  =•-  vuit  Adj.  leer  2940. 


Sprichwörter  und  Ähnliches. 


F.  14: 

F.  41: 

F.  286: 
F.  287: 

F.  384: 

F.  438: 

F.  569 
F.  826 
F.  854 

F.  1194: 


F.  1248 

F.  1854 

F.  1960 

F.  2062 

F.  2379 

F.  2410 

F.  2603 

F.  3545 

Por  ricece  ne  por  avoir 

Ne  puet  nus  eskiver  sa  mort. 

Qui  ne  puet  pas  grant  cose  faire, 
Ne  doit  baer  a  livre  faire. 

Qui  a  folie,  sen  aliue. 

tel  tient  on  a  sage, 

Qui  tos  est  plains  de  forsenaje. 

Et  que  vaut   90  que  nus  s'amort 
A  recorder  parole  vainne, 
Yaillant  une  paille  d'avainne? 

.  .  .  fous,  qui  seur  le  col  est  reis, 
Fait  plus  d'une  folie  ensanble. 

.  .  .  amors  les  pluissors  afole. 

Mal  garder  fait  avoir  qui  s'anble. 

bien  gaste 

Paroles  cius  qui  as  ciens  cort. 

Dolors  trespasse  et  honte  dure 
A  honme  qui  n'entent  raisson. 

.  .  .  por  mius  saillir  s'eslongne. 

Drois  est  c'uevre  de  vasal  pere, 
Quant  il  i  met  entente  e  painne. 

.  .  .  n'est  pas  sages  eil  qui  ouvre 
Sa  bouche  por  dire  fol  mot. 

Preudon  se  doit  mout  regarder, 
Ains  qu'il  trespasse  son  couvent. 

Preudon  qui  trove  90  qu'il  quiert. 
Et  eil  qui  pris  et  los  conquiert, 
La  u  il  va  ne  fait  pas  faute. 

Mout  est  fols  qui  nului  desdaigne, 
Se  il  ne  l'a  de  lonc  acointe. 

....  proeche 

Yaut  mains,  quant  orguels  s'i  asanble. 

Orgues  ne  puet  longes  durer. 


Nachträge  und  Berichtigungen. 


1.  Text. 

V.  28  Hinter  Chevalier  ist  das  Komma  hochgesprungen. 

V.  339  Komma  (F.). 

V.  436  Punkt  (F.). 

V.  783  Lies  Dient. 

F.  1023  Statt  ciel  lies  eil. 

V.  1394  Piiis  ist  versehentlich  gesperrt. 

V.  1457  In  Varia  lectio  steht  1458  statt  1457. 

V.  1514  >Seke  s'  statt  f. 

F.  1521  ^^ai!^  c'il  setxe  eil  (i^.). 

F.  1753  Lies  abandonne. 

F.  1955  Lies  pas  5^»^^  par. 

F.  2960  Setxe  Komma  hinter  esgart. 

2.   Anmerkungen. 

Stern  vor  Versxiffer  =  Anmerkung. 

V.  338  ville  sehr  befremdlich. 

F.  451  Man  möchte  ändern  droit  en  vont,  ivodurch  hinter  450  die 
Lücke  fiele. 

V.  454   Verbinde  por  ce  mit  que  il  i  paire. 

F.  1524  'W.  1680  se  avisse  ^*s^  em  auffallender  Hiatus;  sonst  nur 
noch  {nach  nachkons.  r)  autre  avoirs  1680.  Lies  [Mout]  bien  s'av.  {F.)  in 
1524  (?)  und  n'i  ert  in  1680  (?}. 

F.  1825  In  der  Anmerkung  lies  secors  statt  secours. 

F.  2484  S.  XU  F.  673. 

3.    Glossar. 
Unter  aviser  setxe  'auf  e.  achten'  statt  'e.  prüfend  betrachten'. 


Buchdruckerei  des  Waisenhauses  in  Halle  a.  d.  S. 


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